Archive for Juni, 2010

Hör-Tipp: onda-info 236

Mittwoch, Juni 30th, 2010

“Ein Jahr Putsch in Honduras / Steinmetze in Guatemala / Las Kumbia Queers in Europa

In Honduras jährt sich der Putsch gegen Präsident Manuel Zelaya. Wir haben dies zum Anlass genommen, uns die Geschehnisse in einer Chronologie noch einmal anzuschauen und uns im aktuellen Honduras umzuschauen.

In Guatemala gibt es nicht nur Weberinnen und Schokoladenfabrikant_innen, sondern auch Steinmetze. Hört einen weiteren Beitrag unserer wunderbaren Reihe zum Thema Handwerk in Guatemala.

Schließlich und aus ganz aktuellem Anlass präsentieren wir euch Las Kumbia Queers, die Anfang Juli ihre erste Europa-Tour in Berlin beginnen. Sie präsentieren euch nicht nur jede Menge queeren tropi-punk, sondern auch ihre EP “God save the Queers”.

Alle Konzerttermine sowie viel Musik findet ihr auf

www.myspace.com/laskumbiaqueers.

Download
 
 

(Quelle: onda – Agéncia radiofónica Latinoamérica-Europa.)

BRD / Frankreich / Grossbritannien: Folter – bitte jetzt wieder die “Rechtstaatsplatte” auflegen

Mittwoch, Juni 30th, 2010

Frankreich/Deutschland/Großbritannien: Falsches Signal bei Folter

Geheimdienstinformationen aus Folter in Drittstaaten dürfen nicht angenommen werden


© Human Rights Watch

(London, 28. Juni 2010) – Frankreich, Deutschland und Großbritannien verwenden Informationen von ausländischen Geheimdiensten, die im Kampf gegen den Terrorismus unter Folter gewonnen wurden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.

Der 69-seitige Bericht „Ohne nachzufragen – Geheimdienstliche Zusammenarbeit mit Ländern, in denen gefoltert wird“ untersucht die fortwährende Zusammenarbeit der Regierungen Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens mit den Geheimdiensten von Staaten, die Folter routinemäßig einsetzen. Die drei Regierungen verwenden durch Folter erlangte Informationen zu nachrichtendienstlichen und polizeilichen Zwecken. Das Völkerrecht verbietet Folter jedoch absolut und ohne jede Ausnahme.

„Berlin, Paris und London sollen sich für die Abschaffung der Folter einsetzen, statt sich auf geheimdienstliche Informationen zu verlassen, die im Ausland durch Folter gewonnen wurden“, so Judith Sunderland, Westeuropa-Expertin von Human Rights Watch. „Informationen aus Folterstaaten entgegenzunehmen ist rechtswidrig und schlichtweg falsch.“

Die französischen, deutschen und britischen Geheimdienste verfügen nicht über klare Richtlinien für die Beurteilung von und den Umgang mit Informationen aus Staaten, in denen bekanntermaßen gefoltert wird. Zudem ist die parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste in allen drei Ländern unzureichend.

Die Geheimdienste aller drei Staaten behaupten, es sei unmöglich festzustellen, welche Quellen und Methoden hinter den übermittelten Informationen stünden. Doch haben Vertreter der Regierungen in Großbritannien und Deutschland öffentlich die Ansicht geäußert, dass die Verwendung von ausländischen Geheimdienstinformationen in manchen Fällen zulässig sei, selbst wenn das Material eindeutig durch Folter erlangt wurde. Solche Erklärungen senden ein falsches Signal an Regierungen, die die Menschenrechte verletzen.

In Frankreich und Deutschland wurde Beweismaterial, das durch Folter erlangt wurde, in Strafprozessen und anderen Verfahren verwendet, obwohl internationale wie auch nationale Gesetze den Einsatz solcher Informationen in allen Verfahren verbieten.

