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Europa/USA: Eurozentrische Nabelschau

Samstag, Juni 25th, 2011

“Wie im Westen so auf Erden”

Interview: Christine Baumgartner, science.ORF.at

Europa und die USA sehen sich international als Vorbilder der Demokratie und beharren darauf, dass westliche Werte universalisierbar sind. In welcher Weise werden diese Werte – nach über 400 Jahren Kolonialgeschichte – anderen Ländern rund um den Globus immer noch aufgedrängt?

Die Ethnologin Shalini Randeria versucht, die Welt aus einer nicht-europäischen Warte zu sehen. Im Interview mit science.ORF.at spricht sie über Gefahren des europäischen Weltbilds, den arabischen Frühling und ihre außergewöhnliche Familie.

science.ORF.at: In einem Interview haben Sie gesagt: “Europa ist kein Hort des weltweit zu lernenden Guten. Wenn westliche Wissenschaft Begriffe wie Zivilgesellschaft, Gerechtigkeit oder Staat als universell gültig ansieht, verfehlt sie das Spezifische anderer Gesellschaften.” Zwingt der Westen anderen Staaten und Kulturen immer noch seine Werte auf?

Shalini Randeria: Das Aufoktroyieren europäischer Werte, Normen und Ideen basiert auf einer langen imperialen und kolonialen Geschichte. Heute wird mancherorts sehr selektiv im großen Stil interveniert – aus humanitären oder militärischen Gründen und je nach geostrategischen Interessen. Die Weltbank oder der IWF gestalten zum Beispiel Rechtssysteme und finanzielle Institutionen in Entwicklungsländern um. Kreditnehmerstaaten sind zwar freiwillige Mitglieder dieser Institutionen, haben aber kaum Einfluss auf die Politik des IWF, der WTO oder der Weltbank.

Welche Rolle spielt diese Oktroyierung, beispielsweise wenn der Westen in Konflikte arabischer Staaten wie Libyen eingreift?

Der Fall Libyen ist zwiespältig. Mit welcher Glaubwürdigkeit können westliche Regierungen in Libyen – angeblich zum Schutz der Zivilbevölkerung – eingreifen, die für hundert Tausende zivile Tote im Irak mitverantwortlich sind? Aber in Ländern des Nahen Ostens gibt es eine Sehnsucht in weiten Teilen der Bevölkerung nach politischer Teilhabe, gerechter Verteilung, Menschenwürde und Demokratie. Das allerdings sind nicht nur westliche Werte, die von Altertum oder Christentum direkt abgeleitet werden können. Säkularismus, Zivilgesellschaft und Demokratie in Europa sind das Ergebnis eines jahrhundertelangen Kampfes gegen die Kirche und die absolute Herrschaft gewesen. Ich glaube, in jeder Gesellschaft gibt es eigene Vorstellungen von Gerechtigkeit. Und was nach dem "arabischen Frühling" zustande kommen wird, ist wahrscheinlich keine französische oder britische Demokratie.

Und wenn ein Flüchtlingsboot aus Libyen nach Lampedusa unterwegs ist – wie muss sich Europa verhalten? Gibt es eine historische Verantwortung?

Aufgrund der langen Geschichte des Imperialismus und Kolonialismus gibt es eine historische Verantwortung. Über Formen der Wiedergutmachung kann man diskutieren. Und auch darüber, ob sie nur von den ehemals kolonisierenden Staat getragen wird oder von allen europäischen Ländern, die vom Sklavenhandel profitiert haben, auch wenn sie selbst keine Kolonien für längere Zeit im Übersee besaßen. Außerdem gibt es eine Verantwortung, die in den heutigen Beziehungen zwischen europäischen Staaten und autoritären Regimes begründet ist: Regierungen, die bis vor kurzem gute Geschäfte mit Diktatoren wie Gaddafi gemacht haben, dürfen sich jetzt nicht aus der Verantwortung für die Flüchtlinge aus Libyen stehlen. Und wer von universellen Menschenrechten spricht, muss auch danach handeln.

Wie präsent ist das westlich-zentralistische Weltbild in Europa?

Das ist das herrschende Weltbild hier.

Und die Folge davon ist…

… dass man sich hier kaum eine Welt vorstellen kann, in der statt Europa Länder wie China; Brasilien oder Indien die Vormachtstellung hätten. Verkürzt könnte man die eurozentristische Sicht so formulieren: Wie im Westen so auf Erden. Paradox daran ist, dass man einerseits glaubt, dass der Westen universalisierbar sei, andererseits wird aber darauf beharrt, dass er auch einzigartig in seiner historischen Entwicklung ist.

Wie lange werden aufstrebende Weltmächte wie China den westlichen Anspruch auf Werteführerschaft dulden?

Dieser Anspruch wird auf ganz unterschiedliche Art und Weise angefochten. China eignet sich selektiv westliche Institutionen und Werte an: Kapitalismus ja, Demokratie nein. Konsum ja, Menschenrechte nein. Die Kommunistische Partei versucht die politische Kontrolle über das, was man ins Land hineinlässt an Werten, Ideen und Technologien zu behalten. Ich weiß nicht, wie lange das gut geht.

