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Brasilien: Belo Monte – Der Widerstand wird stärker

Montag, Juli 2nd, 2012

“Hundreds of Indigenous Peoples Occupy Belo Monte Dam Site

By Jun 28, 2012

Hundreds of Indigenous Peoples from the Xingu River Basin have occupied a Belo Monte Dam construction site on Pimental Island in the Xingu River in Pará, Brazil.

The protest began on June 21st, just a few short days after the Xingu+23 anniversary gathering came to a close. The gathering, which ran parallel to the Rio+20 Summit, marked the first major victory against the Belo Monte Dam in 1989.

Initially the protest was led by a group of about 150 Xikrin Peoples; but after successfully managing to paralyze work at the construction site, the group was joined by representatives from the Juruna, Araweté, Assurini and Parakanã.

According to Amazon Watch, The Xikrin simply “set up a peaceful encampment in the middle of the earthen coffer dam, confiscated keys to various trucks and earth moving equipment and stopped all construction works in the area.”

It’s no permanent solution, but it was more enough to get everybody’s attention. Movimento Xingu Vivo (Xingu Alive Movement) reports that Indigenous representatives from all 34 villages in the middle of Xingu River basin are now expected to join the protest in the coming days.

At the center of the protest is the failure of The Norte Energia consortium (NESA)–the group behind the Belo Dam–to resolve any of the project’s impacts on the Xingu River Basin’s inhabitants. Among the many concerns cited by the indigenous leaders are a decline in fish stocks; a reduction in water quality; an increased risk of negative health impacts like malaria and dengue fever; and a heavy restriction on travel as a result of the dam.

Rather than sit down sit down with the protesters, NESA ran to the courts to ask for an eviction order to have the protesters removed from the construction site.

Fortunately, the Judge ultimately decided not to satisfy NESA’s heartless request. On Monday, June 25, the Judge ruled (PDF, Portuguese only) that the Indigenous Peoples’ grievances were legitimate and that the government and companies associated with the dam need to sit down with the Indigenous Peoples and address their concerns.

Amazon Watch reports that “officials from the Brazilian government agency FUNAI and Electronorte (State-owned power company and the main stakeholder in the dam) are [now] scheduled to travel to the occupation to dialogue with the communities.”

This action is taking place amidst a new campaign of persecution aimed at leading members of Movimento Xingu Vivo. According to Amazon Watch, Brazilian authorities–at the request Electronorte–are trying to obtain arrest warrants for at least 11 local activists and residents including members of Movimento Xingu Vivo, a priest, and a fisherman whose house was destroyed for the dam. The hearing for the arrest warrants was held on June 27. A decision is expected to arrive sometime today.

Construction of the Belo Monte Dam began amidst considerable international upheaval, in January of this year. Should it be completed, the controversial dam would divert 80% of the Xingu River’s flow and submerge up to 400,000 hectares of land. In addition to the aforementioned concerns of Indigenous leaders taking part in the Pimental Island protest, the dam would also displace at least 20,000 people.

The Belo Monte is but one of 30 hydro dams currently planned for the Amazon basin and 60 dams for all of Brazil.”

 

(Quelle: Intercontinental Cry.)

Brasilien: Belo Monte

Donnerstag, Juni 14th, 2012

“Offener Brief des Movimiento Xingu Vivo para Sempre an Europäische Zivilgesellschaft

12. Juni 2012 Heute erhielten wir diesen offenen Brief des Mo­vi­men­to Xingu Vivo para Semp­re ("Bewegung lebendiger Xingu für Immer"), in dem sie sich an die Europäische Zivilgesellschaft wenden und uns bitten gegen den Europäischen Firmen aktiv zu werden. (…)

 

Liebe Freunde,

Im Namen der Bewohner des Beckens des Rio Xingu, eines der wichtigsten und mit der größten Biodiversität im brasilianischen Amazonas, schreiben wir Euch mit der Bitte um Hilfe und Solidarität bei einem der größten Kämpfe unserer Geschichte: dem Widerstand gegen das Stauwerk Belo Monte. Als größtes Infrastrukturprojekt der brasilianischen Regierung ist es gleichzeitig das problematischste. Seine Auswirkungen auf die Umwelt sind die Austrocknung von 100 km Flusslauf, die Vernichtung zahlloser Sorten von Fischen und Schildkröten , die hemmungslose Abholzung der Region und die Aussicht auf Epidemien von Denguefieber und Malaria wegen der Trockenlegung des Flusses.

