Posts Tagged ‘BASF’

Malaysia/BRD: Für “saubere” Energie

Samstag, September 14th, 2013

“Seltene Erden – Fluch oder Segen für Malaysia?

Von Jade Lee

Am Sonntagnachmittag des 25. November 2012 hatten sich rund 20.000 Menschen auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kuala Lumpur versammelt und missachteten die polizeiliche Warnung, dass diese Versammlung illegal sei. Die Menschenmenge saß friedlich im Regen vor der Polizeibarrikade und rief leidenschaftlich »Stop Lynas«. Viele Demonstrant/Innen trugen grüne T-Shirts, auf denen Umweltschutzslogans gedruckt waren. Sie hatten sich dort eingefunden, um die siebzig Läufer/Innen zu empfangen, die einen 13-tägigen Marsch über dreihundert Kilometer, der in Kuantan an der Ostküste der Malaiischen Halbinsel begann, in der Hauptstadt beendeten. Mit diesem Marsch drückten sie ihren Protest gegen die behördliche Bewilligung einer temporären Betriebslizenz für die weltweit größte Seltene Erden-Raffinerie aus. Bereits seit mehr als eineinhalb Jahren führen lokale Bewohner/Innen gemeinsam mit Aktivist/Innen eine Kampagne gegen die Seltene-Erden-Produktionsstätte des australischen Minenunternehmens Lynas Corporation (kurz Lynas) in der Nähe Kuantans. Lynas verschifft bereits Erzkonzentrat von seinem Bergbaugebiet am Mount Weld, das sich im Westen Australiens in der Nähe von Laverton befindet, zur finalen Produktionsphase in den rund 6.000 Kilometer entfernt gelegenen Hafen Kuantans zur dort ansässigen Raffinerie.

Das neue »grüne« Gold?

Für viele digitale und elektronische Bauteile bedarf es Oxide der Seltenen Erden. So sind sie auch in Hybrid- und Elektroautos, Windturbinen, Solarzellenpaletten, Energiesparlampen und Raketen enthalten. Im Juli 2011 hat der Technologiekonzern Siemens »eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures für die Produktion Seltener-Erden-Magneten unterzeichnet«. Laut Siemens »bedarf es für die Produktion von energieeffizienten Antriebsanwendungen und Windturbinengeneratoren diese Art von Magneten. Lynas wird für das Joint Venture Rohstoffe – vorwiegend Metalle, die Neodym enthalten – im Rahmen eines Langzeit-Liefervertrages bereitstellen«. Wenn dieses Joint Venture zustande kommt, wird Siemens mit 55 Prozent der Anteile der Mehrheitseigner sein. Lynas wird die restlichen 45 Prozent besitzen.1

Auch der deutsche Konzern BASF unterzeichnete trotz der Proteste im September 2011 einen Langzeitvertrag mit Lynas:

    »Gemäß den Vertragsbedingungen wird Lynas BASF mit einer festgelegten Jahresmenge Lanthan beliefern, welches der wesentliche Rohstoff bei der Produktion von BASFs Fluid Catalytic Cracking (FCC)-Raffineriekatalysatoren und bestimmter chemischer Katalysatorenerzeugnisse ist. Lynas wird diese Mengen durch das Lynas’ Rare Earth Separation Plant in Kuantan (Malaysia) bereitstellen, welches voraussichtlich im vierten Quartal 2011 mit 11.000 Metertonnen Gesamtjahresproduktionskapazität in Betrieb geht und im Jahr 2012 diese Menge auf 22.000 Metertonnen erhöhen wird. Zusätzliche Vertragseinzelheiten sind vertraulich.«

»Dieser Vertrag mit Lynas Corporation ist für unser Geschäft mit Chemie- und Raffineriekatalysatoren sowie für unsere Kunden ein bedeutender Schritt nach vorn«, sagt Dr. Hans-Peter Neumann, Senior-Vizepräsident von BASF Process Catalysts and Technologies. »Er ermöglicht es uns, unsere Lieferantenbasis für Seltene Erden weiter zu diversifizieren und zudem langfristig einen wesentlichen Teil des Lanthan-Bedarfs zu sichern.«2