Der Bericht schildert den Fall von Djamel Beghal, der in Frankreich wegen der Planung eines Terroranschlags angeklagt wurde. In dem Verfahren wurden Aussagen gegen Beghal verwendet, die dieser in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter Folter abgegeben hatte. In einem weiteren Fall wurde in einem französischen Verfahren das angebliche Geständnis eines gewissen Abu Attiya als Beweismittel gegen Terrorverdächtige zugelassen, das dieser in Jordanien unter Folter abgelegt hatte. In Deutschland erklärten Gerichte schriftliche Zusammenfassungen von Verhören mit drei hochrangigen Terrorverdächtigen für zulässig, die geführt worden waren, während diese sich in amerikanischer Isolationshaft befanden. Zudem wurden vor Gericht Beweismittel verwendet, die infolge von Aussagen von Aleem Nasir, einem Terrorverdächtigen Pakistani mit deutschem Pass, gewonnen wurden, die er im Gewahrsam des berüchtigten pakistanischen Geheimdiensts gemacht hatte.

Informationen, die durch Folter im Ausland erlangt wurden, können vor allem deshalb in Gerichtsverfahren verwendet werden, weil der Angeklagte zum Ausschluss solcher Informationen selbst den Nachweis erbringen muss, dass das Material durch Folter gewonnen wurde. In der Praxis ist es jedoch nahezu unmöglich, diesen Beweis zu führen.

„Die Regeln, durch die ‚Folter-Informationen‘ aus den Gerichtssälen verbannt werden sollen, funktionieren nicht“, so Sunderland. „Es sollte die Pflicht der Staatsanwaltschaft sein, nachzuweisen, dass Beweismittel aus Ländern, in denen bekanntermaßen gefoltert wird, nicht durch Folter gewonnen wurden.“

Durch die Verwendung fragwürdiger Informationen im Antiterrorkampf beschädigen Frankreich, Deutschland und Großbritannien die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union. Die Praktiken dieser führenden EU-Staaten widersprechen den Antifolterleitlinien der EU, die der Beseitigung von Folter und Misshandlung einen hohen außenpolitischen Stellenwert geben. Nach Ansicht von Human Rights Watch verschärfen Menschenrechtsverletzungen im Namen der Terrorismusbekämpfung auf lange Sicht Missstände, die der politischen Radikalisierung und der Rekrutierung zum Terrorismus Vorschub leisten.

Aus dem völkerrechtlich festgeschriebenen weltweiten Verbot von Folter gehen eindeutige Verpflichtungen für alle Staaten hervor: Sie dürfen niemals foltern oder sich an Folter mitschuldig machen. Jeder Staat muss sich für die weltweite Verhütung und Beseitigung von Folter einsetzen. Regierungen dürfen Folter weder innerhalb ihres Hoheitsgebiets zulassen noch die Folter in anderen Staaten unterstützen oder gutheißen. Die grenzüberschreitende Geheimdienstzusammenarbeit ist zweifellos ein wichtiger Bestandteil des internationalen Kampfes gegen den Terrorismus, sie darf jedoch nicht im Widerspruch zu diesen völkerrechtlichen Verpflichtungen erfolgen.

Nach Ansicht von Human Rights Watch können Frankreich, Deutschland und Großbritannien auch weiterhin notwendige geheimdienstliche Kooperationen betreiben, ohne das weltweite Folterverbot zu untergraben. Dazu müssen sie ernst gemeinte Nachforschungen in den Herkunftsländern der Informationen durchführen, um festzustellen, ob diese durch Folter gewonnen wurden und welche Schritte die Behörden ergriffen haben, um die Verantwortlichen für bekannt gewordene Misshandlungen zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Zusammenarbeit sollte abgebrochen werden, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass zur Gewinnung der übermittelten Informationen Folter und Misshandlungen eingesetzt wurden. Zudem sind eine strengere parlamentarische Kontrolle der geheimdienstlichen Kooperationen und eindeutige Gesetze erforderlich, die verhindern, dass durch Folter gewonnenes Material in den Rechtsprozess einbezogen wird.

