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Global: Time for a change!?

Mittwoch, Mai 4th, 2011

“Energie und Wachstum

Wenn der nukleare Zyklus sich schliesst, dann als Explosion, als Super-GAU. Fukushima, mon horreur. Der Zyklus wird durch die Katastrophe geschlossen, und das macht die atomare Technologie so gefährlich.

Von Elmar Altvater

Öffnet der Schrecken von Fukushima uns die Augen? Überdenken wir unser Verhältnis zur Natur, unser Energiemodell, unsere Wachstumswirtschaft? Der Ökonom Elmar Altvater ist skeptisch. Wir scheinen die Diskrepanz zwischen unserem Handeln und dem Wissen um dessen Folgen immer noch nicht wahrhaben zu wollen.

«Wenn alles verstrahlt ist, hilft auch kein Mindestlohn», kommentierte der Deutsche Klaus Ernst, Ko-Vorsitzender der Linkspartei, das gute Abschneiden der Grünen und die Misserfolge der Linkspartei bei den jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Ende März. In der Tat: Die Katastrophe von Fukushima hat politische Konzepte und Strategien nicht nur in Japan obsolet gemacht. Selbst die Weltwirtschaftskrise, die ja weiter höchst virulent ist und inzwischen schon so manchen Staat an den Rand der Pleite und den Euroraum fast zum Kollaps brachte, hat weniger drastisch zum Ausdruck gebracht, was Globalisierung konkret bedeutet, als das nukleare Desaster im 9000 Kilometer entfernten Japan.

Die Globalisierung und vor allem ihr Symbol und Vehikel der Container sind dafür verantwortlich, dass bereits jetzt radioaktives Material aus Japan in alle Welt verstreut wird. Müssen nach der Lockerung von Zoll- und Personen­kontrollen, nach der (Neo-)Liberalisierung der Finanztransaktionen trotz intensiver Migration, trotz Kulturaustausches, Internets und Mobiltelefons, trotz der vielen formellen und informellen Meetings im Rahmen der G8, der G20 und so weiter – müssen nun neue Radioaktivitätskontrollen eingeführt werden? Beenden Lieferstopps die globalisierte Just-in-time-Produktion, die für die überlegene Wettbewerbsfähigkeit des «Standorts Japan» verantwortlich ist?

Kurzum: Sind mit einer Art terrestrischem Urknall Grenzen der Globalisierung entstanden?

Die Antwort ist: Die Grenzen gab es immer, sie sind nur nicht beachtet worden. Sie sind von der Natur errichtet, wie schon Friedrich Engels in der «Dialektik der Natur» weitsichtig ausführte: «Schmeicheln wir uns nicht zu sehr mit unsern menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solchen Sieg rächt sie sich an uns, so werden wir bei jedem Schritt daran erinnert, dass wir keineswegs die Natur beherrschen, sondern dass wir mit Fleisch und Blut und Hirn ihr angehören und mitten in ihr stehn.» Ökonomische Rationalität verkehrt sich, wenn die Produktiv- und Destruktivkräfte weit genug ent­wickelt sind – und dies ist im Atomzeitalter der Fall –, nicht nur in Irrationalität, sondern in Katastrophen.

Die Natur und unser Verhältnis zur Natur rücken weit nach vorn auf der politischen Agenda. Bislang bemühten sich die Parteien, vor allem «ökonomische Kompetenz» zu zeigen; mit diesem Anspruch hat die SPD in Hamburg die Landtagswahl im Februar 2011 gewonnen. Meistens ist dies die Ankündigung eines hemmungslosen wirtschaftspolitischen Opportunismus. Dessen Rationalität besteht darin, dass man mächtige Kapitalgruppen bedient und ihren Medien nach dem Mund redet. Gemessen wurde und wird kompetentes Wirtschaften an der wirtschaftlichen Wachstumsrate eines Landes oder einer Region. Darauf hat sich eine Maxi-Koalition verständigt, in der auch viele Strömungen der Linken mitmachen: Mit Wachstum – und besser noch mit einer «Wachstumsbeschleunigung» – lassen sich die wirtschaftlichen Probleme unserer Zeit bewäl­tigen. In Deutschland gehörte daher ein «Wachstumsbeschleunigungsgesetz» in die Wundertüte der konservativ-liberalen Koalition.

Das könnte wieder einmal ein Plagiat sein, denn Angela Merkel hat wie ihr Ex-Verteidigungsminister abgeschrieben. Von wem? Von der linken Regierung Lula in Brasilien, die ab 2007 ein «Programm zur Beschleunigung des Wachstums» umsetzte – ökonomisch zwar ziemlich erfolgreich, aber mit einer verheerenden ökologischen Bilanz. Die Grünen hingegen versprechen mit einem Green New Deal ein «grünes» und nachhaltiges Wachstum – was auch immer sie darunter verstehen. In Deutschland beharrt zudem die Linke auf der Notwendigkeit von Wachstum, sozial ausgeglichen und ressourcenschonend, wenn auch nicht einhellig. Offenbar ist Wachstum immer noch der ideologische und politische Stabilitätsanker in einer Gesellschaft, die, wie der österreichische Sozial­philosoph Günther Anders in den fünfziger Jahren schrieb, «die Produktion [des] eigenen Untergangs pausenlos betreibt» und meint, diesen Betrieb nur durch immer mehr Ressourcen- und Energieverbrauch, also durch Wachstum, bis zum bitteren Ende fortsetzen zu können.