 In Deutschland sind sowohl Siemens als auch BASF an hohe Umwelt- und Sozialstandards gebunden. Außerdem möchten diese globalen Großkonzerne gerne als ethisch korrekt handelnde und nachhaltige Unternehmen wahrgenommen werden. Hierzu konträr steht der starke lokale Protest gegen die Seltene Erden-Aufbereitung in Malaysia. Welche Konsequenzen ziehen die deutschen Unternehmen aus diesen Kontroversen?

Die versteckten Kosten der Extraktion Seltener Erden

Seltene Erden kommen relativ häufig auf der Welt vor. Erzkörper werden oft mit radioaktivem Thorium und Uranium gefunden. Die Verarbeitung Seltener Erden zu Oxiden ist allerdings mit hohen Gefahren verbunden, da hierbei hohe Mengen ätzender Säuren bei sehr hoher Temperatur zugegeben werden müssen, wodurch giftige Dämpfe, große Mengen Giftabfall und CO2 sowie andere Treibhausgase entstehen (…).”

Anmerkungen

1 Zu finden unter: < www.siemens.com/press/en/ pressrelease/?press=/en/pressrelease/2011/ industry/i20110742.htm>.

2 Weiterführende Informationen zu diesem Vertrag sind nachzulesen unter: < www.basf.com/group/corporate/ en/news-and-media-relations/news-releases/news- releases-usa/P-10-0076>.”

Weiterlesen …

 

(Quelle: Asienhaus.de)

BRD / Brasilien: BASF gefährdet Dividende!

Samstag, Juli 7th, 2012

"Eine der schlimmsten Umweltverschmutzungen in Brasilien"

Autor: Benjamin Beutler

Jetzt muss BASF wohl doch etwas tiefer ins Portemonnaie greifen. Am Montag hat ein Gericht in Brasilien den Chemiegiganten aus Ludwigshafen gemeinsam mit dem niederländischen Erdölriesen Royal Dutch Shell zur Hinterlegung von einer Milliarde Reals (rund 395 Millionen Euro) für einen Arbeiter-Entschädigungsfonds verurteilt. Auf diese Höhe schätzt das Arbeitsgericht im Bundesstaat Sao Paulo den Wert der Entschädigungen, welche beide Betreiber der skandalträchtigen Agrochemie-Fabrik Paulinía (SP) bei Verurteilung im Fall einer noch anhängigen Sammelklage von über 1.000 Geschädigten zu zahlen hätten. Bis zu einer endgültigen Entscheidung sollen die Zahlungen auf einem Sperrkonto eingefroren bleiben.

BASF investiert Milliarden in Schwellenländern

Bisher versucht der weltweit größte Hersteller von Agro-Chemikalien eine Verurteilung im Paulinía-Giftskandal über Revisionsverfahren auf die lange Bank zu schieben. Doch langsam wird die Luft für das Unternehmen, das zwischen 2011 und 2015 weltweite Neuinvestitionen von rund 15 Milliarden Euro plant, wovon 30 bis 40 Prozent in Schwellenländer nach Asien und Lateinamerika fließen, dünner. Ein letztes Urteil vom Mai 2012, wobei ein Gericht unterer Instanz das Begehren der Staatsanwaltschaft auf Hinterlegung der Millionen-Garantie abgelehnt hatte, ist mit der jüngsten Entscheidung hinfällig. BASF S.A., hundertprozentige Tochter des deutschen Mutterkonzerns, aber bleibt hart. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Entscheidung kündigte die Firmenleitung an, man werde erneut in Berufung gehen.