„Europa wurde gezwungen, sich mit seiner Komplizenschaft bei Misshandlungen im Antiterrorkampf der USA auseinanderzusetzen“, so Sunderland. „Es ist an der Zeit, dass auch Frankreich, Deutschland und Großbritannien sich zu ihrer Rolle bei Misshandlungen in Drittstaaten bekennen und dafür sorgen, dass ihre geheimdienstliche Kooperation nicht zu einer Weiterführung der Verstöße beiträgt.“

Human Rights Watch appelliert an die Regierungen von Frankreich, Deutschland und Großbritannien:

• die Verwendung von Geheimdienstmaterial, das in anderen Staaten durch den Einsatz von Folter oder durch grausame, unmenschliche oder herabwürdigende Behandlung erlangt wurde, öffentlich abzulehnen;
• das absolute Verbot der Verwendung von „Folter-Informationen“ in allen Verfahren zu bekräftigen;
• klare Verfahrensregeln zum Ausschluss von „Folter-Beweisen“ in Zivil- und Strafrechtsprozessen zu schaffen, die eindeutig festlegen, dass bei Folterverdacht die Staatsanwaltschaft die Beweislast trägt und nachweisen muss, dass die betreffenden Aussagen nicht unter Folter gewonnen wurden;
• dafür zu sorgen, dass ihre nationalen Geheimdienste über klare Richtlinien verfügen, die die Zusammenarbeit mit Partner-Diensten regeln, die bekanntermaßen Folter einsetzen;
• Vereinbarungen zur Zusammenarbeit mit Geheimdiensten anderer Staaten sollen klare Bestimmungen zum Schutz der Menschenrechte enthalten, einschließlich der Selbstverpflichtung, die Zusammenarbeit abzubrechen, wenn glaubwürdige Foltervorwürfe erhoben werden;
• die parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste zu stärken;
• dafür zu sorgen, dass jede Form der Komplizenschaft bei Folter im nationalen Recht als Straftat geahndet wird und dass Staatsbeamte, die sich im Ausland mitverantwortlich machen, strafrechtlich verfolgt werden;
•letzteres soll auch für Beamte gelten, die systematisch Informationen von Staaten und Behörden annehmen, die bekanntermaßen foltern.

 

Verwandte Artikel:

Trotz diplomatischer Zusicherung: Terrorismusverdächtigen droht Folter bei Abschiebung
Deutschland soll diplomatische Zusicherungen ablehnen
Diplomatische Zusicherungen gegen Folter

 

Zusätzliches Material:

Zum vollständigen Bericht.”

 
 

(Quelle: Human Rights Watch.)

Demokratische Republik Kongo: Stoppt endlich die Gewalt (KAMPAGNE)

Mittwoch, Juni 30th, 2010

Congo Now! campaign marks 50 years of independence for the Democratic Republic of Congo

Press Release – 29/06/2010

With the Democratic Republic of Congo (DRC) set to celebrate 50 years of independence on June 30th, the Congo Now! campaign is launching a series of events to celebrate the rich creativity of the Congolese people and raise awareness of the ongoing conflict and humanitarian crisis in the east of Congo.

Congo Now! is backed by over 30 NGOs working on Congo, including Christian Aid, Oxfam and Global Witness, as well as UK-based Congolese groups, and the All Party Parliamentary Group on the Great Lakes Region of Africa.  The campaign is calling on the new UK Government to revitalise its commitment to end the violence and the suffering of civilians in DRC.

The campaign marries a range of cultural events with campaign activities to raise awareness of the crisis in Congo: from a cocktail party featuring award-winning photojournalist Susan Schulman, to Parliamentary roundtables; from a run in support of Congo’s women in Regent’s Park, to talks by activist Sam Roddick.  

A key highlight is a night of entertainment at the Southbank Centre with Sandi Toksvig, Eddie Kadi and Ronan Bennett  to name a few, and the launch of a postcard petition aimed at Prime Minister David Cameron calling for the UK Government to do more to protect Congolese civilians from violence and suffering .

Thandie Newton, a key supporter of Congo Now, said:  

"2010 is the anniversary of 50 years of independence for the Democratic Republic of Congo – but isn’t it time now that Congolese people were truly free?  Free from the violence of the conflict and free from unnecessary poverty when surrounded by such enormous natural wealth.  I really hope that people take note of what is happening in Congo and that the British Government redoubles its efforts to create a safe and dignified future for the Congolese people."

