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Argentinien: Tauziehen um Genprobe

Mittwoch, Juli 7th, 2010

“In Argentinien tobt eine Debatte darum, ob die Adoptivkinder der Direktorin des grössten Medienkonzerns Clarín Kinder von Verschwundenen sind

Von Valeria Durán (In: Lateinamerika Nachrichten, Nummer 433/434 – Juli/August 2010)

Während der letzten Militärdiktatur in Argentinien (1976 bis 1983) wurden nicht nur Tausende entführt, gefoltert und ermordet, sondern auch systematisch Kinder von Verschwundenen illegal adoptiert. In den meisten Fällen wissen die Kinder bis heute nichts von ihrer ursprünglichen Identität. Ein Fall steht zurzeit besonders im öffentlichen Interesse. Es geht um die Adoptivkinder der Hauptaktionärin der Clarín-Gruppe, dem mächtigsten Medienunternehmen des Landes.

Nach Schätzungen der Organisation Großmütter der Plaza de Mayo wurden während der Zeit der Militärdiktatur (1976 bis 1983) rund 500 Kinder geraubt. Bis heute haben nur gut hundert von ihnen ihre Herkunft erfahren. Diese Kinder, die zusammen mit ihren Eltern verschleppt wurden oder nach heimlichen Schwangerschaften während der Gefangenschaft geboren wurden, galten als Teil der „Kriegsbeute‟. Sie wurden an Familienangehörige von Mitgliedern der verschiedenen Repressionsorgane weitergegeben, die sie dann als eigene Kinder registrieren ließen oder unter Vortäuschung falscher Tatsachen adoptierten. Einige landeten auch in Heimen. Wegen dieses Kindesraubs können TäterInnen erneut angeklagt werden, die ursprünglich von den Amnestiegesetzen und Begnadigungen profitiert hatten.

Der Fall von Marcela und Felipe Herrera Noble, die 1976 adoptiert wurden, ist an sich vergleichbar mit jedem anderen Fall unrechtmäßig adoptierter Kinder. Dennoch hat er ein ungewöhnlich großes öffentliches Interesse sowie ethische, politische und wissenschaftliche Debatten ausgelöst. Denn es handelt sich bei den beiden um die Adoptivkinder von Ernestina Herrera de Noble, Hauptaktionärin der Clarín-Gruppe, dem wichtigsten Medienkonzern des Landes. Dieser hatte die Militärdiktatur unterstützt und liegt permanent im Clinch mit der aktuellen Regierung von Cristina Kirchner. Die jüngste Phase des Verfahrens fällt mit einer harten öffentlichen Auseinandersetzung zwischen der Clarín-Gruppe und der argentinischen Regierung zusammen, die vor allem auf das 2009 erlassene Gesetz über audiovisuelle Medien zurückgeht. Das Gesetz sieht vor, die Sendefrequenzen zu je einem Drittel zwischen Konzernen, Staat und kommunitären Medien aufzuteilen. Es zielt somit auf die Kontrolle von Medienmonopolen ab und betrifft die Clarín-Gruppe in ganz direkter Weise. In dieser aufgeheizten Atmosphäre bezog sich Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, wenn auch nicht namentlich, auf den Fall Noble, als sie am 24. März dieses Jahres an einer Gedenkveranstaltung in Erinnerung an den Beginn des letzten Staatsstreichs teilnahm. Bei der Veranstaltung sagte sie, nach langen Jahren der „Straflosigkeit der Medienmacht‟ glaube sie daran, dass „es schließlich Gerechtigkeit geben wird, trotz dieser geradezu erpresserischen Macht über Politiker, Unternehmer und Richter‟.

Die Äußerungen der Präsidentin beantworteten Marcela und Felipe mit einer bezahlten Anzeige und einem Video. „Unsere Mutter ist die Direktorin von Clarín‟, so die Adoptierten, „einer Zeitung, die derzeit einer heftigen Kampagne staatlicher Angriffe ausgesetzt ist.‟ Sie sprachen von der Befürchtung, ihre Geschichte werde politisch benutzt, und fragten: „Interessiert man sich für uns oder besteht die politische Notwendigkeit, dass wir Kinder von Verschwundenen sind?‟