Die Katastrophe in Permanenz

Doch geht das überhaupt? Zweifel sind angebracht. Denn der «Traum der Vernunft gebiert Ungeheuer», wie der spanische Maler Francisco de Goya sie in seinen «Caprichos» zeichnete. Es ist etwas geschehen, was in keinem Drehbuch der Mainstreamökonomie vorgesehen war: erst die Kernschmelze der Weltfinanzen nach dem Subprime-Hypothekendebakel und dem Bankrott der Lehman-Bank in den USA. Hohn und Spott auf die Theorie der effizienten, weil neoliberalisierten Finanzmärkte. Dann kamen die Pleiten in der «realen Wirtschaft» und die sprunghafte Steigerung der Staatsverschuldung, die den Euroraum erbeben lässt. Die Probleme der Ökonomie lassen sich, so die Hoffnung, mit viel Geld aus öffentlichen Kassen bewältigen. Das ist ein Irrtum, der vor allem jene teuer zu stehen kommt, die nicht mobil genug sind, ihre Steuerzahlungen durch Kapitalflucht «optimieren», das heisst am Fiskus vorbei minimieren zu können. Die Empörung über Steuervermeidung und -hinterziehung oder über ökonomische und soziale Un­gerechtigkeit wird derzeit allerdings von schrillen ökologischen Alarm­glocken übertönt.

An einen Katastrophenalarm hat man sich schon so sehr gewöhnt, dass «der Schlaf der Vernunft» fortgesetzt werden könnte: Der Klimawandel ist als nicht zu änderndes Geschick beinahe ins Alltagsleben der Menschen eingebettet. Doch beruhigen kann das nicht. Denn die Verbrennungsprodukte der fossilen Energieträger verbleiben für etwa 120 Jahre in der Erdatmosphäre und heizen sie auf. Die Naturgesetze sind verantwortlich. Einmal verbrauchte fossile Reserven stehen kein zweites Mal zur Verfügung. Als Energieträger sind sie weg, doch die so nützlichen Kohlenwasserstoffe sind dabei in das so schädliche Kohlendioxid verwandelt worden. Nichts geht in der Natur verloren, sagt der erste Hauptsatz der Thermodynamik («Energie kann weder erzeugt noch vernichtet, sondern nur in andere Energiearten umgewandelt werden»), aber in einem irreversiblen Prozess löst die Konzentration des CO2 in der Atmosphäre die Klimakatastrophe mit ihren Sekundär- und Tertiärfolgen aus, vor denen die Klimawissenschaftler warnen: Überschwemmungen und Dürreperioden zu Zeiten und an Orten, wo sie nicht passieren dürften, Gletscherschmelze und Verschwinden der polaren Eiskappen. Der Meeresspiegel steigt an und flache Inseln und ganze Küstenlandstriche könnten überflutet werden; in einigen Jahrzehnten versinkt vielleicht auch das Kraftwerk von Fukushima im Meer. «Ungewöhnliche Wettereignisse» werden häufiger die Menschen plagen; die Hitze in Russland während des Sommers 2010 hat an die 55 000 Menschenleben gefordert, rechnen die Rückversicherer in ihren jährlichen Schadensbilanzen vor.

An diesem Punkt angelangt, kann man anfangen, das gelernte Einmaleins der Kostenrechnung auf die Klimakatas­trophe anzuwenden, und ökonomisch «rational» entscheiden, ob man den Klimawandel laufen lassen und die Schäden in Kauf nehmen oder mit teuren Vorsorgemassnahmen bekämpfen sollte.

Verantwortung und Vorsorge

Das Vorsorgeprinzip folgt direkt aus der vom Philosophen Hans Jonas in seinem «Prinzip Verantwortung» hervorgehobenen Diskrepanz zwischen der räumlichen und zeitlichen Reichweite unseres Handelns (die ja mit dem wirtschaftlichen Wachstum immer grösser wird) und unserem Wissen über die Folgen dieses Handelns. Das hat die Paradoxie zur Folge, dass einerseits unser Wissen geometrisch wächst wie die Wirtschaft, dass wir andererseits jedoch immer weniger wissen können, welche unbeabsichtigten Nebenfolgen unser absichtsgeleitetes Handeln wann und wo haben wird, weil unser Handeln zeitlich und räumlich immer weiter ausgreift. Der Philosoph Jürgen Habermas hat das als einen Beitrag zur «neuen Unübersichtlichkeit» gedeutet.