Eric Joyce MP, Congo Now! spokesperson said:

"The 30th June sees Congo marking 50 years of independence, but for many in the eastern parts of Congo, there is little to celebrate.  Some two million people are unable to go home as a result of the conflict, with rape and violence daily threats.  It is tragic that this conflict has been forgotten for so long. We are calling on our politicians to mark this anniversary by doing more to help build a Congo free of violence."

The DRC has been described as the ‘heart of Africa’ and is home to enormous natural wealth and resources. However for the last 15 years, the country has been mired in conflict – described as the world’s deadliest since World War II:

  • with an estimated 5.4 million dead from the effects of the conflict – more than 2.7 million of them children
  • over 9,000 people were raped in Kivu provinces of eastern Congo last year.
  • over 115,000 people were displaced in the first three months of 2010[1].

The UK government is currently the largest bilateral donor to the DRC, with a commitment of £130 million for 2010.  However, Congo Now! is calling on the UK to maintain its funding and strengthen its political efforts on the DRC. In particular it is calling on the UK to:

  • Stop natural resources fuelling the conflict – by adopting legislation to ensure that materials purchased by UK companies neither finance armed groups nor contribute to human rights abuses.
  • Protect civilians from violence – by calling on the Congolese government to reform their armed forces, which too often prey on rather than protect civilians; and urging the United Nations peacekeeping mission in the Congo to protect people and ensure guarantees for civilian safety are put in place before any significant reduction of peacekeepers takes place.
  • Promote non-military and regional solutions to the conflict – to ensure that the underlying causes of the conflict are addressed and unnecessary suffering of the civilian population is avoided.
  • Address the devastating causes and consequences of conflict and sexual violence particularly for women and children – by providing effective humanitarian and development assistance across the country, including for projects focused on the care for survivors of sexual violence and former child soldiers.  

 For more information please email press@congonow.org, or visit www.congonow.org

Congo Now Coordinator Tamsin Larby is available for comment, as are a number of spokespeople from Congo Now!" Coalition organisations listed below.

NOTES TO EDITOR:

ABOUT CONGO NOW:

The ‘Congo Now!’ campaign is committed to raising public awareness of the Democratic Republic of Congo (DRC) – a country that has experienced a brutal conflict for the last 15 years and where civilians continue to suffer daily abuses. The campaign presses for effective political action by the UK to end this suffering and bring urgently-needed improvements in security and governance to the people of the DRC.

The campaign brings together nearly 30 UK NGOs working in Congo and Congolese diaspora groups. Through cultural events and campaign activities, Congo Now! works to engage the public, policy-makers and media to find solutions to the drivers and devastating consequences of the conflict in the DRC and to recognise the extraordinary resilience and creativity of its people and culture.

 Congo Now! aims to:

  • Create a greater public awareness of the DRC’s ongoing humanitarian crisis
  • Coordinate actions to bring attention to the underlying causes of the war for resources that ravages the eastern region of DRC
  • Raise demands on the UK government and international community to address the causes of the conflict and respond to the consequences

The Congo Now! Coalition includes: ACORD, Afrik Youth Network, Amnesty International, APPG on the Great Lakes Region of Africa, CAFOD, CARE International UK, Christian Aid, Congo Church Association, Coalition to Stop the Use of Child Soldiers, Georges Malaika Foundation, Global Witness,  International Rescue Committee, Invisible Children, Merlin, New Direction for Congo, OSI, Oxfam GB, Prayer for Peace for Congo, Save the Children UK, Save the Congo, SoPPro, Tatiana Giraud Foundation, Tearfund, V-Day UK, War Child, Women for Women International, World Vision UK. Please note that these organisations have individual policies in specialist areas.  They are not able to comment on the full text of the key messages – but only their policy areas.

