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BRD: Einfache Übung?

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Presseinformation vom 30.10.2012

“Verwender sollen Ungefährlichkeit uranhaltiger Waffen belegen

Bundesregierung soll UN-Resolution zum Thema Uranmunition zustimmen

Uranmunition wurde unter anderem im Bosnienkrieg und im Kosovo eingesetzt. Foto: ICBUW

30.10.2012 Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Zivilgesellschaft und der deutschen Politik haben  die Bundesregierung aufgefordert, dem in der UN-Generalversammlung eingebrachten Resolutionsentwurf zum Thema Uranmunition zuzustimmen. Darin findet sich zum ersten Mal die Forderung nach dem Vorsorgeprinzip. Angewandt auf uranhaltige Waffen müsste der Verwender deren Ungefährlichkeit für Umwelt und Zivilbevölkerung vor einem Einsatz nachweisen. Zu den Unterstützern des Schreibens an Verteidigungsminister Thomas de Maizière und Außenminister Guido Westerwelle gehören Mitglieder der deutschen Sektion der IPPNW, ICBUW (International Coalition to Ban Uranium Weapons), IALANA (International Association of Lawyers Against Nuclear Arms), pax christi, des Darmstädter Signals sowie die Abgeordneten Uta Zapf (SPD) und Agnieszka Brugger (Bündnis 90/Die Grünen).

Weltweit nutzen Militär und Rüstungsfirmen Waffen mit Uranmunition, zum Beispiel um Panzer zu zerstören oder Bunker zu sprengen. Unter anderem besitzen die USA, Großbritannien, Russland, die Türkei, Pakistan, Saudi-Arabien, Thailand, Israel und Frankreich solche Waffen.

Inzwischen gibt es zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse über langfristige und akute lebensgefährliche Gesundheitsschäden für den Menschen sowie über schwerwiegende Umweltfolgen durch den Einsatz von Uranmunition. Dennoch scheut sich die deutsche Bundesregierung, sich für eine Ächtung dieser Waffen einzusetzen. Die deutschen Sektionen von IPPNW und ICBUW werden Anfang Dezember eine umfassende Studie zu den Gesundheits- und Umweltfolgen des Einsatzes von Munition mit abgereichertem Uran veröffentlichen. Damit soll auch ein Beitrag zum Internationalen Aktionstag gegen Uranwaffen am 6. November geleistet werden, der zugleich der UN-Tag gegen die Umweltzerstörung durch Krieg ist.

Angesichts der Streitigkeiten um die negativen Folgen von Uranmunition ist das im UN-Resolutionsentwurf enthaltene Vorsorgeprinzip von entscheidender Bedeutung, um bei den Verhandlungen über Uranwaffen einen Schritt weiter zu kommen. Das Vorsorgeprinzip würde die Staaten zum Handeln verpflichten. Es wäre ein fatales politisches Signal, wenn die deutsche Bundesregierung dem UN-Resolutionsentwurf ihre Zustimmung verweigern würde.

Das Schreiben an Außenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Thomas de Maizière finden Sie unter http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/DU_Resolution_NGO_291012.pdf, eine UNEP-Dokumentation unter http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/UNEP_dokumentation.pdf

Den Resolutionsentwurf finden Sie unter http://www.reachingcriticalwill.org/images/documents/Disarmament-fora/1com/1com12/resolutions/L16.pdf

Pressekontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin, Tel. 030 – 698 074 15, Mobil 0162 – 205 7943, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de

 

(Quelle: IPPNW.)

Kosovo: Abgründe allerorten

Donnerstag, September 29th, 2011

“EU- und NATO-Kolonie Kosovo: “Für eine halbe Ewigkeit eingerichtet”


ImageIm April 2011 reiste David Stockinger mit einer Gruppe von Funktionären der SJ und SPÖ in den Kosovo, um sich vor Ort ein Bild von der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Situation zu machen. Das WERKSTATT-Blatt führte mit ihm das folgende Gespräch.

WERKSTATT-Blatt: Welche Auswirkungen hatte der NATO-Krieg 1999 auf die Bevölkerung des Kosovo?

David: Der NATO- Luftkrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien markierte den ersten direkt von der NATO geführten Angriffskrieg in ihrer Geschichte seit 1949 überhaupt. Noch dazu nach einem nicht annehmbaren politischen Diktat, das der jugoslawischen Delegation in Ramboulliet vorgelegt wurde. Die westlichen Politiker und Militärs argumentierten die Bomben, Raketen und Marschflugkörper ja mit einer humanitären Intervention“, bezeichneten die Aktion „Allied Forces“ als einen Luftschlag zur Durchsetzung der Menschenrechte“.

Ab dem 24. März 1999 flog die größte Militärmaschinerie der Welt tagtäglich Angriffe. Nicht nur auf militärische Ziele der jugoslawischen Bundesarmee, sondern nach einigen Tagen vermehrt auf zivile Einrichtungen im gesamten jugoslawischen Bundesgebiet, einschließlich des Kosovos. Viele hundert Spitäler, Rundfunkstationen, Betriebe, Kindergärten, Schulen, Wohnkomplexe, Brücken und Straßen, Raffinerien und Kraftwerke wurden systematisch zerstört. Entweder durch  fehlgeleitete Marschflugkörper und Clusterbomben bzw. nach ausbleibenden militärischen Erfolgen bewusst zur Vernichtung der wirtschaftlichen Grundlage Jugoslawiens. Die BR Jugoslawien sollte in das vorindustrielle Zeitalter zurückgebombt werden um jeglichen eigenständigen Entwicklungsweg zunichte zu machen.

Das betraf auch den Kosovo, sogar sehr massiv! Bereits in den ersten Tagen wurden serbische wie kosovo-albanische Flüchtlingskonvois durch NATO-Bomben regelrecht zerfetzt, ein Zug der Bundesbahn wurde im Norden des Kosovo durch Raketen mitsamt seinen Passagieren ausgelöscht. D.h. die NATO provozierte mit dem Bombardement regelrecht einen Flüchtlingsstrom den es in der Form vor dem 24.3. nicht gegeben hat. Selbstverständlich flüchteten auch zuvor Albaner aber auch Serben vor den Kämpfen zwischen der Bundesarmee, der Polizei und der kosovo-albanischen Untergrundorganisation UCK.

Die NATO-Luftkräfte hatten das Ziel, die im Kosovo gegen die UCK operierenden Panzereinheiten zu vernichten. Dazu verwendeten sie im großen Stil die panzerbrechende DU-Munition (Depleted Uranium- abgereichertes Uran). Die jugoslawische Armee war jedoch sehr geschickt, sie versteckte die Fahrzeuge in alten, unter Tito angelegten Bunkern, stellte Plastikatrappen auf und verlegte sogar künstliche Straßen. Zudem funktionierte die jugoslawische Luftabwehr sehr effizient und die NATO-Flugzeuge mussten dem Sperrfeuer oft ausweichen- kurz und gut, sie erzielten nicht den gewünschten Erfolg, konnten aber mit den DU-Raketen, aus Sicherheitsgründen, nicht auf ihre Basen in Italien und Albanien bzw. Ungarn zurückkehren. So verschossen sie die Projektile einfach ins „Grüne“.

