Archive for Dezember, 2013

Europa: Lernfähig?

Freitag, Dezember 13th, 2013

“Wir bleiben dabei – Frieden schaffen ohne Waffen

Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschheit

Die Friedensbewegung wird im Jahr 2014 den historischen Jahrestag mit kritischem Rückblick und kreativen Aktionen begleiten. Wir werden nicht zulassen, dass aus dem Jahrestag 1914 2014 ein unkritisches Jahrhundertjubiläum gemacht und einzig die Europäische Union als zivile Friedensmacht gefeiert wird.

Heute fließen riesige Summen Geldes und immenses Potential menschlicher Arbeit und Intelligenz in die Rüstung. Das Ziel der Vereinten Nationen, künftige Generationen vor Krieg zu bewahren wird durch sogenannte humanitäre Einsätze konterkariert. Deutschland baut die Bundeswehr von der Verteidigungsarmee zur Armee im weltweiten Einsatz um. Als drittgrößter Waffenexporteur befeuert Deutschland weltweit Konflikte und lässt zu, dass Atomwaffen modernisiert werden statt sie endgültig zu verschrotten. Notwendig wäre hingegen, den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft zu lenken: auf den Abbau von Ungleichheit und Armut ebenso wie auf den Aufbau von Infrastruktur und Gesundheitsfürsorge. Denn während Milliarden für Rüstung ausgegeben werden stirbt weltweit jede Minute ein Mensch an Hunger und jeder sechste Mensch hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Die Friedensbewegung wird 2014 Anstoß geben, aus den beiden Weltkriegen und dem Systemstreit des Kalten Krieges Schlussfolgerungen für eine Friedenspolitik im Zeitalter der Globalisierung zu ziehen. Es ist eine Herausforderung für alle, die Vernunft in den Dienst friedlicher Konfliktlösungsstrategoen zu stellen: für Soziale Bewegungen, Wissenschaft, Jugendverbände, Gewerkschaften und Religionen genauso wie für die internationale Staatengemeinschaft, für Europa, für Parlamente, Regierungen und Parteien.

 

Befragen Sie Geschichte und Gegenwart!
Woran scheitern Friedensprozesse heute? Was sollte gestoppt was neu entwickelt werden? Bringen Sie Ihre Ideen und Fähigkeiten ein, politisch, künstlerisch, wissenschaftlich wo immer Ihre Kompetenzen und Interessen liegen.

Es geht um Schritte zum Frieden!
Wie erreichen wir eine Zukunft ohne Waffen und Militär? Nennen Sie die Herausforderungen des Friedens beim Namen! Informieren Sie sich über Friedensprojekte in aller Welt!

Helfen Sie mit, aus dem Jahr 2014 hier und weltweit ein Jahr der Friedenskultur zu machen.

Werden Sie aktiv für eine Welt ohne Krieg und werben Sie für Abrüstung und zivile Konfliktbearbeitung, Gewaltfreiheit und Völkerrecht.

Werden Sie aktiv, um ein Klima des Friedens hier und weltweit zu schaffen und jeder Form von Militarismus eine Absage zu erteilen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Auf www.1914-2014.eu ist Platz für neue Ideen. Anmelden unter info@1914-2014.eu. Projekte und Aktionsideen mit anderen teilen.

Frieden ist international und vernetzt

Wir unterstützen die großen Friedensveranstaltungen im Juni 2014 in Sarajewo.

Friedenskultur unterm Brandenburger Tor
Konzert und Vernetzungstreffen im Sommer 2014 in Berlin.

Orte des Gedenkens

Die Heldendenkmäler, die nach 1918 entstanden, sind für uns Orte für Protest und Gegeninformation. Das Antikriegs-Symbol des zerbrochenen Gewehrs ist eine Möglichkeit, an historischen Plätzen neue Denk-Male zu schaffen.

Informationsveranstaltungen

… Diskussionen, Filmabende, Stadtführungen, Besuche von Gedenkstätten und Gräbern für die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist Ihre Phantasie gefragt.
Schaffen wir 2014 viele Orte an denen Jung und Alt die Friedensstrategien der Zukunft entwickeln können!”

 

(Quelle: Netzwerk 2014.)

USA: Drone Nation

Dienstag, Dezember 3rd, 2013

“Drone Nation

Drone Nation
Source: Homeland-Security-Degree.org

The American love affair with drones (officially called unmanned aerial vehicles) extends to both military and law enforcement uses. The U.S. isn’t the only country that uses drones, but it is the most regular user in the world.

Which Countries Have Drones?

