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	<title>Kommentare für Ticker</title>
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		<title>Kommentar zu USA: Freud dreht sich oder &#8220;&#220;berraschende&#8221; Kriegspsychosen von Robbi</title>
		<link>http://ticker.archiv-awh.org/2011/12/13/krieg/usa-freud-dreht-sich-oder-uberraschende-kriegspsychosen/comment-page-1/#comment-401</link>
		<dc:creator>Robbi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 14:05:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://ticker.archiv-awh.org/?p=7296#comment-401</guid>
		<description>@ Meli: Du hast Recht! Deine Zahlen sind sehr beeindruckend. Mir war das leider auch nicht so bewusst (und dabei denke ich oft, ich bin ganz gut informiert). Gib hier doch mal einen Literaturtipp ab, damit mensch sich noch intensiver mit dem Thema befassen kann - ich selbst w&#252;rde das ziemlich gern.

Aber - Hand aufs Herz - mit vielen Themen ist es nicht anders, wie mit PTSD. Der Wissenstransfer in die Gesellschaft verl&#228;uft scheinbar nur noch im Schneckentempo.

Ich pers&#246;nlich besch&#228;ftige mich intensiv mit dem Thema Agrar- und Klimapolitik. Da wird auch jede Menge Info-M&#252;ll und platteste Propaganda verbreitet. Etwa die v&#246;llig undifferenzierte Behauptung, dass K&#252;he durch ihre Metan-R&#252;lpser das Klima bedrohen - total daneben, aber sch&#246;n griffig. Die arme Kuh kann dazu gar nichts und traditionell in Weidewirtschaft gehalten, best&#252;nde das Problem auch nicht. Die industrielle Landwirtschaft dagegen schafft alle Bedingungen dazu. Mehr &#246;kologische Landwirtschaft und ein neuer Lebensstil, in dem der alte Sonntagsbraten wieder zu Ehren kommt, w&#228;ren schon ein guter Anfang. Gute Infos dazu gibt es im Netz z. B. auf der Seite www.weltagrarbericht.de und im Buch &quot;Die Kuh ist kein Klima-Killer&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Meli: Du hast Recht! Deine Zahlen sind sehr beeindruckend. Mir war das leider auch nicht so bewusst (und dabei denke ich oft, ich bin ganz gut informiert). Gib hier doch mal einen Literaturtipp ab, damit mensch sich noch intensiver mit dem Thema befassen kann &#8211; ich selbst w&#252;rde das ziemlich gern.</p>
<p>Aber &#8211; Hand aufs Herz &#8211; mit vielen Themen ist es nicht anders, wie mit PTSD. Der Wissenstransfer in die Gesellschaft verl&#228;uft scheinbar nur noch im Schneckentempo.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich besch&#228;ftige mich intensiv mit dem Thema Agrar- und Klimapolitik. Da wird auch jede Menge Info-M&#252;ll und platteste Propaganda verbreitet. Etwa die v&#246;llig undifferenzierte Behauptung, dass K&#252;he durch ihre Metan-R&#252;lpser das Klima bedrohen &#8211; total daneben, aber sch&#246;n griffig. Die arme Kuh kann dazu gar nichts und traditionell in Weidewirtschaft gehalten, best&#252;nde das Problem auch nicht. Die industrielle Landwirtschaft dagegen schafft alle Bedingungen dazu. Mehr &#246;kologische Landwirtschaft und ein neuer Lebensstil, in dem der alte Sonntagsbraten wieder zu Ehren kommt, w&#228;ren schon ein guter Anfang. Gute Infos dazu gibt es im Netz z. B. auf der Seite <a href="http://www.weltagrarbericht.de" rel="nofollow"></a><a href='http://www.weltagrarbericht.de'>http://www.weltagrarbericht.de</a> und im Buch &#8220;Die Kuh ist kein Klima-Killer&#8221;.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu USA: Freud dreht sich oder &#8220;&#220;berraschende&#8221; Kriegspsychosen von Meli</title>
		<link>http://ticker.archiv-awh.org/2011/12/13/krieg/usa-freud-dreht-sich-oder-uberraschende-kriegspsychosen/comment-page-1/#comment-397</link>
		<dc:creator>Meli</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 21:45:15 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist so eine schwachsinnige Studie. Dass Soldaten Schuldgef&#252;hle haben - oh je, das hatten die sicher noch niemals in der ganzen Geschichte des Krieges nicht... und da h&#228;tte man auch niemals - never ever - darauf kommen k&#246;nnen, dass Leute umzubringen leider auch Kosten hat, die dann eben als PTSD erscheinen. 

