“Emanzipation als Konversion
Das Bild von der Muslima im christlich-säkularen Diskurs
Von Birgit Rommelspacher
In der Auseinandersetzung mit »dem« Islam ist in unserer Gesellschaft die Frauenfrage zu einem zentralen Prüfstein geworden. Die Gleichberechtigung der Frauen gilt als Voraussetzung für die Integrationsfähigkeit »des« Islam, denn andernfalls würde der gemeinsame Wertekonsens aufgekündigt und der Zusammenhalt bedroht. Zugleich hat sich jedoch in weiten Kreisen die Meinung festgesetzt, dass »der« Islam gar nicht modernisierungsfähig sei. Er habe nicht wie das Christentum durch Reformation und Aufklärung die Menschenrechte in sich aufgenommen. Und den Beweis dafür sehen sie nun vor allem in der Position der Frau, die im Islam generell als unterdrückt gilt.
Diese Einschätzung wird auch nicht irritiert durch die vielen selbstbewussten als Muslima apostrophierten Frauen, die in den Medien, in Politik und Wissenschaft inzwischen auch in der BRD aktiv sind und zunehmend auch öffentlich sichtbar werden; aber auch nicht durch die zahlreichen Forschungen, die den Muslima in Deutschland eine ebenso starkes Interesse an Gleichberechtigung attestieren wie ihren nicht-muslimischen Zeitgenossinnen (Herwatz-Emden 2003; Karakasoglu-Aydin 1998; Klinkhammer, 1999; Jessen/Wilamowitz-Moellendorff 2006; Nökel 1999). Als Gegenbeispiele werden dem vielmehr gewalttätige Vorfälle aus meist sehr traditionellen, bildungsfernen Schichten gegenübergestellt, aus Familien, die vielfach wenig Ressourcen haben, um die Herausforderungen der Migration angemessen zu bewältigen – oder auch Beispiele spektakulärer Gewalttaten gegenüber Frauen in sehr unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Diese verstellen jedoch den Blick auf die bundesrepublikanische Normalität.
Insofern fragt sich, was ist das Interesse, »den« Islam in einem solch ungünstigen Licht erscheinen zu lassen; beziehungsweise warum interessieren sich überhaupt so viele, auch konservative Kreise, für die Emanzipation der Frauen, sobald es um Musliminnen geht? Was macht die enorme Emotionalität der Debatte aus? Warum fühlen sich so viele unmittelbar bedroht, wenn man auf »den« Islam zu sprechen kommt?
Diese öffentliche Aufgeregtheit ist im Übrigen ein recht junges Phänomen. Von vielen wird deren Ursprung auf die Terroranschläge auf das World Trade Center in den USA 2001 zurückgeführt. Das stimmt jedoch nur teilweise. Unabhängig von dem sicherlich wichtigen Einfluss internationaler Ereignisse gab es in Deutschland bereits eine antimuslimische Stimmung schon seit den 90er Jahren (Halm 2008) und zwar seitdem deutlich wurde, dass die sogenannte »Gastarbeiter-Ära« endgültig vorbei ist und sich die Bevölkerung auf ein Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen einzustellen hat.
Dennoch fragt sich, warum gerade die religiöse Differenzen so stark in den Vordergrund traten (1), ebenso wie sich fragt, warum dabei gerade die Frauenfrage (2) so in den Mittelpunkt gerückt wurde, und schließlich fragt sich in welchem Kontext dabei das außergewöhnlich große Interesse an den muslimischen Frauen (3) zu sehen ist.
→ 1 Der »religious turn« in der Einwanderungsdebatte
»Zuerst war ich Gastarbeiterin, dann wurde ich zur Ausländerin und jetzt bin ich Muslima«. So beschrieb mir eine Kollegin, eine Professorin an der Humboldtuniversität, die in den 70er Jahren als Studentin aus dem Iran nach Deutschland gekommen war, ihre bisherige symbolische Karriere in der BRD. Damit beschreibt sie das, was als »religious turn« in der Einwanderungsdebatte bezeichnet werden kann; d.h. dass die Tatsache der Einwanderung immer mehr in einen religiösen Kontext gestellt wird und die EinwanderInnen in erster Linie danach beurteilt werden, welcher Religion sie mutmaßlich angehören – zumindest wenn es um den Islam geht.
