Archive for the ‘Nord-Süd-Beziehungen’ Category

UN: Halt – da fehlt etwas!

Dienstag, Juli 29th, 2014

“7 reasons we need a Sustainable Development Goal on reducing economic inequality

July 1, 2014 // By: Faiza Shaheen

This is the year the United Nations (UN) agrees on a new set of Sustainable Development Goals to lead the international development agenda until 2030. Today NEF publishes a report on why eliminating extreme economic inequality must be on the hit list.

1. We can’t end poverty without tackling inequality

Most of the world’s poor now live in middle-income countries, not low-income countries. They are struggling not because there isn’t enough in their economies to go around – but because wealth and resources are piling up in the hands of the rich.

2. Inequality wrecks the planet

In the face of climate change and dwindling natural resources, the chances of our planet sustaining indefinite economic growth are slim. But reducing inequality could go a long way to eradicating poverty even in a low growth scenario. Forecasts show that – even if the world economy slows down – a more equal world in 2030 would have half the number of people living in extreme poverty.

Inequality also does untold environmental damage of its own – by driving a consume-to-catch-up culture, as people struggle to emulate the cars, holidays, houses and fashion of those further up the chain.

3. Meeting basic needs is not enough

There is a big misconception that inequality will be solved as a by-product of other measures, such as universal healthcare and education. But while these measures are vital for progress on human rights they are no guarantee of a more equal society. Studies have again and again shown that high income and wealth inequality is strongly related to lower levels of social mobility. The UK is a case in point – even though we have universal education and healthcare many of our poorest are trapped in cycles of deprivation that last generations.

4. Economic inequality worsens social exclusion 

The proposed SDGs rightly have a strong focus on reducing disparities along gender, ethnic and religious lines. But even with less discrimination disadvantaged groups will not attain parity without addressing grossly unequal starting points. High levels of economic inequality mean that anyone with even a small initial disadvantage are unlikely to fulfil their potential.

5. Inequality is a slippery slope

Political inequality is a direct descendent of economic inequality and it is incredibly hard to reverse. As soon as one echelon of society can pay for the best childcare, the top schools, the best doctors, lawyers and bank managers it is not long before all positions of power are theirs too (or their children’s). And why would they want to change a system that is rigged in the favour of them?

6. It is measurable

One of the main arguments against including economic inequality in the SDG shortlist is that it cannot be robustly measured. But this is a poor excuse. Our paper explores a range of potential options and settles on the Palma ratio, an indicator that weighs up the ratio of income going to the poorest 40% compared to the ten per cent. This could be complimented with other easily-communicated measures such as changes in real median incomes and the share of wealth going to the top 1%.

7. We need a transformative SDG

Sustainable Development will never be achieved by tinkering around the edges of a fundamentally flawed economy. While other proposed goals on basic water, education, healthcare and sanitation are crucial for progress on human rights, an SDG on eliminating economic inequality would force governments to address the root causes of our problems.”

 

(Quelle: New Economic Foundation)

Haiti: Die Republik der Hilfsorganisationen (Radio-Tipp)

Donnerstag, Juli 3rd, 2014

” HAITI CHÉRIE

Das Geschäft mit der Hilfe

Von Jenny Marrenbach

Hunderte Millionen Dollar werden jedes Jahr an Hilfs- und Spendengeldern in Haiti umgesetzt. Und jedes Erdbeben, jeder Hurrikan, jede weitere Überschwemmung treibt neue Helfer auf die kleine Karibikinsel, sie sind allgegenwärtig.

“Wir nennen unser Land die Republik der Hilfsorganisationen”, sagt der haitianische Schriftsteller Lyonell Trouillot. “Wenn es Haiti noch nicht gäbe, die internationale Hilfe würde uns erfinden. Sie kommen alle, denn wir sind der schönste Albtraum der Welt.” Der internationalen Präsenz verdanken viele Einheimische ihr Leben; sie hat ihren Alltag grundlegend verändert, aber nicht unbedingt verbessert. Zwischen Slums und Zeltstädten ist ein Paralleluniversum der Gutwilligen entstanden, eine Welt mit bewachten Wohnkomplexen, Chauffeuren, Personal und teuren Supermärkten. Diese irreale Welt hat die Lebenshaltungskosten im realen Haiti fast auf Florida-Niveau getrieben und sorgt dafür, dass die Masse der Menschen immer ärmer wird.

