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Afrika: Mitspieler gesucht

Dienstag, Januar 29th, 2013

“USA wollen Drohnenstützpunkt in Afrika

Die USA wollen islamistische Extremisten und Al-Kaida-Ableger in Afrika besser kontrollieren können. Zu diesem Zweck plant das Verteidigungsministerium einen Drohnenstützpunkt Nordwestafrika.

Noch halten sich die USA aus dem Konflikt in Mali heraus. Das könnte sich aber bald ändern. Das Verteidigungsministerium erwägt offenbar den Einsatz von ferngesteuerten Überwachungsdrohnen im Krisengebiet von Mali.

Im Visier der vorerst unbewaffneten US-Operation aus der Luft sind Gruppen des Terrornetzwerkes Al-Kaida sowie islamistische Extremisten. Das berichtete die Tageszeitung «New York Times» am Montag.

Zu den möglichen Standorten zählten Regierungsmitarbeiter das im Osten an Mali grenzende Niger sowie das südlich von Mali gelegene Burkina Faso. Die Drohnen könnten so schnell wie möglich die von Frankreich geführte Mission in Mali unterstützen, hiess es.

Die einzige ständige Militärbasis der USA in Afrika liegt in Dschibuti, weit im Osten des Kontinents. Vertreter des Militärs bestätigten auch dem Fernsehsender Fox News entsprechende Pläne und Niger als Standort. Allerdings befinde sich der Stützpunkt noch in der Planungsphase. Weder das Pentagon noch das Weisse Haus oder die Regierung in Niger hätten die Pläne bestätigt.

IWF und Japan sichern Mali Millionen zu

Nebst technischer Hilfe aus der Luft ist auch finanzielle Unterstützung in Sicht. Japan kündigte an, das westafrikanische Land und andere Staaten der Sahel-Zone mit zusätzlich 120 Millionen Dollar zu unterstützen.

Das Geld solle helfen, die Region zu stabilisieren und die Sicherheit zu verbessern, erklärte der japanische Aussenminister Fumio Kishida. Unter anderem sei es zur Finanzierung von Friedenseinsätzen gedacht.

Der IWF seinerseits gewährte Mali einen Kredit von 18,4 Millionen Dollar. Dieser solle dem Land erlauben, sich von der Rezession zu erholen und die wirtschaftliche Stabilität wiederherzustellen.

Doch diese erste Finanzspritze ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Benötigt würden für den Militäreinsatz der Allianz 950 Millionen Dollar. Dies sagte der Präsident der Elfenbeinküste und Vorsitzende der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas, Alassane Ouatarra, bei der Eröffnung einer Geberkonferenz für das Krisenland in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

10 000 Soldaten würden benötigt, um das riesige Land aus der Hand von islamistischen Extremisten zu befreien – weit mehr als die ursprünglich geplanten 3300, fügte er hinzu.”

 

(Quelle: SRF.ch)

Siehe auch:

Ein “Kollateralschaden”
The imperial agenda of the US’s ‘Africa Command’ marches on
America’s Best Worst Partner in Africa
U.S. Airlift of French forces to Mali
Ambassador Christopher Dell, DCMA, spoke with journalists from Burkina Faso and Niger during their visit to AFRICOM headquarters
Mali: Fortsetzung des Drohnenkriegs gegen Dschihadisten

Update:

Pentagon richtet Drohnen-Stützpunkt in Niger ein

Spanien / Marokko: Das Aus vor der Festung?

Mittwoch, Januar 4th, 2012

“Tiger im Wald

Von Hanna Silbermayr

Nur 21 km trennen sie vom spanischen Festland. In Ceuta gestrandet, kämpft eine Gruppe von Indern als irreguläre Migranten jahrelang um die eigene Zukunft.

*alle Namen von der Autorin geändert

Meidling. Der kühle Wind fegt die letzten Reste des Spätsommertages über den Bahnsteig. In großen gelben Lettern steht der Name des Zugendbahnhofs auf der Anzeige – Roma Termini. Manvir* umarmt flüchtig seine Freunde, steigt ein, winkt. Dann fährt der Zug ab, verlässt das nächtliche Wien.

Ein Jahr zuvor. Es ist still am Monte del Renegado, nur die Grillen zirpen. „In der Wüste sind zwei meiner Freunde gestorben“, sagt Sonu. Der 25-Jährige vergräbt sein Gesicht in den Händen und atmet tief durch. Als er wieder aufschaut, hat er Tränen in den Augen. Verlegen wischt er sie weg. Er schüttelt den Kopf. Nein, wenn er gewusst hätte, wie diese Reise verlaufen würde, wenn man ihm gesagt hätte, dass man ihn ausrauben, schlagen, einsperren und demütigen würde, hätte er sie nie angetreten. Sonu ist einer von 54 Indern, die 2006 als irreguläre Migranten nach Ceuta kamen, gestrandet in der spanischen Exklave am afrikanischen Kontinent, nördlich von Marokko. Nur die 21 km breite Straße von Gibraltar trennt sie von ihrem Traum, dem spanischen Festland, von Europa.

Eine der Hütten im Camp der indischen Migranten
 

Odyssee durch die Saharische Wüste

Ihr Zuhause ist ein Camp im Wald. Es lässt ein Gefühl von Sommer und Ferienlager aufkommen, doch für die indischen Migranten ist all das kein Spiel, es ist harte Realität. Zwei Jahre verbrachten sie im Centro de Estancía Temporal para Inmigrantes, einer Art Auffanglager. Es ist eigentlich darauf ausgelegt, für Menschen, die die Grenze illegal überschreiten, eine erste Anlaufstelle mit sozialer Grundversorgung zu sein. Das Zentrum in Ceuta fasst 512 Personen, zeitweise sind jedoch mehr Menschen darin untergebracht. Viele Migranten leben seit Jahren dort. Senegalesen, Nigerianer, Pakistaner, Inder. Im April 2008 machten Gerüchte die Runde, dass die Inder abgeschoben werden sollten. Jetzt. Nach zwei Jahren. Die Gruppe fasst einen Beschluss, sie will nicht kampflos aufgeben. Die Inder fliehen in die Wälder des nahegelegenen Berges, auf den Monte del Renegado.

Einer der indischen Migranten ist mit den Nerven am Ende.