The biggest owners of military drones in the world:
U.S. 670
France 23
Germany 9
Italy 5
Turkey 32
U.K. 7
Russia 3
China 11
India 39
Iran 1
Israel 29
Note: Numbers are minimums, as many countries’ levels are unknown.

Business is Booming

Global spending on unmanned aerial vehicles will surge in the next 10 years, rising by a predicted 128 percent.
Projected global spending on drones
2014 $5,200,000,000
2023 $11,900,000,000
Ranked drone spending over the next decade by region
1st U.S.
2nd Asia-Pacific
3rd Europe

Terror From Above?

The U.S. has been widely criticized for its use of drones to fight terrorism. In Pakistan alone, the U.S. has launched thousands of drone strikes since 2004.
Fatalities in Pakistan from U.S. drone attacks (since 2004)
Children 175
Civilians 535
Other 2,390*
High-profile targets 49
* The U.S. classifies all adult men in Pakistan as potential terrorist targets in casualty calculations

Targeting Americans?

Many Americans assume these devices are used only to launch offensives in foreign countries. That’s a false assumption. Over the years, dozens of agencies across the U.S. have used drones for a variety of purposes, many of them classified.

drones-thumb

Sources:

http://www.thebureauinvestigates.com
http://counterterrorism.newamerica.ne
http://www.livingunderdrones.org
http://www.motherjones.com
http://www.avionics-intelligence.com
http://www.theguardian.com

 

(Quelle: HOMELAND SECURITY DEGREE GUIDE.)

USA: Size doesn’t matter- money does (maybe)

Sonntag, Dezember 1st, 2013

“Das Pentagon will seine Streitkräfte verkleinern, aber technologisch aufrüsten

Von Chris Carroll

Veröffentlich am 5. November 2013
The Stars and Stripes

WASHINGTON – Das US-Militär müsse sich auf eine regelrechten Umbruch einstellen, erklärte Verteidigungsminister Chuck Hagel am Dienstag; zukünftige Haushalts- und Sicherheitsprobleme verlangten einschneidende Veränderungen im gesamten Verteidigungsbereich.

Tiefe Einschnitte bei der Truppenstärke (einzelner Teilstreitkräfte) könnten sich als unvermeidbar herausstellen.

In einer Rede vor einem Sicherheitsforum in Washington, das vom Center for Strategic and International Studies veranstaltet wurde, wies Hagel darauf hin, dass sich die Militärführung in Zeiten gekürzter Militärausgaben der schwierigen Frage stellen müsse: Wollen wir eine große Arme aktiver Soldaten mit veraltender Ausrüstung und Technologie behalten oder eine verkleinerte Truppe mit modernsten Waffen ausstatten?

In Zukunft könnten es sich die US-Streitkräfte nicht mehr leisten, einer großen Anzahl von Soldaten ein angenehmes Garnisonsleben auf riesigen Basen zu ermöglichen, trug er vor.

Stattdessen müsse sich das Militär auf eine chaotische, “bisher nie da gewesene” globale Sicherheitslage einstellen und das knapper werdende Geld für die Bewältigung aktueller Herausforderungen wie den Cyberkrieg, den Einsatz von Spezialkräften und die geheimdienstlichen Aufgaben der Aufklärung und Überwachung einsetzen.

“Wir werden uns sehr umstellen müssen, indem wir zum Beispiel kleinere, moderner ausgerüstete Einheiten mit verbesserten Fähigkeiten aufstellen und uns von großen Verbänden mit veralteter Ausstattung trennen,” erläuterte er. “Die fest in Garnisonen stationierten Truppen werden wir durch mobile Einheiten ersetzen, die weltweit operieren können.”

Hagel hat am Dienstag noch nicht mitgeteilt, wie sich die geplanten Veränderungen auf die Teilstreitkräfte auswirken werden; mit detaillierten Angaben ist erst zu rechnen, wenn die Planungen für das Haushaltsjahr 2015 fortschreiten.

Um die aus der Verteidigung der USA erwachsenden Aufgaben meistern zu können, müsse man sich wegen der Verkleinerung der aktiven Truppe stärker als bisher auf Reservisten stützen, auch wenn das nur begrenzt möglich sei.

“Wir werden vermehrt auf Reservisten zurückgreifen müssen, obwohl wir natürlich aus Erfahrung wissen, dass nur vorübergehend eingezogene Teilzeitsoldaten – zumindest im Anfangsstadium eines Konflikts – nicht das gleiche Bereitschaftsniveau wie Vollzeitsoldaten haben, besonders wenn sie zu den Bodentruppen einberufen werden,” fügte er hinzu.

