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BRD: Projekt Münchhausen gegen Kriegslügen

Montag, März 31st, 2014

“Projekt Münchhausen

Jeder Stifter einer Weltreligion verhieß Frieden, und zwar im Diesseits, zu erreichen durch Toleranz, Barmherzigkeit, Menschlichkeit. Staatsgründer taten es ihnen gleich und schrieben in ihre Grundgesetze: All men are created equal (Unabhängigkeitserklärung der USA). Großartige, kluge Worte. Und doch ist die menschliche Geschichte geprägt von Gewalt und Krieg, deren Beute von wenigen eingesackt wurde und dessen Leid von den Vielen getragen werden musste.

Wie gelang es und gelingt es in fast allen Gesellschaftsformationen, die Menschen gegeneinander in Stellung und zu Mord und Totschlag zu bringen und dies noch als gute und ehrenvolle Taten zu verkaufen? Die Massenmörder schrieben und schreiben die Geschichte, sie ließen sich den Titel ‚Der Große’ zumessen, und der Tod auf dem Schlachtfeld wurde zum Heldentod verklärt, während die ‚Kollateralschäden’ ignoriert wurden. Interessen obsiegen über Ethik und Moral.

Das Projekt Münchhausen fordert alle auf, die Geschichten der großen und kleinen Kriegslügen zu erzählen, mit denen die Menschen zur Gewalt gegen einander verführt wurden – von den Kreuzzügen, über den angeblich Gerechten Krieg, den Tonking-Zwischenfall an den Küsten Vietnams, bis zur dreisten Lüge des US-Außenministers über die Atombomben des Saddam Hussein und dem Militär als letztem Mittel der angeblich Humanitären Intervention?

Wir müssen uns befreien von dem Spinnengewebe der Lügen und Legitimationsideologien, die unsere Mitmenschen zu Feinden und Feindbildern und uns zu Gewalt gegen sie in der globalisierten Gesellschaft machen wollen. Das Projekt Münchhausen soll dazu einen Beitrag leisten. (…)

• Die Lügengeschichte des Monats März

Es begann mit einer Lüge – Kosovo-/Jugoslawienkrieg 1999

• Die Lügengeschichte des Monats Februar

Münchhausen und die Bundeswehr in Mali

• Weitere Lügengeschichten

Krieg gerecht gelogen

1990 – Lügen am Golf 1990

1964 – Der Zwischenfall von Tonking oder wie man einen erwünschten Krieg inszeniert

1867/68 – Der Krieg des britischen Empire gegen den Kaiser von Äthiopien

 

(Quelle: Aachener Friedensmagazin Aixpaix.de)

Europa: Lernfähig?

Freitag, Dezember 13th, 2013

“Wir bleiben dabei – Frieden schaffen ohne Waffen

Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschheit

Die Friedensbewegung wird im Jahr 2014 den historischen Jahrestag mit kritischem Rückblick und kreativen Aktionen begleiten. Wir werden nicht zulassen, dass aus dem Jahrestag 1914 2014 ein unkritisches Jahrhundertjubiläum gemacht und einzig die Europäische Union als zivile Friedensmacht gefeiert wird.