Der Einsatz der DU-Munition verseuchte auf die nächsten Jahrzehnte das Grundwasser und die Umgebung großer Teile des Kosovos als auch des südlichen Zentralserbiens radioaktiv. Seit einigen Jahren stellt z.B. das Krankenhaus in Mitrovica einen starken Anstieg diverser Krebserkrankungen fest. Mit dem Krieg und der danach etablierten Besatzung und Verwaltung durch die „Internationalen“ (KFOR, UNMIK, EULEX usw.) geht auch der wirtschaftliche Niedergang bzw. das Ende von ehemals großen Produktionskomplexen, wie z.B. der  Blei- und Zinkmine Trepca einher.  

WERKSTATT-Blatt: Du bezeichnest in Deinem Vortrag Kosovo als Land "zwischen Mafia und westlicher Kolonie". Worauf stützt sich diese Einschätzung, welche diesbezüglichen Erfahrungen hast Du bei Deiner Reise gemacht?

David: Nach dem faktischen Aus der jugoslawischen Staatlichkeit und dem Einmarsch der KFOR und UNO, etablierte sich ein enges Netzwerk an mafiösen Aktivitäten im Kosovo. Ehemalige UCK-Kommandanten nutzten und nutzen offensichtlich ihre Positionen nunmehr in der Politik um mit Drogen-, Waffen- und Menschenhandel das große Geld zu verdienen. Auch die traditionellen Clanstrukturen spielen hier eine große Rolle. Zudem stehen seit kurzem einige kosovo-albanische Führer im Verdacht in den illegalen Organhandel verstrickt zu sein. Die Organe entnahm man angeblich entführten Serben und anderen Nicht-Albanern in einem Militärspital in Albanien. Nachdem es im Kosovo praktisch keine Produktion mehr gibt und ca. 50% Arbeitslosigkeit herrscht, ist Kriminalität oft die einzige Möglichkeit sich über Wasser zu halten. Die Landwirtschaft beschränkt sich oft auf Subsistenzwirtschaft, obwohl es genügend Land zur Bewirtschaftung geben würde. Am Markt in Pec kann man dafür Äpfel aus Südtirol kaufen. Die „Balkanroute“ über den Kosovo ist in den letzten 10 Jahren zur traurigen Realität geworden und das afghanische Heroin gelangt über diese Region nach Westeuropa. Es klingt absurd, aber „abgesichert“ wird dieses ganze Elend durch die Herrschaft der „Internationals“.

Diese sind repräsentiert durch die NATO-KFOR, UNMIK, die EU Mission EULEX, und unzählige westeuropäische bzw. US-amerikanische NGOs. Oft ist es die einzige Möglichkeit überhaupt Arbeit zu finden bei einer dieser Organisationen zu arbeiten. Diejenigen, die politisch den Ton angeben brauchen ja Übersetzer, Friseure, Prostituierte…Zur Zeit sind ca. 15 – 20.000 „Internationals“ im Kosovo. Die einzigen Wirtschaftssubjekte die wie Pilze aus dem Boden schießen, sind meist westeuropäische Banken. In jeder mittelgroßen Stadt protzt das RAIKA-Giebelkreuz. Die höchste Fussball-Liga im kosovarischen Männerfussball ist die Raiffeisen-Superliga. 

WERKSTATT:Blatt: NATO und EU werden offensichtlich auch bei Teilen der Kosovo-Albaner immer unbeliebter, warum?

David: Viele Kosovo-Albaner erhofften sich durch die unilaterale Ausrufung der Unabhängigkeit auch Brot und Arbeit. Darüber hinaus, waren Sie der Meinung, dass die Internationals ihre Präsenz reduzieren und die volle Entscheidungsgewalt den kosovo-albanischen Autoritäten übertragen. Beides trat nicht ein, im Gegenteil, mit der Etablierung der EULEX-Mission kam eine neue Organisation hinzu.

Die Interntionals verwalten den Kosovo ähnlich wie in Bosnien: Mit legislativen und exekutiven Vollmachten. Dem Parlament in Pristina kommt hier nur eine untergeordnete Rolle zu. Was im Kosovo zu passieren hat, wird in Brüssel und Washington bzw. in deren diplomatischen Vertretungen vor Ort entschieden. Die Menschen sehen, dass auch nach mittlerweile 12 Jahren der internationalen Präsenz und den Milliarden die aus dem Ausland kommen, die Infrastruktur nach wie vor am Boden liegt, die Arbeitslosigkeit weiterhin auf einem Rekordhoch ist. Derzeit gibt es bei einer Million arbeitsfähiger Bevölkerung lediglich etwa 325.000 Arbeitsplätze (einschließlich nicht registrierter Schattenwirtschaft). Jährlich kommen weitere 36.000 junge Leute neu auf den Arbeitsmarkt. Viele Menschen meinen, dass das  bald zu einer sozialen Explosion führen wird.

Unter diesen Voraussetzungen entstand auch eine neue politische Bewegung aus ehemaligen Anti-Jugoslawischen Studentenführern die sich zunehmend gegen die internationale Präsenz richtet. Die Bewegung „Vetevendosije“ hat sich mittlerweile als Partei konstituiert und errang bei den letzten Parlamentswahlen 12% der Stimmen. Sie sieht sich selbst sowohl als Anti-Serbisch als auch als Gegner der nun etablierten Politker aus den ehemaligen UCK-Eliten wie Hashim Taci oder Agim Ceku. Unterfüttert ist ihr politisches Weltbild mit der groß-albanischen Idee, die als echte Selbstbestimmung der Kosovo-Albaner definiert wird. Diese Partei wird gerade bei den Jungen immer beliebter, ihre Plakate kann man in allen albanisch dominierten Gebieten des Kosovos sehen. 

WERKSTATT-Blatt: Wie hast Du das Verhältnis zwischen Serben und Kosovo-Albaner vor Ort erlebt?

David: Im Großen und Ganzen ist das Alltagsleben zwischen Albanern und Nicht-Albanern ethnisch getrennt.

Südlich des Flusses Ibar leben Serben, wie auch die meisten anderen Minderheiten (Goraner, Ashkali, Roma, Türken, Balkan-Ägypter,…) in Enklaven, die von Belgrad finanziell und politisch unterstützt werden. Wir konnten uns in der Goraner-Enklave Dragas-Gora, in Strpce, Gracanica und Gorazdevac von der tristen Lage überzeugen. Teilweise können die Bewohner nur mit bewaffneter Eskorte in die nächste Stadt einkaufen fahren. Regelmäßig wird den Enklaven das Mobilfunknetz abgedreht, was bereits zu Todesopfern führte.

Nördlich des Ibars, in der Mehrheitlich serbisch besiedelten Region des Kosovo gibt es zumindest auf der unteren, persönlichen Ebene alltäglichen Kontakt zwischen Serben und Albanern. Auch unser serbischer Begleiter und Übersetzer hat nach wie vor langjährige albanische Freunde, die auch auf sein ehemaliges Elternhaus aufpassen, seitdem seine Familie 1999 aus der Ortschaft Vuctrin vertrieben wurde. Bei einem Abendessen schwärmte der alte Albaner, der nun eine Pizzaria in Vuctrin führt, von der guten alten Zeit des jugoslawischen Sozialismus unter Tito. Auch er erzählte von den unerfüllten, hohen Erwartungen, die die Jungen in die „Unabhängigkeit“ setzten. Die Politik des Ethnizismus wird vor allem durch die politischen und ökonomischen Eliten der Kosovo-Albaner betrieben, die sich, wie vorher schon erwähnt mehrheitlich aus ehemaligen UCK-Kämpfern und Exilanten zusammensetzt.