Echt, wie viel gesunden Menschenverstand braucht man um zu wissen, dass man besser keine Menschen umbringt???

In Wahrheit ist es so, dass Kriegshandlungen bei Soldaten laut Studien nur zu 11 Prozent zu PTSD f&#252;hren, w&#228;hrend bei 50 Prozent aller Betroffenen eine Vergewaltigung bzw. sexueller Missbrauch zu PTSD f&#252;hrt. In Wahrheit sind 2/3 aller PTBS-Betroffenen weiblich! In Wahrheit ist ein Trauma als um so schlimmer einzuordnen, je j&#252;nger das Opfer war zu dem Zeitpunkt und je n&#228;her die Verbindung zum T&#228;ter - wie das z.B. bei sexuellem Missbrauch oft der Fall ist, wo die T&#228;ter V&#228;ter, Br&#252;der, Onkel, Opas sind.

Mir geht diese ganze Soldaten-PTSD-Propagandamaschine derma&#223;en auf die Nerven, und ich kann es wirklich nicht fassen, dass alles, was von Soldaten zu PTSD kommt, immer brav &#252;berall gedruckt wird, w&#228;hrend die wahren Probleme bei PTSD st&#228;ndig weiter totgeschwiegen werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist so eine schwachsinnige Studie. Dass Soldaten Schuldgef&#252;hle haben &#8211; oh je, das hatten die sicher noch niemals in der ganzen Geschichte des Krieges nicht&#8230; und da h&#228;tte man auch niemals &#8211; never ever &#8211; darauf kommen k&#246;nnen, dass Leute umzubringen leider auch Kosten hat, die dann eben als PTSD erscheinen. </p>
<p>Echt, wie viel gesunden Menschenverstand braucht man um zu wissen, dass man besser keine Menschen umbringt???</p>
<p>In Wahrheit ist es so, dass Kriegshandlungen bei Soldaten laut Studien nur zu 11 Prozent zu PTSD f&#252;hren, w&#228;hrend bei 50 Prozent aller Betroffenen eine Vergewaltigung bzw. sexueller Missbrauch zu PTSD f&#252;hrt. In Wahrheit sind 2/3 aller PTBS-Betroffenen weiblich! In Wahrheit ist ein Trauma als um so schlimmer einzuordnen, je j&#252;nger das Opfer war zu dem Zeitpunkt und je n&#228;her die Verbindung zum T&#228;ter &#8211; wie das z.B. bei sexuellem Missbrauch oft der Fall ist, wo die T&#228;ter V&#228;ter, Br&#252;der, Onkel, Opas sind.</p>
<p>Mir geht diese ganze Soldaten-PTSD-Propagandamaschine derma&#223;en auf die Nerven, und ich kann es wirklich nicht fassen, dass alles, was von Soldaten zu PTSD kommt, immer brav &#252;berall gedruckt wird, w&#228;hrend die wahren Probleme bei PTSD st&#228;ndig weiter totgeschwiegen werden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu BRD: Fair Schnitt von archiv-awh</title>
		<link>http://ticker.archiv-awh.org/2011/09/10/frauen/brd-fair-schnitt/comment-page-1/#comment-394</link>
		<dc:creator>archiv-awh</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 18:10:31 +0000</pubDate>
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		<description>Die &quot;&lt;a href=&quot;http://www.sauberekleidung.de/&quot;&gt;Kampagne f&#252;r Saubere Kleidung&lt;/a&gt;&quot; (Clean Cloth Campaign - CCC) hat sicherlich viele und gute Informationen dazu.