Die Frauenquote ist in Europa immer wieder Thema. In einem Interview mit der "Zeit" wunderten Sie sich über die Debatte einer weiblichen Kanzlerschaft und betonten, dass in Südasien seit 35 Jahren Frauen in politische Spitzenämter gewählt werden und am Können nie gezweifelt wurde. Wäre das etwas, was dem Westen als Vorbildwirkung dienen könnte?

Auf jeden Fall. Die ehemaligen Premierministerinnen Benazir Bhutto in Pakistan, Indira Gandhi in Indien, Khaleda Zia in Bangladesch und Chandrika Kumaratunge in Sri Lanka – sie waren alle an der Regierungsspitze, bevor Europa so weit war. Aber die Position von Frauen in der Gesellschaft wurde nicht automatisch dadurch verbessert. Man muss auch dazusagen, dass diese Frauen aus mächtigen politischen Familien des jeweiligen Landes kamen.

In Ihrer Vorlesung an der Uni Wien spielt die Gender-Thematik eine große Rolle. In Europa wird beklagt, dass Frauen keine Kinder bekommen und gleichzeitig gelten Entwicklungsländer als überbevölkert. Wer trifft also – global gesehen – die Entscheidung, wie viele Menschen wo leben und Kinder bekommen sollen?

Es gibt tatsächlich eine demografische Zweiteilung der Welt. In Europa führt man Steuererleichterungen für deutsche oder französische Kinder ein, während die vermeintliche Überbevölkerung der "Anderen" als globales Problem dargestellt wird. Zu viele sind immer die Anderen, seien es die Migranten in Europa oder die Armen in den Entwicklungsländern. In den USA versucht man durch Kürzungen der Sozialleistungen arme und schwarze Familien dazu zu bringen, weniger Kinder zu bekommen. Reproduktive Freiheit gilt in jeder Gesellschaft nur für bestimmte Klassen und ethnische Gruppen. Dabei darf man nicht übersehen, dass solange Afrika und Asien europäische Kolonien waren, sich die Europäer über niedrige Geburtenraten in diesen Ländern beklagt haben. Sie hatten nämlich Interesse an den billigen Arbeitskräften. Die Belgier haben etwa in Kongo versucht, die Stillzeit der Mütter zu verkürzen, damit sie häufiger Kinder gebären.

Liegt Ihnen die Gender-Thematik am Herzen, weil sie persönliche Erfahrungen mit Formen der Diskriminierung gemacht haben?

Im Gegenteil. Vielleicht liegt sie mir am Herzen, weil ich eben keine Diskriminierungserfahrungen gemacht habe. Ich komme aus einer Familie von vier Generationen Frauen, die universitäre Ausbildung genießen. Meine Urgroßmutter hatte sieben Kinder und 1901 als eine der ersten Frauen Indiens einen Universitätsabschluss. Sie war Mitbegründerin des "All India Women’s Council", die erste indische Frauenorganisation. Mein Urgroßvater ging in den 1870er Jahren nach England, um sich Institutionen für Mädchen- und Frauenbildung anzusehen. Meine Familie war immer schon sehr ungewöhnlich. Meine Eltern haben beide nie einen Tempel betreten und sind überzeugte Atheisten. Jegliche Art von religiösem Ritual war absolut Tabu. Diese Art der Modernisierung war aber immer verknüpft mit einer sehr traditionellen Haltung in Sachen Essen oder Sprache. Wir aßen stets vegetarisch zuhause, es wurde kein Alkohol getrunken. Außerdem achtete meine Mutter peinlich genau darauf, dass in der Familie kein Englisch gesprochen wird, obwohl nur englische Tageszeitungen, indische wie britische, gelesen wurden. Ich glaube, mich hat meine Familie geprägt – und nicht die Erfahrung mit Diskriminierung.”


Zur Person:
Prof. Dr. Shalini Randeria hat Soziologie und Sozialanthropologie an den Universitäten Delhi und Heidelberg sowie an der Freien Universität Berlin studiert. Heute ist sie Professorin für Ethnologie an der Universität Zürich. Am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien ist sie im Sommersemester Sir Peter Ustinov Gastprofessorin.

 

(Quelle: science.ORF.at)

Bangladesh: Die Geschichte der Grameen Bank

Donnerstag, April 28th, 2011

“The Story of Dr. Yunus And Grameen Bank

By Badruddin Umar

The government of Bangladesh did not snatch away Nobel Peace Prize from Dr. Muhammad Yunus which was bestowed on him by the imperialist powers, and in any case they have no power to do so. They simply have removed him from his post of managing director of Grameen Bank on legal grounds. This was done according to the rules of the Bangladesh Bank and the law of the land. The merit of this action was examined by the High Court, where Yunus filed a case appealing against the government decision. The High Court dismissed the writ after hearing from both sides. The case has been dismissed again by the Supreme Court as well.

The said action of the government against Yunus was taken for certain irregularities committed by him and it is a domestic matter of Bangladesh . We find that those imperialist powers, particularly the US government and the Clinton clique, who manipulated the Nobel Prize for Yunus, have very sharply and bitterly reacted against this decision of the government.