Zwei Jahre dauerte die Odysee. Alles begann in Indien, mit einer leeren Versprechung. „Ein Mann sprach mich damals an der Universität an“, erklärt Sonu. Er würde in der Europäischen Union leben und arbeiten können, alles legal, sagte man ihm. Umgerechnet 8000 Euro sollte er dafür auf den Tisch legen. Der Großteil der indischen Migranten, die in Ceuta im Wald leben, kommt aus der nördlichen Provinz Punjab, einer Gegend, die von Landwirtschaft dominiert ist. Um die Reisen der Söhne zu finanzieren, verkauften ihre Familien Ländereien oder verschuldeten sich bei Freunden und Banken. Die jungen Männer sollten diese Chance wahrnehmen können. Sie bestiegen den Flieger in Neu Delhi. Reiseziel Addis Abeba, die Hauptstadt Äthiopiens. „Wir wurden von Männern abgeholt, die uns in ein Haus brachten. Dort mussten wir ihnen unsere Pässe geben, für das Visum.“ Sonu schaut auf den Boden und schüttelt den Kopf. „Die Pässe haben wir nicht mehr zurückbekommen.“

Die Inder waren in die Fänge von Menschenschmugglern geraten. Monate verbrachten sie in dem Haus in Addis Abeba, eingesperrt. Danach ging die Reise nach Burkina Faso, nach Mali und von dort aus in die Saharische Wüste von Algerien. „Zu Fuß und mit dem Auto waren wir unterwegs. Wir wussten nicht, wann wir zu essen oder trinken bekommen würden und manchmal hat die Mafia das Wasser mit Benzin vermischt, damit wir nicht so viel trinken. Meine Freunde sind daran gestorben.“

Die Sahara gilt für Immigranten als einer der gefährlichsten Teile der Reise nach Europa. Nicht nur wegen der natürlichen Gefahren, die die Wüste birgt, sondern auch, weil man dort der Polizei ausgeliefert ist. Sonu erzählt, dass er die Grenze zwischen Marokko und Algerien mehrmals überquert hat. Wie oft? Irgendwann habe er aufgehört zu zählen, sagt er. Immer, wenn sie es nach Marokko geschafft hatten, kam die Polizei und brachte sie zurück nach Algerien. Unter Experten ist dieses Phänomen bekannt. Das europäische Netzwerk Migreurop zitiert in seinem Ende 2009 erschienenen Jahresbericht Hicham Baraka, den Vorsitzenden der marokkanischen Menschenrechtsorganisation ABCDS, der von einem Ping-Pong-Spiel zwischen marokkanischen und algerischen Grenzwachen spricht.

Die indischen Migranten schlafen unter freiem Himmel.

Manvir humpelt. Er kann auf seinen Fuß nicht mehr auftreten. Als er morgens bei der Tür hinausging, hat es plötzlich geknackst und er ist mit dem Bein umgeknickt. Die drei Jahre in Ceuta, die er die unwegsamen Hänge des Monte del Renegado hinauf- und hinablief, hat er sich nie verletzt. Ein Bänderriss im Knie. Und das ausgerechnet jetzt, wo er gerade erst nach Wien gekommen war und mit der Arbeit als Zeitungsausträger beginnen wollte. Diese Arbeit kann er vergessen, stiegensteigen kann er so nicht.

Gefangen im süßen Gefängnis

Der Tag liegt drückend heiß über Ceuta. Einer der Inder schleppt eine 25-Liter-Flasche Wasser den steilen Hang hinauf. Mitten am Weg bleibt er stehen, stellt die Flasche ab, verschnauft kurz. „Pani“, erklärt Sonu, „ist ein sehr wichtiges Wort, es bedeutet Wasser. Sieben Monate haben wir gebraucht, um die Wüste zu durchqueren und wir wussten nie, wann wir an Wasser kommen würden.“ Einer der Immigranten nähert sich. Seine Haut ist dunkel, die schwarzen Augen wirken vertrauenswürdig. Sein Arm ist von großen länglichen Narben überzogen. „Die Mafia wollte mehr Geld. Weil ich keines hatte und ich meine Familie nicht anrufen konnte, damit sie mir hilft, haben sie mir mit einer Machete Wunden zugefügt“, sagt er.

Ein indischer Migrant trägt Wasser in einem Kanister in das Camp.

Der Großteil der indischen Migranten gehört der Religion der Sikhs an. In einem der Camps im Wald haben sie eine kleine Gurdwara, einen Sikh-Tempel, errichtet. Jeden Tag beten sie dort für eine bessere Zukunft. Das Leben im Wald zerrt an den Nerven, raubt Energie. Sehr rosig sieht die Zukunft in diesem schwülen Sommer 2009 nicht aus. „Seit drei Jahren sind wir jetzt in Ceuta und es kommt einfach keine Nachricht aus Madrid. Für die Politiker sind wir nur irgendwelche Nummern. Wenn sie uns abschieben wollen, warum haben sie das dann nicht schon in den ersten paar Wochen gemacht?“ Als süßes Gefängnis bezeichnen die Inder Ceuta. Die Wüste liegt hinter ihnen, sie sind in Sicherheit, doch sind sie trotzdem in der spanischen Exklave gefangen. „Das Schlimmste ist das Warten, nicht zu wissen, was die Zukunft bringt, das Leben nicht mehr selbst in der Hand zu haben.“ Nach einer kurzen Pause fährt Sonu fort und erklärt, dass alle männlichen Sikhs den Nachnamen Singh tragen. Er steht für die Gleichheit der Religionsmitglieder und bedeutet soviel wie Löwe oder Tiger. Darum nennt sich die Gruppe Los Tigres del Monte, die Tiger des Berges. „Wir sind stark und werden nicht aufgeben“, versichert er.

Indische Migranten beten in einem provisorisch errichteten Tempel im Wald.

Es ist warm, als Manvir in Wien ankommt. Zwei Tage Reise liegen hinter ihm. Von Barcelona aus hat er halb Europa durchquert, um nach Österreich zu kommen. Hier hat er Freunde. Und es soll Arbeit geben, mehr als in Spanien. Drei oder vier Tage verbringt er in Traiskirchen, wo er um Asyl bittet. Eine andere Möglichkeit gibt es für ihn in Österreich nicht. Dass er bald wieder abreisen wird, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Ungewissheit zwischen Afrika und Europa

Dezember 2009. Der Winter macht das Leben im Wald unerträglich. Die Kälte ist ständiger Begleiter am Monte del Renegado. Vom vielen Regen ist die Erde aufgeweicht und die Ratten retten sich unter die trockenen Verschläge in den Camps. Den Tag verbringt Sonu in der Stadt, er arbeitet. Viele Möglichkeiten gibt es nicht, Geld fürs Überleben zu verdienen. In der Nähe des Stadtzentrums weisen die Inder Fahrzeuge in Parklücken ein oder helfen vor den Supermärkten, die Einkäufe in den Autos zu verstauen. So gibt es ein paar Cent, manchmal vielleicht auch einen Euro.

Die Einwohner Ceutas zeigen sich solidarisch mit den indischen Migranten, viele versichern, dass die jungen Männer immer nett und zuvorkommend sind. Trotzdem ändert dies wenig an ihrer Situation, die Zukunft liegt in den Händen der Behörden. Im September hatte es erstmals eine Nachricht von Seiten der spanischen Regierung gegeben. Die Inder sollten aufs Festland gebracht und ihr Status legalisiert werden. Hoffnung. Doch vier Monate später ist die Lage unverändert, keine weiteren Nachrichten mehr.

Migranten warten vor einem Supermarkt in Ceuta auf Arbeit.

Dann plötzlich geht alles Schlag auf Schlag. Polizei. Woher sie kämen, ob sie Papiere hätten. Zehn der Inder werden festgenommen und verbringen zwei Nächte im Gefängnis von Ceuta. Am zweiten Tag werden sie einem Richter vorgeführt. Er hält ihre Abschiebebescheide bereit. Und dann der Moment, auf den sie eigentlich so lange gewartet hatten. „Ich habe so oft die Fähren beobachtet, die den Hafen jeden Tag Richtung Europa verlassen. Aber ich habe mir die Reise immer anders vorgestellt.“ Umgeben von lärmenden Touristen sitzt er jetzt auf seinem Platz. Rechts und links ein Polizist, die Hände in Handschellen. „Nein, ich habe nie gedacht, dass es so sein würde“, beteuert Sonu.