Brasiliens Justiz bleibt hart

Brasiliens Justiz aber will sich von dem »Global Player« aus Deutschland nicht in die Knie zwingen lassen. BASF und Shell hätten einen »kollektiven moralischen Schaden« verursacht, so Arbeitsrichterin María Inés Correa Cerqueira aus Paulinía. Am Montag ordnete die Richterin nicht nur die Millionen-Garantie-Hinterlegung an. Auch akzeptierte sie die Aufnahme von weiteren Klägern in den Entschädigungsprozess. Hatten bei Verfahrensbeginn gegen BASF und Shell vor fünf Jahren 772 Personen die Justiz angerufen, sind heute 1.142 Geschädigte Mitankläger, so Informationen aus Gerichtskreisen.

Paulinía beklagt über 61 Tote

Der Paulinía-Skandal ist ein Lehrstück dafür, wie Multis aus den Industrieländern Umwelt- und Sozialstandards durch Verlagerung in den Süden aushebeln. Laut Arbeitsministerium von Campinas nahe Paulinía ist die Pestizidfabrik Auslöser »einer der schlimmsten Umweltverschmutzungen, die jemals in Brasilien passiert sind«. In den letzten Jahren waren mindestens 61 Ex-Paulinía-Angestellte aus der gleichnamigen Kleinstadt rund an Vergiftungsfolgen gestorben. »Es wurden viele Untersuchungen gemacht die zum dem Schluss führen, dass es Vergiftung des Wassers, der Luft und des Boden gab, infolge dessen viele Personen an Krebs und Bauchspeichelproblemen litten«, so die ermittelnde Staatsanwältin Clarissa Ribeiro Ende Mai.

Giftige Altlasten aus den 1970gern

Über Jahrzehnte habe die Anlage 125 Kilometer nordwestlich der Millionenstadt Sao Paulo hunderte Angestellte und Umgebung verseucht. 1974 in Betrieb genommen von Shell, kurzzeitig übernommen von der American Cyanamid aus den USA, war die Anlage zur Herstellung hochgiftiger Schädlingsbekämpfungsmittel bis zu ihrer Schließung 2002 im Besitz von BASF. Das deutsche Unternehmen hatte die Fabrik 2000 gekauft und führte den Betrieb weiter, auch mit der Herstellung des Pestizids Azodrin. Nach hunderten Beschwerden wurde das Arbeitsministerium tätig und leitete das Klageverfahren ein. Ende 2002 erklärte BASF das Werk für geschlossen. Wenig später verboten die Behörden jegliche Nutzung der Anlagen.”

 

(Quelle: Blickpunkt Lateinamerika.)

BRD: BASF, Bayer und Syngenta die Rote Karte zeigen! (KAMPAGNE)

Dienstag, Juni 5th, 2012

“Welt-Umwelttag: Aktion gegen hochgefährliche Pestizide

Anlässlich des heutigen Welt-Umwelttags unterstützt die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) die internationale Kampagne gegen die Vermarktung hochgefährlicher Pestizide. Die CBG ruft zu Unterschriften und Protestaktionen auf.

Allein die drei größten Pestizid-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta, die fast die Hälfte des Pestizid-Weltmarkts kontrollieren, vermarkten jeweils mehr als fünfzig hochgefährliche Wirkstoffe, die u.a. Krebs auslösen, Nervenschäden und Unfruchtbarkeit verursachen, das Hormonsystem schädigen oder die Biodiversität gefährden können. Die Kampagne „Pestizid-Konzernen die rote Karte zeigen‟ wurde vom Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) initiiert.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Die Anwendung von Pestiziden wie Paraquat, Carbofuran oder Glufosinat führt zu schweren Gesundheits- und Umweltschäden und muss umgehend gestoppt werden. Dabei darf man nicht auf den guten Willen der Anbieter hoffen: zahlreiche Wirkstoffe befinden sich trotz einer Vielzahl von Vergiftungsfällen seit Jahrzehnten auf dem Markt.‟ Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt die Zahl der jährlichen Pestizidvergiftungen auf 3 bis 25 Millionen, Zehntausende Fälle verlaufen tödlich. Rund 99% aller Pestizid-Vergiftungen treten in den Ländern des Südens auf.