For a long time we have been critically analysing the activities of Yunus and the Grameen Bank just for the reason that very tall claims are being made on behalf of the Bank and for himself by Yunus. He claims to have invented a theory which says that the right to secure loan is a ‘birth right’ of man. He claims that by extending loan to the poor, he has been successful in alleviating poverty in Bangladesh to a large extent and by 2030 he would send poverty to the museum as a relic of the past. While making this obviously ludicrous claim he exposes himself as a person who miserably fails to understand that poverty is not a thing, it is not an archaeological artifact, but the result of relations which exist between people in the course of production and other social affairs.

The Grameen Bank undoubtedly is a successful operator of small loans to rural poor like many NGOs, and has established a record in this which is far better than the ordinary commercial banks. For this achievement the Grameen Bank may be awarded an international award for its success in managing small loans. But it must be emphasised that it has nothing to do with peace. Moreover, Yunus himself was never found to protest against any kind of repressions on the people which are perpetuated by government agencies and other predator social forces. He was never found to utter a word against military interventions, aggressions and predatory wars of imperialists on countries of Asia , Africa and Latin America . He was never found to play any role in easing tensions or establishing peace between conflicting interests and groups in Bangladesh or anywhere else. He actually had never anything to do with peace. On the contrary, he had always fraternised with those who make wars and disturb peace at home and abroad. In spite of this he was awarded Nobel Prize for peace by the imperialist cliques to promote their political and other interests in Bangladesh . It was no surprise that he was given the Nobel Prize in 2006 suddenly on the eve of the military takeover of the administration in January, 2007.

Yunus managed the affairs of the Grameen Bank as an autocrat and like any other autocrat he had no compunction in committing irregularities. He was not accountable to anybody and did everything in a cavalier manner. He exercised the authority of appointing all employees and even directors. His appointment as Managing Director of the Bank had always been basically an act of his own, and in these matters the role of the Board of Directors was nominal. He took all major decisions over the head of the Board of Directors of which he was not a member. If the relation of Managing Director and the Board of Directors is examined, it will be found to be a very extraordinary arrangement. The Board always acted as an utterly subservient body to the Managing Director.

In all regards, the rules of Grameen  Bank were extraordinary and the concessions granted to it by the government in conducting its affairs was in contradiction with all banking practices followed in this country. However, these administrative matters including the rules of conducting the business of Grameen Bank are not a matter of our real concern and we leave it to the Enquiry Committee which has been instituted by the government to investigate into the affairs of the Bank. Our real concern is the situation on the ground.

Here it is not possible to detail the consequences of small loan business of the Grameen Bank. But one thing must be made clear. We are not opposed to small loans or micro credit, because such loans are desperately needed by the rural poor, particularly the peasants and artisans who are engaged in production. Rural money lenders had always acted as such loan-giving agents for centuries during the feudal period and they still continue to do so. Fraudulently and mischievously, Yunus is glorified as the first ‘banker to the poor’ who has redeemed the poor of the countryside, particularly the poor women whereas the fact is that the traditional rural moneylenders have historically performed the task of lending to the poor. Even the NGO’s who were launched by the then World Bank President Robert McNamara in the ‘70s started lending to the poor before the establishment of the Grameen Bank.

The NGO’s and the Grameen Bank were launched by the imperialists with the active help and co-operation of the government not for alleviating or eradicating poverty. Their principal objective in this was to perpetuate poverty and to distract the attention of the poor from political struggles for changing basic relations of production as well as social relations which create and preserve the conditions of poverty. Here there is no scope for elaborating this point but it is necessary to mention that the greatest noise is made for the Grameen Bank and its so-called mission for eradicating poverty by those who are the recognised enemies of the poor working people of the world including the people of Bangladesh . These noise makers represent the forces which exploit the poor everywhere, twist the hands of poor countries dependent on them and do not have the slightest compunction in wantonly attacking countries which dare to resist their advances. These are the countries which unhesitatingly bomb the poor in other countries and commit genocide as they recently did in Iraq and are currently doing in Afghanistan , Pakistan and Libya .

The reaction of these forces which include imperialist countries like the US, France, Britain, Germany and others of Europe and elsewhere and their lackeys and flunkeys in countries like Bangladesh is a clear indication of the interest which Dr. Yunus serves. It is insane to think that against whose removal from the post of Managing Director of Grameen Bank the imperialist powers are raising a hue and cry can, by any stretch of imagination, be a friend of the poor in any country and who can lead a programme for eradicating or even alleviating poverty of those who are subjected to the worst kind of exploitation by local ruling classes, governments and imperialist powers.

In this context, it is interesting to note that the loanees or borrowers of Grameen Bank, in no area of Bangladesh, has so far brought  out any demonstration in favour or Yunus and against the government decision to remove him from the post of Managing Director. Recently, a handout of Grameen Bank says that about three million loanees have signed a protest statement against Yunus’ removal. But demonstrations and protest statements are very different acts. It is very easy to get any paper signed by the loanees by local Grameen Bank officials.

And even then, there is no certain evidence that such a statement has actually been signed by 3 million loanees. The whole matter may be a lie and a fraudulent propaganda on behalf of a section of Grameen Bank officials loyal to Yunus.