SPOKESPEOPLE:

Eric Joyce MP – Chair of the APPG Great Lakes Region of Africa. 07527 450028 or Sophia Pickles 020 7219 1165

Tamsin Larby – Coordinator of Congo Now!  tamsin@congonow.org  07974 928333 Can refer journalists to individuals in coalition organisations or performers/speakers from events

Global Witness – Emilie Serralta – eserralta@globalwitness.org 0207 492 5855

Susan Schulman – Award winning photojournalist – for photograph release: susanschulman@mac.com or 07773 800 775

Christine Karumba – Women for Women International’s Programme Director for the Congo
will be in London from 05 July – 09 July and is available for interview. For media inquiries about Women for Women’s programme in the Congo, or if you are interested in interviewing Christine Karumba, please contact Helen Ashley on 020 8974 7241, mobile 07976 804314 hashley@womenforwomen.org

EVENTS SNAPSHOT:

(Please see www.congonow.org for further information)

Saturday 3 July, 8.30am registration, 9am start, Regents Park, London

£10 to register to run, free to cheer! 

First Official UK Run For Congo Women, Organised by Women for Women International

Run for Congo is a grassroots movement that raises money for the women of Congo. The first official Run for Congo UK will be taking place at the Regents Park Race on July 3rd 2010.  For more information please contact runforcongouk@womenforwomen.org

Saturday 3 July, TROXY, 490 Commercial Road, London, E1 0HX

Tickets – www.congo50.com

La Retrospective/Le Demi Siècle, Organised by Congo50.

Congo50’s Golden Anniversary Musical.   An amazing evening full of Culture, traditions, Music, Dance, Film and Fashion.  A NIGHT NOT TO BE MISSED.  MASOLO YA BANA MBOKA YA SOLO

Tuesday 6 July, 7.00pm, Amnesty International Human Rights Action Centre, 17-25 New Inn Yard, London EC2A

£3 unwaged, £5 waged. 

Congo
– Stronger Women, Stronger Nations,
Organised by Women for Women International and Oxfam

Hear from Women for Women International’s DRC Country Director Christine Karumba, human rights activist Sam Roddick, Judith Wanga from BBC documentary The Worlds Most Dangerous Place For Women and Susan Schulman photo journalist and Amnesty Media Award winner as a part of an expert panel discussing the impact of the current conflict in DRC on women and the vital role that they are playing in building a stable Congo.  For further information email Kate Hughes on KHughes@womenforwomen.org

Friday 9 July, 5.30pm, The Front Room at Queen Elizabeth Hall, Southbank Centre, London.  Free. 

Friday Night Tonic with Grupo Lokito as part of the London Literature Festival

Organised by the APPG on the Great Lakes Region of Africa and Susan Schulman

Congolese rumba fuses with Cuban Salsa.  This concert is part of the Congo Now! event at Southbank Centre.

Friday 9 July, 7.45pm, Purcell Room, Southbank Centre, London

£9.00.  Congo Now! as part of the London Literature Festival

Organised by the APPG on the Great Lakes Region of Africa and Susan Schulman

Congo Now! is an evening to celebrate the incredible vitality and resilient creativity of the people of the Democratic Republic of Congo.  Congolese poets, writers, performers and musicians will be joined in solidarity by artists from around the world to mark the 50th anniversary of Congolese Independence.  For more information please email tamsin@congonow.org 

Friday 9 July, 10.00pm – 1.00am, Concrete, Hayward Gallery Bar, Southbank Centre, London.  Free. 

Congo Now! as part of the London Literature Festival

Organised by the APPG on the Great Lakes Region of Africa and Susan Schulman

Music from Afrocult DJ’s inside Concrete and photographs projected outside Concrete until the early hours.

 

(Quelle: Global Witness.)

BRD: Rassismus? Hier?!? Ja, wo denn?!

Mittwoch, Juni 30th, 2010

“SIXT Sommerloch: Supremacy als Werbegag

Veröffentlicht am 30. Juni 2010 von Red. der braune mob

Offensichtlich hat SIXT kein Interesse daran, an Schwarze Menschen zu vermieten – sonst würden sie sie weniger unverschämt instrumentalisieren. Das kann man sch ja für die nächste Mietwagensuche vormerken.