WERKSTATT-Blatt: Derzeit gibt es wieder Gewalteskalationen im Kosovo, was sind die Hintergründe und Gefahrenpotentiale dieser Zuspitzung?

David: Die Situation war bereits während unseres Besuches im April sehr gespannt. Die kosovo-albanischen Behörden wollen, gestützt durch EU und NATO, den im UN-Sicherheitsrat gescheiterten Ahtisaari-Plan, durchsetzen.

Darunter versteht man die „überwachte Unabhängigkeit“ des Kosovo mit der dazugehörigen Machtausübung Pristinas im serbisch besiedelten Nord-Kosovo. Die hatte Priština bisher faktisch nicht und auch die EULEX wurde von den Serben nicht als Gesprächspartner akzeptiert. Die Gespräche fanden ausschließlich mit der UNMIK statt, die ja völkerrechtlich auf Basis der UN Resolution 1244 etabliert wurde und sich demgemäß status-neutral verhalten sollte.

Bisher gab es zwischen Zentralserbien und dem Kosovo faktisch keine kontrollierte Grenze, es werden bei der administrativen Linie z.B. keine Pässe kontrolliert, noch Zoll eingehoben. Das wollte die Regierung in Priština nun ändern und schickte eine Polizei-Sondereinheit zu den Kontrollstationen und verhängte einen Importstopp für serbische Waren. Daraufhin zündeten Serben die Kontrollstationen an und es kam zu den Auseinandersetzungen, bei ein Sonderpolizist erschossen wurde. Auf Befehl des deutschen KFOR-General Bühler besetzte nun die NATO die Posten und räumte die serbischen Straßenblockaden. Das Importverbot für serbische Waren wird nun von der NATO überwacht. Die „technischen Verhandlungen“ zwischen Priština und Belgrad unter Schirmherrschaft der EU sind nun ausgesetzt und sollen im September wieder aufgenommen werden und auch die Grenz- und Zollfrage zum Inhalt haben. Hier kann und will sich Serbien aber auch nicht mehr bewegen als bisher. Jede Anerkennung eines Zollstempels der „Republik Kosovo“ oder einer Passkontrolle würde automatisch eine Anerkennung der Unabhängigkeit bedeuten. Somit kann die Situation ausgehend von diesem „Grenzkonflikt“ jederzeit wieder zur offenen Gewalt eskalieren.

WERKSTATT-Blatt: Österreich spielt mittlerweile militärisch keine unbedeutende Rolle mehr im Kosovo, das Truppenkontingent wird nun weiter aufgestockt. Welche Interessen verfolgt die österreichische Außenpolitik derzeit am Balkan?

David: Wegen der neuerlichen Auseinandersetzungen wurde sogar ein zusätzliches deutsch-österreichisches Bataillon entsandt. Insgesamt stellt Österreich zurzeit ca. 600 Soldaten und hat damit das größte Kontingent der Nicht-NATO Länder innerhalb der KFOR. Weiters hat Österreich seit Juni mit Brigadier Johann Luif den Vize-Kommandanten der KFOR inne- den höchsten Posten den es je in einem NATO-geführten Einsatz hatte.

Die expansiv-aggressive Balkanpolitik zieht sich wie ein roter Faden seit Anfang der 90-er durch die österreichische Außenpolitik. Seit der Anerkennungspolitik von Alois Mock in Bezug auf Slowenien und Kroatien pocht Österreich im Windschatten Deutschlands wieder auf seinen politischen und ökonomischen Platz am Balkan. Was wir heute vorfinden sind ja nur die Nachwehen der Zerschlagung Jugoslawiens. Alfred Gusenbauer stand dann mit der sofortigen Anerkennung der völkerrechtswidrigen Abspaltung des Kosovos in bester Mock‘scher Tradition. Hier spielen klarerweise handfeste Ökonomische Interessen v.a. der österreichischen Banken eine große Rolle. Praktisch das gesamte ehemalige volkseigene Finanzwesen Jugoslawiens ist in den Händen westeuropäischer Banken, Versicherungen und Fonds.

Weiters geht es um eine geopolitische Machterweiterung der EU und NATO am Balkan auch in Bezug auf den Einfluss Russlands in dieser Region. Das Bombardement 1999 und alles was folgte war in Wahrheit nötig für die EU-(Süd)osterweiterung. Ein ökonomisch und politisch eigenständiges Jugoslawien passte einfach nicht ins Konzept. Weiters traut die NATO wie auch die EU Serbien trotz der Eliminierung Milosevics und der Installierung einer „Pro-Westlichen“ Regierung noch immer nicht zu 100%. Umfragen in Serbien zeigen deutlich, dass eine sehr große Mehrheit gegen eine NATO-Annäherung ist und auch die Zustimmung zur EU sinkt.

Alleine die größte Militärbasis Europas, das Camp „Bondsteel“ nahe Urosevac, zeigt, dass sich die NATO im Kosovo für eine halbe Ewigkeit eingerichtet hat.

WERKSTATT-Blatt: Wie könnte ein Ausweg aus Kolonialismus und Ethnizismus in dieser Region ausschauen? Welchen Beitrag könnte eine österreichische Außenpolitik dafür leisten?

David: Das ehemalige Jugoslawien wurde zerschlagen und geteilt. Nun haben wir es mit vielen kleinen, ökonomisch sehr schwachen, abhängigen und politisch-militärisch kontrollierten Gebieten zu tun. Die gesamte Region wurde durch Embargo, Krieg den EU-“Stabilitätspakt für Südosteuropa“ und durch die neoliberale Politik der nationalen Regierungen  im Grunde deindustrialisiert. Die Wunden des von außen geschürten Krieges mit all seinen Verbrechen sind noch offen. Darum ist es auf mittlere Perspektive nicht realistisch, dass es so etwas wie eine neue südslawische Integration auf eigenständiger Grundlage kommen wird.

Das Schicksal ihrer Zukunft liegt bei den Völkern des Balkans selbst. Zu aller erst müssten sie ihre jeweiligen korrupten und abhängigen nationalen Regierungen loswerden und die soziale Frage in den Mittelpunkt stellen. Es gibt einige kleine Ansätze in diese Richtung. Z.B. radikalisieren sich zunehmend die Arbeitskämpfe in Serbien, es kommt regelmäßig zu Streiks, Betriebe werden besetzt und die Arbeiterbewegung versucht sich abseits der bestehenden korrupten Strukturen neu zu organisieren. Aber ist klarerweise sehr schwierig eine schlagkräftige Arbeiterbewegung zu organisieren wenn bis zu 40% Arbeitslosigkeit herrscht.