In spite of this lack of support for Yunus from the Grameen Bank, loanees who are said to be the ‘real owners’ of the Bank, it is amazing to see the kind of international support organised in favour of Yunus. They eulogise the achievements of Dr. Yunus in order of protect his position in the Grameen Bank. Under the presidentship of a former president of Ireland , a ‘committee of friends of Grameen’ has been formed with its headquarters in Paris . On 30th March in a question-answer session of the French National Assembly, the French foreign minister Alain Juppe said, ‘‘the Grameen Bank’s micro credit model has been unanimously recognised as a ‘magnificently successful’ poverty alleviation tool and replicated across the world, particularly to help empower women in developing countries” (Daily Star 1.4.2011). This statement of the French minister is no exception. The likes of this statement are being issued regularly by imperialist representatives and their flunkeys in Bangladesh . But the fact is that except the people who issue such statement no one recognises Grameen Bank micro credit model as ‘magnificently successful’ in alleviating poverty in Bangladesh . No one recognises the role to Grameen Bank in empowering women in Bangladesh .

Women in Bangladesh are subjected to various kinds of exploitations and repressions all over the country, particularly in the rural areas. The poor women in the countryside are still the most oppressed among the people and are regularly victimised by the rural exploiters and oppressors including the mullahs who often deliver fatwas against them. Dr. Yunus of Grameen Bank fame was never found to protest, in any form, against such atrocities.

It does not require any great learning or wisdom to theoretically understand that poverty alleviation and empowerment of woman have noting to do with money-lending business whatever may be the terms of such lending. Even a modest survey of the situation on the ground in the rural areas reveals to any one that there has not been any perceptible poverty alleviation through disbursement of rural credit by the Grameen Bank or any other NGOs, though there may be some exceptional cases where some loanees have been able to improve their financial situation by making clever use of such loans.

No elaborate discussion on the ‘achievement’ of Yunus is necessary to emphasise the point that his main achievement is management of the lending operation of the Grameen Bank. Its business has been extended to very large areas in Bangladesh , the number of borrowers from the Bank has reached, according to their own statement, up to more than eight million and that through a special mechanism of control its rate or realisation is 98%! This success would not have been possible without massive foreign financial contribution and many special concessions and privileges granted by the government to this Bank which are not available to other commercial banks.

The function of this banking business of Grameen is no different from that of traditional small loan business operated for hundreds of years by rural money lenders called mohajons . Basically, it helps small production carried out by peasants and artisans and various kinds of small scale economic activities. Thus the relentless propaganda carried out by imperialist circles and their flunkeys in Bangladesh has nothing to do with the actual work and ‘achievements’ of the Grameen Bank and its famous Managing Director Dr. Yunus claims that the eight million loanees are the owners of the Bank and that they are regularly paid dividends. This claim is completely false and fraudulent. Any investigation on the ground reveals that no loanee  of the Bank has any ownership document and more of them has any paper related to dividend  no one reports to have ever received any dividend. But the stereotyped and ceaseless imperialist propaganda goes on and their international media, both electronic and print, extensively carry out such propaganda to which many well-meaning people fall victims.

Bangladesh Bank and the government of Bangladesh have removed Yunus from the post of Managing Director. The imperialists are saying that without him Grameen Bank would cease to function as an ‘alleviator of poverty’ and will lose its character. It is a completely false and motivated propaganda because, as has been said earlier, it has no such character. What actually may happen after his removal is a series of reforms in Grameen Bank’s operational practice which will bring some relief to the borrowers and reduce the profit of the Bank.

It may also reduce the inflow of foreign capital into the Bank and weaken the position of Dr. Yunus as an agent of multinational corporations who promote his ‘social business’.

The imperialists, through their massive image-building propaganda have tried to elevate Yunus to the position of a demigod, a redeemer of the poor and the downtrodden. They have tried to portray his activities as a panacea of poverty and a means of empowerment of women. The main objective in building up the image of Yunus in this manner is twofold. First to use him for opening investment opportunities for exploiting surplus from the poor of the country and secondly, and more importantly to use him for political purposes. This became quite obvious when he was awarded the Nobel peace prize in 2006, on the eve of military takeover of the Bangladesh government in which the US and the Europeans had a hand. Subsequently, Yunus attempted to usurp political power taking advantage of the then existing situation by trying to organise his own political party. His attempt failed miserably because of his complete personal inability to understand the political process and to take appropriate stops for building a party. Consequently, he soon proved himself to be a political flop. But the imperialists have not given up the hope of using him as their pawn in the political game which they may need to play in times of crisis. It is for this reason that the Norwegian government, after accusing him of financial dishonesty quickly retracted their position in order to save his image by exonerating him from charges which they themselves made against him.

The consternation in the imperialist circles after the removal of Yunus from the position of Managing Director of the Bank and the lining up of the NGOs and the gentlemen of the Bangladesh civil society behind him has completely exposed the true character of Yunus. It has also exposed the faces of persons and institutions in this country who act in the interest of imperialism as their flunkeys. It has clearly demonstrated that Yunus, the much advertised ‘banker to the poor’ does not really represent the interest of the poor and the downtrodden in this country, but that of their national and international exploiters and oppressors. Whether may be the conspiracy of the imperialists, it will be difficult for them to use Dr. Yunus, with his ‘shining’ anti-people and anti-poor image, as their political instrument on any future occasion of political crisis.

Badruddin Umar is a leading Marxist politician and historian in Bangladesh .”