Heute fließen riesige Summen Geldes und immenses Potential menschlicher Arbeit und Intelligenz in die Rüstung. Das Ziel der Vereinten Nationen, künftige Generationen vor Krieg zu bewahren wird durch sogenannte humanitäre Einsätze konterkariert. Deutschland baut die Bundeswehr von der Verteidigungsarmee zur Armee im weltweiten Einsatz um. Als drittgrößter Waffenexporteur befeuert Deutschland weltweit Konflikte und lässt zu, dass Atomwaffen modernisiert werden statt sie endgültig zu verschrotten. Notwendig wäre hingegen, den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft zu lenken: auf den Abbau von Ungleichheit und Armut ebenso wie auf den Aufbau von Infrastruktur und Gesundheitsfürsorge. Denn während Milliarden für Rüstung ausgegeben werden stirbt weltweit jede Minute ein Mensch an Hunger und jeder sechste Mensch hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Die Friedensbewegung wird 2014 Anstoß geben, aus den beiden Weltkriegen und dem Systemstreit des Kalten Krieges Schlussfolgerungen für eine Friedenspolitik im Zeitalter der Globalisierung zu ziehen. Es ist eine Herausforderung für alle, die Vernunft in den Dienst friedlicher Konfliktlösungsstrategoen zu stellen: für Soziale Bewegungen, Wissenschaft, Jugendverbände, Gewerkschaften und Religionen genauso wie für die internationale Staatengemeinschaft, für Europa, für Parlamente, Regierungen und Parteien.

 

Befragen Sie Geschichte und Gegenwart!
Woran scheitern Friedensprozesse heute? Was sollte gestoppt was neu entwickelt werden? Bringen Sie Ihre Ideen und Fähigkeiten ein, politisch, künstlerisch, wissenschaftlich wo immer Ihre Kompetenzen und Interessen liegen.

Es geht um Schritte zum Frieden!
Wie erreichen wir eine Zukunft ohne Waffen und Militär? Nennen Sie die Herausforderungen des Friedens beim Namen! Informieren Sie sich über Friedensprojekte in aller Welt!

Helfen Sie mit, aus dem Jahr 2014 hier und weltweit ein Jahr der Friedenskultur zu machen.

Werden Sie aktiv für eine Welt ohne Krieg und werben Sie für Abrüstung und zivile Konfliktbearbeitung, Gewaltfreiheit und Völkerrecht.

Werden Sie aktiv, um ein Klima des Friedens hier und weltweit zu schaffen und jeder Form von Militarismus eine Absage zu erteilen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Auf www.1914-2014.eu ist Platz für neue Ideen. Anmelden unter info@1914-2014.eu. Projekte und Aktionsideen mit anderen teilen.

Frieden ist international und vernetzt

Wir unterstützen die großen Friedensveranstaltungen im Juni 2014 in Sarajewo.

Friedenskultur unterm Brandenburger Tor
Konzert und Vernetzungstreffen im Sommer 2014 in Berlin.

Orte des Gedenkens

Die Heldendenkmäler, die nach 1918 entstanden, sind für uns Orte für Protest und Gegeninformation. Das Antikriegs-Symbol des zerbrochenen Gewehrs ist eine Möglichkeit, an historischen Plätzen neue Denk-Male zu schaffen.

Informationsveranstaltungen

… Diskussionen, Filmabende, Stadtführungen, Besuche von Gedenkstätten und Gräbern für die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist Ihre Phantasie gefragt.
Schaffen wir 2014 viele Orte an denen Jung und Alt die Friedensstrategien der Zukunft entwickeln können!”

 

(Quelle: Netzwerk 2014.)

BRD: Wehrkraft zersetzen!

Donnerstag, März 21st, 2013

“Zielscheibe Mensch

30. Mai – 2. Juni 2013 in Villingen-Schwenningen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

lange Zeit hatte die Friedensbewegung – auch die ärztliche Friedensorganisation IPPNW – ihren Blick besonders auf die Waffen gerichtet, die offensichtlich großen Schaden anrichten können: Atomwaffen, Interkontinentalraketen, Kampfflieger, Landminen. Aktuelle Zahlen des Roten Kreuzes belegen aber: 90 Prozent der Kriegsopfer sterben durch den Einsatz von Kleinwaffen, zwei Drittel durch Gewehrkugeln. Die meisten dieser Opfer sind Zivilisten aus Ländern des Südens.
Was geht uns das an? In vielen dieser Kriege wird um die Interessen der reichen Industrienationen gekämpft. Und getötet wird mit bei uns produzierten Gewehren. Die Traumatisierung der Verwundeten und ihrer Familien geht weit über die körperliche Verletzung hinaus.