Im Besucherraum des Centro de Internamiento de Extranjeros, dem Pendant zum österreichischen Schubhaftzentrum, ist die Stimmung gedrückt. Die Menschen unterhalten sich nur flüsternd. Eine Glaswand teilt den kahlen Raum in zwei Bereiche. „Zehn Minuten“, brüllt der Wachbeamte den Besuchern zu, während hinter der Scheibe vier Gestalten auftauchen. Wie im Zoo, möchte man denken. Sonu lächelt, sagt etwas, doch man versteht ihn kaum. Jetzt ist es laut unter den Besuchern, alle wollen ihrem Gegenüber etwas mitteilen. „Ich habe mir dort viele Gedanken gemacht, im Schubhaftzentrum ist die Abschiebung nicht mehr fern.“, erklärt Sonu Wochen später in Madrid. 58 Tage verbrachte er in Ungewissheit, danach ließ man ihn plötzlich frei. Ohne Papiere.

Am Rand der Gesellschaft

„In Wien hätte ich keine Chance gehabt“, ist sich Manvir sicher. „Ich kenne dort kaum jemanden und mit dem kaputten Knie konnte ich nicht arbeiten. Darum bin ich nach Spanien zurückgekommen.“ Er sitzt in der kleinen Küche der Gurdwara und schneidet Zwiebeln, Sonu reinigt im Gebetsraum Glasschränke. In der Sikh-Gemeinschaft in Madrid haben die Inder Zuflucht gefunden. Sie verbringen beinahe den ganzen Tag im Tempel, kochen, putzen, helfen mit, wo Hilfe gebraucht wird. „Ich will nicht den ganzen Tag untätig in der Stadt herumlungern, ich will mich nützlich machen“, erklärt Sonu.

Arbeiten darf er laut spanischem Recht nicht. Dieses räumt allerdings die Möglichkeit ein, dass Migranten, die drei Jahre im Land zugebracht haben und einen Arbeitsvertrag vorweisen können, eine temporäre Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung beantragen können. „Wir sind jetzt ein Jahr in Madrid, wir erfüllen alle Voraussetzungen, aber die indische Botschaft stellt uns keine Pässe aus“, klagt Sonu. Viele Male war er bei der indischen Botschaft in Madrid, hat versucht einen neuen Pass zu beantragen, aber immer wieder wird er zurückgewiesen, auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Ashish Sinha, zweiter Botschaftssekretär zeigt sich unwissend. „Natürlich kümmern wir uns um unsere Staatsbürger. Jeder, der einen Pass braucht, bekommt diesen auch“, versichert er vehement. „Aber es war niemand da, der nach einem Pass gefragt hat.“ Sonu und Manvir sind wütend, sie fühlen sich von den Behörden verhöhnt. „Die Spanier sagen, wir bräuchten unsere Pässe, die indische Botschaft gibt uns aber keine. Warum machen sie das?“ Drei Monate können die Inder noch in der Unterkunft des Roten Kreuzes bleiben. Danach müssen sie woanders hin. Wohin? „Auf die Straße“, erklärt Sonu flüsternd. „Wie sollen wir eine Wohnung mieten, wenn wir nicht arbeiten dürfen?“

Ein indischer Migrant schneidet in der Küche des Sikh-Tempels Zwiebeln.
 

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Nachtrag:
Mitte 2011 wurden die in Ceuta verbliebenen Inder aufs spanische Festland gebracht und wie schon die erste Gruppe ohne Papiere freigelassen. Bis heute ist ihre Situation unverändert – die indische Botschaft stellt keine Pässe aus und somit können die indischen Migranten ihren Aufenthaltsstatus in Spanien nicht legalisieren.

34 der Tigres del Monte wurden gemeinsam mit Sonu und Manvir Ende 2009 aufs spanische Festland gebracht. Die restlichen zwanzig waren Anfang 2011 immer noch in Ceuta. Bis kurz vor Weihnachten des vorangegangenen Jahres blieben sie im Wald. Dann gaben sie auf, nach beinahe 1000 Tagen am Monte del Renegado. Sie gingen zurück ins Centro de Estancía Temporal para Inmigrantes, das Zentrum, das vier Jahre zuvor ihre erste Unterkunft in Ceuta gewesen war. Die Direktion des Auffanglagers hatte versprochen, sich für sie einzusetzen, sie aufs spanische Festland zu bringen. Nach drei Wochen kommt Besuch, die indische Botschafterin. Kein gutes Zeichen, wie die Inder aus der Vergangenheit wissen. Denn immer dann, wenn ein Botschafter ins Auffanglager kommt, wird in den jeweiligen Staat abgeschoben. Der Botschafterbesuch dient der Identitätsfeststellung. Die Hoffnung aber stirbt zuletzt. „Wir werden weiter kämpfen“, sagt Sonu, „auch für die, die noch in Ceuta sind.“ ‘

 

(Quelle: fm4.ORF.at)

Afrika: Die Strategie der Weltbank

Freitag, Juni 24th, 2011

The World Bank’s Africa Strategy

Neoliberalism, Poverty and Ecological Destruction

By PATRICK BOND

A renewed wave of development babble began flowing soon after the February launch of the World Bank’s ten-year Strategy document, “Africa’s Future and the World Bank’s Support to It”. Within three months, a mini-tsunami of Afro-optimism swept in: the International Monetary Fund’s Regional Economic Outlook for SubSaharan Africa, the Economic Commission on Africa’s upbeat study, the African World Economic Forum’s Competitiveness Report, and the African Development Bank’s discovery of a vast new “middle class” (creatively defined to include the 20% of Africans whose expenditures are $2-4/day).

Drunk on their own neoliberal rhetoric, the multilateral establishment swoons over the continent’s allegedly excellent growth and export prospects, in the process downplaying underlying structural oppressions in which they are complicit: corrupt power relations, economic vulnerability, worsening Resource Curses, land grabs and threats of environmental chaos and disease.

These are merely mentioned in passing in the Bank’s Africa Strategy – the most comprehensive of these neoliberal-revival tracts – but a frank, honest accounting of the author’s role is inconceivable, even after an internal Independent Evaluation Group report scathing of mistakes the last time around. That effort, the 2005 Africa Action Plan (AAP), was associated with the G-8’s big-promise little-delivery Summit in Gleneagles.

The Bank admits the AAP was a “top-down exercise, prepared in a short time with little consultations with clients and stakeholders”, and that the “performance of the Bank’s portfolio in the Region” was lacking. Tellingly, the Bank confesses, “People who had to implement the plan did not have much engagement with, and in some cases were not even aware of, the AAP.”

Tyrants and democrats

Though in 2021 the same will probably be said of this Strategy, the Bank claims its antidote is “face-to-face discussions with over 1,000 people in 36 countries.” However, as quotes from attendees prove, the Bank could regurgitate only the most banal pablum.

Nor does the Strategy propose grand new alliances (e.g. with the Gates Foundation). There is just a quick nod to two civilized-society partners, the Africa Capacity Building Foundation (Harare) and African Economic Research Consortium (Nairobi) which together have educated 3000 local neoliberals, the Bank proudly remarks.