→ 1.1 Verschränkung von Islam- und Einwanderungsdiskurs
Es bedurfte vier Jahrzehnte der Einwanderung, bis sich die etablierte Politik der BRD durchringen konnte, die Tatsache der Einwanderung in Deutschland zu akzeptieren. Erst dann begann sie sich auch mit Fragen des Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Partizipation der EinwanderInnen zu befassen. Nun ging es also nicht mehr um die Frage ob Einwanderung überhaupt, sondern wie sie zu gestalten wäre.
Die EinwanderInnen hingegen, die nach Deutschland gerufen und die wesentlich am wirtschaftlichen Aufschwung der 60er und 70er Jahre beteiligt waren, sie gaben die Vorstellung von einer Rückkehr in ihr Herkunftsland zunehmend auf und begannen sich in Deutschland einzurichten und Gleichberechtigung einzufordern – nicht zuletzt auch in Bezug auf ihre Religion. D.h. es wurden nun auch repräsentative Moscheen gebaut und so die Anwesenheit von Muslimen in der Gesellschaft öffentlich sichtbar. Zur selben Zeit führten die Umstrukturierungen in der Wirtschaft dazu, dass sich die beruflichen Chancen der EinwanderInnen zunehmend verschlechterten und sie von Verarmungsprozessen deutlich stärker betroffen waren als die alteingesessene Bevölkerung. Die damit verbundenen Ausgrenzungen führten bei ihnen u.a. zu einem Rückgriff auf das ihnen verbleibende »kulturelle Kapital«. Das heißt sie zogen sich zu-nehmend auf die ihnen autonom zur Verfügung stehende Kultur und Religion zurück.[1]
Und das umso mehr, je mehr auch »der« Islam in die Kritik geriet. Dabei war die internationale Debatte von großer Bedeutung. So hatten die Terroranschläge u.a. zur Folge, dass »der« Islam immer mehr mit Sicherheitsfragen verknüpft wurde. Die Politik fühlte sich nun aufgefordert sowohl islamistischen Terror mithilfe von Militäreinsätzen im Ausland zu bekämpfen als auch sich im Inland mit gemäßigten muslimischen Gruppen zu verbünden, um mit ihnen gegen potenziell problematische Gruppen besser vorgehen zu können.
Insofern macht Dirk Halm (2008) vor allem zwei Gründe für die zunehmende Verschränkung von Integrations- und Islamdiskurs aus: Zum einen die Verbindung von Islam mit Sicherheitsfragen durch die Aufnahmegesellschaft und zum anderen die wachsende kulturelle Differenz der Muslime zur Mehrheitsgesellschaft. Diese Distanz hat ihre Ursache wiederum sowohl in der wachsenden Ablehnung des Islams durch die Mehrheit, als auch in ökonomischen Exklusionsmechanismen (S.15).
Es gibt zahlreiche Indikatoren für die Islamisierung der Einwanderungsdebatte, wie etwa der vom Land Baden-Württemberg 2005/2006 entwickelte sogenannte »Muslim-Test«, ein Einbürgerungsverfahren, bei dem sich die muslimischen EinwanderInnen einer besonderen Prüfung ihrer Verfassungstreue aussetzen müssen; ebenso wie die »Deutsche Islamkonferenz«, die im September 2006 von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einberufen wurde und nicht zuletzt auch die Tatsache, dass die evangelische Kirche im Abstand von nur sechs Jahren (2000 und 2006) zwei Handreichungen zum Thema Dialog mit den Muslimen herausgegeben hat. Damit wurde auch der interkulturelle Dialog zunehmend auf einen interreligiösen verlagert.