Schon jetzt sind die sozialen Auswirkungen immens. Tausende Menschen wurden bereits aus ihren Häusern oder von ihren Grundstücken vertrieben ,- man rechnet mit mehr als 40.000 ,– zwei indigene Dörfer in der Schleife, wo der Fluss unterbrochen wird, werden ihre Lebensgrundlage verlieren, die indigenen Kinder leiden bereits an Unterernährung aufgrund der Umstellung ihrer Nahrung (sie essen nur noch Fertigprodukte, die das Unternehmen verteilt) ,- die Gewalt in den Städten nimmt in exponentieller Weise zu sowie die Prostitution und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen.

Und was hat Europa mit all dem zu tun? Voith Hydro, Münchner Rück, Andritz und andere europäische Unternehmen sind beteiligt am Bau von Belo Monte und verdienen an der Zerstörung der Wälder und dem Leben der Völker am Xingu.

Hier in Brasilien ist der Kampf gegen Belo Monte an den Unfern des Flusses und in den indigenen Dörfern schon ungewöhnlich und wir haben wenig Kraft, auch noch gegen die europäischen Giganten anzutreten. Deshalb brauchen wir Euch um uns zu helfen. Unser Aufruf geht an Euch als unsere Mitstreiter. Gemeinsam werden wir mehr erreichen und können den Bau von Belo Monte verhindern.

Wir bedanken uns schon jetzt für Eure Solidarität.

Antônia Melo
Koordinatorin der Bewegung „Xingu Vivo Para Sempre“”

 

(Quelle: GegenStrömung.)

Siehe auch:

Belo Monte

Brasilien: In der neoliberalen Ökofalle?

Freitag, Juni 24th, 2011

“Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke

Von Klaus Hart, Sao Paulo

Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen Medien heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und umweltfreundlich, es gebe keinerlei schädliche Emissionen, der Strom sei sauber. Beim Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn, hieß es in Kopenhagen. Doch dann kommt so ein schnauzbärtiger Öko-Ami wie Philip Fearnside daher, der als Biologe auch noch für ein brasilianisches Regierungsinstitut arbeitet, und sagt bereits seit 1995, alles Mumpitz – das Gegenteil sei richtig.

Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer sowie Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside will uns weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme besonders in Amazonien, schlimmer als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerke. Der geplante Staudamm von Belo Monte am Rio Xingú gar werde eine regelrechte Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise behaupten so etwas auch andere Wissenschaftler Brasiliens – aber man muss nach ihnen regelrecht suchen, weil in der öffentlichen Meinung die Wasserkraft-Bewunderer dominieren.

Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem klimafeindliche Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe im Staubecken – durch Zersetzung organischer Materie mittels Mikroorganismen unter Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von Pacca zu hören. „Je höher die Temperatur, umso schneller läuft der Prozess ab. In tropischen Ländern vermehren sich die Mikroorganismen rascher und bilden entsprechend mehr Methangas als in den kühleren Ländern. Bei einem neuen Staubecken wird die dortige reiche Biomasse überflutet – Basis der Methanproduktion.‟ Selbst wenn die teilweise noch vorhandenen Urwälder vorher abgeholzt worden seien, bleibe noch viel Wurzelwerk im Boden. Und das entstehende Methan, so Pacca, werde an die Atmosphäre abgegeben, trage sehr stark zum Treibhauseffekt bei.

Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das einer Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet wird. „Selbst kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen Klimawandel wichtig genommen werden‟, so Sergio Pacca. Es sei einfach nicht haltbar, Wasserkraftwerke mit anderen Energietechnologien zu vergleichen, ohne den Methan-Faktor zu berücksichtigen. Doch genau dies geschiehe.

Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland zu hören – Brasilien wolle sich ja schließlich entwickeln, wirtschaftlich wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder gar Fearnside, der Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor Ort am intensivsten beforscht, kommen mit ihren Einwänden da nie vor, was stutzig macht. In Brasilien wird Fearnside auch von Regierungsstellen kräftig beharkt, weil er Belo Monte ablehnt, das immerhin auch Ex-Präsident Lula und seine Amtsnachfolgerin Dilma Rousseff unbedingt durchziehen wollen.

Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus, etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut für Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu Brasilias gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als Antwort nur ein kurzes ironisches Lachen. Vielleicht kann man einem wie Fearnside schlecht an den Karren fahren – der Mann bekam den UN-Umweltpreis „Global 500‟, dazu den brasilianischen Öko-Nationalpreis.Darüber hinaus gehört Fearnside zur Akademie der Wissenschaften Brasiliens und ist weltweit einer der führenden Experten für Klimaerwärmung. „Unter jenen, die die Erlaubnis für alle derzeit im Bau befindlichen Amazonas-Wasserkraftwerke erteilten, gibt es welche, die alles bestreiten, was ich sage. Ich zitiere sie natürlich ausführlich.‟

Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen. „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den Methan-Sachverhalt, doch wird in der Presse und in politischen Reden so oft wiederholt, dass diese Energie sauber sei, dass die Leute schließlich nur dies gehört haben und sich daher nicht weiter in die Sachlage vertiefen. Doch an den Fakten über die klimaschädlichen Emissionen ändert das nichts.‟

Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und Wasserpflanzen zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das Wasser dort ist also unter hohem Druck stark methanhaltig und gelangt schließlich in die Turbinen der Wasserkraftwerke, wo ebenfalls noch hohe Drücke herrschen. Aber danach gelangen die Wassermassen dann an die freie Atmosphäre. Die im Wasser gebundenen Gase, darunter Methan, zischen in Bläschen heraus – deshalb mein Vergleich mit der Colaflasche. Und die Sicherheitsabläufe der Stauseen wirken auf ähnliche Weise. So wird der Treibhauseffekt erheblich befördert. In Amazonien wirken Wasserkraftwerke im Endeffekt häufig schädlicher, negativer, als die zur Elektrizitätsgewinnung verbrannten fossilen Energieträger.‟ Die bereits in Amazonien existierenden Wasserkraftwerke produzierten daher keineswegs saubere Energie, seien in Bezug auf den Klimaschutz keineswegs nützlich. Belo Monte treibe es auf die Spitze. „Vier Monate im Jahr kann man wegen tiefen Wasserstands keine einzige Turbine betreiben, da entsteht dann ein Schlammbecken von 3.500 Quadratkilometern, wo üppig Pflanzen wachsen, die später zu Methan zersetzt werden. Doch in amtlichen Umweltgutachten für Brasiliens Wasserkraftwerke wird stets nur der geringe Gasaustritt über die Wasseroberfläche berücksichtigt, nicht der über Turbinen und Sicherheitsabläufe.

Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.‟ Und für den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist unverständlich, wieso jemand diese Germanwatch-Statistik überhaupt für bare Münze nimmt.‟

Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist – allein fünf im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien. Auch ein Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend stark ist das Klima der Einschüchterung und Angst. Brasiliens neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario räumte ein, dass auch in Amazonien Todesschwadronen aktiv sind, zu denen bekanntlich Staatsangestellte gehören. Laut Landgewerkschaftsangaben wurden in den letzten Jahren, also unter der Lula-Regierung, nach 17 derartigen Morden nicht einmal Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei eingeleitet.
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das wird wohl mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung rangiert Brasilien jedenfalls nur auf Platz 73, und die UNO-Bildungsstatistik verzeichnet das Tropenland gar erst an 93. Stelle. Aufschlussreich ist da, welche Länder bessere Plätze belegen: Iran (89), Saudi-Arabien (84), Botswana (81), Libyen (66), Bolivien (61), Bahrein (49), Argentinien (40) Kuba (16)”

 

(Quelle: Das Blättchen.)