Die als Sequestration bekannte automatische Kürzung aller Ausgaben, deretwegen auch die für die nächsten zehn Jahre geplanten Verteidigungsausgaben um 500 Milliarden Dollar reduziert werden müssten, könnte die Militärführung auch dazu zwingen, ein System einzuführen, das Einheiten mit sofortiger und erst später herzustellender Einsatzbereitschaft vorsieht.

“Wir müssen uns darauf einstellen, dass künftig nicht mehr jede Einheit sofort einsatzbereit ist, weil vermutlich ein abgestuftes Bereitschaftssystem unvermeidlich sein wird,” gab Hagel zu bedenken. “Daraus erwächst die Gefahr, dass der Präsident weniger Optionen zur Sicherung unseres Staates haben könnte.”

Die Frage, ob wir ein große Armee oder kleinere, aber mit modernsten Waffen ausgerüstete Streitkräfte brauchen, schien im Juli noch offen zu sein; damals stellte Hagel die Ergebnisse einer in vier Monaten erarbeiteten Studie mit dem Titel “Strategic Choices and Management Review”; darin wurde untersucht, wie das Pentagon die Sequestration abfedern könnte.

Eine der in der Studie erwogenen Möglichkeiten sieht das Festhalten an Programmen zur Entwicklung eines Joint Strike Fighters, zum Bau verbesserter Langstreckenraketen und zur Verbesserung der Fähigkeiten im Cyberkrieg vor; diese Programme können aber nur realisiert werden, wenn gleichzeitig die Bodentruppen stark reduziert würden – das Marine Corps (die Marineinfanterie) auf 150.000 Soldaten und die Army auf 380.000 bis 450.000 Soldaten und nicht, wie bisher geplant, erst bis 2017 auf 490.000 Soldaten. Bei dieser in der Studie untersuchten Variante müsste die Navy auch auf 3 Flugzeugträger-Gruppen verzichten.

Schon im Juli hatte Hagel gesagt, wenn man sich für die Beibehaltung höherer Truppenstärken und damit für eine gleichbleibende US-Präsenz in ausländischen Regionen entscheide, könnten die Ausrüstung nicht modernisiert und die Fähigkeiten zur Führung von Cyberkriegen nicht verbessert werden, außerdem müssten dann auch die Special Forces (Spezialkräfte) verkleinert werden.

“Wenn wir die Ausgabenkürzungen so auffangen wollen, müssen wir einen jahrzehntelangen Modernisierungsstau in Kauf nehmen.”

Deshalb müssten sich die Streitkräfte auf große Veränderungen einstellen.

Es müsse auch ein Abbau von Institutionen stattfinden, die nicht direkt an der Verteidigung beteiligt seien. Das bedeute, dass vor allem “die rückwärtigen Dienste” – die übrigens die größten der Welt seien – verkleinert werden müssten; dazu gehört auch die Reduzierung des Personals der Hauptquartiere um 20 Prozent, die Hagel schon vor einigen Monaten angekündigt hatte.

Das Militär müsse auch seine Personal- und Versorgungspolitik reformieren, kündigte Hagel an.

“Ohne ernsthafte Bemühungen um erhebliche Einsparungen auch auf diesem Sektor, der jetzt schon grob die Hälfte der Haushaltsmittel des Pentagons verschlingt und immer noch wächst, riskieren wir eine fortschreitende Schwächung unserer Streitkräfte,” betonte Hagel. “Unsere Soldaten würden zwar gut verdienen, wären aber schlecht ausgebildet und und ausgerüstet und nur noch bedingt einsatzbereit.”

In seiner weit ausholende Rede entwickelte Hagel seine Vision von der zukünftigen Rolle der US-Streitkräfte im Weltgeschehen; gleichzeitig wies er darauf hin, dass militärische Macht nur ein Aspekt der Staatsmacht sei; deshalb müsse das Pentagon immer bedenken, dass es die US-Außenpolitik nur unterstützen aber nicht bestimmen könne.

“Wir werden den zivilen Komponenten unserer Macht wieder mehr Bedeutung beimessen müssen,” fügte er hinzu. “Trotzdem muss unser Militär – angepasst an die Bedrohungen, die sich seit dem Ende des Kalten Krieges sehr gewandelt haben – stark, allen überlegen und schlagkräftig bleiben.”

Übersetzung:
Jung, Wolfgang

Anmerkung:

Die im o. g. Original-LUFTPOST-Artikel vorhandenen Links und Ergänzungen innerhalb des Textes sowie die Anmerkungen und der Kommentar wurden entfernt.

(Quelle: LUFTPOST.)