Eine weitere gute Adresse ist auch das &quot;&lt;a href=&quot;http://www.shop.bekleidungssyndikat.de/&quot;&gt;Bekleidungssyndikat&lt;/a&gt;&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;<a href="http://www.sauberekleidung.de/">Kampagne f&#252;r Saubere Kleidung</a>&#8221; (Clean Cloth Campaign &#8211; CCC) hat sicherlich viele und gute Informationen dazu.<br />
Eine weitere gute Adresse ist auch das &#8220;<a href="http://www.shop.bekleidungssyndikat.de/">Bekleidungssyndikat</a>&#8220;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu BRD: Fair Schnitt von Mo Breuer-Umlauf</title>
		<link>http://ticker.archiv-awh.org/2011/09/10/frauen/brd-fair-schnitt/comment-page-1/#comment-393</link>
		<dc:creator>Mo Breuer-Umlauf</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 18:03:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ja,  ein sehr wichtiges Thema. 

Auf DLF habe ich den Bericht geh&#246;rt. Ich will nicht l&#228;nger mit schlechtem Gewissen shoppen gehen. Ich frage mich schon lange, wo und wie ich &quot;fair&quot; Kleidung kaufen kann. &#220;ber Hinweise w&#252;rde ich mich freuen!!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja,  ein sehr wichtiges Thema. </p>
<p>Auf DLF habe ich den Bericht geh&#246;rt. Ich will nicht l&#228;nger mit schlechtem Gewissen shoppen gehen. Ich frage mich schon lange, wo und wie ich &#8220;fair&#8221; Kleidung kaufen kann. &#220;ber Hinweise w&#252;rde ich mich freuen!!!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Schweiz: Der stolze Massai in Winti von René Reinhard</title>
		<link>http://ticker.archiv-awh.org/2010/06/14/kulturen_lebensweisen/schweiz-der-stolze-massai-in-winti/comment-page-1/#comment-307</link>
		<dc:creator>René Reinhard</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 18:49:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://ticker.archiv-awh.org/?p=3198#comment-307</guid>
		<description>«Von uns Schweizern erwartet man schliesslich auch nicht, dass wir bei jedem Besuch im Ausland jodeln.»
Sollte man aber! Lustig w&#228;re das alle mal. Und k&#246;nnte helfen, das Bild, das wir von uns darstellen, etwas zu revidieren. Wirtschaftsf&#252;hrer die vor jeder Verhandlung zuerst «Vreneli ab em Guggisberg» oder den «Ranz des vaches» singen m&#252;ssten. Was f&#252;r ein volkloristisches Gaudi.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>«Von uns Schweizern erwartet man schliesslich auch nicht, dass wir bei jedem Besuch im Ausland jodeln.»<br />
Sollte man aber! Lustig w&#228;re das alle mal. Und k&#246;nnte helfen, das Bild, das wir von uns darstellen, etwas zu revidieren. Wirtschaftsf&#252;hrer die vor jeder Verhandlung zuerst «Vreneli ab em Guggisberg» oder den «Ranz des vaches» singen m&#252;ssten. Was f&#252;r ein volkloristisches Gaudi.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu BRD: Biopolitischer Rassismus der b&#252;rgerlichen Mitte im Hamburger Stadtteil St. Georg von Klemperer</title>
		<link>http://ticker.archiv-awh.org/2011/05/15/stadt/brd-biopolitischer-rassismus-der-burgerlichen-mitte-im-hamburger-stadtteil-st-georg/comment-page-1/#comment-302</link>
		<dc:creator>Klemperer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 11:47:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://ticker.archiv-awh.org/?p=6255#comment-302</guid>
		<description>Wenn Sie das konservativ-postmoderne Gerede von der &quot;Biopolitik&quot; weglassen, h&#228;tten Sie es genau getroffen. Die neuen, schicken Leute, die von einem Viertel (einst Schanze, Katharinenviertel, jetzt etwas &#228;lter geworden Hansaplatz) ziehen, sind mit genau diesen &quot;Biopolitik&quot;-Reden an der Uni gro&#223; geworden. Das war der Ruck in Indifferenz und nach rechts, der solche Ph&#228;nomene &#252;berhaupt m&#246;glich macht. In der Schanze redeten alle so, erfanden sich t&#228;glich neu, faselten von Deleuze und Foucault, und vertrieben dort die &#228;rmeren Bewohner - die Vermieter k&#252;mmern sich nicht um den Sprachbrei, sie freuen sich einfach &#252;ber die zahlungskr&#228;ftigeren jungen Leute... 