Siehe auch:

Großzahl der Morde in Amazonas-Landkonflikten bleibt ungesühnt

Brasilien: Genehmigung für gigantisches Belo-Monte-Wasserkraftwerk

Freitag, Juni 3rd, 2011

Große Flächen des Regenwalds werden geflutet, Zehntausende von Menschen vertrieben

Von Florian Rötzer

Die brasilianische Umweltbehörde Ibama hat am Mittwoch dem Konsortium Norte Energia (Nesa) die Genehmigung für den umstrittenen Bau eines gigantischen Wasserkraftwerks mit einer erwarteten Leistung von 11.233 MW mitten im Amazonas-Gebiet im Bundesstaat Para gegeben[1]. Allerdings wurde von der Regierung von Para erneut Einspruch eingelegt, so dass das Projekt möglicherweise noch nicht vollends durch ist.

Erwartet wird allerdings von Kritikern, dass das 16 Milliarden USD teure Kraftwerk letztlich nur etwas mehr als 4.000 MW wegen des stark schwankenden Wasserstands erzeugen wird. Brasilien, das seinen Strom zu 80 Prozent aus Wasserkraft bezieht, soll, wie die Regierung propagiert[2], mit dem Staudammprojekt seinen Energiemix sichern, der weltweit einer der saubersten ist und sich am meisten auf erneuerbare Energien stützt.

Da wird natürlich sichtbar, dass erneuerbar immer auch zwei Seiten hat und keineswegs nur begrüßenswert ist, sondern tiefe Eingriffe in die Ökologie mit sich bringen kann – mit unbekannten Folgen. Kritiker sagen[3], dass nicht nur große Regenwaldgebiete vernichtet, sondern mit der Flutung auch große Mengen Methan und CO2 freigesetzt werden. Der Bau von Zufahrtsstraßen wird ebenfalls zur Folge haben, dass weitere Regenwaldflächen gerodet werden.

Für das schon seit Jahrzehnten geplante, aber aufgrund von Protesten immer wieder aufgeschobene, 1989 schon einmal gestoppte Belo-Monte-Kraftwerk müssen drei Staudämme am Xingu-Fluss errichtet werden. Der größte Staudamm am Kraftwerk wird 6 km lang sein. Mehr als 500 Quadratkilometer Fläche werden geflutet, wozu große Waldflächen gerodet werden müssen und Tausenden von Indios ihre Heimat geraubt wird. Insgesamt müssen 20-50.000 Menschen umgesiedelt werden (Wasserkraftwerk Belo Monte[4]). Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty üben scharfe Kritik[5].

James Cameron[6] ist einer der prominenten Gegner des Projekts. Für ihn betrifft die Zerstörung des Regenwalds durch das Wasserkraftwerk nicht nur Brasilien, sondern die ganze Welt, da der Regenwald für das globale Klima eine wichtige Rolle spielt.

Finanziert wird das Projekt vorwiegend vom Staat Brasilien durch die Entwicklungsbank BNDES, verdienen werden u.a. Voith Hydro (Deutschland) und Andritz (Österreich). Die Minengesellschaft Vale investiert[7] auch in Belo Monte, was deutlich macht, dass der Strom aus dem Kraftwerk weniger der Bevölkerung, sondern der weiteren Ressourcen-Ausbeutung dient, die wiederum großflächige Umweltschäden verursacht.

Anhang

Links

[1]

http://www.ibama.gov.br/archives/15838

[2]

http://www.brasil.gov.br/news/history/2011/06/environmental-agency-grants-license-to-belo-monte-dam-brazil-launches-sustainable-development-measures-for-the-xingu-region/newsitem_view?set_language=en

[3]

http://amazonwatch.org/news/2011/0601-brazil-green-lights-controversial-amazon-dam

[4]

http://www.heise.de/tp/artikel/22/22652/1.html

[5]

http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/brazil-urged-suspend-belo-monte-dam-project-2011-06-02

[6]

[7]

http://www.internationalrivers.org/blog/zachary-hurwitz/2011-4-29/mining-giant-joins-belo-monte-dam

 

(Quelle: Telepolis.)

