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BRD: Projekt Münchhausen gegen Kriegslügen

Montag, März 31st, 2014

“Projekt Münchhausen

Jeder Stifter einer Weltreligion verhieß Frieden, und zwar im Diesseits, zu erreichen durch Toleranz, Barmherzigkeit, Menschlichkeit. Staatsgründer taten es ihnen gleich und schrieben in ihre Grundgesetze: All men are created equal (Unabhängigkeitserklärung der USA). Großartige, kluge Worte. Und doch ist die menschliche Geschichte geprägt von Gewalt und Krieg, deren Beute von wenigen eingesackt wurde und dessen Leid von den Vielen getragen werden musste.

Wie gelang es und gelingt es in fast allen Gesellschaftsformationen, die Menschen gegeneinander in Stellung und zu Mord und Totschlag zu bringen und dies noch als gute und ehrenvolle Taten zu verkaufen? Die Massenmörder schrieben und schreiben die Geschichte, sie ließen sich den Titel ‚Der Große’ zumessen, und der Tod auf dem Schlachtfeld wurde zum Heldentod verklärt, während die ‚Kollateralschäden’ ignoriert wurden. Interessen obsiegen über Ethik und Moral.

Das Projekt Münchhausen fordert alle auf, die Geschichten der großen und kleinen Kriegslügen zu erzählen, mit denen die Menschen zur Gewalt gegen einander verführt wurden – von den Kreuzzügen, über den angeblich Gerechten Krieg, den Tonking-Zwischenfall an den Küsten Vietnams, bis zur dreisten Lüge des US-Außenministers über die Atombomben des Saddam Hussein und dem Militär als letztem Mittel der angeblich Humanitären Intervention?

Wir müssen uns befreien von dem Spinnengewebe der Lügen und Legitimationsideologien, die unsere Mitmenschen zu Feinden und Feindbildern und uns zu Gewalt gegen sie in der globalisierten Gesellschaft machen wollen. Das Projekt Münchhausen soll dazu einen Beitrag leisten. (…)

• Die Lügengeschichte des Monats März

Es begann mit einer Lüge – Kosovo-/Jugoslawienkrieg 1999

• Die Lügengeschichte des Monats Februar

Münchhausen und die Bundeswehr in Mali

• Weitere Lügengeschichten

Krieg gerecht gelogen

1990 – Lügen am Golf 1990

1964 – Der Zwischenfall von Tonking oder wie man einen erwünschten Krieg inszeniert

1867/68 – Der Krieg des britischen Empire gegen den Kaiser von Äthiopien

 

(Quelle: Aachener Friedensmagazin Aixpaix.de)

Persischer Golf: Für die deutsche Rüstungsindustrie natürlich kein Spannungsgebiet

Freitag, Juli 20th, 2012

“Krieg im August? Die USA entsenden den vierten Flugzeugträger und Dutzende von Unterwasserdrohnen Richtung Iran

Von Russia Today|Question More, 13.07.12

Die US-Navy hat überraschend einen vierten Flugzeugträger und zahlreiche Unterwasserdrohnen in den Persischen Golf verlegt; das ist nur die jüngste Eskalationsstufe einer Entwicklung, die zu einem Krieg mit dem Iran führen könnte.

Die Los Angeles Times hat in dieser Woche unter Berufung auf anonym gebliebene militärische Quellen die Entsendung Dutzender unbemannter Mini-U-Boote bestätigt[1].

Diese unbemannten Unterwasserdrohnen vom Typ SeaFox sollen im Golf alle Arten von Minen aufspüren und zerstören, die der Iran ausbringen könnte, um die Straße von Hormuz zu blockieren – eine strategisch äußerst wichtige Meerenge, durch die alles transportiert werden muss, was per Schiff in den Mittleren Osten gebracht oder von dort exportiert werden soll.

Nach dem Bericht der Los Angeles Times sind die Mini-U-Boote nur 4 Fuß (1,22 m) lang und weniger als 100 Pounds (45,4 kg) schwer und können mit einer Geschwindigkeit von bis zu sechs Knoten (11 km /h) bis zu 300 Fuß (91 m) tief operieren. Sie sollen 100.000 Dollar pro Stück gekostet haben und alle mit einer Unterwasser-Fernsehkamera und einem Sonar-Ortungssystem ausgestattet sein. Auf Anforderung von James Mattis, der General des US-Marinekorps und US-Oberkommandierender im Mittleren Osten ist, waren die Drohnen im Mai per Eilauftrag in Deutschland geordert worden[2]. Eine Reihe von SeaFox-Drohnen sollen bereits vor mehreren Wochen in den Golf gebracht worden sein; das wurde aber erst jetzt bekannt.

Die USA lassen bereits jetzt drei große Flugzeugträger[3] vor den Küsten des Irans patrouillieren – die USS Enterprise, die USS Dwight D. Eisenhower und die USS Abraham Lincoln; im August soll sich ihnen noch der Flugzeuträger USS John C. Stennis anschließen. Anders als diese Schiffskolosse, die mit Millionen Dollars kostenden Waffensystemen ausgestattet und mit vielen Seeleuten bemannt sind, kann man die neuen Mini-U-Boote vom Land aus nicht sehen, und sie können von jedem Ort auf der Welt aus kontrolliert werden[4].

“Im Kalten Krieg gehörte das Räumen von Minen zu den Hauptaufgaben der Navy, jetzt haben wir aber kaum noch Minenräumboote,” erläuterte Christopher Harmer, ein führender Analyst am Institute for the Study of War (am Institut für Kriegsstudien) gegenüber der Los Angeles Times. “Der SeaFox ist ein relativ einfaches System von der Stange, das wir von unseren Minenräumbooten und von jeden anderen Überwasserschiff aus einsetzen können.”

Harmer sagte der Zeitung auch, der Iran sei durchaus in der Lage, seine Drohung wahrzumachen und den engen Seeweg zu verminen; wegen der Neuerwerbung der US-Navy werde die Blockade aber nicht lange andauern.

“Wenn sie den Kanal von Hormuz schließen wollten, könnten sie das tun, allerdings nur einmal,” fügte er hinzu.

Die neuen SeaFox-Drohnen ergänzen die beiden großen Flugzeugträger und die Kampfjets vom Typ F-22, die bereits vorher Richtung Iran in Gang gesetzt worden waren. Als die USA Anfang dieses Jahres ihre Anwesenheit im Persischen Golf verstärkt haben, erklärte Verteidigungsminister Leon Panetta vor Reportern: “Wir möchten den Iran wissen lassen, dass wir auf jede Eventualität vorbereitet sind, und dass es besser für ihn wäre, sich auf diplomatischem Weg mit uns zu einigen.”

Übersetzung:
Jung, Wolfgang

Fußnoten:

[1] Der Artikel ist aufzurufen unter http://www.latimes.com/news/la-us-moving-dozens-of-underwatercrafts-to-persian-gulf-20120711,0,3622621.story

[2] Weitere Infos dazu unter http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_12/LP13212_190712.pdf

[3] Mit ihren Begleitschiffen

[4] Nach unseren Informationen werden die SeaFox-Drohnen über Glasfaserkabel von Schiffen aus gesteuert.

Anmerkung:

Die im o. g. Original-LUFTPOST-Artikel vorhandenen Links und Ergänzungen innerhalb des Textes finden sich hier als Fußnote; der Kommentar wurde entfernt.

 

(Quelle: Luftpost.)