Archive for the ‘Geschichte’ Category

Großbritannien / Ägypten: Schwarzer Tag

Freitag, Juli 11th, 2014

“Egyptian statue Sekhemka sells for nearly £16m

A 4,000-year-old Egyptian statue expected to raise about £6m has sold for £15.76m at Christie's of London.

10 July 2014 Last updated at 19:43 GMT

Northampton Borough Council auctioned the Sekhemka limestone statue to help fund a £14m extension to Northampton Museum and Art Gallery.

However, Arts Council England had warned the council its museum could lose its accreditation status.

The Egyptian ambassador to Britain said the council should have handed the statue back if it did not want it.

Sekhemka statue

The limestone statue is 30in (76cm) high and it was "gifted" to Northampton in 1880

Sekhemka statue

The statue of Sekhemka – who was a royal chief, judge and administrator – shows him reading a scroll

His Excellency Ahsraf Elkholy

His Excellency Ahsraf Elkholy, the Egyptian Ambassador, condemned the sale

Before the sale, His Excellency Ahsraf Elkholy, the Egyptian Ambassador, condemned the sale as an "an abuse to the Egyptian archaeology and the cultural property".

He said: "Our objection starts from this basic principle: how can a museum sell a piece in its collection when it should be on display to the public?"

The ambassador said: "We are concerned this piece may be moved into a private collection.

‘Darkest cultural day’

"A museum should not be a store. Sekhemka belongs to Egypt and if Northampton Borough Council does not want it then it must be given back.

"It's not ethical that it will be sold for profit and also not acceptable. The council should have consulted with the Egyptian government."

Christie's said it would reveal details of the new owner later.

Protesters gathered outside Christie's before the sale said they wanted the statue to be returned to Egypt's Ministry of Antiquities.

Sue Edwards, from the Save Sekhemka Action Group, who travelled from Northampton to the auction, said: "This is the darkest cultural day in the town's history.

"The local authority has made a huge mistake but we will continue our fight to save Sekhemka."

Loss of Arts Council England accreditation would make the museum ineligible for a range of future grants and funding, however the leader of the council David Mackintosh said he did not see why this should happen.

Northampton Museum funding:

  • £900,000 annual budget, according to Northampton Borough Council
  • £166,000 granted in 2012 by Arts Council England for two projects and £69,000 granted in 2014 to digitise the museum's collection of 10,000 shoes online
  • £615,000 Heritage Lottery Fund total grants for various projects

He said that having kept Arts Council England "informed of our actions and plans… we see no reason why we should not retain our accredited status".

The statue has not been on display for four years, and no-one had asked to see it in that time, he said.

"It's been in our ownership for over 100 years and it's never really been the centrepiece of our collection," he told BBC Look East.

"We want to expand our museum and to do that we need to raise the money."

 

(Quelle: BBC News.)

Brasilien: Nicht nur Fußball, Samba, Caipirinha

Mittwoch, Juli 2nd, 2014
 

WM_Brasilien.jpg

Texte unter anderem zu:

• Vor der WM ist nach der WM: südafrikanische Erfahrungen werfen ihre Schatten voraus

• Fußball als Massenkultur

• Brasilien 2014: Wo steht die neue Supermacht?

• Fußball und Protest: Juni 2013 und die Folgen

• Gentrifizierung macht vor dem Rasensport nicht halt

Die Rosa Luxemburg Stiftung stellt dieses Buch hier kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung.

“Dieses Buch wird unter den Bedingungen einer Creative Commons License veröffentlicht: Creative Commons Attribution-Non- Commercial-NoDerivs 3.0 Germany License (abrufbar unter www.creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/legalcode). Nach dieser Lizenz dürfen Sie die Texte für nichtkommerzielle Zwecke vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen unter der Bedingung, dass die Namen der Autoren und der Buchtitel inkl. Verlag genannt werden, der Inhalt nicht bearbeitet, abgewandelt oder in anderer Weise verändert wird und Sie ihn unter vollständigem Abdruck dieses Lizenzhinweises weitergeben. Alle anderen Nutzungsformen, die nicht durch diese Creative Commons Lizenz oder das Urheberrecht gestattet sind, bleiben vorbehalten.
Das gedruckte Buch ist bei VSA: Verlag erhältlich.

© VSA: Verlag 2014, St. Georgs Kirchhof 6, 20099 Hamburg
240 Seiten | mit Farbfotos | EUR 16,80

ISBN 978-3-89965-595-7 ”

 

(Quelle: Rosa Luxemburg Stiftung)

BRD: Projekt Münchhausen gegen Kriegslügen

Montag, März 31st, 2014

“Projekt Münchhausen

Jeder Stifter einer Weltreligion verhieß Frieden, und zwar im Diesseits, zu erreichen durch Toleranz, Barmherzigkeit, Menschlichkeit. Staatsgründer taten es ihnen gleich und schrieben in ihre Grundgesetze: All men are created equal (Unabhängigkeitserklärung der USA). Großartige, kluge Worte. Und doch ist die menschliche Geschichte geprägt von Gewalt und Krieg, deren Beute von wenigen eingesackt wurde und dessen Leid von den Vielen getragen werden musste.