Ähnliches ist in Kroatien zu beobachten, wo es nun im Zuge eines sich annähernden EU-Beitritts ums Eingemachte gehen wird. Nämlich um die letzten großen Reste der jugoslawischen Industrialisierung: die großen Werften an der kroatischen Adriaküste wie z.B. Pula und Rijeka. Hier verlangt die EU die komplette Privatisierung und die Einführung der EU-Wettbewerbskriterien. Da geht es um viele Tausende Arbeitsplätze und die Werftarbeiter haben eine lange kämpferische Tradition.

Eine Änderung der österreichischen Balkanpolitik würde auch heißen, mit der „Gemeinsamen Außenpolitik“ der EU in dieser Weltregion zu brechen. Somit wäre das nur möglich, wenn es auch bei uns zu einer qualitativ neuen eigenständigen Orientierung kommen würde. Das setzt natürlich neue politische Kräfteverhältnisse und den Kampf um einen allgemeinen politischen Wechsel hierzulande voraus. Natürlich könnte dann eine österreichische Außenpolitik, die eine aktive Neutralität wieder ernst nimmt und nicht als sub-imperialistische Kolonialpolitik definiert ist, auch am Balkan positive und fortschrittliche Entwicklungen beeinflussen.

Zur Person:
David Stockinger ist SPÖ-Funktionär in Schwechat NÖ, Mitarbeiter der internationalen Kommission der SJÖ, Mitarbeiter der Solidarwerkstatt “

 

(Quelle: Solidar-Werkstatt Österreich.)

Italien: Bundeswehr, die NATO und die Sache mit dem abgereichertem Uran (HÖR-TIPP)

Freitag, August 5th, 2011

“Das “Quirra-Syndrom”

Ermittlungen über einen Nato-Schießplatz auf Sardinien

Von Aureliana Sorrento

Sender:      Deutschlandfunk
Sendedatum:  Freitag, 19.08.2011
Sendezeit:     19:15 Uhr – 20:00 Uhr

Der Staatsanwalt von Lanusei, einem Ort im Westen Sardiniens, ermittelt in einem heiklen Fall.
Es besteht der Verdacht, dass auf dem größten NATO-Übungsplatz Europas, dem Schießplatz von Quirra auf Sardinien, unter anderem von der deutschen Bundeswehr Waffen gesprengt und getestet wurden, die abgereichertes Uran enthielten und das Gebiet rund um den Schießplatz verseucht haben.

In der Gegend rund um den Übungsplatz werden seit 30 Jahren Tiere mit Missbildungen geboren; bei der Bevölkerung und bei den in Quirra stationierten Soldaten hat die Krebsrate 65 Prozent erreicht. 50 Hirten sind an dem “Quirra-Syndrom”, wie man die Krebs-Epidemie auf Sardinien nennt, gestorben.

Jetzt werden ihre Leichen exhumiert, um sie auf Uranspuren zu untersuchen. In den Knochen eines in Quirra geborenen zweiköpfigen Schafs ist man schon fündig geworden: Sie enthielten in der Tat abgereichertes Uran.”

 

(Quelle: Deutschlandfunk.)

Costa Rica: DU? Nein Danke!

Montag, Mai 2nd, 2011

Costa Rica Bans DU Weapons

Landmark domestic legislation makes Costa Rica the second country to pass a national ban

28 April 2011 – ICBUW

Members of San Jose Quaker Peace Center with Congressman Oscar Alfaro, president of the Human Rights Commission of the Costa Rican Legislative Assembly and president of the Parlatino Human Rights Commission

Yesterday, April 27th 2011, the Congress of Costa Rica passed a law prohibiting Uranium Weapons in its territories. Costa Rica is the second country in the world to pass such a law, Belgium being the first. This law will prohibit the use, commerce, transit, production, distribution and storage of uranium weapons in Costa Rican territories.

This coincides with the anniversary of the First Latin American Conference on Uranium Weapons organized by the San Jose Quaker Peace Center (CAP), the International Depleted Uranium Study Team (IDUST) and the International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW). Efforts to obtain a ban began in Costa Rica at the beginning of 2009.

The bill was originally presented by former congressman Alexander Mora Mora who was also instrumental in guiding the Latin American Parliament (PARLATINO) in the passage of a resolution calling for the prohibition of uranium weapons approved on September 10th 2009. The PARLATINO has encouraged its board to carry out scientific studies in areas where Latin American military personnel and civilians may have come into contact with depleted uranium (DU).

Uranium weapons pose a serious risk to civilians and their use runs counter to several principles of international humanitarian law. The United Nations Human Rights Sub-Committee has condemned them as weapons of indiscriminate effect with long-term consequences for the environment and human health.

This landmark legislation will increase calls by campaigners for similar bills to be passed in other countries. Presently New Zealand and Ireland are discussing legislation for the prohibition of uranium weapons in their territories.

During the two years in which the Costa Rican Congress has been working on this issue, they have also passed modifications to Costa Rica’s Free Trade Zone Law in 2010, which prevent companies from producing or selling uranium weapons in Costa Rica’s Free Trade zone. These legislative changes have been made this possible by the support of many organizations, individuals, legislative assistants, peace center volunteers, students and members of the press.

A documentary ‘Uranio 238′ produced by Director Pablo Ortega for the Quaker Peace Center is available for all those interested in helping the campaign to ban uranium weapons. The Quaker Peace Centre is proud to have been chosen to present this production in the First International Uranium Film Festival which will be held in Rio de Janeiro, Sao Paolo and other towns in Brazil starting May 21st 2011.

The new Costa Rican legislation will strengthen current efforts for an International Treaty banning Uranium Weapons. The signature of President Laura Chinchilla to formalize the bill is expected in due course.

Libyen: Die Folgen des NATO-Einsatzes von Uranmunition

Donnerstag, April 14th, 2011

“Cruise missiles with depleted uranium on Libya

A first assessment of environmental impact and health

by Prof. Massimo Zucchetti

1.      Introduction

The issues regarding depleted uranium (DU) and its toxicity have sometimes, in recent years, gone beyond the scope of science. The writer [1] has dealt with radiation protection for twenty years and depleted uranium since 1999. After an experience of publishing scientific papers in journals, conference proceedings and international conferences on DU, this article attempts to estimate the possible environmental and health impact of the use of depleted uranium in the war of Libya ( 2011).

Reports of its use have appeared in the media since the beginning of the conflict[2]. In particular, Cruise missiles have been used since the first days, and we will show there is the strong suspect that those missiles bring Depleted Uranium either as flight stabilizers in the wings, or as weight kinetic energy enhancer. In the last week of the conflict, A-10 airplanes were deployed, and those too are well known for using DU bullets.

The ICBUW (International Council for the Ban of Uranium Weapons) has thoroughly address the question [3]. Statements from US Air Force that A-10 airplanes are not using DU bullets will be taken as a starting hypothesis, however being very suspect since in all past conflicts (Balkans, Iraq, Afghanistan) A-10 airplances have widely used DU ammunition. Also other suspected weapons bearing DU, such as the AV-8B aircrafts, are pointed out here, but disregarded in the following calculations and assessments, which largely focus on Cruise missiles.