Diese Mail -und damit verbundene Werbung- erreichte uns heute:

quelle: sixt, FAZ

Einsendung dazu:

—— Weitergeleitete Nachricht
Von: Mekonnen Mesghena
Datum: Mon, 28 Jun 2010 11:10:43 +0200
An: Werberat
Betreff: Sixt-Werbung in der Süddeutschen Zeitung vom 23.06.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Sixt-Werbung in der Süddeutschen Zeitung vom 23.06.2010 (siehe Anlage) verkörpert eine ethnozentrische Weltsicht, die rassistisch und chauvinistisch ist. Sixt benutzt die Wohlstandsgefälle zwischen Reich (Deutschland) und Arm (Ghana), um die Überlegenheit Deutschlands gegenüber Ghana zu demostrieren. Diese ewigen Klischees eines armen, chaotischen und unterlegenen Afrikas sind es genau die Bilder, die die Denkweise der Mehrheitsbevölkerung über den Kontinent Afrika prägen. Bei aller Freiheit und Kreativität der Werbung bleibt der ständige Rückgriff auf solche alten und chauvinistischen Klischees abgeschmackt und beleidigend.

Gegen eine solche ethnozentrische Weltsicht in der besagten Sixt-Werbung protestiere ich aufs Schärfste. Den Deutschen Werberat möchte ich deshalb dringend dazu ermutigen, sich mit dem Inhalt der Werbung auseinander zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mekonnen Mesghena

====================
Mekonnen Mesghena
Department Head
Migration & Diversity

Heinrich Boell Stiftung
10117 Berlin, Germany

www.boell.de
www.migration-boell.de
diversity@boell.de
====================

Kontakt zu SIXT:

Mailadresse: InvestorRelations@sixt.de

Sixt GmbH & Co Autovermietung KG , Zugspitzstr. 1 ,D-82049 Pullach

Vorsitzender des Vorstands: Erich Sixt
Vorstand: Dr. Julian zu Putlitz, Detlev Pätsch

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Gunter Thielen
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats: Thierry Antinori
Aufsichtsrat: Ralf Teckentrup

Tel: +49-(0)89 74444-0 ; Fax: +49-(0)89 74444-86666
Mailformular: http://ag.sixt.de/no_cache/kontakteadressen/kontaktformular/

*

Anmerkung des Mob:

Da der ‘Werberat’ sich offensichtlich vor allem aus Menschen zusammensetzt, die keine Vorbildung in den Bereichen ’struktureller Rassismus’, ‘dominanter Diskurs’ oder ‘critical whiteness studies’ besitzen, und darüber hinaus ein Gremium der Werbewirtschaft selbst ist (also nicht unabhängig), erkennen wir seine Entscheidungen in Diskriminierungs-Angelegenheiten nicht an.

Unsere Erfahrungen mit dem “Werberat”, was eigene Positionierung und Aufklärungsversuche angeht, sind entsprechend. Siehe: http://www.derbraunemob.info/deutsch/content/sogehtsnicht/content_daneben_hoerzu.htm

Auch findet sich auf der Homepage des Werberates die “Rasse“.

Dies hatten wir (gut erklärt) moniert, es kam keine Antwort.

Eine vielsagende ‘Entscheidung’ des Werberates kann man auch hier nachlesen.

Es bleibt natürlich trotzdem allen ungenommen, sich an diese Gruppe zu wenden. Wir halten direktes Verbraucher_innen-Feedback an die Firmen jedoch für mindestens ebenso wichtig und erfolgversprechend. Ohne Zuschriften der “Verbraucher_innen” bzw Zielgruppe gibt es für die betreffenden Gewerbetreibenden keinen Grund zur Auseinandersetzung mit dem Grad der Demokratie oder des Diskriminierungsgehaltes ihrer Außendarstellung.

Wir sind allerdings auch der Ansicht, dass es beim Konsument_innenfeedback nicht darauf ankommt, die Firmen von der eigenen Meinung zu überzeugen, sondern ihnen diese einfach nur deutlich mitzuteilen. Der Sinn von Feedback ist ja nicht unbedingt “Einsicht beim Gegenüber” sondern zunächst, sich selbst mit diskriminierender Werbung nicht einverstanden zu zeigen, und danach, die Firma zu anderem Handeln zu bewegen. Dies machen Firmen meistens ohnehin ganz unabhängig von “Überzeugung”, sondern einfach aus ökonomischen oder Publicity-Gründen. Je mehr Menschen sagen/schreiben, dass sie etwas daneben finden, desto wahrscheinlicher ist auch ein Erfolg – egal wie diese Menschen sich ausdrücken.”