Mit Heckler & Koch ist einer der führenden Kleinwaffenhersteller Europas im schönen Schwarzwaldstädtchen Oberndorf am Neckar beheimatet. Die Waffen werden exportiert, wohin immer es geht.

Nicht weit von Oberndorf, in Villingen-Schwenningen, wird vom 30. Mai bis 02. Juni 2013 der internationale Kongress zum Thema Kleinwaffen stattfinden. Organisiert von der IPPNW in Zusammenarbeit mit der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ werden sich Experten und Interessierte vieler Organisationen über die Auswirkungen dieser Waffen austauschen. Internationale Gäste z.B. aus Kenia, Iran, Nepal, und den USA werden ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops wird es um die sozialen und medizinischen Folgen des Einsatzes und Handels mit Kleinwaffen gehen, um zukünftige Aktionen und Kampagnen zum Stopp der Rüstungsexporte. Die IPPNW wird alle zu einem Besuch bei Heckler & Koch in Oberndorf einladen, um ganz unmittelbar unseren Protest zu überbringen.


Unsere Kongressthemen:

  • Einführung zum Thema Kleinwaffen
  • Die Auswirkungen von Produktion, Verkauf und Einsatz von Kleinwaffen auf Gesundheit und Entwicklung
  • Wirtschaftliche Ursachen und Auswirkungen des globalen Waffenhandels
  • Heckler & Koch
  • Die ethische Dimension der Produktion, des Handels und des Einsatzes von Kleinwaffen
  • Die psychologische Dimension der Produktion und des Einsatzes von Kleinwaffen
  • Konversion – Die politischen Rahmenbedingungen für Alternativen zur Rüstungsproduktion
  • Lösungsansätze und Aktionen: Perspektiven auf internationaler, regionaler und nationaler Ebene

Sie sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

Dr. Helmut Lohrer
Für die Kongressvorbereitungsgruppe”

 

(Quelle: Zielscheibe Mensch)

BRD: Aktion 2012 « Lebenslaute

Freitag, Juni 15th, 2012

“Waffenhandwerk schafft nur Unheil

>> Heckler & Koch

Das weltweit bekannte und berüchtigte Rüstungsunternehmen Heckler & Koch ist auf die Entwicklung und Produktion sogenannter Kleinwaffen (Gewehre, MG, Pistolen usw.) spezialisiert, welche von hier als profitable Exportschlager in die Welt hinausgehen, um dann in allen nur denkbaren Kriegs- und Krisengebieten wieder aufzutauchen. Nach UN-Angaben sind diese „Kleinwaffen‘ zur Zeit die größte Massenvernichtungswaffe auf der Welt, alle elf Sekunden stirbt ein Mensch an deren Anwendung. Es gibt sogar Gegenden, wo ein deutsches Gewehr billiger und leichter zu kaufen ist als ein Sack Grundnahrungsmittel. Diese Waffen sind dann auch eine wesentliche Ursache dafür, dass mehr und mehr traumatisierte Flüchtlinge zu uns kommen, von denen die meisten dann wieder unter beschämenden Umständen in ihre Herkunftsländer abgeschoben und zurückgeschickt werden.

Mit unserer Konzert-Aktion, die im Rahmen der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!‟ stattfinden wird, wollen wir dazu beitragen, dass das Schweigen über diese skandalösen Zusammenhänge durchbrochen wird, damit neue Wege beschritten und zivile Produkte produziert werden können.

 

>> MusikerInnen und UnterstützerInnen gesucht

Lebenslaute ist eine offene Gruppe. Deshalb freuen wir uns sehr über SängerInnen, InstrumentalistInnen und UnterstützerInnen, die vielleicht in diesem Jahre mitmachen wollen.