 

(Quelle: Countercurrents.org.)

Global: Konstante Zahlen – Binnenvertriebene…

Mittwoch, Juli 21st, 2010
 


Photo: UN

Das Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC) des Norwegian Refugee Councils hat eine tabellarische Übersicht über die geschätzte Zahl der Binnenvertriebenen in den vergangenen zehn Jahren in allen Ländern, die sie überwacht, zusammengestellt.

Die Zahlen aus den Jahren 2001 bis 2009 zeigen, wie viele Menschen intern durch Konflikte, allgemeine Gewalt oder Menschenrechtsverletzungen vertrieben wurden.

Die entsprechende Übersicht finden Sie hier.

Global: Drohende Wasserkrise – aber nur 1 Milliarde Menschen betroffen

Dienstag, Juli 20th, 2010

“Im Himalaya schmelzen die Gletscher schneller als an jedem anderen Ort dieser Erde

Von den Folgen könnten eine Milliarde Menschen verheerend betroffen sein

Von Juan Gonzalez

Unser Gast:

Syed Iqbal Hasain – Vorsitzender der ‘Glacier and Climate Change Commission’, die von der Regierung des indischen Bundesstaates Sikkim eingerichtet wurde

Das Interview führten: Juan Gonzalez und Amy Goodman

 

Amy Goodman:

Wir machen weiter mit dem Thema ‘Klimawandel’ – Juan?

 

Juan Gonzalez:

Wir wenden uns nun der Himalaya-Region in Asien zu, um zu sehen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf diese Region hat. Wissenschaftler warnen, das Abschmelzen der Gletscher könnte verheerende Folgen für über eine Milliarde Menschen haben.

Die Gletscher des Himalaya werden als die ‘Wassertürme Asiens’ bezeichnet, denn de wichtigsten Flusssysteme Asiens beziehen ihr Wasser hauptsächlich aus dieser Region. Es sind Flüsse, die durch Afghanistan, Pakistan, Bangladesh, Bhutan, China, Indien, Burma und Nepal fließen.

 

Amy Goodman:

Wissenschaftler behaupten, die Gletscher des Himalaya würden schneller schmelzen als die an jedem anderen Ort dieser Erde. Am Ende des Jahrhunderts könnten 75% der Gletscher des Himalaya verschwunden sein.

 

Wir sind nun mit dem prominenten indischen Wissenschaftler und Gletscherforscher Syed Iqbal Hasnain verbunden. Er ist Vorsitzender der ‘Climate Change Commission’, die von der Regierung des indischen Bundesstaates Sikkum eingerichtet wurde. Er sprach mit uns gestern Abend, anlässlich einer Veranstaltung der ‘Asia Society mit dem Thema ‘The Himalayan Glaciers and Asia’s Looming Water Crisis’ (Die Gletscher des Himalaya und die drohende Wasserkrise in Asien).

 

Wir haben nur wenige Minuten Zeit, aber können Sie uns bitte erläutern, um was für eine Art Krise es sich handelt und was im Himalaya vor sich geht?

 

Syed Iqbal Hasnain:

Vielen Dank, dass ich mich in Ihrer Sendung haben.

 

Wie bereits erwähnt, hängt es damit zusammen, dass sich die Erde um mehr als 2 Grad Celsius erwärmt hat. Wenn Rechnen Sie das mal in Watt per Meter um – dann sehen Sie, dass wir es mit einer um 20% erhöhten Strahlungsenergie zu tun haben. Für die Politiker ist das ein großes Dilemma. Wie können sie diese Entwicklung stoppen? Schließlich war auch Kopenhagen ein Schlag ins Wasser – wie wir bereits gesehen haben. Denn es wurde kein klares, verifizierbares Abkommen zu diesem Thema getroffen. Ich denke, die globale – die ganze – Welt sollte etwas unternehmen.

 

Was die Gletscher des Himalaya betrifft, so schmelzen sie sehr schnell – und nicht nur die Gletscher auf der Tibetanischen Hochebene. Wir haben Gletscher, und wir haben den Permafrost. Der Permafrost schmilzt und ebenso die Gletscher. Aber da es sich um eine ungeheure Zahl von Objekten handelt (wie am Nord- und Südpol), dauert es eine Weile, bis sie alle abgeschmolzen sind. Wegen des Schmelzvorgangs ist auch der Wasserstand in sämtlichen Flusssystemen erhöht – ob es sich nun um den Indus oder den Brahmaputra handelt. In den kommenden Jahren wird der Wasserstand wieder abnehmen. Auf alle Gemeinden, die dort leben, wird sich dies äußerst katastrophal auswirken. Wir reden von über 1,5 bis 2 Milliarden Menschen, die in direkter Weise von den Wasserressourcen der Hochebene von Tibet und der großen Gebirgsketten des Himalaya abhängen.

 

Juan Gonzalez:

Wie schnell werden – Ihrer Meinung nach – die Gletscher zurückgehen?