Das politische Vorsorgeprinzip ist umkämpft. Niemand wird es unvernünftig finden, aber die zu ziehenden Konsequenzen sind dennoch umstritten, zumindest solange der (Aber-)Glaube vorherrscht, mit der Förderung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit liessen sich die meisten Welt­probleme bewältigen. Wer dem Vorsorgeprinzip zu politischer Bedeutung verhelfen will, muss gegen die sich alternativlos darstellende Rationalität und Selbstgewissheit der Ökonomie als Wissenschaft vorgehen und die Lobbygruppen bekämpfen, die den kurzfristigen Profit über die langfristige Vorsorge stellen. Die Möglichkeit der Katastrophe als Folge dieser spezifischen «Rationalität», sprich der Umschlag rationaler Handlungsmus­ter in die gesamtgesellschaftliche Irrationalität, wird verdrängt. Das hat die Europäische Umweltagentur in einer Studie vor genau zehn Jahren bereits unter dem Titel «Late lessons from early warnings» (Späte Lehren aus frühen Warnungen) leicht resigniert festgehalten.

Am Ende der fossilen Energiekette

Dass die Katastrophe möglich ist, zeigt sich nicht erst am Ende der fossilen Energiekette, bei der Emission von Treibhaus­gasen, sondern bereits an ihrem Anfang, bei der Erkundung und Förderung der fossilen Energieträger. Auch da sind Katastrophen offensichtlich nicht auszuschliessen. Die Ölverseuchung des Golfs von Mexiko nach der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon vor einem Jahr hat vor Augen geführt, mit welch enormen Risiken die Förderung des sogenannten nicht konventionellen Öls aus der Tiefsee verbunden ist, nachdem das «konventionelle» Öl zur Neige geht. Dem fossilen Zeitalter, das mit der Kohle und der industriellen Revolution gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann, geht also der Brennstoff aus. Das ist eine Revolution, ob sie so genannt und wahrgenommen wird oder nicht. Der Energieträger, der die Moderne ebenso wie die Postmoderne angetrieben hat, geht zur Neige, und die fossilen Wandlungs- und Nutzungssysteme werden obsolet. Die das 20. Jahrhundert prägende fossile, fordistische oder auch postfordistische Kultur verschwindet. Sie wird jedoch nicht kampflos aufgegeben. Um den Zugang zu den Resten der Ressourcen und um Einfluss auf Vermarktung und Preisbildung werden mörderische Kriege geführt, im Irak und in Libyen, im Nigerdelta und im Sudan.

Lange wurde geglaubt, das Atomzeitalter sei die Alternative zur Epoche von Kohle, Öl und Gas. Der Schrecken von Hiroshima und Nagasaki im August 1945 hat die ungeheure Zerstörungskraft der Atomkraft ins menschliche Gedächtnis eingegraben. Er hat aber auch die Illusion genährt, diese ungeheure Energie als «Atome für den Frieden» in der Welt nutzbar machen zu können. Das Symbol der ersten Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1958 in Brüssel war das 102 Meter hohe Atomium, ein Nachbau der Eisenkristallstruktur in 165-milliardenfacher Vergrösserung. Das Atom war auf Rolltreppen begehbar, gezähmt und den Menschen zu Diensten.

Doch seit den sechziger Jahren kam immer mehr Skepsis auf, zumal die Zahl der Atommeiler zunahm und für die Entsorgung nuklearer Abfälle keine akzeptable Lösung in Sicht war. Die Entsorgungsfrage wurde immer dringender. Wie sich das Verhältnis zum Atom seit den sechziger Jahren änderte, kann man in Deutschland an der Entwicklung der Zeitschrift «Atomzeitalter» verfolgen. Von der Befürwortung der atomaren «Zukunftstechnologie» entwickelte sich die Zeitschrift zu einem kritischen Organ der Skepsis gegenüber dem Atomzeitalter.

Zur Vorsorge, dem Prinzip, das auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro 1992 und dann in der EU-Umweltgesetzgebung verbindlich vereinbart wurde, gehört die sichere Entsorgung des Atommülls. Nur so kann der nukleare Zyklus vom Uranbergbau zur Endlagerung abgebrannter Brennstäbe geschlossen werden: Uran wird aus der Erdkruste gefördert und so angereichert, dass seine Kernenergie kontrolliert in Wärmeenergie umgesetzt werden kann. Diese wiederum kann zur Betreibung von Dampfturbinen und auf diesem Umweg zur Stromerzeugung genutzt werden.