Die Firma Bayer CropScience ist mit einem Weltmarktanteil von rund 20 % der zweitgrößte Pestizidhersteller der Welt. Erst im vergangenen Herbst hatte der Konzern angekündigt, die Wirkstoffe der WHO-Gefahrenklasse I bis Ende 2012 vom Markt zu nehmen. Das ursprüngliche Versprechen, den Verkauf bis zum Jahr 2000 zu beenden, war gebrochen worden. „Hätte Bayer die ursprüngliche Ankündigung eingehalten, hätten Tausende von Vergiftungsfällen verhindert werden können!‟, so Philipp Mimkes weiter.

Hintergrundinformationen:

● PAN-Studie „Hochgefährliche Pestizide von BASF, Bayer und Syngenta“: http://www.pan-germany.org/download/Big3_DE.pdf
● Kampagne „Bienensterben durch Pestizide“: www.cbgnetwork.org/2556.html
BAYER nimmt tödliche Pestizide vom Markt
● Gefahren von Glufosinat: http://www.cbgnetwork.org/2781.html

 

(Quelle: Coordination gegen BAYER-Gefahren
        Presse Information vom 5. Juni 2012)

BRD: Deutsche Interessen in Libyen

Freitag, März 4th, 2011

“German interests in Libya

By Ulrich Rippert

The revolutionary uprisings in Tunisia, Egypt and now in Libya have moved the German government to take rapid diplomatic and military action. As the first Western politician on the scene, Foreign Minister Guido Westerwelle rushed to Tunis to assure the then-prime minister, Mohamed Ghannouchi, of German support.

According to a report from the Foreign Office, the foreign minister held intensive discussions with ‘representatives from the economy and civil society’. Westerwelle suggested forming a ‘transformation-partnership’ and offered generous financial support. Later on, the high representative for foreign affairs of the EU, Catherine Ashton, announced that the European Union would contribute €258 million to the emergency relief aid for Tunisia.
But only a few days later, Ghannouchi, who had served for over a decade as head of government for the fallen President Zine al-Abidine Ben Ali, resigned following renewed mass demonstrations.

The German government is putting on a brave face and hoping that its close relationship with the dictatorial regime will be forgotten. Officially, it speaks of its support for the ‘joyous democratic movement’. At every opportunity, Westerwelle praises the ‘beginning of a democratic reformation’ in the Middle East. In reality, however, the government is extremely concerned and determined to use all its power to defend its interests.

More than anything, this applies to the events in Libya. The country between Tunisia and Egypt lies at the heart of German interests: it has been one of the most crucial exporters of oil to Germany for decades. German corporations have millions invested there, and the Gaddafi regime played a central role in the exclusion of poverty-stricken asylum seekers from the EU.

Germany’s close collaboration with the Gaddafi regime is based on a long tradition. A year ago, the Foreign Office published the following: ‘The political relationship between Libya and Germany has been cemented. A consolidation, particularly through personal contacts by high-ranking officials, was made possible due to the compensation payments made by Libya to the German victims of the assassination attempt on the Berlin nightclub ‘La Belle’ in 1986.’

Immediately after Gaddafi had signed a compensation agreement in September 2004, then-Chancellor Gerhard Schröder (Social Democratic Party, SPD) set off for Tripoli and introduced a new stage in economic collaboration. Since then, there has been the strong cultivation of an annual German-Libyan business gathering and German participation in the Tripoli International Fair at the beginning of each April.

Libya is Germany’s third most important supplier of crude oil and provides approximately 11 percent of its total demand. As a purchaser of Libyan crude oil, Germany takes second place only to Italy. Libya enjoys a heavy excess of funds from its income from the oil industry. In the past year, the oil industry contributed 16.7 percent of the country’s gross domestic product, enabling considerable investments in large infrastructure projects in which German corporations were heavily involved.

Siemens, for example, played an important role in the construction of the huge water supply project, ‘Great Man-Made River’. This involves the biggest project in the provision of drinking water worldwide. All in all, German businesses were able to increase their exports to Libya considerably—by around 23 percent in 2009.

