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Swasiland: Coca-Cola isn’t it!

Montag, September 12th, 2011

“Living on the Coke side of life

Von Peter Kenworthy

Coca-Cola ist nicht nur eine der größten und reichsten Firmen der Welt, sondern auch eine der bekanntesten. Weniger bekannt dürfte hingegen die verzweifelte Situation der von Armut geplagten Zuckerrohrarbeiter in den Feldern von Swasiland sein, die die wichtigste Zutat der Afrikanischen Cola ernten. Ihre Notlage scheint nicht berichtenswert. Dabei leben sie unter einem brutalen und repressiven Regime der absoluten Monarchie, in dem König Mswati III und eine kleine Elite in Luxus schwelgen, während der größte Teil der Bevölkerung in erbärmlicher Armut existieren muss.

Über eine Milliarden Flaschen Coca-Cola werden weltweit jeden Tag konsumiert, was der Firma jedes Jahr gewaltige Gewinne einbringt (2005 waren es über 15 Mrd. Euro). Seit dem Rückgang des Wachstums der westlichen Märkte zielt Coca-Cola immer stärker auf die Märkte der Entwicklungsländer ab, nicht zuletzt auf den afrikanischen. Das Wachstumspotenzial ist bedeutend höher und der Wettbewerb weniger scharf. „Die Wirtschaft wächst, aber nirgendwo wächst sie schneller als in Asien und Afrika“, betont Mutha Kent, Verwaltungsratsvorsitzender, im Coca-Cola-Jahresbericht 2010.

Coca-Cola kann überall in Afrika gekauft werden. Die Firma ist einer der größten Arbeitgeber des Kontinents und unterhält über 160 Fertigungsanlagen mit fast 70.000 Angestellten. Ich habe Coca-Cola schon in den abgelegensten Dörfern gesehen, als ich vor 15 Jahren im östlichen Monze-Distrikt des ländlichen Sambia unterwegs war, und die Versorgung mit dem Getränk ist seitdem nicht schlechter geworden. „In den größten Teilen Afrikas muss niemand überzeugt werden, Cola zu trinken und nicht Pepsi“, sagt Constance Hays, Autorin des Buchs Truth and Power at the Coca-Cola Company. „Aber die Menschen, die so gut wie kein Geld haben und deren Ernährungs- und Gesundheitssituation sich äußert kritisch gestaltet, müssen davon überzeugt werden, ihre letzten Rand oder Schillinge aus der Tasche zu ziehen und sie für Coca-Cola auszugeben.“ Coca-Cola hatte deswegen in den letzten Jahren nicht nur auf die Wirtschaft vieler afrikanischer Länder einen großen Einfluss, sondern auch auf deren Einwohner. In Swasiland generiert Coca-Cola über 40 Prozent des BIP.

Coca-Colonisierung
Die wichtigste Zutat der Coca-Cola, die in Afrika und Teilen Asiens und Australiens konsumiert wird, stammt aus einer riesigen industriellen Fabrik in Mapatsa, Swasiland. Gründe für die Standortwahl waren für die Firma vor allem günstige Steuervereinbarungen sowie das große, stets verfügbare Reservoir an billiger Arbeitskraft und Rohrzucker.

„Coca-Cola kann Swasiland erpressen, wann immer sie Lust darauf haben. Wenn sie ihren Kopf nicht durchsetzen können, dann müssen sie nur damit drohen, ihr Geschäft woanders hin zu verlagern“, erklärt Richard Rooney, ein ehemaliger außerordentlicher Professor der Universität von Swasiland. Und wenn Coca-Cola Swasiland nicht bestraft, dann werden andere es tun. Die liberale Politik der Marktöffnung, die Swasiland eingeführt hat, wirkt selbstverstärkend, da jeder Versuch, sie umzukehren, umgehend vom Markt selbst geahndet wird. Man könnte also sagen, dass Swasiland quasi „Coca-Colonisiert“ worden ist. Nicht, dass Swasilands absolutistischer Herrscher Mswati III gezwungen werden müsste: Ihm wird nachgesagt, gute Beziehungen zur Firma zu unterhalten und das Hauptquartier in Atlanta jährlich zu besuchen. Mswati hat auch dafür gesorgt, dass die immer lauter werdenden Rufe nach Menschenrechten und sozioökonomischer Gerechtigkeit dem Geschäft nicht in die Quere kommen.