Produktion: DLF/RBB/WDR 2013 “

Sender:     Deutschlandfunk

Sendedatum: 04.07.2014

Sendezeit:   19:15 – 20:00 Uhr

 

(Quelle: Deutschlandfunk.)

BRD: Es geht immer billiger

Dienstag, Januar 29th, 2013

“Faktencheck: Textil-Boykott

Helfen Boykotts von Marken oder Handelsketten und das Umschwenken auf Fair-Trade-Produkte, die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie zu verbessern?

Von Ralf Grötker | 29.01.2013

Nach dem Brand einer Textilfabrik in Bangladesch Ende vergangenen Jahres haben viele Medien über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in dem südasiatischen Land berichtet. Damit steht eine lange vernachlässigte Frage wieder auf der Tagesordnung: Sind wir im Westen moralisch mitverantwortlich für die Misere von Arbeitern in Entwicklungs- und Schwellenländern? (…)”

Weiterlesen…

 

(Quelle: Telepolis.)

BRD: Mehr Meeresschutz

Freitag, Dezember 14th, 2012

“Meeresschutzorganisationen wenden sich gegen Privatisierung der Hochsee

– UN-Seerechtskonvention erhalten und stärken

Pressemitteilung | 10. Dezember 2012

Heute, am 10. Dezember 2012, jährt sich zum dreißigsten Male die Unterzeichnung der “United Nations Convention on the Law of the Sea” (UNCLOS). Die UN-Seerechtskonvention ist eines der für die Entwicklungs- und Umweltpolitik bedeutendsten internationalen Übereinkommen. Aus diesem Anlass hat am 8. Dezember 2012 in Bremen eine überregionale Tagung stattgefunden, auf der die Teilnehmenden über den Einfluss der UN-Konvention auf die Meerespolitik diskutierten. Mit dieser Presseerklärung möchten die an der Tagung beteiligten und unterzeichnenden Organisationen für eine Reform der UN-Seerechtskonvention eintreten, die den Grundsatz, die Meere seien das “gemeinsame Erbe der Menschheit”, fortschreibt und die die Rolle internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft im Meeresschutz stärkt.

Die United Nations Convention on the Law of the Sea hat mit ihrem Inkrafttreten eine ganze Reihe internationaler Streitfragen auf See geklärt bzw. die Grundlagen dazu geschaffen. In den 1970er Jahren verhandelt und 1982 verabschiedet, gilt UNCLOS als die entscheidende vertragliche Basis für die Meerespolitik. Die Konvention regelt die Grenzen auf See, gibt die Nutzungsbedingungen für die Ressourcen des Meeresbodens in internationalen Gewässern vor, verlangt Umweltschutzmaßnahmen und kooperative Ansätze in der Fischerei. Grundlage des UN-Übereinkommens ist der unter anderem auf Elisabeth Mann Borgese zurückgehende Gedanke, dass die Meere das gemeinsame Erbe der Menschheit sind – ein Gemeingut, dessen Reichtümer global gerecht zu verteilen und nachhaltig zu nutzen sind. Jürgen Maier vom Forum Umwelt und Entwicklung bewertet dies so: “Die UN-Seerechtskonvention ist mit ihrem Verständnis von globaler Kooperation immer noch allen anderen internationalen Abkommen weit voraus. Die Ozeane als ein Gemeingut zu betrachten, das gerecht und nachhaltig von Nord und Süd gemeinsam verwaltet wird, mit eigens dafür geschaffenen Institutionen, war und ist wegweisend.”