Because of its unique physical characteristics, in particular the density that makes it extremely convenient as a mass enhancer (about 19 kg/l), but also the low cost (the production cost of DU is about $ 2 per kg) and the inconvenience to treat as radioactive waste, DU has found its way use in the military field.

If properly treated, the U-Ti alloy is a very effective material for the construction of kinetic energy penetrators, thick metal bullets that can pierce armours when fired against it at high speed.

The penetration process pulverizes most of the bullet, exploding into incandescent fragments of Uranium (violent combustion of almost 5000 ° C), when it hits the perforated armor, increasing the destructive effect. This property is called ‘pyrophoricity’, as for example, the characteristic of sulfur in matches. So in addition to the high density of DU, pyrophoricity too makes it a material of great interest for these applications, in particular as an incendiary weapon (API: Armour Piercing Incendiary).

Finally, during the impact on the objective, the relative hardness of the DU (alloyed with titanium) provides the projectile self-sharpening ability: in other words, the projectile does not ‘flatten’ against the armour that must break through, forming a ‘head flat ‘- as for example a projectile of lead – but it retains its shape tapering to the complete fragmentation, without thereby losing the penetrating properties.

In battle, the DU has certainly been used in the Gulf War of 1991, during the bombings NATO / UN over the Serbian Republic of Bosnia in September 1995, against Yugoslavia in spring 1999; in this century, during the attack on Afghanistan and then further in Iraq in 2003.

The use of devices to the DU in wars in Somalia and Bosnia-central and central-eastern Europe (especially large areas around Sarajevo) in the 90s, in Palestine and shooting ranges the responsibility of NATO military forces, is still incompletely documented. [4]

Among weapons that use DU, we also include the Tomahawk Cruise missile, whose use during the Balkan war of spring 1999, although not recognized by NATO has been confirmed by findings on site and sources of the European Union. [5]

On the other hand, in the Decalogue delivered to all the soldiers sent to Kosovo in 1999, there were recommendations to be followed to the letter, stating the presence of depleted uranium on the territory and particularly in Cruise Tomahawk missiles. The introduction reads:

‘The vehicles and materials of the Serbian army in Kosovo can be a threat to the health of soldiers and civilians who were exposed to them. The vehicles and equipment found destroyed, damaged or abandoned must be inspected and handled only by qualified personnel. The dangers arising from depleted uranium as a result of damage caused by NATO bombing campaign in relation to vehicles hit directly or indirectly. In addition, the collimators containing tritium and the instruments and indicators can be treated with radioactive paint, dangerous for those who had access to the means to inspect. ‘Here are tips on how to avoid exposure to depleted uranium. Textually: ‘Avoid any medium or material suspected of being hit by munitions containing depleted uranium or Tomahawk Cruise missiles. Do not pick or collect with DU munitions found on the ground. Tell your command immediately around the area that you feel contaminated. Wherever you are demarcated the area contaminated by any material found on site. If you are in an area contaminated, at least wear a mask and gloves. Ensure good personal hygiene. Frequently wash the body and clothes. ‘

The evaluations on the amount of DU used in cruise missiles differ very much. In particular, they vary in different sources, including values around 3 kg, but to go up to about 400 kilograms. In the note[6] there is a compilation of different sources available on this aspect, very important for the estimation of environmental impact.

The predictable official denial statements about the presence of uranium in these missiles collide with the above publications, as well as sources of military origin[7]

This large variability in the data can be easily explained. Some Cruise missiles are with their head weighted with depleted uranium, some are not. Even those other ones, however, even if they have not a depleted uranium warhead, they bring it in the wings, as a stabilizer in flight.

Then we can define two cases

WORST CASE: Cruise with uranium in the head. Assume 400 kilos of DU.

BEST CASE:  Cruise without uranium in the head. Take 3 kilos of DU in the wings.

2.      Calculation of environmental impact and health effects

In the large literature on depleted uranium by the author[8], the problem was already dealt with: a calculation of radioactive contamination from uranium due to cruise missiles, particularly those launched on Bosnia in 1995, was already performed. The study can also be found on the Internet, as well as the scientific journal ‘Tribuna Biologica e Medica’ (Biological and Medical Forum).[9], [10].

Returning to the models used in the article mentioned above, one can deduce which is the mechanism of contamination, at the point of exposure and inhalation, with a calculation designed to determine only if – at least in a realistic case – the relevance of the doses does not allow to neglect the problem.

We consider the impact of a Tomahawk cruise missile that brings 3 kg (best case), or 400 kg (worst case) of DU.

The impact produces a cloud of debris of various sizes, after violent combustion at about 5000 ° C. The dust is, as mentioned, is composed of particle sizes in the range [0.5 – 5] micron. Between 500 and 1000 meters from the impact one can breathe clouds with a density sufficient to cause significant doses, consisting of particles having a mass of about 0.6 to about 5 nanograms. An estimate was made using the GENII[11] code for dose and dispersion calculations. We chose to neglect the effects of fire, considering only the inhalation exposure due to the simple release of the material, not considering some factors that could cause further increase the exposure.

Critical group, in this case, it is precisely those people ‘invested’ by the cloud of dust after explosion.

After the missile hits the target, dust can ignite and disperse and be oxidized into the environment, according to the estimates that will be done in this work.

About 70% of DU, contained in the missile which is supposed to always hit the target, being an ‘intelligent weapon’, burns. Of this, about 50% are soluble oxides.

The size distribution of the constituent particles of DU oxide dust belongs entirely to the small-size, breathable, and ultra-fine dust. In particular, the diameter of the particles in this case is finer than the dust of uranium usually encountered in the preparation of nuclear fuel within the nuclear industry. It deals practically with dust included in the range [1-10] micron, with a significant proportion of particles with a diameter less than one micron.

As for the behaviour of DU dust in the human body, the main route of contamination is – as noted – inhalation. As mentioned, part of the dusts are soluble and some insoluble into  body fluids.

Given the characteristics of DU oxides of military origin, it should be noted that they have different behaviour with respect to industrial dust of uranium. You can, however, still assume, according to ICRP[12], that about 60% of the inhaled dust is deposited in the respiratory system, the rest is re-exhaled.

It can be assumed that about 25% of the particles around 1 micron in diameter are retained for a long period in the lungs, while the rest is deposited in the upper breathing apparatus, then it passes into the digestive system and hence is eliminated, while small parts go to accumulate in the bones.

About 25% of micro-particles is held in the lungs, about half the material behaves like a class M according to ICRP, which is slowly soluble in body fluids, while the rest is insoluble.

This type of behaviour and exposure has not been studied in any previous situation of exposure to alpha emitters in the lungs, found in the civil applications. The way of exposure is very different from those under which equivalences-dose radiation damage were derived

It is therefore not entirely correct – though it is a starting reference point – to use here the ICRP risk assessments, which were derived from the radioactive dust data and the exposure of miners of uranium mines, nor of course it is correct to use the correlations derived from the epidemiological studies on the highly-irradiated Hiroshima and Nagasaki population. ICRP radiation protection standards are based on these experiences, and therefore may underestimate the risk in this case.

Moving on to another type of toxicity than the one due to ionizing radiation, is also plausible that:

–          Given the component of fine and ultrafine dust of DU for military origin,

–          Given the well-known chemical toxicity of uranium,

environmental contamination by DU oxidized dusts of military origin has both chemical and radiological toxicity: it must be evaluated the synergistic effect of these two components.