Die englische Organisation War on Want, die gegen Armut kämpft und sich für Menschenrechte einsetzt, klagt Coca-Cola in einem Report an, den lokalen Kommunen das Wasser zu entziehen und die Brunnen von Landwirten zum Austrocknen zu bringen, da große Mengen an Wasser für die Produktion in den Fabriken benötigt würde. „Es braucht fast drei Liter Wasser, um einen Liter Coca-Cola herzustellen. Das zerstört die lokale Landwirtschaft.“

Darüber hinaus wirft ein Report des Human Resource Certification Institutes (HRCI) Coca-Cola und seinen Zweiggesellschaften vor, an zahlreichen Fällen von „Verletzung elementarer Menschenrechte“ beteiligt zu sein wie zum Beispiel gewaltsames Vorgehen gegen Gewerkschaften oder diskriminierende Praktiken.

Die transnationalen Wohltäter?
Coca-Cola sieht sich selbst allerdings gerne in einem anderem Licht: als altruistischer Akteur in Afrika, der vor allem durch seine „Coca-Cola-Afrika-Stiftung“ viel Gutes tut. Schirmherr ist König Mswati III.

„Jedes Gut, dass wir für uns selbst sichern, ist nicht sicher, bis es für alle gesichert ist. Das ist der Grundsatz der Coca-Cola-Afrika-Stiftung“, kann man auf der Website der Stiftung nachlesen. Geschäftsführer Fanus Nothnagel betonte 2009 in einem Interview zum Thema Nachhaltigkeit, dass man bedürftige lokale Gemeinden unterstützen würde, um etwas zurückzugeben. Im Jahresbericht 2010 wird betont, das Coca-Cola „eine tiefe Verantwortung dafür empfindet, dass alle Firmentätigkeiten greifbare und konkrete Werte für die Gemeinden, die wir betreuen, schaffen. Es soll ein positiver Unterschied geschaffen werden.“ Die Stiftung spendet auch medizinisches Equipment an die swasische Regierung, unterstützt Gemeindeprojekte, die sich für Bildung einsetzen, und initiierte im letzten Jahr ein „Wasserentwicklungsprojekt“.

Der eigentliche Punkt aber ist die Tatsache, dass Coca-Cola aller Wahrscheinlichkeit nach deswegen in Swasiland ist, weil es eine Diktatur ist, die die Opposition und die Bevölkerung im Allgemeinen unterdrückt. Das sorgt dafür, dass die Löhne niedrig bleiben und die Arbeitslosigkeit hoch. Coca-Cola scheint zweifelsfrei glücklich zu sein mit seiner Beziehung zur autokratischen swasischen Regierung. So drückte Thembinkosi Thwala, einer der Manager der Stiftung, noch letztes Jahr gegenüber Swasilands Premierminister Sibusiso Dlamini seine „aufrichtige Anerkennung für das Königreich Swasiland“ aus und betonte, man freue sich auf eine Fortführung der soliden Beziehungen.

Die Armut der Zuckerrohrarbeiter
Diese „soliden Beziehungen“ machen die „positiven Unterschiede in den Gemeinden“, in denen Coca-Cola arbeitet, anscheinend erst möglich. Dass dies aber nicht die bedrängten Zuckerrohrarbeiter einschließt, wurde mir bei einem Besuch der Zuckerrohrfelder im östlichen Swasiland im September 2010 nur allzu deutlich. „Zuckerrohrschneiden ist Knochenarbeit, und Unfälle gehören zur Tagesordnung“, war das Fazit eines Human Rights Watch-Berichts von 2004. „Von allen landwirtschaftlichen Tätigkeiten ist Zuckerrohrschneiden die gefährlichste.“