Wie gelang es und gelingt es in fast allen Gesellschaftsformationen, die Menschen gegeneinander in Stellung und zu Mord und Totschlag zu bringen und dies noch als gute und ehrenvolle Taten zu verkaufen? Die Massenmörder schrieben und schreiben die Geschichte, sie ließen sich den Titel ‚Der Große’ zumessen, und der Tod auf dem Schlachtfeld wurde zum Heldentod verklärt, während die ‚Kollateralschäden’ ignoriert wurden. Interessen obsiegen über Ethik und Moral.

Das Projekt Münchhausen fordert alle auf, die Geschichten der großen und kleinen Kriegslügen zu erzählen, mit denen die Menschen zur Gewalt gegen einander verführt wurden – von den Kreuzzügen, über den angeblich Gerechten Krieg, den Tonking-Zwischenfall an den Küsten Vietnams, bis zur dreisten Lüge des US-Außenministers über die Atombomben des Saddam Hussein und dem Militär als letztem Mittel der angeblich Humanitären Intervention?

Wir müssen uns befreien von dem Spinnengewebe der Lügen und Legitimationsideologien, die unsere Mitmenschen zu Feinden und Feindbildern und uns zu Gewalt gegen sie in der globalisierten Gesellschaft machen wollen. Das Projekt Münchhausen soll dazu einen Beitrag leisten. (…)

• Die Lügengeschichte des Monats März

Es begann mit einer Lüge – Kosovo-/Jugoslawienkrieg 1999

• Die Lügengeschichte des Monats Februar

Münchhausen und die Bundeswehr in Mali

• Weitere Lügengeschichten

Krieg gerecht gelogen

1990 – Lügen am Golf 1990

1964 – Der Zwischenfall von Tonking oder wie man einen erwünschten Krieg inszeniert

1867/68 – Der Krieg des britischen Empire gegen den Kaiser von Äthiopien

 

(Quelle: Aachener Friedensmagazin Aixpaix.de)

Europa: Lernfähig?

Freitag, Dezember 13th, 2013

“Wir bleiben dabei – Frieden schaffen ohne Waffen

Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschheit

Die Friedensbewegung wird im Jahr 2014 den historischen Jahrestag mit kritischem Rückblick und kreativen Aktionen begleiten. Wir werden nicht zulassen, dass aus dem Jahrestag 1914 2014 ein unkritisches Jahrhundertjubiläum gemacht und einzig die Europäische Union als zivile Friedensmacht gefeiert wird.

Heute fließen riesige Summen Geldes und immenses Potential menschlicher Arbeit und Intelligenz in die Rüstung. Das Ziel der Vereinten Nationen, künftige Generationen vor Krieg zu bewahren wird durch sogenannte humanitäre Einsätze konterkariert. Deutschland baut die Bundeswehr von der Verteidigungsarmee zur Armee im weltweiten Einsatz um. Als drittgrößter Waffenexporteur befeuert Deutschland weltweit Konflikte und lässt zu, dass Atomwaffen modernisiert werden statt sie endgültig zu verschrotten. Notwendig wäre hingegen, den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft zu lenken: auf den Abbau von Ungleichheit und Armut ebenso wie auf den Aufbau von Infrastruktur und Gesundheitsfürsorge. Denn während Milliarden für Rüstung ausgegeben werden stirbt weltweit jede Minute ein Mensch an Hunger und jeder sechste Mensch hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Die Friedensbewegung wird 2014 Anstoß geben, aus den beiden Weltkriegen und dem Systemstreit des Kalten Krieges Schlussfolgerungen für eine Friedenspolitik im Zeitalter der Globalisierung zu ziehen. Es ist eine Herausforderung für alle, die Vernunft in den Dienst friedlicher Konfliktlösungsstrategoen zu stellen: für Soziale Bewegungen, Wissenschaft, Jugendverbände, Gewerkschaften und Religionen genauso wie für die internationale Staatengemeinschaft, für Europa, für Parlamente, Regierungen und Parteien.

 

Befragen Sie Geschichte und Gegenwart!
Woran scheitern Friedensprozesse heute? Was sollte gestoppt was neu entwickelt werden? Bringen Sie Ihre Ideen und Fähigkeiten ein, politisch, künstlerisch, wissenschaftlich wo immer Ihre Kompetenzen und Interessen liegen.

Es geht um Schritte zum Frieden!
Wie erreichen wir eine Zukunft ohne Waffen und Militär? Nennen Sie die Herausforderungen des Friedens beim Namen! Informieren Sie sich über Friedensprojekte in aller Welt!

Helfen Sie mit, aus dem Jahr 2014 hier und weltweit ein Jahr der Friedenskultur zu machen.