In other words, radioactivity and chemical toxicity of DU could act together to create a ‘cocktail’  effect which further increases the risk. 

We must  also put emphasis on the fact that the arid climate of Libya favours the dispersion in the air of particles of depleted uranium, which can be inhaled by civilians for years after the explosion. That is not the case, for instance, of the Balkans. The main mechanism of exposure at the long-term concerns the re-suspension of dust and consequent inhalation.

The methodology and assumptions for this model have already been published in other works to which the author refers[13]. We will mention here  only the refinements and changes with respect to the model applied and already published, and in particular:

– The calculation of the dose commitment of 70 years and not more than 50 years, as recommended by ICRP.

– The available data are used to approximate population distribution around the points of impact, which also considers the use of the main DU weapons in relatively populated areas of Lybia.

The model results can be summarized as follows:

– CEDE (collective effective dose equivalent): 370 mSvp in 70 y, for 1 kg of DU oxidized and released into the environment.

– CEDE annual maximum in the first year (76 mSvp), followed by the second year (47 mSvp) and third (33 mSvp).

– The entire route of exposure is by inhalation of dust. The target organ is the lung (97.5% contribution to CEDE).

– Among the most responsible nuclides, 83% of the CEDE is U238, and 14% by U234.

As for the total amount of oxidized DU in the environment, we start from the data for this assessment by the international press: in the first day of the war, about 112 cruise missiles impacted on Libyan soil[14]. How many missiles will be fired before the end of the war? That is unknown, however we will do an assessment considering about 1,000 missiles fired, and in any case the values are linearly variable with the actual amount of fired missiles, by means of a simple proportion.

Given the length of the military operations, the wide variety of suspect DU-bearing weapons, we consider this statement to be on the safe side.

If all the missiles were ‘without’  DU, it would still have a quantity of:

1000 * 3 = 3000 kilos = 3 tons of DU (best case)

If all the missiles were using DU we have an amount up to:

400,000 kilos = 400 tons of DU.

Compare these data with the 10-15 tons of DU fired in Kosovo in 1999 to assess their seriousness.

Assume that about 70% of DU burns and it is released into the environment, thus arriving at an estimate of the amount of DU dispersed oxides of about 2.1 tonnes (best case) and 280 tonnes (worst case).

This therefore allows to estimate a CEDE (collective dose) for the entire population of:

·         Best case: 370 mSvp / kg * 2100 kg = 780 Svp

·         Worst case: 370 mSvp / kg * 280,000 kg = 104,000 Svp

We state once again that it is not entirely correct – though it is a starting point of reference – to extrapolate the risk assessments for exposure to this type of micro-radioactive dust from the ICRP radiation protection standards, which are those adopted by the GEN II code. 

However, if we apply here the coefficient of 6% Sv-1 for the risk of cancer, we get about

·         Best case: about 50 cases of cancer, to be found in 70 years.

·         Worst case: about 6200 cases of cancer, to be found in 70 years.

3.      Conclusions

The risks from exposure to depleted uranium of the population of Libya due to the use of this material in the War of 2011 were evaluated with an approach as broad as possible, trying to take into account some recent results of studies in the field.

This type of exposure has not been studied in any previous situation of exposure to alpha emitters in the lungs, found in the civil applications.

However, the assessment made of the doses and the consequent risks to both situations (Cruise ‘without uranium’ or ‘uranium’) allows us to draw some conclusions.

In the first case (best case), the expected number of cancers is very small and absolutely not relevant from the statistical point of view. This statistical difficulty – as is just obvious point out – has nothing to do with the acceptation of this practice, its moral acceptance, or even less with an allegation of a minor impact or even a safety of this practice.

In the second case (worst case), however, we are faced with a number of tumours of some thousands. Such an amount could easily be detected in epidemiological studies and such a number of casualties is, no doubt about that, quite a concern.

It should be useful, therefore, that the armies that are bombing Libya clarify with evidence, and not simple assertions of convenience, the presence or absence, and in what quantities, of uranium in their missiles and other weapons.

In the past, there were ‘official’ denials of the presence of uranium in Cruise missiles, but they were coming from the military area: the author allows, at least, some caution in their flat acceptance.

Based on available data, estimates on the trend of cancer cases in the coming years in Libya as a result of this practice are absolutely unjustified and constitute a concern. The discussion about the relative impact of each of the carcinogenetic substances used in a war (chemical, radioactive, etc.), seems – at a certain level – of little significance. Also, the author puts this as a final reflection, such a discussion shows little respect for the fact that the civilian casualties in Libya that will be caused by this attack will exceed by far any amount that may be defined as ‘a fair price to pay.’

Finally, it is important to collect data and research – and there are many – in the field  of the effects of ‘new wars’ on population and environment. We must show how modern weapons, not at all surgical and intelligent, produce unacceptable damage to population that have been subjected to the ‘humanitarian’ wars since 1991.

Massimo Zucchetti is Professor at the Department of Energy at the Torino Polytechnic.

[Global Research Editor’s Note: This text was translated from the Italian. We thank the translator for this undertaking. Due to time constraints a complete editing of this text has not been undertaken.]”

NOTES

This paper has been originally published in Italian in many online journals and site, among which:

http://www.linkiesta.it/libia-l-uranio-impoverito-fara-piu-danni-dei-raid-aerei

A video in Italian of the author publicly denouncing the fact in Roma, April 2nd, is available here:

http://www.youtube.com/watch?v=tyWUurkPjk8

and an interview at the Italian RAI3 Radio on march 31st, 2011 :

http://espresso.repubblica.it/dettaglio/libia-si-spara-uranio-impoverito/2147840

http://www.ilmanifesto.it/area-abbonati/in-edicola/manip2n1/20110402/manip2pg/05/manip2pz/300494/

and on the Italian TV Rainews24:

http://www.rainews24.rai.it/it/canale-tv.php?id=22708

Then the paper  has been translated into French by Marie-Ange Patrizio and published here:

http://www.mondialisation.ca/index.php?context=va&aid=24015

The author has denounced the fact at Radio Algerie on March 30th

http://www.radioalgerie.dz/ar/

Recently, the French version has been translated into Spanish and published in around 100 sites in Latin America and Europe, among which:

http://www.cubadebate.cu/noticias/2011/03/29/libia-impacto-de-los-misiles-crucero-de-uranio-empobrecido/

http://www.voltairenet.org/article169174.html

[1] Professor of  ‘Nuclear Power Plants’ c/o Politecnico di Torino, Italy. Chair of ‘Safety and Risk Analysis’ and ‘Radiation protection’.
zucchetti@polito.it