Doch auch hier zeigt sich, dass nach dem ersten thermodynamischen Hauptsatz nichts verloren geht: Die abgebrannten Atombrennstäbe bleiben erhalten und müssen sicher gelagert werden, und zwar über Zehntausende von Jahren. «Entsorgung» heisst vollständige Isolierung gegenüber natürlicher Erosion und menschlichen Eingriffen. Dass das nicht über 10 000, ja noch nicht einmal über 30 Jahre möglich ist, hat die Katastrophe von Fukushima gezeigt. Wenn der nukleare Zyklus sich schliesst, dann also als Explosion mit nuklearem Fallout, als Super-GAU. Der Zyklus wird durch die Katastrophe geschlossen, und das macht die atomare Technologie so gefährlich.

Fukushima. Ein schöner Name für ein ganz grosses Unglück der Menschheitsgeschichte und – anders als der Film «Hiroshima, mon amour» von Alain Resnais nach einem Drehbuch von Marguerite Duras aus dem Jahr 1959 – für eine Liebesgeschichte ein viel zu garstiger, verstrahlter Ort. Ob der «­horreur» von Fukushima uns indes die Augen öffnet, ist nicht gewiss. Das ist ja nach Tschernobyl auch nicht geschehen. Und nach dem Schrecken von Fukushima folgt eine pervers zu nennende Normalisierung des «Weiter so», vergleichbar der Reaktion des Dr. Strangelove, der im gleichnamigen Film von Stanley Kubrick von 1964 begann, die Bombe zu lieben.

US-Präsident Barack Obama hat Ende März trotzig angekündigt, aus energiepolitischen Gründen weitere Atommeiler bauen zu lassen. Die Türkei plant Atomkraftwerke sogar in erdbebengefährdeten Regionen, und Projektnehmer ist das japanische Skandalunternehmen Tepco. Südkorea sieht keinen Anlass, die geplanten vierzehn neuen AKWs nicht zu bauen und die Kapazität nicht von 18,4 Gigawatt bis 2024 auf 35,9 Gigawatt zu verdoppeln. Atomkraftwerke sollen nach Autos, Halbleitern und Schiffen der südkoreanischen Exportoffensive Dampf machen. Frankreich will weiterhin achtzig Prozent seines Stromverbrauchs aus den 58 AKWs des Landes gewinnen. Russland hat neue AKWs in Planung und China auch.

Atomkraftwerke, eine Ware – der Kauf-, Kredit-, Nutzungs- und Wartungsvertrag mag sich auf drei oder vier Jahrzehnte erstrecken, doch für die Folgen von Produktion und Nutzung der Ware AKW ist die menschliche Gesellschaft in ihrer gesamten Geschichte zuständig, die Halbwertszeit von Plutonium-239 beträgt 24 110 Jahre, umfasst also einen Zeitraum, der mehr als doppelt so lang ist wie der von den ersten Anfängen der mesopotamischen Frühgeschichte vor 11 000 Jahren bis in die Gegenwart. In die atomare Halbwertszeit passen also zwei vollständige Geschichten der menschlichen Kultur.

Ein neues Energiemodell ist nötig

Wissen die AtomkraftbefürworterInnen eigentlich, was sie tun? In Deutschland stellt die Regierung Merkel nach der japanischen Katastrophe die Kernenergie infrage, nachdem sie erst im vergangenen Herbst den von der rot-grünen Vorgänger­regierung beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie mit einem Beschluss über die Verlängerung der Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke rückgängig gemacht hatte. Nun aber werden die ältesten Reaktoren für drei Monate vom Netz genommen, um während eines befristeten Moratoriums ihre Sicherheit überprüfen zu können. Das ist Augenwischerei. Denn bis auf das AKW Isar 1 sollten alle anderen «stillgelegten» Atomkraftwerke sowieso zur Wartung abgeschaltet werden. Eine Ethikkommission soll diese Überprüfung begleiten. In der Europäischen Union sollen alle 143 Atomkraftwerke einem Stresstest unterworfen werden.

Was die deutsche Regierung von ihrem Beschluss hält, hat Wirtschaftsminister Rainer Brüderle auf einer Besprechung mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie ausgeplaudert. Gemäss Gesprächsprotokoll wies Brüderle «erläuternd darauf hin, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien». Das ist das Plädoyer eines «Homunculus oeconomicus» mit einer Rationalität, die noch nicht einmal versucht, die Diskrepanz zwischen Handlungsfolgen und Wissen darum aufzulösen. «Kompetente» Energiepolitik bedient immer nur die kurzfristigen Profitinteressen der Energiekonzerne, sie ist also borniert.

Die atomare Energie ist, anders als von den Brüderles aller Nationen erhofft und versprochen, keine Alternative zu den fossilen Energieträgern Kohle, Öl und Gas. Dies ist die wichtigste Lehre aus der Atomkatastrophe von Fukushima. Sie hat die fast vergessenen oder verdrängten Lektionen von Tschernobyl und Harrisburg bestätigt. Die weltweit agierende Atomlobby verweigert sich ihnen, und die Politik folgt ihr darin, möglicherweise aus einem Grund, den der SPD-Energiepolitiker Hermann Scheer in seinem kurz vor seinem Tod im Oktober 2010 veröffentlichten Buch «Der energethische Imperativ» erwähnt: «Die Atomtechnik ist in allen Atomwaffenstaaten eine ‹Double-­Use-Technik›. Atomare Rüstung ohne eigenes atomtechnologisches Potenzial ist nicht denkbar […]. Die Atomenergienutzung zu beenden bedeutet, die Abrüstung der Atomwaffen realisieren zu müssen.»