Dies trifft zweifelsohne auch auf die Zuckerrohrarbeiter in Swasiland zu. Die Gegend, die ich besucht habe, Vuvulane, wird von der VIF (Vuvulane Irrigated Farms) gemanagt. Die Zuckerrohrfelder hingegen stehen unter der Aufsicht des Water and Agricultural Development Enterprise und der Royal Swasiland Sugar Corporation, die die Felder an Farmer vermieten, die dann wiederum eigene Arbeiter anstellen. In einer kleinen Stadt in Vuvulane arbeiten die meisten Erwachsenen auf den Zuckerrohrfeldern und verdienen damit um die 400-550 Rand monatlich. „Das reicht nicht aus, um Medizin, richtiges Essen und die Schulgebühren unserer Kinder zu bezahlen“, erzählt mir einer der Dorfbewohner. „Manchmal essen wir tagelang nichts. Wir hatten früher unsere eigenen kleinen Gemüsegärten, aber die wurden von der Zuckerfirma konfisziert. Manchmal fischen wir auch in dem nahe gelegenen Staudamm, aber nur Abends, wenn es dunkel ist. Wenn wir erwischt werden, werden wir eingesperrt, da der Damm ebenfalls Eigentum der Zuckerfirma ist“, berichtet mir ein anderer Bewohner. So gut wie keines der Kinder im Dorf, die in kaputten und zerrissenen Sachen herumlaufen und einen unterernährten Eindruck machen, geht zur Schule, und viele der Dorfbewohner empfangen Nahrungsmittelhilfen. Darüber hinaus wird die Wasserversorgung von einer privaten Firma kontrolliert, die die Versorgung stoppt, wenn nicht rechtzeitig gezahlt wird.

Firmen wie Coca-Cola behaupten immer, sie wüssten von nichts, wenn es um die Verletzung von Menschenrechten geht, die durch ihre Produktion verursacht werden. „Die Richtlinien der Firma werden für die direkten Zulieferer der Firma stets angewandt“, teilte Coca-Cola Human Rights Watch 2004 mit. Dieses Argument überzeugt allerdings nicht; es ist vergleichbar mit einer Person, die Sachen auf der Straße kauft, obwohl sie weiß, dass sie gestohlen sind. Leider werden diese Umstände auch noch von den Medien gestützt. Die swasischen Medien, die unbeeinflusst über wichtige Themen wie die immense Macht der Firma Coca-Cola oder die katastrophalen Lebensbedingungen der Zuckerrohrarbeiter berichten sollten, veröffentlichen überschwänglich positive und unkritische Berichte über die Aktivitäten der Firma. So berichtete die The Times of Swasiland am 21. Mai diesen Jahres in einem der typischen Artikel: „Coca-Cola feierte mit dem Rest der Welt den Softdrink, der immens zur internationalen Wirtschaft beigetragen hat.“ Der staatliche Swazi Observer stimmte in das Loblied ein und betonte, dass die „Reinvestitionen in die Gemeinden zu den besten Eigenschaften der Firma Coca-Cola gehören“. Doch auch die internationale Gemeinde in Swasiland ist nicht viel besser. Der US-Botschafter sprach erst im letzten Jahr über die „Hingabe, mit der Coca-Cola die soziale Verantwortung von Firmen erkennt und umsetzt und sich für demokratische Werte einsetzt“.

Aber ist Swasiland wirklich ein Musterbeispiel für die soziale Verantwortung von Firmen und demokratische Werte? Profitiert Swasiland wirklich von der Tatsache, dass Coca-Cola effektiv seine königliche Diktatur stützt? Die Firma mag einen großen Teil von Swasilands jährlichem BIP generieren, aber welchen Nutzen hat das für die verarmten Zuckerrohrbauern oder den durchschnittlichen Einwohner, der auch so kaum über die Runden kommt? Welchen Nutzen hat es, wenn der größte Teil des Bruttoinlandprodukts in den Taschen einer kleinen Elite landet? Als der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Coca-Cola, Mukhtar Kent, 2011 sagte, er spüre, dass bessere Tage für die Gesellschaft, die Gemeinden und die Humanität kommen würden, so kann er damit sicherlich nicht Swasiland gemeint haben.