Die heute zunehmend intensivere Nutzung der Meere ebenso wie die globale Verknappung der Ressourcen sorgen dafür, dass die Grundsätze der Seerechtskonvention immer häufiger in Frage gestellt werden. Im Rahmen der Globalisierung nimmt der Stellenwert der Meerespolitik beständig zu und an vielen Orten hat ein Goldrausch eingesetzt. Ressourcenförderung im Meer, Energiegewinnung vor den Küsten und die Erschließung neuer Fischgründe führen zu Konflikten um Seegrenzen und Nutzungsrechte. Eine Überarbeitung des Vertragswerks in bestimmten Bereichen scheint deshalb durchaus notwendig geworden zu sein. Es stellen sich eine Reihe konkreter Probleme, die es zu lösen gilt, wie die Kontrolle der Tiefseefischerei, die Einrichtung von Schutzgebieten auf Hoher See oder den Schutz der Kleinfischerei und ihres Beitrags zur Ernährungssicherheit. In Hinsicht auf diese Situation führt Kai Kaschinski von Fair Oceans aus: “Wir halten es für falsch, die Grundsätze der UN-Seerechtskonvention, insbesondere den, der die Meere als Gemeingut festschreibt, in Frage zu stellen. Reformen sind notwendig, aber diese sollten auf der Konvention aufbauen und ihren Ansatz stärken. Eine Privatisierung der Meere weist in die falsche Richtung und wird Fehlentwicklungen nur bestärken.”

“Angesichts der fortschreitenden Industrialisierung der Meere ist jetzt die Zeit, um internationale Regelungen zu vereinbaren, die verhindern, dass auf See die gleichen Fehler gemacht werden wie es an Land geschehen ist. Die Förderung von Ressourcen im Meer darf auf keinen Fall zu einem Wettrennen werden, das die Schnellsten und Hemmungslosesten für sich entscheiden”, so Onno Groß von Deepwave. Insbesondere für den Erhalt Tiefsee ist es notwendig, zunächst das Wissen über die Ökologie der Meeresgebiete und die Konsequenzen möglicher Eingriffe soweit zu vervollständigen, dass die Folgen einschätzbar werden. Das gleiche gilt aber auch für die Offshore-Projekte in den Küstengewässern. Soziale und ökologische Auswirkungen dürfen den wirtschaftlichen Interessen nicht untergeordnet werden. Zur Zeit versuchen mehr und mehr Staaten, ihre Ausschließlichen Wirtschaftszonen, in denen sie eigenständig die Förderrechte verwalten dürfen, per Antrag bei der zuständigen UN-Einrichtung zu erweitern. “Küstengemeinden, Zivilgesellschaft und internationale Organisationen müssen in die politischen Prozesse zur Neugestaltung der Meere einbezogen werden. Unter nationaler Oberhoheit Fakten zu schaffen, widerspricht nicht nur der UN-Seerechtskonvention, sondern ebenso vielen anderen Abkommen. Weitaus sinnvoller wäre es, den Ressourcenverbrauch zu drosseln und im Sinne der Seerechtskonvention über eine gerechte Verteilung der Meeresschätze nachzudenken, um künftige Konflikte zu vermeiden und einen umfassenden Schutz der Meere zu gewährleisten”, unterstreicht Burkhard Ilschner für die Redaktion der Zeitschrift WATERKANT.”

Meer

 

(Quelle: Forum Umwelt & Entwicklung.)

Global: Die wunderbare Welt des CO2 (Teil 2)

Dienstag, Dezember 4th, 2012

Share of global emissions (% world total 2010)

 

Klima_2.1

(Tabelle aus: United Nations Environment Programme: The Emissions Gap Report 2012, S. 17, 18
Download des o. g. Reports hier.)

 

(Quelle: United Nations Environment Programme: The Emissions Gap Report 2012)

Global: Die wunderbare Welt des CO2 (Teil 1)

Dienstag, Dezember 4th, 2012

Klima_1.1

(Tabelle aus: United Nations Environment Programme: The Emissions Gap Report 2012, S. 16, 17
Download des o. g. Reports hier.)

 

(Quelle: United Nations Environment Programme: The Emissions Gap Report 2012)