Probewochenende: 15.06.-17.06.12 in Kassel
Aktionstage: 30.08.-03.09.12 in Villingen-Schwennigen

Kontakt für 2012: lebenslaute2012@riseup.net, Infotelefon 0160 – 9261 9994

 

>> Material

Aufruf-Flyer: Flyer downloaden und selbst ausdrucken (LLflyer2012-Page001, LLflyer2012-Page002)  oder gedruckte Flyer bestellen.

In jedem Fall eine gute Idee: Newsletter bestellen

 

>> Konzertprogramm in Planung

● Georg Friedrich Haendel, Nr. 14, 17, 18 aus “Alexanderfest” (HWV 75)
● Wolfgang Pasquay, Sätze aus “Friedensoratorium – Oratorium gegen den Krieg”
● Leoš Janáček, “Ach Krieg” (Ah vojna), Nr. 3 aus “Vier Männerchöre” f. gem. Chor
● Wolf Brannasky (Komposition) / Wolfgang Spielvogel (Text), “Immer mehr Land”
● Franz Schubert, “Allegro moderato” aus Sinfonie D759 h-moll “Unvollendete”
● Dmitri Schostakowitsch, Walzer aus “Suite für Varieté-Orchester”
● Kammermusik groß/klein. Andere Ensembles sind willkommen: Folk/Jazz, Impro-Sessions, Theater und mehr.

 

>> Aufruf: Ein Open-Air-Konzert der anderen Art – mit zivilem Ungehorsam

Mehr als 30 Kriege toben weltweit, mit jeweils Tausenden von Toten, Verletzten und ungezählten Flüchtlingen. Und während Deutschland allgemein von der herrschenden Wirtschaftsweise profitiert, verdienen unsere Rüstungsfabriken auf direkte Weise mit an Zerstörung, Leid und Tod.

So auch die beschaulich zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb gelegene Firma Heckler & Koch. Sie hat sich auf die Produktion sogenannter „Kleinwaffen‘ (Gewehre, Pistolen, MG usw.) spezialisiert, welche als profitable Exportschlager in die Welt hinausgehen, um dann in allen nur denkbaren Kriegs- und Krisengebieten wieder aufzutauchen. Diese sogenannten „Kleinwaffen‘ sind heute laut UN die größte Massenvernichtungswaffe auf der Welt: Alle elf Sekunden stirbt ein Mensch an ihrem Einsatz.

Indirekte Folge solcher Waffenlieferungen ist eine große Zahl von Flüchtlingen. Doch diejenigen, denen es gelingt, überhaupt die Grenzen zu uns zu überwinden, werden meistens unter beschämenden Umständen wieder in ihre Herkunftsländer abgeschoben.

Mit unserer Konzert-Aktion wollen wir den Opfern eine Stimme geben und mit zivilem Ungehorsam spürbar dazu beitragen, dass das Schweigen über diese skandalösen Zustände durchbrochen und mit der Produktion ziviler Produkte begonnen wird.

Schon gewusst,

… dass Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt ist?
… dass in heutigen Kriegen zwei von drei Opfern durch Gewehrkugeln sterben?
… dass durchschnittlich alle 14 Minuten ein Mensch durch eine Kugel aus einer Waffe von H&K getötet wird?
… dass durch die von H&K entwickelten „Kleinwaffen‘ bis heute ca. 1,5 Mio. Menschen getötet worden sind?
… dass in manchen Gebieten ein deutsches Gewehr billiger und leichter zu kaufen ist als ein Sack Grundnahrungsmittel?

Was wir wollen:

● Stopp der Rüstungsexporte und -Produktion
● Statt Waffenlieferungen umfassende Unterstützung der Krisenländer beim Abbau der Konfliktursachen
● Konsequenter Beistand für die Opfer und Flüchtlinge
● Rüstungskonversion: Umstellung der Produktion auf zivile Produkte
● Staatliche Förderung der Konversion
● Gewaltlose Konfliktaustragung muss oberstes Gebot werden

● Das Schweigen Durchbrechen, den Opfern eine Stimme geben!