Sozioökonomische Gerechtigkeit gefordert
Die Arbeiter in den Zuckerrohrfeldern sind wohl also auf sich selbst gestellt, genauso wie die Gewerkschaften und die Demokratiebewegungen. Einzige Unterstützung dabei sind einige ausländische Freunde und Solidaritätsorganisationen.

Es gab allerdings in letzter Zeit einige Hinweise darauf, dass es in Swasiland zur Verstärkung des politischen Bewusstseins kommt und dass der Wille, einem brutalen und unterdrückerischem Regime die Stirn zu bieten, zunimmt. Dieses Bewusstsein wurde vor allem durch eine weitreichende Kampagne für Demokratie und zivile Erziehung in den ländlichen Gegenden Swasilands ausgelöst, die von Organisationen wie der Foundation for Socio-Economic Justice durchgeführt wurden. Dieses verbesserte Bewusstsein ermöglicht es den swasischen Arbeitern, eine Verbindung herzustellen zwischen ihrer Armut, den schlechten Arbeitsbedingungen, den niedrigen Löhnen und dem swasischem Regime, der Vernachlässigung durch die Firmen sowie dem Neoliberalismus.

Aus diesen Gründen werden die swasischen Arbeiter in den letzten Jahren offener und deutlicher in ihren Forderungen. Beispiel hierfür sind die heftigen Streiks der 160.000 unterbezahlten und teilweise misshandelten Arbeiterinnen der Textilindustrie im Jahr 2008 sowie die Demonstrationen von historischem Ausmaß im März und April diesen Jahres, die mehr sozioökonomische Gerechtigkeit und Demokratie forderten. Den swasischen Arbeitern mag ihr Kampf gegen Coca-Cola und das Regime in letzter Zeit vielleicht vorgekommen sein wie der Kampf David gegen Goliath. Aber die Ereignisse der letzten Zeit erwecken den Eindruck, dass sie sich langsam wieder daran erinnern, dass es David war, der den Kampf gewonnen hat.

Der Autor ist Soziologe, Afrikareisender und bezeichnet sich als Amateurmusiker und mittelmäßigen Fußballspieler. Er unterhält den Stiff Kitten’s Blog.”

 

(Quelle: afrika süd.)

Anmerkung

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “afrika süd”, aus der dieser Aufsatz stammt, kann in unserer Bücherei entliehen werden.

Mexiko: Pepsi, Nestle und der Boom der Plastik-Wasserflaschen

Freitag, Mai 28th, 2010

“In Mexico, fear of tap water fuels bottled-water boom

By Tim Johnson | McClatchy Newspapers

MEXICO CITY — It’s a simple warning — don’t drink the tap water — and Mexicans take it to heart as much as any foreign tourist does.

Mexicans drink more bottled water than the citizens of any other country do, an average of 61.8 gallons per person each year, according to the Beverage Marketing Corp., a consultancy. That’s far higher than Italy, and more than twice as much as in the United States.

A rising mistrust of tap water is behind the thirst for bottled water. Other factors are also at play, however, including clever advertising campaigns by multinational corporations and the failure of the Mexican government to provide timely data on water safety.

The boom in bottled water has an underside, too. Empty plastic water bottles litter landfills and roadsides at a rate that alarms consumer and environmental groups. Recycling experts say that only about one-eighth of the 21.3 million plastic water and soft drink bottles that are emptied each day in Mexico get recycled.

Mexicans weren’t always as distrustful of tap water as they are these days.

‘Twenty years ago, there were drinking fountains in all the public schools and in most parks,’ said Claudia Campero, a Mexico representative of Food & Water Watch, a Washington-based consumer advocacy group. Now, such fountains are rare.

Some municipal water systems in Mexico have fallen into disrepair, including in the capital, where a 1985 earthquake that killed more than 10,000 people broke numerous water mains. The city siphons water from the underlying aquifer faster than rainfall can replenish it, causing the city, much of which is built on an ancient lakebed, to sink, which puts additional stress on leaky water mains. Some 30 percent of the city’s water is lost to leakage.

‘The infrastructure is very old and obsolete. Even though there has been investment, it isn’t enough. Runoff is seeping into the water system,’ said Octavio Rosas Landa, an economist at the National Autonomous University of Mexico.