 

(Quelle: Der braune Mob.)

Republik Südafrika: Stallion Security, eine Firma mit zweifelhaftem Ruf

Mittwoch, Juni 30th, 2010

“Workers Left Behind at the World Cup

The 2010 World Cup in South Africa was going to be a shining moment for Africa, but things haven’t exactly gone according to plan. Of the tournament’s six African teams, all but Ghana have been eliminated early. Half-empty stadiums early in the tournament suggest that the glittering architectural showpieces of the World Cup will quickly become albatrosses. A team of foreigners will leave South Africa with a trophy, and soccer’s international master, FIFA will make billions. The people of South Africa will receive far less. The disappointments of the World Cup are clearest in the sad saga of Stallion Security.

Stallion Security at the World Cup

Stallion Security was contracted to provide security at four of the World Cup stadiums. It is hard to tell exactly what Stallion promised its 3,600 workers. The company itself seems not to know. One worker in Johannesburg was promised 500 Rand for a twelve-hour shift. This works out to a little more than $5 an hour, but in a country facing staggering income inequality and 25% unemployment, the Stallion job was a good job. Others seem to have been promised three times as much. What is clear is that Stallion paid less than half of what they promised, and failed to pay some stadium guards at all.

On June 16th, after a match between Germany and Australia, the Stallion guards went on strike to protest their ill-treatment. FIFA and the South African government responded swiftly and aggressively. When the strikers overturned trash receptacles, they faced teargas and rubber bullets. South African police took control of security at the stadium, and as the strike spread to the other stadiums staffed by Stallion, so did the police presence. Soon all 3,600 Stallion employees — including those never associated with the strike — were fired. FIFA transferred security duties to the police. The soccer goes on as planned, and a few thousand South Africans are a couple thousand dollars poorer.

The Past of Stallion Security

This is not the first time that Stallion Security has been linked to the most unsavory aspects of world sports. In 2001, Stallion provided security to a soccer match in Johannesburg between the Kaiser Chiefs and the Orlando Pirates. Due to incompetence and corruption, too many tickets were sold to fans, and a crush of people pressed their way into the stadium. Stallion’s beleaguered guards fired teargas into the crowd. The stampede left 43 people dead. It seems Stallion’s past did not send up any red flags for FIFA or the World Cup Organizing Committee.

The Way Forward, and Those Left Behind

The legal battle to right the wrongs of World Cup security will begin soon. Yes, Stallion Security is suing the World Cup Local Organizing Committee for terminating their contract halfway through the tournament. The thousands of South Africans have fewer options, and wait and hope for Stallion to pay them for the hours they already worked.

Sports can be wonderful and inspiring, as anyone watching the United States in this World Cup can attest. Sports can give us goals in the ninety-first minute and tennis matches that last eleven hours. But sports are also a business, and all too often a business in which average people subsidize the grand commercial projects of the elite. The people of South Africa pay for eight soccer arenas, and FIFA takes the profits. The next time FIFA, the International Olympic Committee, or even the Oakland A’s come to a community demanding special treatment, it is worth remembering the broken promises of Stallion Security.”

(Quelle: Center for Media and Democracy.)

Afrika: Süd-Süd-Kooperation nimmt rasant zu

Mittwoch, Juni 30th, 2010

“AFRICA: Cautionary Notes Sounded as South-South Trade Booms

By Ravi Kanth Deverakonda

Charles Gore holding a sample of Raj Rajendran's work. / Credit:El Hadj Gorgui Ndoye/IPS
Charles Gore holding a sample of Raj Rajendran's work.

Credit:El Hadj Gorgui Ndoye/IPS

GENEVA – An Indian textile engineer and entrepreneur called Raj Rajendran visited Rwanda in 1999. He was tasked to close down an unviable textile factory following the civil war. But he discovered propitious agro-climatic conditions, particularly volcanic soil — ideal for the rearing of silk worms to produce raw silk.