Embarrassingly, the Bank hurriedly stoops to endorse three continental institutions: the African Union (AU), New Partnership for Africa’s Development (founded by former SA president Thabo Mbeki in 2001) and African Peer Review Mechanism (2003). The latter two are usually described as outright failures.

As for the former, there were once high hopes that the AU would respond to Africa’s socio-political and economic aspirations, but not only did Muammar Gaddafi exercise a strong grip as AU president and source of no small patronage.

Horace Campbell pointed out other leadership contradictions in Pambazuka News in March: “That the current leaders of Africa could support the elevation of Teodoro Obiang Nguema to be the chairperson of this organisation pointed to the fact that most of these leaders such as Denis Sassou-Nguesso of Republic of Congo, Robert Mugabe of Zimbabwe, Omar al-Bashir of Sudan , Paul Biya of Cameroon, Blaise Compaore of Burkina Faso, Meles Zenawi of Ethiopia, Ali Bongo of Gabon, King Mswati III of Swaziland, Yoweri Museveni of Uganda, Ismail Omar Guelleh of Djibouti, and Yahya Jammeh of Gambia are not serious about translating the letters of the Constitutive Act into reality.”

These sorts of rulers are the logical implementers of the Bank Strategy. No amount of bogus consultations with civilized society can disguise the piling up of Odious Debts on African societies courtesy of the Bank, IMF and their allied strongmen borrowers.

Yet these men are nowhere near as strong as the Bank assumes, when reproducing a consultancy’s map of countries considered to have “low” levels of “state fragility”, notably including Tunisia and Libya – just as the former tyranny fell and the latter experienced revolt.

In contrast, the Africa Strategy makes no mention whatsoever of those pesky, uncivil-society democrats who are opposed to Bank partner-dictators. Remarks Pambazuka editor Firoze Manji, “Their anger is being manifested in the new awakenings that we have witnessed in Tunisia, Egypt, Libya, Yemen, Côte d’Ivoire, Algeria, Senegal, Benin, Burkina Faso, Gabon, Djibouti, Botswana, Uganda, Swaziland, and South Africa. These awakenings are just one phase in the long struggle of the people of Africa to reassert control over our own destinies, to reassert dignity, and to struggle for self-determination and emancipation.”

Unsound African architecture

The Bank will continue standing in their way by funding oppressors, leaving the Africa Strategy with a structurally-unsound, corny architectural metaphor: “The strategy has two pillars – competitiveness and employment, and vulnerability and resilience – and a foundation – governance and public-sector capacity.”

Setting aside hypocritical governance rhetoric, the first pillar typically collapses because greater competitiveness often requires importing machines to replace workers (hence South Africa’s unemployment rate doubled through post-apartheid economic restructuring). And Bank advice to all African countries to do the same thing – export! – exacerbates mineral or cash crop gluts, such as were experienced from 1973 until the commodity boom of 2002-08.

The Bank Strategy also faces “three main risks: the possibility that the global economy will experience greater volatility; conflict and political violence; and resources available to implement the strategy may be inadequate.”

These are not just risks but certainties, given that world economic managers left unresolved all the problems causing the 2008-09 meltdown; that resource-based conflicts will increase as shortages emerge (oil especially as the Gulf of Guinea shows); and that donors will be chopping aid budgets for years to come. Still, while the Bank retains “some confidence that these risks can be mitigated”, in each case its Strategy actually amplifies them.

It is self-interested – but not strategic for Africa – for the Bank to promote further exports from African countries already suffering extreme primary commodity dependency. Economically, the Strategy is untenable, what with European countries cracking up and defaulting, Japan stagnant, the US probably entering a double-dip recession, and China and India madly competing with Western mining houses and bio-engineering firms for African resources and land grabs. Nowhere can be found any genuine intent of assisting Africa to industrialise in a balanced way.

The Bank’s bland counterclaim: “While Africa, being a relatively small part of the world economy, can do little to avoid such a contingency, the present strategy is designed to help African economies weather these circumstances better than before.” But these are not “circumstances” and “contingencies”: they are core features of North-South political economy from which Africa should be seeking protection.

Neoliberalism, poverty and ecological destruction

A poignant example is the Bank’s warm endorsement of Kenyan cut-flower trade in spite of worsening water stress, commodity price volatility and inclement carbon-tax constraints. Nevertheless, “Between 1995 and 2002, Kenya’s cut flower exports grew by 300 percent” – while nearby peasant agriculture suffered crippling water shortages, a problem not worth mentioning in Bank propaganda.

Where will water storage and power come from? Bank promotion of megadams (such as Bujagali in Uganda or Inga in the DRC) ignores the inability of poor people to pay for hydropower, not to mention worsening climate-related evaporation, siltation or tropical methane emissions.

Other silences are revealing, such as in this Bank confession of prior multilateral silo-mentality: “Focusing on health led to a neglect of other factors such as water and sanitation that determine child survival.” The reason water was underfunded following Jeffrey Sachs’ famous 2001 World Health Organisation macroeconomic report was partly that his analysts didn’t accurately assess why $130 billion in borehole and piping investments failed during the 1980s-90s: insufficient subsidies to cover operating and maintenance deficits.

Lack of subsidies for basic infrastructure is an ongoing problem, in part because “the G-8 promise of doubling aid to Africa has fallen about $20 billion short.” So as a result, “the present strategy emphasizes partnerships – with African governments, the private sector and other development partners,” even though Public-Private Partnerships rarely work. Most African privatized water systems have fallen apart.

South Africa has had many such failed experiments, in every sector. The latest Bank loan to Pretoria, for $3.75 billion (its largest-ever project loan) is itself a screaming rebuttal to the Strategy’s claim that “the Bank’s program in Africa will emphasize sustainable infrastructure. The approach goes beyond simply complying with environmental safeguards. It seeks to help countries develop clean energy strategies that choose the appropriate product mix, technologies and location to promote both infrastructure and the environment.”

That loan also caused extreme electricity pricing inequity and legitimation of corrupt African National Congress construction tenders. This generated condemnation of the government by its own investigators and of the Bank by even Johannesburg’s Business Day newspaper, normally a reliable ally.

South African workers would also take issue with a Bank assumption: “The regulation of labor (in South Africa, for instance) often constrains businesses… In some countries, such as South Africa (where the unemployment rate is 25 percent), more flexibility in the labor market will increase employment.”

This view, expressed occasionally by the Bank’s aggressively neoliberal Africa chief economist, Shanta Devarajan, is refuted not only by 1.3 million lost jobs in 2009-10 but by the September 2010 International Monetary Fund Article IV consultation analysis, which puts SA near the top of world labour flexibility rankings, trailing only the US, Britain and Canada.

There are other neoliberal dogmas, e.g., “Microfinance, while growing, has huge, untapped potential in Africa.” The Bank apparently missed the world microfinance crisis symbolized by the firing of Muhammad Yunus as Grameen executive (just as the Strategy was released), the many controversies over usurious interest rates, or the 200,000 small farmer suicides in Andra Pradesh, India in recent years due to unbearable microdebt loads.