Brasilien: Belo Monte über alles

Mittwoch, Mai 4th, 2011

“Brazil Breaks Relations With Human Rights Commission Over Belo Monte Dam

Posted by Mari Hayman

Brazilian President Dilma Rousseff has ordered an immediate cessation of relations with the Inter-American Commission on Human Rights (IACHR) after the regional body asked the government to suspend construction of Brazil’s $17 billion Belo Monte dam in April.

The Belo Monte Dam, scheduled for completion in 2015, has been a source of considerable controversy in recent months as indigenous communities, environmentalist groups, and celebrities like Sting and director James Cameron have opposed the project. The dam could flood an estimated 195 square miles of the Amazonian rainforest along the Xingú River and displace some 50,000 people. In February, a federal judge blocked construction for failing to meet specific environmental conditions.

On April 1, the IACHR issued interim measures asking the Brazilian government to immediately suspend its licensing process for the dam after receiving a petition from NGOs last November. The IACHR recommended that the Brazilian government consult with the affected groups before proceeding with the project, undertake measures to protect local tribes, and make environmental and social impact statements available in local indigenous languages. If the recommendations go unheeded, the IACHR could open a case against the Brazilian government in the Inter-American Court of Human Rights in Costa Rica.

The Brazilian Ministry of Foreign Affairs responded by calling the IACHR’s recommendations “precipitous and unwarranted”, submitting a 52-page response that defended the dam to the IACHR in late April. Minister of Defense Nelson Jobim said the regional organization’s request to halt construction would be “returned the way it came” and other officials have confirmed that construction on the dam would continue.

“The request is absurd. It even threatens Brazilian sovereignty,” said Senator Flexa Ribeiro, president of a senate subcommittee that presides over the dam.

The Belo Monte Dam would be the world’s third largest and, according to Brazilian officials, could provide electricity to 23 million homes. Recently, Brazilian mining company Vale agreed to pay $1.4 billion for a stake in the consortium responsible for building the dam. Work has already begun on the project, including the clearing of rainforest and construction of access roads.

Meanwhile, the IACHR, an independent human rights body under the Organization of American States, could lose up to $800,000 in contributions to cover its operating expenses this year. President Rousseff has ordered Brazilian envoy to the OAS Ruy Casaes to remain in Brasilia rather than travel back to Washington, D.C. to take up his post.

Human rights groups in Brazil say that the government’s recent dispute with the IACHR weakens regional protections for human rights that the country has signed on to for decades.

“Belo Monte is one more project that ignores what the people of this region think. They weren’t heard. It’s the model of the military dictatorship,” said Roberta Amanajás, a lawyer from the Paraense Society for the Defense of Human Rights.”

 

(Quelle: Latin America News Dispatch.)

Brasilien: Konflikt um neuen Staudamm

Mittwoch, April 21st, 2010

Indigenous leader says men are preparing their bows and arrows to prevent construction of the Belo Monte dam

Indigenous leaders in Brazil are warning of imminent violence after a successful tender for the rights to construct a giant hydro-electric plant in the Brazilian Amazon which opponents claim will wreak havoc on the rainforest and its inhabitants.

The tender for the Belo Monte dam, on the Xingu river in the state of Pará, was won by a consortium of Brazilian companies on Tuesday, taking the government one step closer towards the construction of the £7bn dam, which would reputedly be the third biggest of its kind, with the capacity to produce some 11,000MW of power.

One Brazilian minister told reporters that the president, Luiz Inácio Lula da Silva, was pleased with the result. But environmentalists, indigenous leaders and their supporters, including Avatar’s director, James Cameron, who has made two recent visits to the region, have vowed to fight to prevent construction.

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(Quelle: Guardian – World Latest.)