[2] http://contropiano.dyndns.org/en/archive/archivio-news/item/296-uranio-impoverito-nei-tomahawk-sulla-libia

http://www.linkiesta.it/libia-l-uranio-impoverito-fara-piu-danni-dei-raid-aerei

[3] Air Force Spokeswoman claims that A-10s were not loaded with DU ammunition, but does not rule out future use in the conflict. 4 April 2011. A US Airforce Spokeswoman has told a Scottish journalist that, as of 2nd April, A-10s fighting in Libya have not been firing DU ammunition. However, she refused to give any assurances about the future use of DU, stating that she didn’t want ‘to speculate on what may or may not be used in the future’. ICBUW calls for the US to give a categorical assurance, similar to that given by UK Prime Minister David Cameron, that weapons containing DU have no place in this conflict. A clear statement, covering both A-10 and AV-8B aircraft should be issued at the earliest opportunity. If the US has taken a strategic decision not to equip US planes with DU ammunition in this conflict, that is a progressive step. However, in the absence of a public declaration that such a decision has been taken, concerns will remain that the door has been left open for the future use of DU in Libya. ICBUW calls for the US to take steps in a clear and transparent manner to assure the world that no US aircraft will go into the air equipped with DU ammunition, and that pilots will not be cleared to fire it. Any DU ammunition currently in theatre should be separated and left unused. As ICBUW has long maintained, DU has no place in conventional munitions. The current position of the US affirms that position: if US planes have been able to use alternatives, there is no reason why alternatives should not be found for all ammunition containing DU. We call for all current user states to remove these weapons from their arsenals. An urgent step to protect civilians in areas where DU weapons have already been used, is for user states to share targeting data with the authorities in affected states – a move endorsed by 148 states in the UN General Assembly last December, and opposed by only four, including the US, France and UK.

More: http://www.bandepleteduranium.org/en/a/402.html

[4] Zajic V.S., 1999. Review of radioactivity, military use and health effects of DU: http://members.tripod.com/vzajic; Liolos Th. E.(1999) , Assessing the risk from the Depleted Uranium Weapons used in Operation Allied Forces, Science and Global Security, Volume 8:2, pp.162 (1999); Bukowski, G., Lopez, D.A. and McGehee, F.M., (1993) ‘Uranium Battlefields Home and Abroad: Depleted Uranium Use by the U.S. Department of Defense’ March 1993, pp.166, published by Citizen Alert and Rural Alliance for Military Accountability.

[5] Letter of Satu Hassi, Minister of the Environment of Finland, to all Ministers of Environment in Europe, stating that the majority of the 1500 missiles shot on Serbia in 1995 had depleted uranium, about 3 kilos each.

http://www.frontlineonnet.com/fl1803/18030580.htm

[6] Different statements about the presence of DU in Cruise Tomahawk Missiles:

http://www.eoslifework.co.uk/pdfs/DU2102A3b.pdf

http://www.nadir.org/nadir/initiativ/mrta/ipan22.htm

http://web.peacelink.it/tematiche/disarmo/u238/documenti/uranio_impoverito.html

http://www.bandepleteduranium.org/en/a/60.html

http://www.mail-archive.com/news@antic.org/msg01570.html

http://www.atlanticfreepress.com/news/1/12146-pentagon-dirty-bombers-depleted-uranium-in-the-usa.html

http://vzajic.tripod.com/3rdchapter.html

http://www.prorev.com/du.htm

http://www.envirosagainstwar.org/know/read.php?itemid=1712

http://cseserv.engr.scu.edu/StudentWebPages/IPesic/ResearchPaper.htm

http://worldpol.wordpress.com/2007/11/19/depleted-uranium-ethics-of-the-silver-bullet-by-iliya-pesic/

Zajic, Vladimir S. ‘Review of Radioactivity, Military Use, and Health Effects of Depleted Uranium’ [1 August, 1999]. 2/27/2002. http://vzajic.tripod.com

[7] While the US Navy claims that they have replaced the MK149-2 Phalanx round with a DU penetrator by the MK149-4 Phalanx round with a tungsten penetrator (with the DU round remaining in the inventory), new types of DU ammunition are being developed for other weapons systems, such as the M919 rounds for Bradley fighting vehicles. Depleted uranium is also placed into the tips of the  Tomahawk land-attack cruise missiles (TLAM) during test flights to provide weight and stability. The TLAM missile has a range of 680 nautical miles (1,260 km) and is able to carry a conventional warhead of 1000 lb. (454 kg). Older warheads were steel encased. In order to increase the missile range to 1,000 nautical miles (1,850 km), the latest Tomahawk cruise missiles carry a lighter 700 lb. (318 kg) warhead WDU-36 developed in 1993, which is encased in titanium with a depleted uranium tip

[8] M.Zucchetti, ‘Measurements of Radioactive Contamination in Kosovo Battlefields due to the use of Depleted Uranium Weapons By Nato Forces”, Proc. 20th Conf. of the Nuclear Societies in Israel, Dead Sea (Israel), dec. 1999, p.282.

M.Cristaldi, A.Di Fazio, C.Pona, A.Tarozzi, M.Zucchetti ‘Uranio impoverito (DU). Il suo uso nei Balcani, le sue conseguenze sul territorio e la popolazione’, Giano, n.36 (sett-dic. 2000), pp. 11-31.

M.Zucchetti, ‘Caratterizzazione dell’Uranio impoverito e pericolosità per inalazione’, Giano, n.36 (sett-dic. 2000), pp. 33-44.

M.Cristaldi P.Angeloni, F.Degrassi, F.Iannuzzelli, A.Martocchia, L.Nencini, C.Pona, S.Salerno, M.Zucchetti. Conseguenze ambientali ed effetti patogeni dell’uso di Uranio Impoverito nei dispositivi bellici. Tribuna Biologica e Medica, 9 (1-2), Gennaio-Giugno 2001: 29-41.

M. Zucchetti, ‘Military Use of  Depleted Uranium: a Model for Assessment of Atmospheric Pollution and Health Effects in the Balkans’, 11th International Symposium on ‘Environmental Pollution And Its Impact On Life In The Mediterranean Region’, MESAEP, Lymassol, Cyprus, October 2001, p.25.

M. Zucchetti ‘Some Facts On Depleted Uranium (DU), Its Use In The Balkans And Its Effects On The Health Of Soldiers And Civilian Population’, Proc. Int. Conf. NURT2001, L’Avana (Cuba), oct. 2001, p.31.

M. Zucchetti, M. Azzati ‘Environmental Pollution and Population Health Effects in the Quirra Area, Sardinia Island (Italy)’, 12th International Symposium on Environmental Pollution and its Impact on Life in the Mediterranean Region, Antalya (Turkey), October 2003, p. 190, ISBN 975-288-621-3.

M.Zucchetti, R. Chiarelli ‘Environmental Diffusion of  DU. Application of Models and Codes  for Assessment of Atmospheric Pollution and Health Effects’, Convegno ‘Uranio Impoverito. Stato delle Conoscenze e Prospettive di Ricerca’, Istituto Superiore di Sanità (Roma) Ottobre 2004.

R. Chiarelli, M.Zucchetti, ‘Effetti sanitari dell’uranio impoverito in Iraq’, Convegno ‘La Prevenzione Primaria dei Tumori di Origine Professionale ed Ambientale’, Genova, Novembre 2004. Poster reperibile al sito: http://registri.istge.it/italiano/eventi/poster%20n°25.htm

R. Chiarelli, M.Zucchetti, ‘Applicazione di modelli e codici di dose alla popolazione alla dispersione ambientale di Uranio impoverito’, Convegno ‘La Prevenzione Primaria dei Tumori di Origine Professionale ed Ambientale’, Genova, Novembre 2004. Poster reperibile al sito: http://registri.istge.it/italiano/eventi/poster%20n°26.htm

M. Zucchetti, ‘Environmental Pollution and Population Health Effects in the Quirra Area, Sardinia Island (Italy) and the Depleted Uranium Case’, J. Env. Prot. And Ecology 1, 7 (2006) 82-92.