For years, many residents grew accustomed to boiling tap water to ensure its safety, but natural gas prices have risen, making boiling expensive.

Not all the water is bad. Some provincial cities have improved their water systems, and Environment Ministry officials say that 85 percent of the water coursing through municipal systems is potable. Consumers, however, don’t know when they might sip the other 15 percent. Many Mexicans simply don’t trust the government to deliver clean, pure water.

That’s where multinational companies with bottled water divisions — such as Coca-Cola, PepsiCo, France’s Groupe Danone and the Swiss giant Nestle — have found an opening.

‘These companies tell people to have confidence in them rather than in the government,’ Campero said.

One can hardly turn on the television without seeing an ad of a lithe young woman in a sweatsuit sipping from a bottle of premium water or a woman in a bikini whose svelte physique seems due to the bottle of water in her hand.

‘Drink 2 liters of water a day,’ the ads from Bonafont, a leading brand from Danone, say in block letters at the bottom of the screen. Another ad says: ‘Eliminate what your body doesn’t need.’

‘The competition is very intense,’ said beverage analyst Ana Paula Pedroni of the IXE brokerage. ‘The trend is for more marketing.’

On street corners, vendors hawk liter bottles of water. Restaurants don’t offer tap water, insisting that diners buy bottled water. Primary school students must take money to buy bottled water from kiosks. One brand uses characters from Looney Toons to appeal to the student market.

‘Most of my students carry bottles of water, and they drink a lot with this heat,’ said Rosas Landa, the university economist and water expert.

For big companies, the boom in bottled water consumption in developing countries such as Mexico, India, China and Indonesia has been a godsend, since consumers in Europe, a stronghold of bottled water, have rebelled against throwaway plastic bottles as harmful to the environment.

Not so in Mexico. Former President Vicente Fox, a longtime Coca-Cola executive, looked positively on rising soft drink and bottled water sales, seeing them as a driver of economic growth. Mexicans drink an average of 42.3 gallons of soft drinks per capita annually, surpassed only by U.S. consumers.

The growth of soft drink consumption is slowing in comparison with water, however.

‘The sale of water has risen on the order of 8 percent, while soft drinks rose 2 percent,’ Pepsi Mexico President Juan Gallardo Thurlow announced in early April.

The Beverage Marketing Corp. in New York City says Mexico’s bottled water market composes 13 percent of the world’s total, and has grown at 8 percent for each of the past five years.

Consumer advocates say Mexicans’ thirst could be quenched more easily and inexpensively if municipalities provided reliable drinking water.

‘The state has contributed to these companies taking over the market and converting drinking water into a saleable product,’ said Alejandro Calvillo, the head of Power to the Consumer, a nonprofit Mexican advocacy group.

Calvillo’s group estimates that the average Mexican family spends $140 a year on bottled water, much of it in 5-gallon plastic jugs that are commonly delivered to homes. The expense puts a heavy burden on low-income families, he added.

In impoverished neighborhoods in outlying Mexico City, scores of private water companies have popped up, offering large jugs of water for 10 pesos, or about 77 U.S. cents, a third of the price of water from the multinational companies. Such concerns face few inspections, giving consumers water of indeterminate quality.

Further, most Mexican consumers refuse to separate plastic products for recycling, and those who seek to recycle can struggle to find places that’ll accept post-consumer plastic.

‘The corporations make the consumers responsible for recycling,’ Rosas Landa said. ‘They produce the containers, but don’t take responsibility for recycling the bottles.’

A Houston-based recycling services company, Avangard Innovative Ltd., joined with a Mexican environmental services company last year to open a $35 million recycling plant in Toluca to handle PET, polyethylene terephthalate, the strong, light plastic that’s resistant to heat and impermeable to carbonation, making it perfect for beverages.

Still, Calvillo said: ‘A large part of the PET bottles that are collected are sent to China for recycling.’ The Chinese plants grind PET bottles into fibers for use in carpeting and other consumer products to sell to countries such as Mexico.”

(Quelle: McClatchy.)