Diese Leute wollen nun einen schicken, neuen Hansaplatz, und die vertreiben, die seit langem hier sind. Die Polizei ist inzwischen massiv und t&#228;glich hier (ich wohne seit 8 Jahren am Hansaplatz und habe das bisher nie so erlebt, selbst in Schill-Zeiten war weniger Polizei hier). Neuerdings auch in Zivilkleidung. Man erteilt Prostituierten &quot;Platzverweise&quot;. Eine kleine Demo gabs dagegen, niemand bekam irgendeinen Kontakt zu denen, die hier wohnen, man marschierte, gender-Spr&#252;che klopfend, die in einer besseren Welt, in der hunderte Probleme verschwunden w&#228;ren, durchaus Sinn machen w&#252;rden, hier aber als unverst&#228;ndliches Einzelproblem sprachlichen Rassismus niemand auch nur marginal interessierten, ein paar Runden um den Brunnen. Es fiel auf, da&#223; die Prostituierten, die Trinker, die Obdachlosen sich entfernten. Wir werden mit dieser Art Demos ein klein wenig Aufmerksamkeit schaffen, das ist sch&#246;n - aber wir werden niemand damit erreichen. Leider ist hier am Platz auch genau das oft zu h&#246;ren, was Hartz4-BezieherInnen leider oft &#252;ber noch &#196;rmere schimpfen. Viele, die demn&#228;chst die Mieterh&#246;hung Nr.4 nicht mehr mitmachen k&#246;nnen, geben der widerlich postmodernen Hansaplatz-Initiative in allem Recht, und meinen tats&#228;chlich, wie sie meinten, &quot;mehr netto vom brutto&quot; sei gut...., es w&#252;rde f&#252;r sie selbst gut sein...
Vor der entpolitisierten Sprachbrei-Intellektualit&#228;t seit etwa 1990 gab es das, was wir heute nicht mehr haben. Weniger &quot;style&quot;, weniger Fachtermini a la &quot;gentrifizierung&quot; (die hier keinen Menschen interessieren, die W&#246;rter sind v&#246;llig gleichg&#252;ltig). Aber noch letzte, nicht sehr starke Rest von Solidarit&#228;t. Und dass sich bei den Foucault-Fans bei diesem Wort die Nackenhaare stellen, ist ein kleiner, weiterer Beweis f&#252;r das Problem. Das ganze style-Gelaber hat Widerstand zu - style gemacht. Man tr&#228;gt es, it&#039;s cool, wie es grade cool ist, nach der Schanze mal am Hansaplatz ne Eigentumswohnung zu &quot;schiessen&quot;. Wir sind ziemlich am Anfang. Den SexarbeiterInnen hilft hier niemand, bevor sie das Problem &#252;berhaupt verstehen, werden sie, wenn wir keine rechtlichen Mittel finden, falls ein wie ein Polizeistaat wirkendes St.Georg legal sein soll, nach Rothenburgsort vertrieben werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sie das konservativ-postmoderne Gerede von der &#8220;Biopolitik&#8221; weglassen, h&#228;tten Sie es genau getroffen. Die neuen, schicken Leute, die von einem Viertel (einst Schanze, Katharinenviertel, jetzt etwas &#228;lter geworden Hansaplatz) ziehen, sind mit genau diesen &#8220;Biopolitik&#8221;-Reden an der Uni gro&#223; geworden. Das war der Ruck in Indifferenz und nach rechts, der solche Ph&#228;nomene &#252;berhaupt m&#246;glich macht. In der Schanze redeten alle so, erfanden sich t&#228;glich neu, faselten von Deleuze und Foucault, und vertrieben dort die &#228;rmeren Bewohner &#8211; die Vermieter k&#252;mmern sich nicht um den Sprachbrei, sie freuen sich einfach &#252;ber die zahlungskr&#228;ftigeren jungen Leute&#8230;<br />