 

Syed Iqbal Hasnain:

Wissen Sie, im Himalaya gibt es unterschiedliche klimatische Zonen – wenn man den gesamten Himalaya-Bogen sieht. Die östlichen (Gletscher) bekommen im Sommer den Monsunregen ab und schmelzen wesentlich schneller als die Gletscher auf der westlichen Seite, wo Winterzeit herrscht. Im Himalaya finden wir ein kompliziertes Klimasystem vor. Sie (die Gletscher) reagieren zu unterschiedlichen Zeiten. Insgesamt jedoch ziehen sich alle Gletscher des Himalaya zurück. Da Abschmelzen vollzieht sich nur zu unterschiedlichen Zeiten.

 

Amy Goodman:

Sprechen wir nun über die Bedeutung der Gletscher. Sie erwähnten die Flüsse, die vom Abschmelzen der Gletscher und dem Auftauen des Permafrostes betroffen sind. Was erwarten Sie für die kommenden Jahrzehnte?

 

Syed Iqbal Hasnain:

Wissen Sie, ich konstatiere, dass wir nichts gegen die Treibhausgase und unser regionales Problem unternommen haben. Letzteres ist der schwarze Kohlenstoff (Ruß). Er sorgt dafür, dass sich das Abschmelzen in dieser Region schneller vollzieht. Der schwarze Kohlenstoff wirkt sich vor allem im Himalaya aus.

Ich sehe (voraus), dass das Abschmelzen immer weitergehen wird. Nach einiger Zeit wird der Wasserspiegel steigen, dann wird er wieder sinken. Aktuelle Studien von Wissenschaftlern, die sich mit unserer Erde beschäftigt haben, ergeben schon heute, dass das Wasser des Indus überwiegend aus Schmelzwasser (Schnee und Eis des Himalaya) besteht: Die Ratio zwischen dem Schmelzwasser im Fluss und dem Regenwasser im Fluss betrage 151 Prozent, denn die Niederschlagsmenge im Gebiet des Indus hat abgenommen. Das alles hängt mit den Treibhausgasen und dem Ruß zusammen…. Das Entscheidende an der Gletscherschmelze ist nicht die Wassermenge, die dadurch freigesetzt wird, sondern wann dies geschieht, in welcher Jahreszeit. Denn das Wasser fließt in die Gemeinden, die flußabwärts gelegen sind sowie in die landwirtschaftlichen Ökosysteme und hält sie während der Sommerzeit, während der trockenen Zeit, am Leben.

 

Amy Goodman:

Was sollte jetzt geschehen?

 

Syed Iqbal Hasnain:

Ich denke, das ist ein sehr wichtiges Thema. Sobald sich die globale Gemeinschaft wieder in Cancun trifft, muss sie Begrenzungen beschließen…

 

Amy Goodman:

In Cancun findet der nächste Gipfel zum Klimawandel statt.

 

Syed Iqbal Hasnain:

Ja, das nächste Treffen zum Klimawandel.

 

Amy Goodman:

… im Dezember.

 

Syed Iqbal Hasnain:

Sie müssen die Sache sehr ernst nehmen. Mit Gerede ist es einfach nicht getan. Sie müssen bestimmte Grenzen setzen, auf globaler wie auf regionaler Ebene. Die Länder Süd(ost)asiens – einschließlich China – müssen ihre Ruß-Emissionen begrenzen, der durch Dieselemissionen und die Verbrennung von Biomasse entsteht. Sie müssen das ändern. Andere Kochherde für die Menschen müssen her – solche Dinge. Das betrifft Millionen von Menschen. Es gilt, die Emissionen des schwarzen Kohlenstoffes zu reduzieren. Ebenso müssen Filter (Katalysatoren) in die Lastwagen eingebaut werden. Im Himalaya ist das ein großes Problem – aufgrund der Armeegefängnisse in China, Indien und Pakistan. Das alles muss reduziert werden. Dann werden wir eine Veränderung in der Atmosphäre über Süd(ost)asien erkennen.

 

Amy Goodman:

Vielen Dank, dass Sie bei uns waren. Syed Iqbal Hasnain – indischer Wissenschaftler, der die Folgen des Klimawandels für die Gletscher untersucht. Mr. Hasnain ist Vorsitzender der ‘Glacier and Climate Change Commission’, die von der Regierung des indischen Bundesstaates Sikkim eingerichtet wurde.

 

 

Orginalartikel: Himalyan Glaciers Melting Faster Than Anywhere Else in World; Impact Could Devastate Over 1 Billion People
Übersetzt von: Andrea Noll”

 

(Quelle: ZNet.)

Naomi Wolf: Die hohen Kosten billiger Mode

Freitag, Juli 16th, 2010

“Die hohen Kosten billiger Mode

Von Naomi Wolf, übersetzt von  Einar Schlereth. Herausgegeben von Fausto Giudice


Sweatshop in Bangladesh

Oxford – Ich gestehe: Ich tue es auch. Wie die meisten westlichen Frauen tue ich es regelmäßig, und es ist jedes Mal ein schuldbewußtes Vergnügen. Es ist schwer, auf das eigene Gewissen zu hören, wenn man so viel unglaublicher Versuchung gegenübersteht.
Ich spreche natürlich von billiger, schicker Mode. Ich werde Zara besuchen – oder H&M oder, wo ich ich jetzt den Sommer über in England bin, das erstaunliche Primark – und mir Sachen schnappen, die ‘niedlich’ sind, wirklich disponibel und so schockierend billig, dass man die doppelte Anzahl nimmt.