Atomkraftwerke schrecken tatsächliche und potenzielle Gegner ab, nicht nur weil sie Zeitbomben sind, sondern weil sie das technische Know-how und das Potenzial zum Bau der Atombombe dokumentieren. Weshalb sonst soll der Iran am Bau eines Atomreaktors gehindert werden?

Das Energiemodell der vergangenen Jahrzehnte, in dessen Zentrum sich Kohle, Erdöl, Erdgas und Atom befinden, muss schleunigst aufgegeben werden. Doch prompte Auswege aus dem fossil-nuklearen System sind schwer zu finden. Natürlich, erneuerbare Energien stehen als Alternative zur Verfügung. Doch wird das nur dann gehen, wenn nicht nur der fossile Treibstoff oder der Atomstrom durch Sprit aus Biomasse und Strom aus Windkraft ersetzt werden, sondern wenn auch die Energiewandlungssysteme und mit ihnen die Lebens- und Produktionsweise, wenn also auch gesellschaftliche und Naturverhältnisse grundlegend umgestaltet werden. Das geht nicht von heute auf morgen. Doch wäre es besser, heute und nicht erst morgen damit zu beginnen.

Fukushima mahnt; eine sozial gerechte Gesellschaft und eine friedliche Zukunft wird es nur mit der Nutzung solarer Energien geben.


Elmar Altvater



(Quelle: WOZ.)

USA: BP…

Mittwoch, Mai 4th, 2011

“The F Word: Is BP Too Big To Fail?

By Laura Flanders

Now to the opposite of cuts. Over a year after the biggest oil spill in US history and even as criminal investigations continue, BP is still receiving millions of dollars in government contracts.

That’s according to a new story by Jason Leopold at Truthout, who notes that only last week Air BP, a division of the oil company responsible for the oil spill causing problems in the Gulf of Mexico, was awarded a $42 million contract to supply fuel to Dover Air Force Base.

While Leopold was unable to confirm that that fuel was going to supply planes headed to Libya, what he did find was that the contract was given under “unusual and compelling urgency,” which means that the government found the need so important that they limited the bids.

So BP’s not only still getting government largesse; it’s getting preferential treatment—even as other government investigators look into its negligence?

Leopold also reports that twice last year the company violated its probation and faced no serious consequences. Unlike a person, when a corporation violates its probation you can’t just throw it in jail.

All told, BP got fifty-two government contracts worth $56.5 million for fiscal year 2011 while we got oil spills, dead fisheries and $4-a-gallon gas.

Officials have noted that it’s not so easy to debar BP from government contracts while it provides some 80 percent of Defense Department fuel.

So as it was with banks, so it is with BP—Scott Amey of the Project on Government Oversight told Leopold that BP “is a perfect example of a contractor too big to fail.”

US Uncut are reminding us that it’s not too late to learn the lesson—some power’s too big to be safe for our democracy. Say US Uncut about the banks—we’d better break them up before they default again. Perhaps we need to add huge contractors to the list that should be shrunk before they hold us all for ransom.

The F Word is a regular commentary by Laura Flanders, the host of GRITtv and editor of At The Tea Party, out now from OR Books. GRITtv broadcasts weekdays on DISH Network and DIRECTv, on cable, and online at GRITtv.org and TheNation.com. Follow GRITtv or GRITlaura on Twitter and “like” us on Facebook.” 

 

(Quelle: The Nation.)

USA: Deepwater Horizon? Deepwater Horizon?

Donnerstag, April 28th, 2011

“BP expects to resume drilling in Gulf of Mexico within months

• BP takes additional $400m in charges from oil spill costs

• UK budget changes cost BP £414m in extra taxes

By Terry Macalister

BP has predicted it will be back drilling in the Gulf of Mexico within a matter of months despite continuing legal threats and rows over pollution from last year’s Deepwater Horizon disaster. ‘We expect to be back and actively drilling during the second half of the year,’ Byron Grote, the company’s chief financial officer, told financial analysts from the City of London on Wednesday.

The comments are likely to infuriate environmentalists who believe BP should be kept away from the Gulf, and could upset a US offshore regulator still considering whether to grant permits to BP.

Verbal gaffes by former chief executive Tony Hayward in the wake of the Macondo well accident 12 months ago damaged the company’s reputation in America as it attracted widespread criticism from the White House downwards.