Allerdings ist diese Entwicklung nicht allein auf Deutschland beschränkt. Vielmehr verlaufen die Diskurse ähnlich, wenn auch in unterschiedlicher Schärfe, in fast allen westeuropäischen Ländern und zunehmend auch in den USA. Dazu haben, wie gesagt, die Terroranschläge sicherlich einen Gutteil beigetragen. Allerdings hat sich auch die internationale Debatte bereits vor 9/11 in diese Richtung entwickelt. So hatte schon Mitte der 90er Jahre der einflussreiche Harvard-Professor Samuel Huntington vor einem »clash of civilizations« (1996) gewarnt und dabei vor allem den Gegensatz zwischen »dem« christlichen Westen und »dem« Islam ins Visier genommen. Er ging davon aus, dass nach dem Zusammenbruch des Ostblocks sich nun die Kulturen beziehungsweise Zivilisationen bekämpfen und sie so gewissermaßen die Nachfolge des politisch begründeten Ost-West-Konflikts antreten würden. Auch wenn er in seinen empirischen Aussagen immer wieder widerlegt wurde (siehe etwa Halliday 1996), so schienen ihm vor allem die Anschläge auf das World Trade Center recht zu geben.
Damit wird jedoch das Grundproblem einer solchen Kulturalisierung, nämlich die Reduktion von politischen, ökonomischen und sozialen Faktoren auf die der Kultur nicht wahrgenommen. Im »Kampf der Kulturen« wird die Fremdheit, das Anderssein zum Problem, nicht unterschiedliche Interessen. Ebenso werden in der Betonung der Verschiedenheit die Gemeinsamkeiten ausgeblendet. Die Wahrnehmung wird auf scheinbar unauflösbare Differenzen konzentriert, was die Auseinandersetzung erheblich verschärft. Und dieses Problem zeigt sich auch in der Einwanderungsdebatte in Deutschland etwa darin, dass nicht schwierige Lebenslagen oder ökonomische Benachteiligungen, sondern »der« Islam von vielen IslamkritikerInnen für die unzureichende gesellschaftliche Partizipation der EinwanderInnen verantwortlich gemacht wird.
Allerdings sollte man die kulturelle Dimension dennoch nicht außer Acht lassen, auch sie spielt eine wichtige, wenn auch nicht die einzige und oft nicht die entscheidende Rolle. So sollte, etwa in Bezug auf die derzeit soviel beklagte mangelnde Integration muslimischer Kinder in das deutsche Schulsystem, dies nicht allein auf ein soziales Problem reduziert und lediglich ökonomische Benachteiligungen dafür verantwortlich gemacht werden. Denn bei allen Gemeinsamkeiten, die sich dabei auch mit deutschen unterprivilegierten Schichten ergeben, unterscheidet sich die Situation von Einwandererkindern dennoch dadurch, dass sie auf ein Schulsystem treffen, das ihre Lebensrealität kaum reflektiert und auf gesellschaftliche Diskurse, die sie vielfach zu Fremden machen.
Insofern ist die kulturelle Dimension von erheblichem Gewicht, auch wenn sie wiederum stark von politischen, sozialen und ökonomischen Prozessen bestimmt ist. Deshalb ist es auch notwendig, sich genauer mit der kulturellen Debatte zu befassen und dabei spielen, wie bereits angedeutet, die Positionen der christlichen Kirchen eine zunehmend wichtigere Rolle.
→ 1.2 Christliche Positionen
Der Islam stellt für die christlichen Kirchen in Deutschland eine zwiespältige Herausforderung dar: Zum einen kann er ein Verbündeter sein in einer Welt, die sich weitgehend von der Religion abgewandt hat; zum anderen aber ist er Konkurrent auf dem höchst prekären Markt der religiösen Bekenntnisse. Diese Konkurrenz wird durch die Tatsache verschärft, dass der Islam, wie wir sahen, anscheinend deutlich erfolgreicher agiert: Die Moscheen sind meist voll, während die Kirchen vielfach leer sind.