BASF subsidiary Wintershall has already been active in Libya since 1958 and currently operates eight oil fields in the Libyan desert. According to its own accounts, its capital expenditure exceeds US$2 billion. As such, it is the biggest foreign producer of oil in Libya. The oil and gas subsidiary Dea of the Essen corporation RWE owns licences for oil and gas extraction over an area of 40,000 square kilometres. Libya has control of the largest detected crude oil reserve in Africa and is one of the most important suppliers of both oil and gas to Europe.

The German construction and services company Bilfinger Berger builds Libyan motorways and carried out the engineering work for a large gas turbine power station in the industrial town of Zawia, 40 kilometres west of the capital Tripoli. The contract included the foundation work for the installation of generators and turbines for the cooling tower and water tanks.

In April 2009, the Frankfurter Allgemeine Zeitung published a long report about the efforts of then-Minister of Economics Karl-Theodor zu Guttenberg to obtain a ‘share of the Libyan economic wonder’ for the German economy. Under the headline ‘Canvassing at Gaddafi’s’, the FAZ wrote: ‘Even in the crisis, there is more than enough money in Libya and, in the meantime the intention to use it for the benefit of the country—if only to stabilise the relationships between the existing power groups.’

The newspaper reported how the Libyan leadership wanted to put thousands of millions ‘into the maximising of energy production, including the use of solar energy’. It was striving for a renewal of the entire infrastructure, the building of schools and hospitals and rapid industrialisation of the country. Foreign investments and consequent expertise would therefore be ‘highly welcome—so long as everything remains under the control of the Gaddafi clan.’

France had already ensured itself ‘a big piece of the Libyan cake’. Likewise the Americans, who now treated the ‘mad dog’ (so labeled by Ronald Reagan) ‘more like a prince’s poodle.’ Berlusconi had not ‘invited the dictator to the G8 summit in July’ without ulterior motive, and the Russians were always at hand ‘whenever their monopoly on gas was threatened’.

‘It was therefore high time for Berlin to show its colours’, remarked the FAZ. It reported how Guttenberg had waited a whole day for an audience with Gaddafi, only then to be fobbed off with a ‘brother-in-law of the colonel’.

The alliance with the Gaddafi regime also existed in matters of internal security and military armament. According to press reports, there were security-political partnerships going back to the 1960s. Between 1965 and 1983, with a few gaps, Libyan soldiers were trained by the Federal Armed Forces, while Libyan police officers attended courses arranged by the Federal Criminal Police Office.

Following the formal lifting of UN sanctions in September 2003, Germany intensified its training of the Libyan police and army. On a number of occasions, members of the Gaddafi clan asked the German government for assistance with the training of Libyan police. Such collaboration was officially rejected but, in fact, stepped up behind the scenes. For example, in April 2008, the Berliner Zeitung reported that a German private security company had instructed hundreds of Libyan officers and NCOs from Gaddafi’s protection force in close combat, sniper shooting, mine laying, urban warfare and the arrest of suspects. These special forces were then deployed both to suppress the Libyan population and for the so-called repulsion of refugees. Along with the training went the supply of armaments and police equipment. In just the past three years, Libya received ‘German exports requiring authorisation’ to the tune of more than €80 million—mainly communications and police equipment, and helicopters.

The orgies of violence and massacres conducted in recent days against Libyan demonstrators have long been a stock in trade of the regime’s campaign against refugees. Human rights organisations have issued many reports dealing with the brutal treatment of impoverished refugees from African countries south of Sahara by the Gaddafi regime. Such measures include the cramming of hundreds of people into containers and their transportation to desert camps where they are locked up in completely overcrowded cells with barely enough to eat or drink.

The close cooperation between Gaddafi and the German government on economic and security issues makes clear the extent to which German business was able to benefit from the repression in Tripoli. It also demonstrates that the struggle against Gaddafi’s corrupt regime must also be directed at the imperialist powers in Europe and the United States. The main allies of the Libyan rebels in this struggle are the European and American working class.”

(Quelle: WSWS.)