Ich muss etwas gegen meine Sucht tun – und das müssen alle Frauen wie ich.
Mode ist verändert worden durch das kürzliche Auftauchen der Ladenketten, die gute Designer anheuern, die Wegwerfkleidung herstellen und Accessoires, die voll im Trend liegen. Diese Entwicklung hat die westlichen Frauen von der Tyrannei der Modeindustrie befreit, die in den schlimmen alten Zeiten den Stil diktierte, und die Frauen zwang, viel Geld auszugeben, um ihre Garderobe ‘upzudaten’, und die dann unbekümmert die ganze Garderobe als veraltet bezeichnete – wieder und wieder, ohne ein Ende in Sicht.

Und da treten die Modeläden mit Massenproduktion auf den Plan und die westlichen Frauen haben die scheinbar köstliche und befreiende Möglichkeit, das absolute Muss dieses Sommers – ein hauchzartes Blumenkleidchen im Stil der 80-er Jahre für 12 $ zu ergattern – das im nächsten Sommer schrecklich altbacken aussehen wird. Sie – wir – können Geld in klassische Kleidung investieren, die nicht so schnell altert, und können uns gleichzeitig diese biligen, schicken Wegwerfprodukte je nach Mode leisten.
Diese Läden lösen auch ein psychologisches Problem für uns, denn wir können ausgiebig einkaufen – ein Vergnügen, das wohl im weiblichen Gehirn vorprogrammiert ist, dank unserer evolutionären Entwicklung als Sammler -ohne dass wir uns am Ende der Übung wegen der immensen Kosten schlecht fühlen müssen.

Aber war für westliche Frauen befreiend geworden ist, ist ein System, das buchstäblich auf dem Rücken der Frauen in den armen Ländern der Welt aufgebaut ist. Wie können Primark und seine Konkurrenten in den westlichen Einkaufsgalerien and Einkaufsstraßen das schicke Kleid so billig machen? Durch hungernde und unterdrückte Frauen in Bangladesch, China, Mexiko, Haiti und anderen Ländern – deswegen.

Wir alle wissen, dass billige Klamotten gewöhnlich unter sweatshop-Bedingungen hergestellt werden – und gewöhnlich von Frauen. Und wir wissen – oder sollten wissen – dass Frauen in den Ausbeuterbetrieben rund um in der Welt eingesperrt werden, über lange Zeit kein Badezimmer benutzen dürfen, sexuellen Übergriffen, Verbot gewerkschaftlichen Zusammenschlusses und anderer Art von Zwang ausgesetzt sind.

Aber, wie bei Familiengeheimnissen, die direkt anzugehen, unangenehm wäre, so schauen wir westlichen Frauen einfach weg. Boykotts von T-shirts aus sweatshops in den USA haben zu besseren Arbeitsbedinungen geführt, Boykotts von Kaffee und seinen Erzeugnissen, meist von weiblichen Konsumenten angeführt, haben zu fair-trade-Abkommen durch größere Supermärkte geführt. Wohlhabendere Frauen haben eine Geschichte von effektiven Boykotts gegen Ausbeuterbetriebe in der Vergangenheit: in dem viktorianischen Zeitalter wurden arme Frauen blind in den „Nadel-Handwerken‘, die erlesene Stickereien für reiche Frauen herstellten, bis der Abscheu dieser Konsumenten die Bedingungen verbessern half. Hingegen gibt es heute keine größere Bewegung, die von Frauen in der entwickelten Welt geführt wird, um diese globale Ausbeutung durch Lohndrücker-Produzenten zu stoppen – obwohl unser Geld das einzig Werkzeug ist, die Hersteller zu zwingen, ihre Methoden zu ändern.

Der Grund ist einfach: uns gefällt es so, wie es ist.
Aber es wird zunehmend schwieriger werden für uns, die „Aus den Augen, aus dem Sinn‟ Haltung aufrechtzuerhalten. Denn die Frauen in den Entwicklungsländern – einige der am meisten ausgebeuteten und geschundenen Frauen auf Erden – beginnen ihre Stimmen zu erheben.

Zum Beispiel berichtete die Financial Times vom 23. Juni, dass „hunderte von Kleiderfabriken in Bangladesch, die westliche Käufer wie Marks and Spencer, Tesco, Walmart und H&M beliefern, nach und nach unter starker Polizeibewachung wieder öffneten … nach tagelangen gewaltsamen Protesten von zehntausenden Arbeitern, die höhere Löhne verlangten‟. Tausend Krawallpolizisten schossen Gummikugeln und Tränengas auf die Arbeiter, wobei hunderte verletzt wurden, aber nicht zurückwichen.

Die meisten der zwei Millionen Menschen, die in der Bekleidungsindustrie von Bangladesch arbeiten, verdienen 25 $ im Monat. Aber sie verlangen, dass ihr Monatslohn fast auf das Dreifache auf 70 $ angehoben wird. Ihre Führer hoben hervor, dass mit den gegenwärtigen Löhnen die Arbeiter nicht sich und ihre Familien ernähren können.

Ökonomen sagen voraus, dass Streiks und Unruhen in Bangla Desh eskalieren werden, ebenso in Vietnam, weil selbst Anlagebankiers, die von der Financial Times zitiert werden, die Löhne für weibliche Kleiderarbeiter in diesen Ländern „unhaltbar niedrig‘ nannten.