Grote was speaking as BP revealed it had taken a further $400m (£240m) of extra charges relating to Macondo in its first quarter financial results, which helped dent profits.

The company has not drilled any wells in the US Gulf since a moratorium was introduced last summer but formally lifted again in October. Some rival firms have already been granted permission to drill new deepwater wells, but not BP.

A spokesman for the British company said it had applied to resume drilling production wells to keep up output levels at important fields such as Thunderhorse and Atlantis. ‘This is clearly subject to the regulator’s permission being granted,’ he added.

Hopes that drilling could begin soon come barely a month after the US justice department confirmed it was still considering a range of civil and criminal charges against BP. It also comes amid continuing arguments over how much oil or dispersant chemicals used in the aftermath of Macondo continue to damage the waters of the Gulf.

The financial figures for the first three months of the year were boosted by much higher oil prices but were also damaged by the chancellor, George Osborne, taking a billion dollar bite out of profits. Changes announced in the March budget on North Sea oil fields cost BP $683m (£414m) in extra taxes over the first quarter of the year while a further $400m is expected to go in 2012 owing to fiscal treatment covering the decommissioning of platforms.

The higher tax charge in the first three months helped replacement cost profits dip to $5.5bn from $5.6bn during the same period a year ago but the figures were also hampered by an 11% slump in production volumes and higher operating costs.

These special items outweighed a substantial increase in oil prices year on year and a very strong performance from its Russian business, TNK-BP, where BP is in conflict with its oligarch partners over a proposed tie-up with another local group, Rosneft.

The tax hit from Osborne has infuriated the North Sea oil and gas industry which claims hundreds of jobs stand to be lost. There has been a series of meetings between company executives and government officials but so far Osborne has shown little sign of backing down.

Osborne presented the move last month as a ‘fair fuel stabiliser’ which would raise the tax rate on oil producers to avoid having to increase the tariff on pump petrol, which has reached record levels.

The chancellor said the change would raise £2bn of extra taxes but BP’s figure of $683m is the first from a company and BP is still one of the largest in the North Sea. The BP tax rate went up from 30% to 37% over the first quarter as a result of the move, said a company spokesman.

The oil group has gradually been running down its UK interests and is talking to potential buyers about various gas fields it wants to sell along with the Wytch Farm onshore field in Dorset.

BP has disposed of $24bn worth of assets worldwide as part of a cash-raising move to help pay for the $41bn cost of Deepwater.”

 

(Quelle: The Guardian.)

USA: Deepwater Horizon – Alles wieder in Butter?

Donnerstag, April 14th, 2011

“Has BP really cleaned up the Gulf oil spill?

Officially, marine life is returning to normal in the Gulf of Mexico, but dead animals are still washing up on beaches – and one scientist believes the damage runs much deeper

by Suzanne Goldenberg

There are few people who can claim direct knowledge of the ocean floor, at least before the invention of the spill-cam, last year's strangely compulsive live feed of the oil billowing out of BP's blown-out well in the Gulf of Mexico. But for Samantha Joye it was familiar terrain. The intersection of oil, gas and marine life in the Mississippi Canyon has preoccupied the University of Georgia scientist for years. So one year after an explosion on the Deepwater Horizon offshore drilling rig, about 40 miles off the coast of Louisiana, killed 11 men and disgorged more than 4m barrels of crude, Joye could be forgiven for denying the official version of the BP oil disaster that life is returning to normal in the Gulf.

The view from her submarine is different, and her attachment is almost personal. On her descent to a location 10 miles from BP's well in December, Joye landed on an ocean floor coated with dark brown muck about 4cm deep. Thick ropes of slime draped across coral like cobwebs in a haunted house. The few creatures that remained alive, such as the crabs, were too listless to flee. "Most of the time when you go at them with a submarine, they just run," she says. "They weren't running, they were just sitting there, dazed and stupefied. They certainly weren't behaving as normal." Her conclusion? "I think it is not beyond the imagination that 50% of the oil is still floating around out there."

At a time when the White House, Congress, government officials and oil companies are trying to put the oil disaster behind them, that is not the message from the deep that people are waiting to hear. Joye's data – and an outspoken manner for a scientist – have pitted her against the Obama adminstration's scientists as well as other independent scientists who have come to different conclusions about the state of the Gulf. She is consumed by the idea that she – and other colleagues – are not really being heard."It's insanely frustrating," Joye says.

She never expected to be a science dissident, she says, or gain such a large public profile. She sees herself as a science nerd and a brainiac who never knew how to play, even as a child. To round off the picture of a ferocious intellect, Joye says she had a photographic memory when she was younger. Her perfect recall has faded, now that she is in her 40s, but that intensity of focus is still there.

In the past year, Joye – as well as other independent scientists – has repeatedly challenged the official version of the oil disaster put forward by the White House and other administration officials. Last May, her research team was the first to detect the presence of a vast plume of oil droplets swirling at high speed through the deep waters of the Gulf. The discovery – initially disputed by government scientists – suggested that far more oil and gas had entered the sea than they had originally estimated.