 

(Quelle: Lebenslaute.)

BRD: Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt

Donnerstag, Februar 23rd, 2012

“Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt

Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden

Eine Erklärung aus der Friedensbewegung und der Friedensforschung

Der Konflikt mit Iran spitzt sich gefährlich zu. Das vom Westen geplante Ölembargo und der Boykott der iranischen Zentralbank sind gefährliche Interventionen. Schon einmal verhängten Großbritannien und USA in den 1950er Jahren ein Ölembargo gegen Iran, das zum Sturz der demokratisch gewählten Regierung Mossadegh führte. Die heute eingeleiteten Öl- und Finanzembargos treffen vor allem die Menschen im Iran. Obendrein liefern sie dem gegenwärtigen Regime die Rechtfertigung, sich mit Hinweis auf die historische Parallele als Opfer westlicher Aggression und als legitime Verteidiger und Beschützer der Unabhängigkeit des Iran, eines für alle Iraner vorrangigen politischen Ziels, darzustellen. Die militaristischen Strömungen in der Islamischen Republik fühlen sich so geradezu legitimiert, mit der Schließung der Straße von Hormuz im Persischen Golf zu drohen. Die Sanktionseskalation ist auf dem besten Wege, in einen Krieg einzumünden. Er würde nicht nur für die Menschen im Iran katastrophale Folgen haben, sondern auch die gesamte Region auf weitere Jahrzehnte destabilisieren.

Das iranische Volk will – alle Indizien sprechen dafür – weder einen Krieg noch iranische Atombomben. Es wehrt sich allerdings gegen jede militärische Bedrohung von außen. Israels Atomarsenal und die militärische Einkreisung Irans durch die USA, die inzwischen in nahezu allen seinen Nachbarländern Militärbasen errichtet haben, sind wichtige Ursachen für die Rüstungsanstrengungen Irans. Mit der Tolerierung von Israels Atomwaffenarsenal bei gleichzeitiger Bekämpfung des iranischen Atomprogramms tragen USA und EU die Hauptverantwortung dafür, dass kaum ein Oppositionspolitiker im Iran es wagt, die Atompolitik der Islamischen Republik in Frage zu stellen.

Auch in Deutschland und Europa fühlen wir uns mit der zunehmenden Gefahr eines Krieges konfrontiert, der schwerwiegende Folgen für Europa und die Welt haben würde. Wer das Ziel verfolgt, die Islamische Republik durch Intervention von außen zu beseitigen, wird realistische Lösungen für den Atomkonflikt ignorieren. Wir warnen deshalb davor, dass maßgebliche Kräfte in den USA und ihre exiliranischen Mitläufer den Atomkonflikt für einen Regime Change zu instrumentalisieren suchen. Die Behauptung, die Nuklearmacht Iran könne nur durch Krieg verhindert werden, ist irreführend. Wir lehnen sie daher entschieden ab.

Wir fordern den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama auf:

Stoppen Sie die Embargos gegen iranisches Öl und die iranische Zentralbank. Verhindern Sie, dass der bevorstehende Präsidentschaftswahlkampf die US-Regierung und Israel in einen Krieg mit unvorhersehbaren Folgen stürzt. Bieten Sie Iran als Gegenleistung für das kontrollierte Beschränken des Nuklearprogramms entsprechend den Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrages einen gegenseitigen Nichtangriffspakt, möglichst gemeinsam mit Israel, an.