Der Fall reicht bis in die ersten Jahre der Demokratie zurück. Damals hatten die Großmütter der Plaza de Mayo Hinweise über die Herkunft der Kinder Noble Herrera erhalten. Zu einem Prozess kam es jedoch erst vor zehn Jahren, als die Familienangehörigen zweier verschwundener Paare, Gualdero-García und Miranda Lanouscou, die Verwandtschaft zu den zwei jungen Menschen erklärten. Die Anzeige wurde gestützt durch zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei den Adoptionen. Felipe soll von seiner leiblichen Mutter an ein Jugendgericht in dem Ort San Isidro übergeben und von der amtierenden Richterin sofort und ohne Prüfung der Direktorin von Clarín zugesprochen worden sein. Zusätzlich zu diesem ohnehin ungewöhnlichen Vorgehen stellte der in dem Fall ermittelnde Bundesrichter Roberto Marquevich fest, dass die angebliche biologische Mutter gar nicht existierte und die angegebene Ausweisnummer in Wirklichkeit zu einer männlichen Person gehörte. Im Falle von Marcela wurde von Ernestina Herrera de Noble vorgebracht, sie habe sie im Garten ihres Anwesens gefunden, was von einer Nachbarin und dem Hausmeister bestätigt wurde.

Im Laufe der Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass Herrera de Noble niemals unter der angegebenen Adresse gewohnt hatte, sondern dass diese gewählt worden war, um unter einen für sie günstigen Gerichtsstand zu fallen. Auch die als Zeugin auftretende Nachbarin hatte dort nicht gelebt, und bei dem Hausmeister handelte es sich tatsächlich um den Chauffeur Roberto Nobles und später seiner Witwe. Die adoptierten Kinder erhielten den Nachnamen des Gründers der Tageszeitung Clarín, der mit Ernestina Herrera verheiratet gewesen und 1969 verstorben war.

All dies veranlasste den Richter Marquevich dazu, Herrera de Noble am 17. Dezember 2002 wegen Verschleierung der Identität und Personenstandsfälschung festnehmen zu lassen und die Abgabe einer Genprobe ihrer Adoptivkinder anzuordnen. Damit begann ein langer Weg, der auch heute noch nicht abgeschlossen ist.
Anfang 2003 verlieh Herrera de Noble in einem in der Tageszeitung Clarín abgedruckten offenen Brief ihrem Misstrauen gegenüber dem Richter Marquevich Ausdruck. Darin behauptete sie, ihre Verhaftung sei Bestandteil eines von Teilen der Politik vorbereiteten Plans, mit Unterstützung von RichterInnen, ehemaligen BeamtInnen, UnternehmerInnen und Medienleuten. Der Plan ziele darauf ab, „nach und nach das Feld zu bereinigen, um die gesamte Macht zu übernehmen. Ihr erster Schritt ist die Zerschlagung der unabhängigen Medien und damit die Auslöschung des ganzen Weges der Freiheit, den die Journalisten und die Bürger seit der Rückkehr zur Demokratie gebahnt haben‘. In derselben Zeitung war zu lesen, die Verhaftung der Direktorin sei ein Komplott von Menem-AnhängerInnen, mit dem die Berichterstattung des Blattes über illegale Waffenverkäufe an Ecuador und Kroatien abgestraft würde. Der frühere Präsident hatte wegen des Falls fast ein halbes Jahr in Haft verbringen müssen. In einem Ende 2002 in der Zeitung veröffentlichten Artikel hieß es, dass „die Situation der Kinder der Clarín-Direktorin während der Regierungszeit Carlos Menems mehrmals zur politischen und ökonomischen Erpressung benutzt wurde‘.

In dem offenen Brief gestand die Clarín-Direktorin ein, dass ihre Adoptivkinder Kinder Verschwundener sein könnten: „Oft habe ich mit meinen Kindern über die Möglichkeit gesprochen, dass es sich bei ihnen und ihren Eltern um Opfer der illegalen Repression handeln könnte. (…) Was auch immer der Grund für den Verlust ihrer biologischen Eltern ist, Marcela und Felipe haben das Recht zu erfahren, wer sie waren. Es handelt sich dabei um ein Recht, keine Verpflichtung.‟ Gleichzeitig räumte sie ein, das Bedürfnis der Großmütter der Plaza de Mayo nach Wahrheit sei ein legitimer Wunsch.

Infolge seines als unparteiisch beschriebenen, Vorgehens in dem Fall wurde Roberto Marquevich der schlechten Amtsführung bezichtigt. Im Juni 2004 wurde er entlassen. Daraufhin wurde der Fall an ein anderes Gericht verwiesen und dem Richter Conrado Bergesio übertragen. Auch diesem wurde im April dieses Jahres der Fall entzogen, nachdem er sich geweigert hatte, die DNA-Analyse für Marcela und Felipe Noble Herrera anzuordnen. Während der fast sechsjährigen Bearbeitung des Falls durch Bergesio waren die Genproben immer wieder durch Einsprüche der Nobles verschoben worden.