The Bank also endorses cellphones, allegedly “becoming the most valuable asset of the poor. The widespread adoption of this technology – largely due to the sound regulatory environment and entrepreneurship – opens the possibility that it could serve as a vehicle for transforming the lives of the poor.” The Bank forgets vast problems experienced in domestic cellphone markets, including foreign corporate ownership and control.

And as for what is indeed “the biggest threat to Africa because of its potential impact, climate change could also be an opportunity. Adaptation will have to address sustainable water management, including immediate and future needs for storage, while improving irrigation practices as well as developing better seeds.” Dangers to the peasantry and to urban managers of the likely 7 degree rise and worsened flooding/droughts are underplayed, and opportunities for wider vision for a post-carbon Africa are ignored, such as the importance of the North (including the World Bank itself) paying its vast climate debt to Africa.

“An African Consensus”?

Compared to Bank funding for insane mega-projects such as the $3.75 billion lent to South Africa to build the world’s fourth largest coal-fired power plant last April, not much is at stake in the Strategy’s portfolio: $2.5 billion/year over the decade-long plan.

Nevertheless, the Africa Strategy hubris is dangerous not only for diverging from reality so obviously, but for seeking a route from Bank Strategy to “an African consensus.” The Bank commits to “work closely with the AU, G-20 and other fora to support the formulation of Africa’s policy response to global issues, such as international financial regulations and climate change, because speaking with one voice is more likely to have impact.”

Does Africa need a sole neoliberal voice claiming “consensus”, speaking from shaky pillars atop crumbling foundations based on false premises and corrupted processes, piloting untenable projects, allied with incurable tyrants, impervious to demands for democracy and social justice? If so, the Bank has a Strategy already unfolding.

And if all goes well with the status quo, the Strategy’s predictions for 2021 include a decline in the poverty rate by 12 percent and at least five countries entering the ranks of middle-income economies (candidates are Ghana, Mauritania, Comoros, Nigeria, Kenya and Zambia).

More likely, though, is worsening uneven development and growing Bank irrelevance as Africans continue courageously protesting neoliberalism and dictatorship, in search of both free politics and socio-economic liberation.

Patrick Bond directs the University of KwaZulu-Natal’s Centre for Civil Society in Durban: http://ccs.ukzn.ac.za

 

(Quelle: CounterPunch.)

Burkina Faso: Kampf gegen Genitalverstümmelung

Montag, Mai 9th, 2011

“Immer mehr Dörfer schließen sich an

Kampf gegen Genitalverstümmelung in Burkina Faso

Von Regine Bouédibéla und Saskia Bastian

Über 32.000 Mädchen in Burkina Faso konnten seit 1998 durch den Einsatz des Vereins „Bangr Nooma“ vor der weiblichen Genitalverstümmelung bewahrt werden. Immer mehr Dörfer schließen sich dem Kampf gegen Genitalverstümmelung an und wollen mit dem Verein zusammenarbeiten. TERRE DES FEMMES unterstützt das Projekt seit über zehn Jahren.

Im November 2010 besuchte die TDF-Projektkoordinatorin Regine Bouédibéla Bangr Nooma. Gemeinsam mit der Leiterin des Projekts, Rakieta Poyga, reiste sie vor Ort in die Dörfer, die sich der Aufklärungskampagne angeschlossen haben.

Der Verein Bangr Nooma

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind über 70 Prozent der Mädchen und Frauen im westafrikanischen Burkina Faso an ihren Genitalien verstümmelt. Zwar setzt sich mittlerweile auch die Regierung des Landes gegen Genitalverstümmelung ein, doch fehlen die Mittel für landesweite Kampagnen und Schulungen. Zusammen mit anderen Frauen in ihrem Dorf ergriff Rakieta Poyga 1998 die Initiative und gründete den Verein “Bangr Nooma”, was bedeutet: “Es gibt nichts Besseres als Wissen.” Die Arbeit der Aufklärungskampagnen geht jeweils über drei Jahre. In der ersten Phase versuchen die Bangr-Nooma-MitarbeiterInnen, die Dorfchefs für ihr Anliegen zu gewinnen. Stimmen diese zu, werden eine Frau und ein Mann aus dem Dorf zur Animateurin und zum Animateur ausgebildet. Diese versuchen dann in intensiven Gesprächen mit der Dorfbevölkerung das Tabu um die Genitalverstümmelung zu brechen. Die Kampagne richtet sich auch an die Beschneiderinnen: Bangr Nooma bietet ihnen Umschulungen an, damit sie nicht aus finanzieller Not an der Genitalverstümmelung festhalten. Im weiteren Verlauf der Kampagne wird dann ein Dorfkomitee gegründet, das zusammen mit ehemaligen Beschneiderinnen darüber wacht, dass Mädchen nicht weiterhin heimlich beschnitten werden. Über 300 ausgebildete Frauen und Männer sind mittlerweile für den Verein unterwegs und fahren zu den Menschen in die Dörfer, um mit ihnen über weibliche Genitalverstümmelung zu sprechen. Für ihre Arbeit stellt ihnen Bangr Nooma ein Fahrrad oder ein Mofa zur Verfügung, damit sie die oft abgelegenen Dörfer besser erreichen. Der Lohn für diesen Einsatz beträgt umgerechnet zwischen 20 und 40 Euro im Monat.

Immer mehr Dörfer schließen sich an

Zusammen mit Rakieta Poyga und weiteren Bangr-Nooma-MitarbeiterInnen besuchte Regine Bouédibéla zunächst das etwa 4.000 Einwohner zählende Dorf Polosgo. Dort berichteten die Frauen, sie hätten durch Bangr Nooma erkannt, dass es sich bei der Verstümmelung weiblicher Genitalien um eine schädliche Praktik handelt, die zu Unfruchtbarkeit oder Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr führen könne und die auch die Ausbreitung von HIV fördere. Doch für manche tun sich neue Probleme auf: “Jetzt lieben die Männer die unbeschnittenen Frauen, und wir beschnittenen Frauen leiden, weil sie uns verlassen und vernachlässigen, ganz einfach deshalb, weil wir ihnen keine Lust bereiten können.” Der Gemeinderat des Dorfes versprach, sich gegen die Praktik der Beschneidung einzusetzen. Eine der anwesenden Frauen bekräftigte: Im Fall einer weiteren Beschneidung würde sie diese beim Gemeinderat und beim Sozialdienst oder der Polizei anzeigen. Es fand auch ein Treffen mit dem Leiter der örtlichen Gesundheitsstation statt, der erklärte, dass es im Einzugsbereich der Gesundheitsstation durchschnittlich 1.000 Krankheitsfälle im Monat gebe – viele davon Malaria und Durchfallerkrankungen. Er berichtete weiter, dass Genitalverstümmelungen manchmal heimlich oder in weiter entfernten Dörfern durchgeführt würden. Auch würden immer mehr Mädchen bereits als Kleinkinder beschnitten. Insgesamt gehe die Zahl der Beschneidungen jedoch eindeutig zurück. In Songdin, einem weiteren Dorf, das mit Bangr Nooma zusammenarbeitet, wurden Regine Bouédibéla und Rakieta Poyga von den EinwohnerInnen willkommen geheißen. In dem 2.000 EinwohnerInnen zählenden Dorf gibt es schon mehrere Dorfkomitees, die darüber wachen, dass keine Mädchen mehr beschnitten werden. Die EinwohnerInnen erklärten, dass sie ihre Mädchen früher beschnitten, da ihnen die Folgen dieser Praktik nicht klar waren. Die Mädchen waren in der Regel sieben Jahre alt, manchmal auch jünger. Durch die Sensibilisierungsarbeit von Bangr Nooma setzt sich die Bevölkerung inzwischen jedoch kritisch mit den Folgen von Genitalverstümmelung auseinander.