Von der deutschen Bundeskanzlerin fordern wir:

Schließen Sie jede Beteiligung Deutschlands an einem Krieg gegen Iran öffentlich aus und stoppen Sie die riskante Sanktionseskalation. Unterstützen Sie möglichst zusammen mit anderen europäischen Regierungen die von der UNO beschlossene Konferenz für eine massenvernichtungswaffenfreie Zone im Mittleren und Nahen Osten, die 2012 beginnen soll und die bisher in der Öffentlichkeit ignoriert wird. Dabei verspricht dieses Vorhaben, das durch eine KSZE-ähnliche Konferenz ergänzt werden könnte, eine völlig neue Perspektive des Friedens und der Kooperation für die gesamte Region. Nur eine Politik, die alle Staaten der Region, Israel eingeschlossen, zur atomaren Abrüstung und Enthaltsamkeit verpflichtet, kann das gegenseitige Misstrauen beseitigen und den Feindbildern zwischen den Religionen, Völkern und Staaten sowie dem Wettrüsten und den Diktaturen den Boden entziehen.

Wir bitten die UNO, die geplante Konferenz möglichst bald einzuberufen, selbst wenn sie zunächst von Israel oder Iran boykottiert werden sollte. Auf Dauer wird sich niemand in der Region dieser Perspektive verschließen können, ohne seine Glaubwürdigkeit und Legitimation zu verlieren. Über den aktuellen Atomkonflikt hinaus wüchse mit einer ständigen Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten (KSZMNO) die Hoffnung, dass ein neuer friedenspolitischer Rahmen zur Lösung anderer aktueller Konflikte, insbesondere des Nahostkonflikts, entstehen könnte.

Auf Einladung von Andreas Buro, Christoph Krämer und Mohssen Massarrat unterstützen diese Erklärung:

ErstunterzeichnerInnen:

Franz Alt, Elmar Altvater, Johannes M. Becker, Hanne-Margret Birckenbach, Reiner Braun, Daniela Dahn, Hans-Peter Dürr, Theodor Ebert, Iring Fetscher ” Ute Finckh, Johan Galtung, Ulrich Gottstein, Peter Grottian ” Matthias Jochheim, Heiko Kauffmann, Karlheinz Koppe, Ekkehart Krippendorff, Wiltrud Roesch-Metzler, Christine Morgenroth, Wolf-Dieter Narr, Oskar Negt, Bahman Nirumand, Norman Paech, Bergrun Richter, Clemens Ronnefeldt, Werner Ruf, Christine Schweitzer, Eva Senghaas-Knobloch, Gert Sommer, Hans von Sponeck, Eckart Spoo, Otmar Steinbicker, Mani Stenner, Peter Strutynski, Helga Tempel, Konrad Tempel, Renate Wanie, Herbert Wulf, Christian Wellmann

(hier folgen ab dem 24. Februar 2012 die unterstützenden Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen)

Wir bitten um Unterstützung dieser Erklärung und weitere Verbreitung. Insbesondere für eine Veröffentlichung in Zeitungsanzeigen bitten wir um finanzielle Beteiligung durch eine Spende an das Sonderkonto der Kooperation für den Frieden: Förderverein Frieden e.V., Konto-Nr. 404 1860 401 bei der GLS Bank (BLZ 430 609 67) mit dem Stichwort “Iranerklärung”.

Rückmeldung zur Unterstützung bitte an: Kooperation für den Frieden, Römerstr. 88, 53111 Bonn per Post, Fax: 0228/692906 oder eMail: iranerklaerung@koop-frieden.de oder über das Online-Formular.

Initiatoren und v. i. S. d. P.: Andreas Buro (andreas.buro@gmx.de); Christoph Kraemer (kraemer.ak-sn@ippnw.de) Mohssen Massarat (mohssen.massarrat@uos.de)

(die Erklärung als PDF mit einem Rückmeldebogen zum Ausdruck und Postversand siehe unter http://www.koop-frieden.de/dokumente/iran-erklaerung.pdf)

E-Mail: iranerklaerung (at) koop-frieden (Punkt) de”

 

(Quelle: Friedenskooperative.)

USA: Weg mit den Atomwaffen!

Donnerstag, April 28th, 2011

“Report: A Safer World Is Our Right

“We declare ourselves the last generation to live in the shadow of a bomb,” they said, “We want to raise our children in a safer world, a world free of nuclear weapons.”