Im August 2003 hatten sich die Adoptivkinder zur Blutabnahme für die Analyse bereit erklärt, unter der Bedingung, dass diese nicht von der nationalen Gendatenbank BNDG, sondern einer Einrichtung der Judikative vorgenommen würde. Außerdem verlangten sie, dass der Abgleich nur mit der DNA der beiden Beschwerde führenden Familien erfolgen dürfe. Seitdem hatte es ein Tauziehen um das Vorgehen gegeben, bis vor einigen Monaten das Gericht entschied, die Proben seien mit dem gesamten BNDG-Material abzugleichen.

Schon im Dezember 2009 war die Übergabe von persönlichen Gegenständen, wie Kleidung, Bettwäsche und Zahnbürsten, angeordnet worden, um DNA von Marcela und Felipe Noble Herrera zu erlangen. Diese übergaben die Gegenstände jedoch erst nach mehreren Stunden unter intransparenten Bedingungen. Infolge dessen konnte kein verwertbares Gen-Material gewonnen werden. Die jetzt mit dem Fall betraute Richterin, Sandra Arroyo Salgado, ordnete dann im Mai eine Hausdurchsuchung in den Wohnungen der Adoptierten und der Clarín-Chefin an, nachdem diese sich geweigert hatten, neues Material freiwillig herauszugeben. Gleichzeitig wurde verfügt, dass die gewonnenen Daten zunächst mit der DNA der Beschwerde führenden Familien abgeglichen werden sollen. Bei mangelnder Übereinstimmung dann mit der aller 1976 Geborenen und schließlich mit der verbliebenen Datenbank-DNA. Das durch die Hausdurchsuchung erlangte Gen-Material wurde ab dem 7. Juni untersucht, während die Familie Noble und die Opposition begannen, die BNDG politisch und wissenschaftlich in Frage zu stellen. Gegen diese Angriffe stellten sich Menschenrechtsorganisationen und WissenschaftlerInnen: Erstere organisierten eine Menschenkette, letztere stellten sich in dem Verfahren als Sachverständige zur Verfügung.

Nach mehrjährigen Verzögerungen begannen am 7. Juni die genetischen Untersuchungen zur Klärung der Frage, ob es sich bei Marcela und Felipe Noble Herrera, um Kinder von Verschwundenen handelt. Doch auch jetzt, so stellte sich Ende Juni heraus, konnte die Frage nicht beantwortet werden. Nach Angaben der BNDG, die mit der DNA-Analyse und dem Abgleich mit dem vorhandenen DNA-Material beauftragt ist, konnte mit den Ende Mai eingereichten Proben kein genetisches Profil erstellt werden, da diese mit DNA-Spuren mehrerer Personen verunreinigt waren.

Sollte sich herausstellen, dass Felipe und Marcela Herrera de Noble Kinder von Verschwundenen sind, würde eine lange verheimlichte und totgeschwiegene Problematik sichtbar werden: Es geht darum, wie groß die Zustimmung und Mittäterschaft bestimmter Teile der Gesellschaft während der Militärdiktatur war sowie um die Nähe zwischen Militärführung und Medien.

Andererseits hat die zwangsweise Beibringung der DNA-Proben eine neue Ebene der Auseinandersetzung eröffnet. Die Adoptierten und ihre AnwältInnen, ebenso wie Medien und Opposition, empfanden diese als quälend. Damit wurde eine Debatte darüber eröffnet, wo die Grenzen des Anspruchs auf Wahrheit liegen, was der Unterschied zwischen individueller Entscheidung und gesellschaftlichem oder kollektivem Bedürfnis ist. Unabhängig davon, welche Entscheidung Marcela und Felipe Noble Herrera nach Bekanntgabe der Ergebnisse treffen: Wahrheit und Gerechtigkeit sind bislang noch unerfüllt, ein Recht darauf hat aber die gesamte Gesellschaft.

Übersetzung: Sebastian Henning”

(Quelle: Linksnet.)

 

Hinweis:

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Indonesien: Schwangeren Teens drohen Isolation und Tod

Donnerstag, Juni 10th, 2010

“Pregnant Teens Still Face Stigma, Isolation, Even Death

By Titania Veda

‘My parents told me to stay here until the baby was born,’ says Diana, not her real name. ‘I wanted an abortion, but when I found out it was already too late. There was already a heartbeat.’

Beneath her pale yellow pajamas, Diana’s breasts, exceptionally large for her awkward 13-year-old frame, outsize her five-month-old baby bump. Her heart-shaped face has sprinklings of acne and she rarely shows her buck-toothed smile.