In December, Joye's team knocked down another White House claim – that the vast majority of the oil was gone – when she discovered a thick coating of oil, dead starfish and other organisms on the bottom of the ocean, over an area of 2,900 square miles.

It remains to be seen whether Joye can prove the deniers wrong. She has a new scientific paper coming out, and a return research voyage to the Gulf this week, with several more follow-up voyages scheduled this summer to areas within range of the BP well. Can she convince her fellow scientists that the majority of BP's oil is still stuck on the bottom of the ocean? How long will it remain there, and what effect will it have in the future?

It's undeniable that time has moved on since the initial disaster. After 87 days, BP engineers managed to cap the well last July. Last year's images of pelicans entombed in thick layers of crude now belong to history.

So too, very nearly, do the various investigations into the disaster. Most are complete, with blame spread between BP and other companies. Transocean owned the Deepwater Horizon oil rig. Halliburton was responsible for the cementing job on the well, which has been much criticised by investigators. However, BP executives could still face criminal charges.

The oil business in general is looking up. The Obama administration last month started issuing new permits for deepwater wells in the Gulf – the first since the BP blowout. Meanwhile, Congress has yet to act on any of the issues arising from the oil spill – from raising the liability on oil companies to strengthening environmental regulations. Senators even blocked a bill that would have given the 11 workers killed in the blowout the right to sue for damages comparable to those on land.

BP, which seemed in danger of collapse a year ago, is on the financial rebound. Ken Feinberg, the independent administrator of BP's $20bn compensation fund, says he is close to finishing compensating individuals and businesses who were hurt by the disaster – without even coming close to exhausting the $20bn. He paid out only $3.6bn last year.

The cleanup operations are also winding down, at a cost to BP of about $13bn (it has also pledged $500m to scientific research in the Gulf). The company took out an ad campaign this week to express regrets for the spill, showing a picture of shimmering Gulf waters. It could still be liable for up to $18bn in penalties and fines, however, under a US law that imposes a levy of $4,300 for each barrel of oil. But Feinberg was so upbeat he told reporters the Gulf could see a complete recovery by 2012.

Government scientists have not gone so far. A spokesman for the National Oceanic and Atmospheric Agency (NOAA) said there was "no basis to conclude that the Gulf recovery will be complete by 2012", and warned that some of the consequences of the spill may not be known for decades. The spokesman went on to note that about 60 miles of the coastline remain oiled. Tar mats continue to wash up on beaches in Louisiana, Mississippi, Alabama and the Florida Panhandle. And although Gulf waters have reopened to fishing, many oyster beds were wiped out when state authorities flushed fresh water into the Gulf in the hopes of rolling back the oil. At a public meeting last month in Biloxi, Mississippi, fishermen said they were hauling up nets full of oil with their shrimp.

So how could the disaster possibly be over, asks Joye. "You talk to people who live around the Gulf of Mexico, who live on the coast, who have family members who work on oil rigs. It's not OK down there. The system is not fine. Things are not normal. There are a lot of very strange things going on – the turtles washing up on beaches, dolphins washing up on beaches, the crabs. It is just bizarre. How can that just be random consequence?"

More than 150 dolphins, half of them infants, have washed up since the start of 2011. At least eight were smeared with crude oil that has been traced to BP's well, NOAA said, and 87 sea turtles – all endangered – have been found dead since mid-March.

"To me it makes no sense to think that it is random consequence, but it is kind of maddening because there has been a lot of energy and effort put towards beating the drum of everything is wonderful, everything is going to be fine by 2012," says Joye.

Other studies have disputed Joye's findings. Terry Hazen, a scientist at Lawrence Berkeley National Labs, failed to detect any traces of underwater oil in the six weeks after the well was capped. But he did find evidence of naturally occurring bacteria that ate the oil. John Kessler, a scientist at Texas A&M, found that the huge quantities of methane gas, which were released along with the oil, had also rapidly degraded.

But Joye was unfazed. In her lab, technicians have been running experiments for months to learn more about how the oil could be broken down once it sank into the ocean floor. "The micro-organisms are not happy. They are not metabolising this stuff," she says. "They should be having a picnic and feasting, and they are not. Why is that? I have no idea, but we are trying a lot of different combinations to try to find out what is regulating their activity."

When the first reports came in of a blowout on the Deepwater Horizon last year, Joye was laid up at home with a bad back. But part of her team was only a few miles away from the well – the only research vessel in the area – and posted pictures on the web of the flames shooting into the sky. In those early days, Joye says she had just one thought – to more research vessels getting out there to see what was happening to the oil.

Those first weeks of the oil disaster were a time of immense frustration for scientists. BP and government officials were extremely reluctant to produce any estimate of the magnitude of the spill. An investigation commission appointed by Obama would later deliver harsh criticism to officials for gross underestimates of the spill.