M. Zucchetti, ‘Scenari di esposizione futura In Iraq: convivere con l’uranio impoverito’ in: M.Zucchetti (a cura di) ‘Il male invisibile sempre più visibile’, Odradek, Roma, giugno 2005, pp. 81-98.

M. Zucchetti, ‘Uranio impoverito. Con elementi di radioprotezione ed utilizzo delle radiazioni ionizzanti’, CLUT, Torino, febbraio 2006. ISBN 88-7992-225-4.

M.Zucchetti ‘Depleted Uranium’, European Parliament, GiethoornTen Brink bv, Meppel (Holland), 2009. ISBN 978-90-9024147-0

[9] http://web.peacelink.it/tematiche/disarmo/u238/documenti/uranio_impoverito.html

[10] Cristaldi M. et al., Conseguenze ambientali ed effetti patogeni dell’uso di Uranio Impoverito nei dispositivi bellici. Tribuna Biologica e Medica, 9 (1-2), Gennaio-Giugno 2001: 29-41.

[11] It is a dispersion and dose code, developed in the USA and used worldwide: B.A.Napier et al. (1990), GENII – The Hanford Environmental Radiation Dosimetry Software System, PNL-6584, Pacific Northwest Laboratories (USA)..

[12] ICRP, 1995. Age-dependent Doses to Members of the Public from Intake of Radionuclides: Part 3 – Ingestion Dose Coefficients. Publication 69 Annals of the ICRP. 25 (no 1).

[13] M.Zucchetti, ‘Caratterizzazione dell’Uranio impoverito e pericolosità per inalazione’, Giano, n.36 (sett-dic. 2000), pp. 33-44; R.Chiarelli, M.Zucchetti, ‘Applicazione di modelli e codici di dose alla popolazione alla dispersione ambientale di Uranio impoverito’, Convegno ‘La Prevenzione Primaria dei Tumori di Origine Professionale ed Ambientale’, Genova, Nov.2004. http://registri.istge.it/italiano/eventi/poster%20n°26.htm

[14] http://abcnews.go.com/International/libya-international-military-coalition-launch-assault-gadhafi-forces/story?id=13174246

 

(Quelle: Global Research.)

BRD: Absturz eines US-Kampfjets mit Uranmunition

Sonntag, April 3rd, 2011

“Ein Militärjet Fairchild-Republic A-10 Warthog (‘Warzenschwein’) ist nahe Laufeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) am Freitagnachmittag abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten, wurde aber verletzt. Nach Informationen des ‘Trierischen Volksfreund‘ soll der Jet mit zwei Übungsraketen und 1500 Schuss Munition bestückt gewesen sein. Nach Angaben von Welt-Online und anderen Medien sind es 11.000 Schuss scharfe Munition. Dies sei eines der sechs Kampfflugzeuge dieses Typs, welche derzeit bei der Militäraktion zur Durchsetzung des Flugverbots für die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi in Libyen im Einsatz sind. Die US-Luftwaffe hat in Rheinland-Pfalz Stützpunkte im pfälzischen Ramstein und in Spangdahlem.

Der Bürgermeister von Laufeld, Karl-Josef Junk, bestätigte, dass die Maschine etwa 300 Meter vor dem Dorf und 500 Meter von der Autobahn 1 entfernt abgestürzt sei. „Wir sind wohl knapp einer Katastrophe entgangen‟, sagte Junk der Nachrichtenagentur dapd. Die Maschine sei mit der Spitze im Boden aufgeschlagen, und ein grosser Krater sei entstanden, fügte der Bürgermeister hinzu. Die A-10 wurde beim Aufprall in Tausende Einzelteile gerissen. Zeugen zufolge hat der Pilot die brennende Maschine möglicherweise über einem Gewerbegebiet herumgerissen und über freies Feld geflogen.

Bereits nach drei Minuten sei die örtliche Feuerwehr an der Unglücksstelle eingetroffen und habe die Maschine gelöscht. An dem Rettungseinsatz waren Feuerwehren, Polizei und ein Rettungshubschrauber beteiligt. Nach dem Unfall begannen Experten der US-Luftwaffe damit, das Areal nach Trümmerteilen abzusuchen. Einem Sprecher zufolge werden die Trümmer mit Video dokumentiert und danach ausgewertet. Mit konkreten Hinweisen auf die Unfallursache könne aber frühestens in 30 Tagen gerechnet werden. Die Luftwaffe hat den Unglücksort weiträumig abgesperrt.

Die Fairchild-Republic A-10 Thunderbolt II (deutsch Donnerkeil), von ihren Piloten auch Warthog („Warzenschwein‘) oder kurz Hog genannt, ist ein typischer ‘Panzerknacker’. Dieses Erdkampfflugzeug ist bestückt mit panzerbrechender Munition, deren Projektile abgereichertes Uran enthalten. Hier sind die technischen Daten der festinstallierten Bewaffnung der A-10A Thunderbolt II:

1 × 30-mm-GAU-8/A-Avenger-Gatling-Kanone mit 1350 Schuss Munition. Sie verschiesst hochexplosive sowie panzerbrechende Uranmunition mit einer Kadenz von 4.200 Schuss pro Minute (Gewicht pro Granate bis zu 750 g). Die Rückstosskraft der Waffe beträgt 44,5 kN, was in etwa der Schubkraft eines der Triebwerke entspricht. (Quelle: Wikipedia)

Der Einsatz von Uranmunition sollte schon längst verboten werden, trotzdem wird sich in Libyien die radioaktive Verseuchung wiederholen, die mit den ‘humanitären’ Einsätzen im Kosovo 1999 und den Friedenskriegen im Irak und Afghanistan ausgelöst wurden. Die Aussenministerin Hillary Clinton spricht von einer ‘humanitären Mission’ und meint damit einen Kriegseinsatz, in welchem abgereichertes Uran von der US-Air-Force verschossen wird und somit das Gebiet mit radioaktivem Todesstaub (Aerosole aus Uran- und Uranoxid-Partikel) verseucht. Dank den üblichen Verdächtigen (Royal Society, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Internaltionale Atomenergieorganisation (IAEO) und dem militärisch-industriellen Komplex), welche keine Verbindung zwischen Kontakt mit abgereichertem Uran und dem Auftreten von Krebs oder angeborenen Defekten erkennen können, wird die Gefahr immer noch als gering eingeschätzt und diese Art von Kriegsführung weiterhin zugelassen.

Nun ist ein solcher Todesbringer in Deutschland abgestürzt, wo ist der Aufschrei in den Medien und der Politik? Vor allem in Hinblick auf die Endzeitstimmung, die seit dem Reaktor-Unglück in Japan herrscht, dürfte auch die Öffentlichkeit viel sensibler auf diese Meldung reagieren.”

 

(Quelle: We are change Switzerland..)