Werden Sie aktiv für eine Welt ohne Krieg und werben Sie für Abrüstung und zivile Konfliktbearbeitung, Gewaltfreiheit und Völkerrecht.

Werden Sie aktiv, um ein Klima des Friedens hier und weltweit zu schaffen und jeder Form von Militarismus eine Absage zu erteilen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Auf www.1914-2014.eu ist Platz für neue Ideen. Anmelden unter info@1914-2014.eu. Projekte und Aktionsideen mit anderen teilen.

Frieden ist international und vernetzt

Wir unterstützen die großen Friedensveranstaltungen im Juni 2014 in Sarajewo.

Friedenskultur unterm Brandenburger Tor
Konzert und Vernetzungstreffen im Sommer 2014 in Berlin.

Orte des Gedenkens

Die Heldendenkmäler, die nach 1918 entstanden, sind für uns Orte für Protest und Gegeninformation. Das Antikriegs-Symbol des zerbrochenen Gewehrs ist eine Möglichkeit, an historischen Plätzen neue Denk-Male zu schaffen.

Informationsveranstaltungen

… Diskussionen, Filmabende, Stadtführungen, Besuche von Gedenkstätten und Gräbern für die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist Ihre Phantasie gefragt.
Schaffen wir 2014 viele Orte an denen Jung und Alt die Friedensstrategien der Zukunft entwickeln können!”

 

(Quelle: Netzwerk 2014.)

EUROPA: 2014 – 100 Jahre Erster Weltkrieg (HINWEIS)

Samstag, Oktober 12th, 2013

In Flanders Fields Museum

 

In Flanders Fields Museum

“Ein Land, in dem der Krieg gewütet hat, trägt noch lange Zeit dessen Spuren, auch wenn der Krieg mittlerweile bereits ein Jahrhundert zurück liegt. Für jeden der mehr als 600.000 Toten, die in unserem Land fielen, für jedes der rund 425.000 Gräber und die Namen auf Denkmälern und für die Hunderten anderen Spuren und Relikte in der Frontregion, für jedes der Millionen Opfer (physisch oder psychisch Verletzte, Flüchtlinge und Deportierte) …. gibt es irgendwo auf der Welt eine Geschichte, die von Kummer, Schmerz und Entbehrungen geprägt ist.

Die Friedensstadt Ypern und das In Flanders Fields Museum bewahren das Band mit dieser Kriegsvergangenheit. Weil es für diejenigen wichtig ist, die heute über Krieg und Frieden sprechen möchten (…).”

 

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(Quelle: In Flanders Fields Museum.)

Chile / USA: Sympathy for the devil

Donnerstag, September 12th, 2013

“KISSINGER AND CHILE: THE DECLASSIFIED RECORD ON REGIME CHANGE

Kissinger pressed Nixon to overthrow the democratically elected Allende government because his “‘model’ effect can be insidious,” documents show

On 40th anniversary of coup, Archive posts top ten documents on Kissinger’s role in undermining democracy, supporting military dictatorship in Chile

Kissinger overruled aides on military regime’s human rights atrocities; told Pinochet in 1976: “We want to help, not undermine you. You did a great service to the West in overthrowing Allende.”

National Security Archive Electronic Briefing Book No. 437

Posted — September 11, 2013

Edited by Peter Kornbluh

For more information contact:
Peter Kornbluh 202/374 7281 or peter.kornbluh@gmail.com

 

Washington, D.C., September 11, 2013 — Henry Kissinger urged President Richard Nixon to overthrow the democratically elected Allende government in Chile because his “‘model’ effect can be insidious,” according to documents posted today by the National Security Archive. The coup against Allende occurred on this date 40 years ago. The posted records spotlight Kissinger’s role as the principal policy architect of U.S. efforts to oust the Chilean leader, and assist in the consolidation of the Pinochet dictatorship in Chile.

The documents, which include transcripts of Kissinger’s “telcons” — telephone conversations — that were never shown to the special Senate Committee chaired by Senator Frank Church in the mid 1970s, provide key details about the arguments, decisions, and operations Kissinger made and supervised during his tenure as national security adviser and secretary of state.

“These documents provide the verdict of history on Kissinger’s singular contribution to the denouement of democracy and rise of dictatorship in Chile,” said Peter Kornbluh who directs the Chile Documentation Project at the National Security Archive. “They are the evidence of his accountability for the events of forty years ago.”

Today’s posting includes a Kissinger “telcon” with Nixon that records their first conversation after the coup. During the conversation Kissinger tells Nixon that the U.S. had “helped” the coup. “[Word omitted] created the conditions as best as possible.” When Nixon complained about the “liberal crap” in the media about Allende’s overthrow, Kissinger advised him: “In the Eisenhower period, we would be heroes.”

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(Quelle: The National Security Archive.)

Siehe auch:

“Make the Economy Scream”: Secret Documents Show Nixon, Kissinger Role Backing 1973 Chile Coup