‘Rajendran converted an old refrigerator into an incubator to hatch silk worm eggs, imported second-hand machinery from India, and started reeling Rwanda’s first silk yarn,’ Charles Gore, a senior official of the Africa division in the United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD), told IPS.

Sustained efforts by Rajendran over the last 10 years resulted in him creating a new brand called ‘Silk Hills’ which bears the label ‘Made in Rwanda’. Rajendran’s company now exports silk and cotton products to the U.S., Canada and elsewhere and is the largest private employer in the tiny east African country.

‘In short, the Indian entrepreneur demonstrated that it is possible to bring about ‘transformational’ changes in an African country through economic interactions and knowledge-sharing skills with big developing countries like China, India and Brazil,’ Gore argued.

He is the lead author of UNCTAD’s annual report on Africa, titled ‘South-South Cooperation: Africa and the New Forms of Development Partnership’, published on Jun 18.

The report confirms China and India’s status as the main drivers of trade and investment with African countries.

It is true that ‘increasing trade and investment between developing countries by reducing trade barriers could bring real benefits in terms of employment and incomes,’ said Isabel M. Mazzei, senior policy advisor for Oxfam in Geneva, in an interview with IPS.

‘It could also promote improved political relationships between countries and enable countries to reduce their dependence on markets in the industrialised countries.’

But Mazzei warned that, ‘due to large differences in the size and level of development of Third World economies, full liberalisation of South-South trade is not desirable.’

‘Getting the balance right between further liberalisation and the appropriate protection of vulnerable farm sectors and infant industries will be a major challenge for economic policy makers,’ she added.

At the launch of the report Dr Supachai Panitchpakdi, UNCTAD’s secretary general, pointed out that there exists a growing recognition that South-South cooperation — which is accelerating investment and trade between large developing countries, such as China, India and Brazil, and African countries — could pave the way for transfer of technology and knowledge skills.

Panitchpakdi urged the rising economic giants of the South to go well beyond trade and investment to create a new economic and social climate to reverse the historical trend which has seen Africa supplying agricultural goods and raw materials while importing manufactured goods.

‘I am confident that with the rising trend of developmental aid flowing from the leading countries of the South to Africa, estimated at around 2.8 billion dollars in 2006, there will be a paradigmatic shift in the coming years,’ he told IPS, adding that China also increased its assistance to Africa last year.

The 116-page report on Africa captures undercurrents that are gradually changing the landscape of South-South trade. For example, the total merchandise trade between African countries and non-African developing countries such as China, India, and Brazil, among others, jumped to 283 billion dollars in 2008 — from 34 billion dollars in 1995.

In contrast, Africa’s trade with developed countries increased from 138 billion dollars to 588 billion dollars over the same period. ‘The growing share of developing countries in Africa’s trade has led to a reduction in the proportion of the region’s trade going to its traditional partners in Europe and North America,’ according to the report.

But the reports’ authors noted that, ‘although there has been an increase in Africa’s trade with developing countries, the composition is skewed more towards imports rather than exports’.

Non-African developing countries are now the major ‘greenfield’ investors on the African continent. This kind of investment refers to creating new economic assets that could include manufacturing facilities, along with other infrastructural facilities.

Foreign direct investment in greenfield projects has shot to 184 in 2008, up from 52 in 2004. Chinese infrastructure and financial commitments increased to 4.5 billion dollars in 2007, compared to 470 million dollars in 2001.

But the report’s authors cautioned that China’s growing economic interaction with Africa should not be seen as a ‘China-Africa story’ but part of a broader trend towards intensifying Africa-South economic relationships, particularly with large and dynamic emerging countries.

The report urged African countries to adopt a ‘pro-active’ approach by planning long-term economic projects and asserting their domestic concerns when negotiating cooperation with other developing countries.

In effect, African nations should strive towards building their ‘productive capacities’ to produce a greater variety of goods that are more sophisticated products, the report emphasised.”

 

(Quelle: IPS.)