Die christlichen Kirchen können in dieser Konkurrenz vor allem ihre etablierte Position in der Gesellschaft in Anschlag bringen. Je weniger sie auf Erfolge im religiösen Bereich verweisen können, desto mehr werden sie auf ihre Unersetzbarkeit als kulturelle Instanz in dieser Gesellschaft pochen. Das jedenfalls ist der Eindruck, den man von der zunehmend schärferen Abgrenzung gegenüber »dem« Islam, etwa anhand der Handreichung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) »Klarheit und gute Nachbarschaft« (2006) oder der Papstrede in Regensburg im selben Jahr, gewinnen kann. Der Papst bekräftigte in seiner Rede vor allem das bekannte Argument, »der« Islam sei modernisierungsunfähig, da er nicht durch eine Aufklärung geläutert worden sei (siehe Wenzel 2007), während die EKD vor allem ihre besondere Verantwortung für diese Gesellschaft herausstreicht. Sie präsentiert sich selbst als allein modernisierungsfähig und als eine Religion, die nicht nur mit den Menschenrechten vereinbar sei, sondern sogar selbst die Grundlage dafür geschaffen habe. Sie streicht also ihre besondere Qualifikation zur Bewältigung der Probleme der modernen westlichen Welt heraus, die sie gleichzeitig dem Islam abspricht. Dieses Dokument der EKD von 2006 ist ein markantes Beispiel für den massiven Selbstbehauptungswillen der evangelischen Kirche und ihren Anspruch, die Definitionshoheit über Religion in der Gesellschaft für sich zu reservieren. Allein sie glaubt beurteilen zu können, was notwendig sei, damit »der« Islam sich modernisiere und fordert einen Islam nach christlichen Vorgaben. Indem die »fremde Religion« zum entscheidenden Integrationshindernis erklärt wird, bekommen die christlichen Kirchen als gesellschaftlicher Platzanweiser selbst wieder mehr Gewicht. Sie sichern sich damit eine zentrale Position als Integrationsvermittler und beanspruchen dabei zugleich für die Gesellschaft als Ganzes sprechen zu können. Aber es gibt auch andere Stimmen, wie die breite Kritik an dieser Handreichung, auch im christlichen Spektrum (vgl. dazu Micksch 2007), und die vielen christlichen Gemeinden zeigen, die im Zusammenhang mit dem Bau von Moscheen eine vermittelnde und konstruktive Rolle spielen (vgl. Leggewie 2009).
Dabei verschiebt sich die Debatte jedoch deutlich von einem interkulturellen zu einem interrreligiösen Dialog. Je mehr im Zusammenhang mit Einwanderung der Islam in den Mittelpunkt rückt, desto mehr wird auch die deutsche Gesellschaft als eine christliche begriffen: Nie zuvor wurde so sehr an das christliche Erbe Europas und Deutschlands erinnert wie in dieser Diskussion. Genau das erlaubt auch den christlichen Kirchen, sich als die eigentlichen Hüterinnen der bestehenden Gesellschaftsordnung zu empfehlen.
Dieser forcierte Rekurs auf die Christlichkeit der Gesellschaft ist insofern erstaunlich, als die christlichen Religionen gleichzeitig einen kontinuierlichen Bedeutungsverlust erleben: So gehören zwar heute immer noch knapp ein Drittel der BundesbürgerInnen der evangelischen Kirche und ein weiteres Drittel der katholischen Kirche an (Statistisches Bundesamt 2006), jedoch nur eine kleine Minderheit, nämlich 16% der Katholiken und 4% der Protestanten gehen regelmäßig zur Kirche (Frerk 2006).
Zudem schien lange Zeit Moderne und Religion unvereinbar zu sein. Denn man ging davon aus, dass mit wachsendem technischen und wissenschaftlichem Fortschritt, mit Industrialisierung und Urbanisierung sowie mit dem zunehmenden Wohlstand, die Religionen immer mehr entzaubert, und sich diese schließlich selbst abschaffen würden (Ziemann 2009, 33). Diese Modernisierungstheorie entwickelte sich als Leitunterscheidung zwischen traditional und modern.