Independent scientists were clamouring for access to data. Joye, by a stroke of good luck, already had a research trip scheduled; the scientists simply re-purposed the cruise to check for traces of oil from BP's well. They found the cloud of droplets suspended in the water and immediately posted an update to the research mission's website, complete with measurements. The response came as a shock.

Tony Hayward, then chief executive of BP, simply denied there could be any oil at depth. "The oil is on the surface," he told reporters during a quick trip to the cleanup command centre in Louisiana. "There aren't any plumes."

The government reaction was arguably even more discouraging. Jane Lubchenco, the head of NOAA and herself an ocean scientist, said publicly it wasn't at all clear there was any oil in the depths. "We need to make sure that we are not jumping to conclusions," she told PBS television.

Off-camera, Joye and other scientists were bombarded with phone calls from furious officials, from NOAA and other government agencies. "I felt like I was in third grade and my teacher came up to me with a ruler and smacked my hand and said: 'You've just spoken out of turn.' They were very upset," Joye says.

Other scientists have suggested that the clash between Joye and government scientists was due to the enormity of the Gulf disaster. Scientists have no prior experience of a release of oil of this size, and over such a long period of time. There are huge areas of uncertainty, they say. It is conceivable that both parties could be proved right. But Joye will take some convincing. "I am somebody who if I believe in something, I give it 180%," she says. "I believe in the Gulf of Mexico and I love the ecosystem, that is why I have not stopped doing what I have been doing, and saying what I have been saying. When I see evidence that convinces me otherwise I will change my opinion."

But, she adds: "I have not seen anything that changes my opinion to this point."

© 2011 Guardian News and Media

(Quelle: Common Dreams.)

USA: Das wird teuer – für die SteuerzahlerInnen…

Freitag, Juli 23rd, 2010

“Oil Spill Has a Price Tag and It’s High


U.S. Coast Guard / Petty Officer 3rd Class Ann Marie Gorden

The cost to the Gulf states’ tourism industry alone could be $22.7 billion, according to a study commissioned by the U.S. Travel Association. The outlook for the region’s fishing and drilling industries is also pretty bleak.

BP, meanwhile, has already spent $4 billion trying to clean up the mess.

CNN:

“The effects of the oil spill on the region’s travel industry could last up to three years and cost up to $22.7 billion, according to the study released Thursday.

In preparing the research, Oxford Economics looked at current spending, government models predicting oil flow and the effect of 25 past crises on tourism to develop a model to gauge the Gulf disaster’s impact, according to Adam Sacks, managing director for Oxford Economics.”

Read more”

 

(Quelle: Truthdig.)

 

Siehe auch:

EMERGENCY COMMITTEE to STOP the GULF OIL DISASTER

USA: BP – selbst zu blöd für “Photoshop”…

Freitag, Juli 23rd, 2010

“BP Photoshops Another Official Image Terribly

BP Photoshops Another Official Image TerriblyThis week it came to light that BP had photoshopped—poorly—an official image of their crisis command center. Apparently, that wasn’t an isolated incident. Let’s take a closer look at this view from a helicopter, shall we? UPDATED:

The photo, sent in by a tipster and entitled “View of the MC 252 site from the cockpit of a PHI S-92 helicopter 26 June 2010,” shows up here, a section of BP’s website that hopes to explain their response effort through pictures. This one, sadly, is fabricated.

The first thing you might notice out of place is the looming air traffic control tower in the upper left hand side of the photo:
BP Photoshops Another Official Image TerriblyThen, direct your attention to where the water abruptly changes shades of blue in a frenzy of pixelation, blurring, and a disappearing vessel:
BP Photoshops Another Official Image TerriblyZeroing in on the pilot on the left, evidence of a pretty sloppy cutting job:
BP Photoshops Another Official Image TerriblyAnd last, while the helicopter clearly appears to be situated at some height above the boats ahead, the readouts on the dash appear to indicate that that door and ramp are open and the parking brake engaged, not to mention that the pilot appears to be holding a pre-flight checklist:
BP Photoshops Another Official Image TerriblyAnd so on. As one reader pointed out, the tower may in fact be an oil rig adjacent to a helipad (which would also explain why the pilots are in prep mode), but the photo’s still clearly been doctored. Badly.

Obviously there are bigger fish to fry when it comes to BP. But every time they fabricate an image like this, it undermines whatever little credibility they have left, along with all of the actual documentation of the massive undertaking this has been and will continue to be. It speaks to a company still more concerned with image than reality, in charge of repairing something so terribly broken that we can’t afford to treat it with anything but total candor.

UPDATE: BP has acknowledged that they manipulated the image and has posted the original here. [BP]”

Send an email to Brian Barrett, the author of this post, at bbarrett@gizmodo.com.

 

(Quelle: Gizmodo.)

 

Siehe auch:

BP photoshops fake photo of crisis command center, posts on main BP site