Raped by her neighbor last year, she was placed in a women’s shelter in West Jakarta by her family as soon as her pregnancy was discovered in April. To avoid rumors and the social stigma surrounding teenage pregnancy, Diana’s family plans to wait a year or two year before bringing the baby back home to raise it within the family.

Despite her traumatic experience, Diana can be considered one of the lucky few because she has made it to a shelter. While there has been a slight increase in sex education and campaigns to prevent teen pregnancies in recent years, there remains a dire need for reproductive health assistance for unmarried pregnant teens.

Limited Data, Limited Services

‘Assistance for teen pregnancies outside of marriage is very poor because society has already declared it to be illegal and forbidden,’ says Hadi Supeno, chairman of the Indonesian Commission for Child Protection (KPAI).

There are an estimated 40 million adolescents in Indonesia aged from 10 to 19, according to the Ministry of Health. Recent surveys have pointed to increased sexual activity among young people, although specific and reliable data on teenage sex and pregnancy is hard to come by.

The communication and information technology minister, Tifatul Sembiring, recently publicized a poll supposedly conducted by the KPAI in 2007 involving 4,500 teenagers in 12 cities aged 14-18. Although there are serious doubts over the veracity of the data, Tifatul said the survey showed that 62.7 percent had engaged in sexual intercourse and 21.2 percent of girls had had an abortion.

‘The KPAI survey is only an indication of the behavior of our young people,’ says Dr. Melania Hidayat, national program officer for reproductive health at the United Nations Population Fund (UNFPA). ‘Local clinics are the main source for data, and they are very unlikely to have accurate figures.’

Perhaps partly as a result of this lack of data, which could hide the extent of the problem, health services for unmarried teenagers who fall pregnant are very limited. Moreover, what few services are available are not easily accessible due to limited health coverage in rural areas, cultural barriers or lack of supporting government policy.

For instance, in 2003, the Health Ministry began the Adolescent Friendly Health Services approach in community health centers, or puskesmas. The AFHS, an affordable youth-friendly service that stresses confidentiality and sensitivity, provides sexual education information to teenagers. However, it is only available in 26 provinces at 1,611 centers — or about 20 percent of all clinics across the country — most of them in urban areas.

Nongovernmental organizations such as the Indonesian Family Planning Association (PKBI) and the Pelita Ilmu Foundation (YPI), which campaigns against HIV/AIDS, also offer counseling for pregnant teens, although it is not a free service. An hour-long session with a counselor costs about Rp 50,000 ($5.45).

Preferred Option: Abortion

Of the three logical options open to pregnant teens — keeping the child, which involves living with the stigma that comes with it; putting the baby up for adoption; or going through an abortion, which is illegal except in certain circumstances — the last one appears to be the most preferred.

According to a 2009 survey by the National Development Planning Agency (Bappenas), more than two million abortions are performed every year, with 30 percent involving teenagers. But experts say that if illegal abortions were included, that figure would more than double.

‘Abortion is illegal, but what else can you do with an unwanted child?’ says Dr. Firman Lubis, chairman of the Kusuma Buana Foundation (YKB), an NGO focused on health and community building.

Abortion is legal when the mother’s life is in danger and, as of last year, under the recently passed Health Law, when the mother is a rape victim, such as Diana.

Most groups counseling pregnant teens who wish to have an abortion refer them to places such as the ‘Raden Saleh Clinics’ in Central Jakarta, which is a handful of facilities known for providing abortion services. But because the new Health Law is yet to be fully implemented, clinics such as in Raden Saleh often fall foul of law enforcement authorities.

Even at these clinics, the process of scheduling an abortion requires the pregnant teen to bring her husband as well as proof of marriage. Those who are unmarried are required to bring a copy of their family identity card and a family member.

But having a family member at hand does not provide an environment that encourages a pregnant teen to openly seek help. Shame, fear of reprimand from parents or health staff and the presence of traditional religious and conservative norms make it difficult.

As a result, many teens try their own methods for abortion.

‘Their friends will tell them to eat unripe pineapples or jamu [traditional medicine],’ says Ninuk Widyantoro, a psychologist and chair of the Women’s Health Foundation (YKP). ‘They don’t know where to go for an abortion, or else they just can’t afford it.’

Firman estimates that unsafe abortions account for about 15 percent of Indonesia’s maternal mortality rate — one of the highest in Asia, with 228 mothers dying for every 100,000 births.