Auch Kirchengemeinden machen mit

Im Dorf Yagma sprachen die VertreterInnen von Bangr Nooma und Regine Bouédibéla mit den Anhängern der “Gemeinschaft Gottes”. Eine der Zuhörerinnen berichtete von ihrer eigenen Tochter, die gerade die Folgen der Beschneidung erlebe, die Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr und den zwingenden Kaiserschnitt bei der Geburt. Der Pfarrer fragte, ob Bangr Nooma Frauen helfen könne, die aufgrund der Genitalverstümmelung inkontinent geworden seien. Rakieta Poyga konnte aufklären, dass der Verein auch Frauen unterstützt, die wegen der Folgen der Verstümmelung eine Operation brauchen. Wie viele andere Dörfer in der Umgebung leidet auch Yagma unter einer hohen Analphabetenrate. Die nächsten Schulen sind weit entfernt. Einige der Kinder können in der Stadt zur Schule gehen, andere wiederum müssen einen Weg über 15 Kilometer zurücklegen. Viele Frauen äußerten den Wunsch nach einem Bildungszentrum. Rakieta Poyga antwortete, dass für ein solches Zentrum viele Mittel benötigt würden. Bangr Nooma könne aber einen zweimonatigen Alphabetisierungskurs für Frauen organisieren.

Unterstützung durch den Imam

Auch im Dorf Roumtenga fand ein Austausch zwischen Bangr Nooma und den DorfbewohnerInnen statt. Die Animateurin von Bangr Nooma ergriff die Gelegenheit, um mit den anwesenden DorfbewohnerInnen über Genitalverstümmelung zu sprechen. Im regen Austausch stellte einer von ihnen die Frage, ob Beschneidung nur in Afrika praktiziert werde oder auch in Europa. Regine Bouédibéla antwortete, dass Beschneidung weiblicher Genitalien in europäischen Ländern nicht üblich sei. Sie berichtete, dass umgekehrt bis vor wenigen Jahren in Europa kaum bekannt war, dass es Gegenden gibt, in denen Genitalverstümmelung praktiziert wird. Auch mit dem Imam des Dorfes war eine Unterredung möglich. Dieser bedankte sich bei Bangr Nooma für die Aufklärung und sagte seine Unterstützung zu. Er berichtete vom Tod eines Mädchens, das die Koranschule besuchte und nach der Beschneidung gestorben sei. Dies habe ihn aufgerüttelt. Seines Wissens sei Beschneidung in Mekka, der heiligsten Stätte des Islam, unbekannt. Er rief die Dorbevölkerung auf, nicht nur technischen Fortschritt zu akzeptieren, sondern auch darüber nachzudenken, welche Traditionen schädlich sind, und diese aufzugeben. Da immer mehr Dörfer an den Aufklärungskampagnen teilnehmen möchten, ist Bangr Nooma auch weiterhin auf Ihre Unterstützung angewiesen. Eine dreijährige Kampagne kostet umgerechnet 2.300 Euro. Bitte spenden Sie unter dem Stichwort “Burkina Faso” auf das Konto mit der Nummer 244 299, Kreissparkasse Tübingen, BLZ 641 500 20.

Zu den Autorinnen:

Regine Bouédibéla ist ehrenamtliche Koordinatorin des von TERRE DES FEMMES unterstützten Projektes Bangr Nooma. Sie besucht das Projekt in regelmäßigen Abständen und informiert über die Fortschritte.

Saskia Bastian hat Erziehungswissenschaft und Kultur- und Sozialanthropologie studiert. Sie ist Praktikantin bei TERRE DES FEMMES im Referat gegen Genitalverstümmelung.”

 

(Quelle: Frauensolidarität.)

Hinweis:

Dieser Artikel entstammt der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Frauensolidarität”, die sie in unserer Bücherei entleihen können.

Burkina Faso: Warum die westlichen Medien fehlten

Freitag, Mai 6th, 2011

Uprising in Burkina Faso: Why no cameras?

By Tendai Marima

Commenting on the Western media’s preference towards coverage of particular uprisings across North Africa, Tendai Marima asks ‘what makes Burkina Faso's crisis so un-newsworthy that it is easily swept under the news pile?'

When most major international news networks finally caught up with the final climactic moments of the Tunisian revolution, it seemed as though, between racing to get last-minute flights to Tunis and playing catch-up with other news agencies that had been reporting on Tunisia since December, the world's major media players made a collective 'never again' resolution to never or try not to ignore any developing story again. Having gotten over the failure to cover the fall of Zine al-Abidine Ben Ali from day one, Algeria, Libya and Egypt all jostling to take centre stage in popular uprisings were brilliant opportunities for a media that had missed out to cover up. In the end, Egypt proved ripe for revolution and so for 18 days, in spite or in remembrance of 800 civilian casualties, the Egyptian people successfully toppled the Mubarak regime.

As hundreds of thousands gathered in communal points all over Egypt chanting down Mubarak, to a far lesser extent similar popular protests went down in Cameroon, Angola, Gabon and Burkina Faso. All of these received marginal coverage. Even Côte d'Ivoire was at one point was rightly dubbed 'the forgotten war'. It did not fit the media template of a sexy, tech-savvy, populist revolution, as that which had been constructed of Egypt. Instead Côte d'Ivoire had the uncomfortable but familiar look and feel of a Rwanda genocide-lite. It was a messy, bloody struggle for power between rebel and patriot factions in a country most educated people outside of Africa would struggle to find on a map. Côte d'Ivoire, the world's largest cocoa producer and native home of soccer stars Didier Drogba, Salomon Kalou and Yaya Touré has the misfortune of being a country with little global influence and of lesser strategic importance than Egypt or Libya to the (mostly anglophone) countries that have historically determined which international news stories are to be prioritised.

And now that the French troops have assisted Alassane Ouattara in deposing the resistant Laurent Gbagbo from the presidency, most of the TV crews and cameras have gone. Field correspondents and NGOs continue to file dispatches of fighting in the streets of Abidjan and ongoing atrocities committed in the forests in the western side of the country, but the world's eyes have moved on. Not to Burkina Faso next door, but elsewhere, where more thrilling stories of revolution beckon.

But what makes Burkina Faso's crisis so un-newsworthy that it is easily swept under the news pile?

The beginnings of the crisis in the little West African nation parallel events in tiny Tunisia where it took an individual catalyst in a small town to set things off. On 20 February, in an industrial town called Koudougo, bigger than Sidi Bouzid, a student named Justin Zongo was taken into police custody after an alleged dispute with a female classmate. A few days later, Zongo was pronounced dead and according to official police reports, the cause of death was meningitis. His family and friends rejected this and claimed Zongo's death was due to police brutality. This led to a series of protests by students in four towns, Koudougo, Koupéla, Pouytenga and Po, and they were met with violence by the police. In an effort to contain the demonstrations, the government temporarily closed all schools and the national university. Although Compaoré pleaded for peace and national dialogue, a death toll of six protesters sent a different message to the student movement. The Africa Report states that the Association Nationale des Etudiants Burkinabé (ANEB)'s student representative, Mahamadou Fayama, the movement wanted to ‘denounce the climate of terror that the police have created’.