Die Fabriken haben wieder geöffnet – für dieses Mal. Aber die Regierung von Bangladesch erwägt eine Erhöhung des Minimallohnes. Wenn das geschieht, wird eine der am härtesten unterdrückten rechtlichen Arbeiterschaften einen größeren Sieg errungen haben – weitgehend symbolisch einstweilen, aber einer, der andere Frauen in der Bekleidungsindustrie der Welt inspieren wird, sich zu erheben.

Westliche Frauen, wir sollten uns aufraffen, diesem Beispiel zu folgen und Wege finden, was rechtens zu tun ist, um unsere Konsummuster zu ändern. Es wird Zeit, Unterstützung für die Frauen zu zeigen, die unter systematischer, globalisierter, kosteneffektiver Geschlechter- Diskriminierung in offenkundigster Weise leiden – eine Weise, wie sie die meisten von uns nicht mehr erleiden müssen. Lasst uns eine fair-trade (gerechte Handels-) Wirtschaft unterstützen und uns weigern, in Geschäften einzukaufen, die von Aktivisten wegen unfairer Anstellungspraktiken ins Visier genommen werden (für weitere Informationen siehe  hier).

Wenn es Frauen in der ganzen Welt, die in der Sklaverei von Ausbeuterfirmen gehalten werden, gelingt, diesen entscheidenden Kampf zu gewinnen, wird ein schickes Kleid bei Primark eine faire Summe mehr kosten. Aber es ist jetzt schon zu teuer für die Frauen, die es nicht schaffen, Nahrung und Unterkunft für sich und ihre Kinder zu beschaffen.
Die 3 $ für ein Paar wunderbarer Schnürsandalen? Der Preis – in Anbetracht der menschlichen Kosten – ist wirklich zu gut, um wahr zu sein.

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Quelle: The High Cost of Cheap Fashion

Originalartikel veröffentlicht am 30.6.2010

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(Quelle: Tlaxcala.)

Global: (Be-)Merkenswerte Gesundheitsstatistik

Mittwoch, Juli 14th, 2010

GLOBAL: Ten eyebrow-raising health stats



Photo: Tugela Ridley/IRIN
Where are the world’s youngest mothers?

DAKAR, 14 July 2010 (IRIN) – Pause for thought: IRIN has trawled the 2010 World Health Statistics report to bring you 10 fascinating facts on global health.

Not the spreadable kind: In 43 low-income countries 40 percent more people had non-communicable diseases – including diabetes, heart disease and stroke – than infectious illnesses in 2004. Non-infectious diseases killed 33 million worldwide in 2004.

Sleepless in Swaziland: No under-five children slept under insecticide-treated bed nets to ward off malarial mosquitoes in Swaziland, whereas in Madagascar 60 percent of children did so, according to the countries’ most recent surveys conducted since 2000.

Midwifery in Uzbekistan: Uzbekistan is the only low-income country in the past decade to boast coverage of nurses and midwives similar to that in high-income countries – 108 nurses and/or midwives per 10,000 residents. Australia (109), Switzerland (110), Luxembourg (104) and Canada’s (100) are comparable.

Oil-rich, but doctor-poor: Equatorial Guinea, which in 2009 had the world’s 64th highest per capita income, and the highest in sub-Saharan Africa (World Bank), had the same number of doctors per 10,000 residents (3) as did Bangladesh, Lao People’s Democratic Republic, Namibia, Togo, Sudan, Yemen and the Pacific islands of Samoa and Tonga.

Protected in the Pacific: Fewer than a quarter of women in Africa reported using contraception, while over 80 percent of women in the region WHO classifies as western Pacific used it. Chad had the world’s lowest contraceptive use at 2.8 percent.

Choking on fumes: Of the 20 countries worldwide where more than 95 percent of those surveyed reported using solid fuels (wood, coal, charcoal, crops) for indoor cooking – associated with higher rates of fatal respiratory diseases like pneumonia – six are in West Africa (not counting Benin, Gambia and Chad, which come within points of the highest threshold.)


Photo: Rodrigo A. Nguema/IRIN
Petrol dollars have not made it to parts of Equatorial Guinea’s capital, Malabo (file photo)

Measles: While 76 percent of one-year-olds in Africa on average were immunized against measles in 2008 versus 58 percent in 1990, these rates were 24 and 51 percent, respectively, in Somalia and Equatorial Guinea in 2008.

Slow on sanitation: Thirty percent of people in Africa used “improved sanitation facilities” – including a composting or flushing toilet, piped sewer systems, septic tanks, or latrines with open ventilation or concrete slabs – in 1990. Eighteen years later, the statistical equivalent of less than half an additional person joined them.

Under-weight children: Some four out of 10 under-five children are considered underweight in Niger, India and Yemen.

Youngest mothers: Almost two out of 10 girls aged 15-19 in Niger have given birth, followed by Afghanistan (1.5) and Bangladesh (1.3).

 

(Quelle: IRIN News.)

 

Siehe auch:

GLOBAL: Poll ranks AIDS as top health issue
GLOBAL: Health lessons from four big earthquakes