Overlooked Option: Adoption

There is, of course, the adoption option, which would require pregnant teenagers to go through the full pregnancy cycle — nine difficult months that would be hard to hide from their family, friends and curious neighbors, unless she finds a shelter to stay in.

In Diana’s case, she found her shelter, which doubles as an orphanage, through word of mouth. Though the shelter has assisted more than 80 pregnant women in the last nine years, only a handful were unmarried teens, according to Yohana, an administrator at the shelter.

The reason, Yohana says, is that many teenagers are unaware such shelters exist.

‘I didn’t know that there were other options,’ says Cita, not her real name. ‘I only know of orphanages but not shelters for pregnant women who want to give up their babies. My only options were either to abort or keep the baby.’

Cita, who comes from a devoutly Muslim family, was unmarried and in her early 20s when she became pregnant. She was finishing her university thesis at the time and was planning to continue with her master’s degree overseas. After a failed attempt to abort the fetus using oral medication, she decided to keep the baby.

Another reason for the lack of awareness about the shelters is because there are not many around.

Such shelters are expensive to run, says Inne Silviane, executive director for the PKBI. ‘They’re expensive because from pregnancy until birth, we have to feed the mothers and provide them with good nutrition,’ she says.

To support a teen through a full term of pregnancy, including checkups, daily meals and birthing, can cost a shelter up to Rp 17 million.

Social Stigma

Perhaps the core of this problem is the social stigma attached to unwanted teen pregnancies.

The AFHS program for puskesmas, for instance, is underutilized. AFHS health centers log less than three visits per day, according to a 2009 study conducted by the Peduli Perempuan (Care for Women) network that consists of NGOs dealing with gender, sexuality and reproductive health in rural areas.

At the YPI’s youth clinic in South Jakarta, a family member must accompany teens seeking counseling. ‘They need someone who can support them, because their condition is very unstable,’ said Usep Solehudin, a YPI program manager. But he admits very few pregnant teens approach the YPI.

Counseling before and after abortion is often required by clinics. But as long as society is reluctant to approach sex education openly, let alone teen pregnancy, counseling will not help, according to the KPAI’s Hadi.

‘Families are still confused, running scared and ashamed. They feel disgraced,’ he says. ‘Pregnant teens attending schools are taken out. Those teens are going through physical changes in puberty, while also experiencing alienation from their community and schools. So it’s a big burden.’

Ida Wulan, assistant deputy for women’s health at the State Ministry for Women’s Empowerment and Child Protection, says parents are often reluctant to talk to their children about sex, leading to further isolation for teenagers. ‘If asked by their children, parents will just say it’s taboo,’ she says.

For young people to open up about their problems, confidentiality from health service providers is essential, says Julie Rostina, a reproductive health consultant at the Peduli Perempuan network. ‘Confidentiality is needed so the client can talk openly and allow health service providers to make the proper diagnosis and take the right action,’ she says.

Focus on Prevention

Most organizations such as the PKBI focus more on prevention than assistance. ‘We still help those who are already pregnant,’ says the PKBI’s Inne, although making it clear that the PKBI mainly counsels married couples who experience unintended or unwanted pregnancies.

Inne says dealing with unmarried teens involves strict conditions imposed by the government, particularly requiring parents to attend the counseling sessions.

The PKBI is allowed to provide abortions by trained medical staff, but only within 10 weeks of conception and with parental consent.

‘Unmarried teenagers who become pregnant in Indonesia face a very bleak situation,’ says the KPAI’s Hadi. ‘The mind-set here is that it’s something contemptible, that the teens don’t deserve assistance. They’re outside the system.’

While the 1992 Health Law makes no references to adolescent health, the new Health Law, issued in October 2009, includes a chapter on adolescent health, stipulating the government’s obligation to ensure young people are able to obtain education, information and services on adolescent health.

But experts such as Hadi are skeptical that the law will ever be fully implemented at the operational level. ‘The new law is good for education and information,’ but lacks service terms, he says.

The government, Hadi goes on, will not stir controversy by offending religious and conservative groups.

According to Wahyu Hartomo, assistant to the deputy director for child protection at the women’s empowerment ministry, the government aims to strengthen family values.

‘We’re holding on to our religious values, so pregnant teens have to go to an illegal doctor or dukun [shaman],’ he says. ‘The government doesn’t provide assistance.’

With or without reinforcement from the government, the reluctance to be open about sex education persists. And parents are not the only ones guilty of it. Diana, who considers her pregnancy an accident, says: ‘I don’t think it’s important for kids my age to know about sex, because it’s not appropriate for them.’”

(Quelle: The Jakarta Globe.)