The student chants of 'Blaise dégage' and 'Tunisia is in Koudougo', urging Compaoré to step down from 23-year rule, spread to junior army officers in the military barracks of Lamizana. On 22 March the courts ruled against five soldiers for assaulting a young designer whom they claimed had made sexual advances towards another soldier's wife. Their disgruntled military colleagues took the streets of the capital, Ouagadougou, and went on a rampage. Although the government tried to assuage the gun-toting military men by pardoning and releasing their counterparts, by the end of March the spirit of mutiny had gone viral. Scores of junior soldiers demanded their salaries, which as yet had been unpaid by the government. The mayor's home was vandalised; in some parts of the capital, market stalls and shops were looted and in the east of the country more soldiers joined the uprising as well as members of the Presidential Guard. Speaking to L'Evénement, a bi-weekly local paper, one soldier expressed a dejectedness at the heart of the mutiny which was likely felt by many soldiers:

‘I just returned from Darfur. Our contingent has been deployed since no other country wanted to go, that is to say, 7 km from the Chadian border. This is the corridor for many rebels in both countries. We are the Burkinabe who have managed to secure the area. We have built in less than six months roads, bridges and schools. Everyone congratulated us for that. When we go, people applaud us. The UN congratulated us. That we came home and we do not care about us. First, they are our superiors that cut money from our mission. Following is a mayor [of Ouagadugou] who tells traders deal with us as “military thieves.” You see that, it hurts.’

So far none of Compaoré's pleas to restore order have worked and the mutiny's snowball effect continues to grow. There are reports that, despite the soldiers' lawlessness in some cities, the youths and some traders have united with revolting army officers. In Koudougo on 18 April, the youths are said to have set fire to the ruling party's local offices, while by contrast in the capital, market traders burnt several government buildings in retaliation for acts of vandalism by state troops. On 23 April it was reported that the soldiers upped their game and seized the southern town of Po, which is home to a state military school where Compaoré himself trained.

In a more hardened response, Compaoré has reacted to the military-led dissent by imposing a nationwide night-time curfew and firing the whole government, including the army chief. Last week he appointed Burkina's ambassador to France, Luc Adolphe Tiao, as prime minister, while he doubled as president and minister of defence. True to dictator form, Compaoré, like Hosni Mubarak of Egypt, has blamed foreign conspiratorial forces for the unrest and he has gotten rid of everyone else, except the problem, himself and his corrupt system. Appointing himself minister of defence when he is already supreme chief commander of the armed forces adds another fancy title to his name and gives the impression he's a superhuman who can juggle three cabinet roles. But superhuman ability or not, a display of megalomaniac tendencies will not heal the rift between the army and the government, or quieten feelings of resentment among oppositional regiments. If Compaoré's cosmetic changes and payouts to the soldiers prove unsatisfactory, now that the opposition and civil society have called for nationwide demonstrations on 30 April they would do well to join forces with the mutineers and instil some sense of order and discipline so that the ousting of Compaoré and not looting from civilians becomes every protester’s goal. Such a union would ensure the movement reaches the critical mass needed to topple the regime. But should Compaoré restore complete order, the eight weeks (and counting) of nationwide unrest will make it much harder for him to prevent his departure in the future should things escalate again. The continual playing out of mutiny and retaliation on state property signifies a loss of fear of repercussions for damaging state property and it also symbolises a loss of control and authority by the former army captain who has previously used the army to crush unrest like the food riots of 2008.

This dramatic story of Africa's top cotton producer is deserving of more attention, especially in the context of unrest on the African continent as a whole. All of the protests, from Cape to Cairo, with their own distinct set of local conditions, are linked to food security, economic instability and political dispossession – be it by ballot or dictatorship. There is a widespread feeling of continental discontent, but international and national pundits are so busy putting out possible fires of revolt in 'sub-Saharan Africa' with their analyses that the Burkina uprising has gone by largely unnoticed, and yet in two months mutineering soldiers and youth have stirred up serious trouble for the Compaoré regime – and possibly regionally too. Should Compaoré fall, it will have a significant impact on the fledgling administration of his neighbouring ally, Alassane Ouattara in Côte d'Ivoire, which Compaoré played a key diplomatic role in ensuring.

In different ways, masses of people are mounting serious challenges to totalitarian hegemonies and the iniquity of global capital that may lead to a new political dispensation, in successful revolutions, and at the very least for all countries, uprisings, including unsuccessful ones, reshape the role of the citizen in a political landscape as an empowered figure. At the level of the collective citizen, mass protests enable people to realise that together they, not their brutal governments, have the potential to become agents and actors of the political and social change they desire. The wider the gap grows between the globe's rich and poor due to increasing food prices or governments selling off land and water resources to Western corporates further impoverishing native people, the more likely popular unrest by an emboldened people will continue.

Some would be inclined to argue that Burkina Faso has been forgotten because the international media is biased towards representation of Africa south of the Sahara, and the ignoring or misrepresentation of the Rwanda genocide is the most cited example. But perhaps it is more complex than a simple Africa south of the Sahara bias; it's a bias against or in favour of certain African countries that has been constructed through namely, a country's geo-political and economic importance to the West and also through a history of colonial relations in which reader and viewer familiarity and association with former colonies is generated.

Even for alternative Western and non-Western newcomers to the game, there is pressure to compete with or take the lead over more established anglophone networks for essential and accurate coverage of one event over another. For example, because of its relation to America and France, the attempted return of a former leader, Jean-Bertrand Aristide, exiled in South Africa, to return to the Caribbean island of Haiti was more widely covered than the same attempt, a month before by another former leader, Marc Ravalomanana, exiled in South Africa to return to the tropical island of Madagascar, off the south-eastern coast of Africa.

Again, compare the near-instant coverage of the 12 April uprising in Swaziland with the delayed coverage of Burkina. With the headquarters of most major South African media in Johannesburg and the regional base of international media agencies like the BBC and CNN, coverage of Swaziland was guaranteed. Manzini, where the 12 April protests took place, is only four hours by road from Johannesburg. Swaziland is a former British colony and so there is a familiar narrative in the anglophone media of the British-educated King Mswati III, whose love of luxury cars, palaces and women is well-known. With a harem of 13 (soon to be 14) wives 'Africa's last absolute monarch', as he's often described, presides over a tiny landlocked kingdom where political opposition is harshly repressed and the traditional divine right of kings is revered. Perhaps if French-speaking Burkina Faso had bare-breasted, grass-skirted women walking around in traditional dress like in Swaziland, the cameras may have raced over from Abidjan, Côte d'Ivoire. But seriously, if Ban Ki-moon, Jean Ping and Nicolas Sarkozy were genuinely interested in advancing humanitarian efforts towards peace and democracy in all of West Africa, they could have issued symbolically meaningful statements of condemnation to bring more attention to the protests in Burkina Faso while the struggle for Côte d'Ivoire raged on.