Dabei »erscheint Religion als ein traditionales Relikt, das trotz aller Widerstände langfristig zum völligen Bedeutungsverlust durch Säkularisierung verurteilt ist« (ebd., 21).
Es stellt sich also die Frage, warum im Gegensatz dazu heute immer stärker die Christlichkeit der Gesellschaft betont wird. Vielfach wird von einer »postsäkularen Gesellschaft« gesprochen, wie dies etwa Habermas tut (2001/2010). Dies könnte einmal darauf verweisen, dass wir wieder einen Anstieg von Religiosität beobachten können und die »Götter wiederkehren« (vgl Pollack 2009 und Graf 2007), oder aber dass heute sehr viel mehr als früher bewusst wird, dass »das Religiöse« nie verschwunden ist, und dass zwar möglicherweise eine kirchlich gebundene Christlichkeit in der Gesellschaft zurückgegangen, die Christlichkeit in der europäischen Kultur jedoch nie aufgehoben worden ist.
Trotz einer möglichen »Rückkehr des Religiösen« hat der Glaube an die Unvereinbarkeit von Moderne und Religion weiterhin eine starke Überzeugungskraft. Der erhebliche Rückgang kirchlich gestützter Gläubigkeit und die modernitätsfeindliche Haltung, vor allem der katholischen Kirche, scheinen dieser These recht zu geben. Ein Problem dieser Position ist jedoch, dass sie Christlichkeit mit Religiosität identifiziert und nicht den Anteil der Christlichkeit an der Kultur in der Gesellschaft sieht. Es herrscht vielfach ein Selbstverständnis vor, säkular, d.h. in dem Fall nicht- oder antireligiös zu sein, ohne ein Bewusstsein dafür zu haben, dass man gleichzeitig von der christlichen Kultur geprägt ist. Das aber bedeutet für das Verständnis der Moderne heute, dass sie einerseits christliche Traditionen wie auch deren Gegenbewegung weiter führt.
Dieser Widerspruch lässt sich sehr gut an der Frauenfrage exemplifizieren, da »die« emanzipierte Frau zum Symbol von Moderne geworden ist. Ihre Emanzipation wurde vielfach zum Gradmesser der Fortschrittlichkeit einer Gesellschaft, da sie angeblich beweist, wie sehr die Frauen Rückschrittlichkeit und Unterdrückung überwunden und damit ein zentrales Versprechen der Aufklärung eingelöst haben. Dementsprechend versteht sich auch der liberale westliche Feminismus überwiegend als säkular. Er glaubt religiöse Bindungen überwunden zu haben und nun ein universales Modell für die Befreiung der Frauen in aller Welt darstellen zu können. Wie sehr jedoch auch der westliche liberale Feminismus von seinen kulturellen und religiösen Traditionen geprägt ist, das zeigt sich oft erst in der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Religionen.
Im Folgenden soll also das Selbstverständnis der westlichen Moderne genauer betrachtet werden, indem gefragt wird, wie der liberale Feminismus das Verhältnis zur christlichen Religion widersprüchlich in sich aufgenommen hat (…).”
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Fußnote
[1] So zeigt die vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegebene Untersuchung »Muslime in Deutschland«, dass sich vor allem die Angehörigen der sogenannten dritten Generation der EinwanderInnen zunehmend dem Islam zuwenden und sich zu 85% als gläubig oder sehr gläubig einschätzen. Bei deutschen Jugendlichen sind das lediglich 31% (BMI: 2007).
Birgit Rommelspacher, 1945, Professorin (em.) für Psychologie mit dem Schwerpunkt Interkulturalität und Geschlechterstudien an der Alice Salomon Hochschule und Privatdozentin an der Technischen Universität Berlin. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Rechtsextremismus, Geschlechterverhältnisse und Antiislamismus, Intersektionalität sowie interkulturelle Öffnung der sozialen Dienste.
Neueste Veröffentlichung (mit Darja Zavirsek und Silvia Staub-Bernasconi): Ethical Dilemmas in Social Work. International Perspectives (2010).
(Quelle: ethik und gesellschaft.)