Mary Findley and Sarah Margaret Hutchison’s words echoed the giant multicolored banner that whipped in the wind behind them. Its words—A Safer World Is Our Right—covered the National Nuclear Security Administration’s large sign declaring the site home to the Y12 National Security Complex.

Listening to them were peace demonstrators from Michigan, North Carolina, Georgia, Ohio, Kentucky, South Carolina, Alabama, Missouri, Virginia and Tennessee. “We renounce the false security of nuclear weapons, rejecting their use as a means for national defense!” declared Findley. “We can not expect foreign powers to reduce their stockpiles if we are not willing to do the same. We must set the standard,” said Hutchison.

The Youth Declaration was a centerpiece of the days’ activities which began with a gathering nearly two miles away at the Oak Ridge Civic Center—from there a march of almost two hundred moved through town, along the main highway, arriving at the main entrance to the Y12 weapons complex, where the Department of Energy continues to manufacture thermonuclear components for US warheads. The march was also the final leg of an eight-day peace pilgrimage from Asheville, North Carolina, led by the monks of Nipponzan Myohoji’s Great Smoky Mountains dojo whose drumming and chanting guided us to the bomb plant.

The early morning sunshine gave way to thick clouds and gusty winds, but the chill did not deter those who came to claim the future from the jaws of death. Roused by the music of the Emancipators and a Shakespeare mash-up from Ye Olde Puppetistas, the gathering created a spirit of hope; at the conclusion of the puppetista’s performance people rose and danced to the music of accordions.

“The world belongs to our movement,” said Marcus Keyes from the stage, “because we offer the greatest hope—a world free of the destructive force of nuclear weapons.”

Reminding us of what was at stake, the Raging Grannies mixed the serious and the comic as they sang Armageddon, Here We Come! (While we’re waiting to be saved/ The road to hell is being paved/ The invitations are engraved/ Armageddon, here we come!)

The day grew more serious as Mitzi Wood-von Mizener’s sweet, powerful voice sang John Lennon’s Imagine. Those gathered came forward to sign giant copies of the Youth Declaration, then moved to the fenceline to tie peace cranes on the barbed wire and join in a guided meditation, focusing the power of our dreams and visions of a future without nuclear weapons on the Y12 weapons complex.

As the crowd moved from the fence into a closing circle, a siren blared, and people fell to the ground. In seconds, the scene was silent as death, bodies lying still, representing the future planned by our government and eight other nuclear weapons states. For five long minutes, the reality of our lifeless future hung in the air.

Then a voice broke the silence. Rising to her feet, Mary Findley announced, “A safer world is my right!” Twenty feet away, Sarah Margaret Hutchison stood to declare, “A safer world is my right!” Then it was Kayce Collins, and Emma McLeod, and Carmella Coles, and Kevin Collins, and Mary Dennis Lentsch and Carol Green, each claiming a safer world as their right as human beings as they rose.

Others lifted themselves, and as voices joined together the language shifted, “A safer world is our right!” they began to shout, and it gained a rhythm and became a chant: “A safer world is our right!”

The day closed in a circle, as the rains which had threatened all day began to close in. “The power we have brought here today does not dissipate as we go home,“ said OREPA coordinator Ralph Hutchison, “It goes with us. Each of us has demonstrated our deep commitment to a world free of nuclear weapons. Each of us has the power to make this dream come true.

“By ourselves, we are almost powerless to effect the change we seek. But together, it’s a sure thing. Because we have the power to tell others what we did here, what we saw here, what we felt here. We have the power, if we have the courage, to be the movement that is organizing the abolition of nuclear weapons.

“We represent the hopes and dreams of tens of millions of people around the world. We represent the hope of the future.

“So we leave here today satisfied with a great day. But we don’t leave because it is over. It’s only beginning.“”

 

(Quelle: Oak Ridge Environmental Peace Alliance.)