Diese Leute wollen nun einen schicken, neuen Hansaplatz, und die vertreiben, die seit langem hier sind. Die Polizei ist inzwischen massiv und t&#228;glich hier (ich wohne seit 8 Jahren am Hansaplatz und habe das bisher nie so erlebt, selbst in Schill-Zeiten war weniger Polizei hier). Neuerdings auch in Zivilkleidung. Man erteilt Prostituierten &#8220;Platzverweise&#8221;. Eine kleine Demo gabs dagegen, niemand bekam irgendeinen Kontakt zu denen, die hier wohnen, man marschierte, gender-Spr&#252;che klopfend, die in einer besseren Welt, in der hunderte Probleme verschwunden w&#228;ren, durchaus Sinn machen w&#252;rden, hier aber als unverst&#228;ndliches Einzelproblem sprachlichen Rassismus niemand auch nur marginal interessierten, ein paar Runden um den Brunnen. Es fiel auf, da&#223; die Prostituierten, die Trinker, die Obdachlosen sich entfernten. Wir werden mit dieser Art Demos ein klein wenig Aufmerksamkeit schaffen, das ist sch&#246;n &#8211; aber wir werden niemand damit erreichen. Leider ist hier am Platz auch genau das oft zu h&#246;ren, was Hartz4-BezieherInnen leider oft &#252;ber noch &#196;rmere schimpfen. Viele, die demn&#228;chst die Mieterh&#246;hung Nr.4 nicht mehr mitmachen k&#246;nnen, geben der widerlich postmodernen Hansaplatz-Initiative in allem Recht, und meinen tats&#228;chlich, wie sie meinten, &#8220;mehr netto vom brutto&#8221; sei gut&#8230;., es w&#252;rde f&#252;r sie selbst gut sein&#8230;<br />
Vor der entpolitisierten Sprachbrei-Intellektualit&#228;t seit etwa 1990 gab es das, was wir heute nicht mehr haben. Weniger &#8220;style&#8221;, weniger Fachtermini a la &#8220;gentrifizierung&#8221; (die hier keinen Menschen interessieren, die W&#246;rter sind v&#246;llig gleichg&#252;ltig). Aber noch letzte, nicht sehr starke Rest von Solidarit&#228;t. Und dass sich bei den Foucault-Fans bei diesem Wort die Nackenhaare stellen, ist ein kleiner, weiterer Beweis f&#252;r das Problem. Das ganze style-Gelaber hat Widerstand zu &#8211; style gemacht. Man tr&#228;gt es, it&#8217;s cool, wie es grade cool ist, nach der Schanze mal am Hansaplatz ne Eigentumswohnung zu &#8220;schiessen&#8221;. Wir sind ziemlich am Anfang. Den SexarbeiterInnen hilft hier niemand, bevor sie das Problem &#252;berhaupt verstehen, werden sie, wenn wir keine rechtlichen Mittel finden, falls ein wie ein Polizeistaat wirkendes St.Georg legal sein soll, nach Rothenburgsort vertrieben werden.</p>
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