Similar to Swaziland, the slightest hint of a fallout between the opposition and Robert Mugabe's ZANU-PF party in Zimbabwe is guaranteed widespread coverage and analysis, whereas the political musical chairs currently being played in Burkina by Compaoré in order to quell mutiny is of little interest to many major international media organisations, including South Africa. To their credit, AP, the BBC, Bloomberg, France 24 and Reuters have consistently filed reports on Compaoré's crisis, but most of these are factual reports littered with the odd in-depth analysis or commentary from key figures or detailed first-hand accounts from ordinary citizens caught up in this political crisis. There are few photographs and little footage coming out of Burkina Faso, so it's difficult for one to get a visual sense of what is happening on the ground.

NOT JUST BURKINA

The Guardian's 2010 list of most tagged countries confirms to some extent that history of familiarity with a place guarantees coverage. Egypt, South Africa and Zimbabwe got tagged more times than the DRC (Democratic Republic of Congo) and Sudan. Possibly because of its hosting of the World Cup, South Africa had 547 tags, outranking earthquake-stricken Haiti, which had 436 tags. Egypt had 219, while Zimbabwe had 144 tags, and yet the DRC had a paltry 124 tags, Sudan had 122 and Somalia even less at 113. All three are among the most unstable African countries of 2010 and yet they ranked lower than the World Cup host South Africa. The war-stricken Congo is one of the world's suppliers of raw materials for mobile and computer technology and ironically constitutes just over a fifth of the 604 articles on Apple. This is not a criticism of the Guardian as the paper does provide some of the best and insightful international news coverage, but these tags are unfortunately a skewed quantitative reflection of coverage patterns and the consumerist nature of public interest.

Saying this with all flippancy intended, the formula is simple. Reports of anti-British and homophobic comments by the African dictator everyone loves to hate, and shark attacks in Sharm el-Sheik make catchy headlines. Never-ending sagas of jungle wars and mass rapes, unless involving powerful countries, do not. Or unless they're packaged as humanitarian causes fronted by celebrities and award-winning journalists like George Clooney and Nicholas Kristof. Their combined interest in the Save Darfur campaign, malaria awareness and referendum for north–south separation ensured Sudan received frequent coverage in the New York Times. Unfortunately, no similar twin-set of movie star and scribe of Clooney's and Kristof's stature have permanently adopted the DR Congo or Somalia as their primary cause. Although one of the aims of international news is to appeal to as broad a global audience as possible, how broad is our interest and genuine our humanity as people if we suffer war and compassion fatigue towards stories on the DRC, Somalia and Sudan?

But now with all these revolutions and uprisings going on, places like the DR Congo are a distant tragedy. Despite the exceedingly valuable coverage of the uprisings by some news networks, there is an underlying sense of competition within the media to see who can land the best, exclusive interview or provide the most comprehensive coverage. In the face of such fierce competition, taking a few moments in between protest broadcasts to ask the world to remember the 5.4 million (and rising) Congolese dead since 1998 or to take a serious look at Compaoré's megalomanic scheming in Burkina Faso wouldn't be a suicidal gamble with the ratings. Events in Africa and the Middle East shouldn't be placed in competition with each other; what's happening in Nigeria, Syria or Libya can share the spotlight with many other untold or under-reported stories. It’s a question of willingness to pluralise news stories and cover unfamiliar terrain.

Joy Dibenedetto, a broadcast executive and founder of alternative news site, Hum News, reports that in 2009 research conducted by Hum News found that there are 237 countries or territories in the world, and the world's largest news organisations report from only 121 countries or territories. Out of 237 global locations, 116 are not covered. If true, that's just under 50 per cent of the world's stories potentially out of mainstream media focus – almost 50 per cent. Allow that to sink in.

While there are very good reasons to be excited about how social media is changing the face of the news, what about those who can't tweet about a parallel rise in grain prices and local discontent in rural Kenya or text FrontlineSMS to say a 14 year old girl has been raped by a soldier in Poa, Burkina Faso, because such a platform for crisis mapping does not exist? And even if it did, would anybody take notice? As digital technology increasingly shapes the future of news, the non-mainstream stories from lesser-known countries off the social media network radar risk becoming further marginalised.

As necessary as it is to cover unfolding crises in this moment of popular uprisings, perhaps there is also a competition for dominance in coverage of the big revolution stories to present a more racy, more in-depth and more radical story than other media competitors. Perhaps also at this time, covering small protests elsewhere would disrupt and divert resources from the ‘Arab World’s 1848 moment’ narrative being manufactured in the studios and newsrooms of television stations and newspapers as more and more people in the Middle East and North Africa courageously rise up against brutal dictatorships.

Apart from the many valid and not so valid political and commercial reasons for preferential coverage of some stories over others, its true that 'Africa needs an Al Jazeera of it is own' to tell the continent's forgotten stories. But in addition to that dream is a more crucial demand that can be sooner met, namely that existing international media genuinely commit itself to new ways of telling everyone's stories, all the time, rather than competing to duplicate or better the popular stories.

BROUGHT TO YOU BY PAMBAZUKA NEWS

* Tendai Marima is a blogger and doctoral scholar at Goldsmiths, University of London. Her research interests include African literature, feminist theory and contemporary black presence in Europe.
* Please send comments to editor@pambazuka.org or comment online at Pambazuka News.”

 

(Quelle: Pambazuka News.)

Uganda: Leises Rumoren…

Montag, Mai 2nd, 2011

Africa Review – East Africa’s quiet arms race

By CHARLES ONYANGO-OBBO

In many parts of Africa today, everything is going boom! But even as the street protests play out, in the wider East Africa a power and arms race is unfolding largely out of sight.

Just as Tunisia and Egypt seemed to be beginning to calm down, Libya erupted in an uprising that turned messy and has now become a bloody civil war.

In Cote d’Ivoire, the usurper president Laurent Gbagbo, who refused to hand over power to his rival Alassane Ouattara, stubbornly clung to power. Fed up, Ouattarra, the UN and the French called out the dogs and bombed the presidential residential where Gbagbo was hiding.

Next door, Burkina Faso’s Blaise Compaore had to run for the hills for a few days, after his soldiers mutinied over unpaid salaries.

Then it came to East Africa – but not all in the way observers expected. In Kenya, protests at the high cost of living were quickly deflated when the government quickly made two sharp cuts in duty on diesel and kerosene. In Uganda, the opposition decided to ‘Walk to Work’ to protest high fuel prices, and were met by bullets and teargas.

Part of Ugandans’ anger arises from the fact that while they suffer, the Museveni government seems to have lost its senses as far as taxpayers’ money goes. His election campaign is thought to have cost a record $350-$700 million, not too far off from the estimated $1 billion that US President Barack Obama spent in his 2008 presidential bid.

Gathered steam

As the rumblings in Uganda gathered steam, it emerged that the government was spending $740 million on sophisticated fighter jets, and planning to lavish $1.3 million on the upcoming swearing-in ceremony of the president.

Yet, dramatic as all these events were, and destined to transform East African politics, the stories that could truly shake up the region went largely unnoticed.”

 

(Quelle: Africa Review.)

Siehe auch:

I cannot control food prices, says Museveni