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BRD: Geschlechtsspezifische Tötungen – “typisch Islam”?

Samstag, Juni 23rd, 2012
 

Manjoo

 

“Geschlechtsspezifische Tötungen in Deutschland: Tödliche Partnerschaftsgewalt gegen Frauen

Eingabe an die UN Sonderberichterstatterin gegen Gewalt gegen Frauen, Rashida Manjoo, Feb. 2012

Geschlechtsspezifische Tötungen von Frauen und tödlich endende Partnerschaftsgewalt sind auch in Deutschland Realität. Tötungen von Frauen durch Partner bilden dabei häufig die Spitze einer Gewalteskalation und jahrelanger Gewalt in der Beziehung (WAVE 2011: 7).1 Besonders gefährdet sind Frauen während oder nach einer durch sie veranlassten Trennung. Eine repräsentative Umfrage unter Frauen in Deutschland zeigt, dass 14 % der gewaltbetroffenen Frauen von ernstzunehmenden Morddrohungen als einem Teil ihrer Gewalterfahrung berichteten (Schröttle/Müller 2004: 40)2.

Geschlechtsspezifische Tötungen von Frauen in (Ex)Partnerschaften geschehen in Form von Mord, Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung mit Todesfolge sowie Körperverletzung mit Todesfolge. Erfahrungen aus der Praxis von Fachberaterinnen legen nahe, dass auch so genannte “erweiterte Suizide” als eine Form von geschlechtsspezifischer Tötung betrachtet werden müssen. In diesen Fällen werden vor einem (versuchten) Suizid des Täters zunächst die Frau und/oder Kinder umgebracht.

Der vorliegende Bericht benennt Problemlagen und Lücken bei der Prävention und im Umgang mit geschlechtsspezifischen Tötungen von Frauen in Deutschland.

1. Mangel an Daten

Nichtregierungsorganisationen (NROs) fordern seit Jahren aussagekräftige Statistiken zu geschlechtsspezifischen Tötungen von Frauen in (Ex)Partnerschaften. Bis heute existiert jedoch keine bundesweite Statistik, die den Beziehungshintergrund zwischen Opfer und Täter aussagekräftig erfasst. In der polizeilichen Kriminalstatistik sind erst im Jahr 2011 entsprechende Voraussetzungen in der Datenerhebung geschaffen worden, so dass zu erwarten ist, dass zeitnah erste Daten vorliegen werden.

Tötungen von Frauen in (Ex)Partnerschaften werden – ohne die systematische Heranziehung von Daten als Einzelfälle bewertet, die nicht durch präventive Maßnahmen oder gezielte Interventionen verhindert werden könnten. Infolge dessen gibt es auch nur vereinzelt Konzepte und Instrumente zur Gefährdungseinschätzung und Identifizierung von Hochrisikofällen und keine gezielte Ausbildung von Polizeibeamten und Polizeibeamtinnen für Interventionen zum Schutz hochgefährdeter Frauen und ihrer Kinder.

2. Unzureichender Schutz: Erfahrungen und Fälle aus der Praxis von Fachberaterinnen
2.1 Auswirkungen des Umgangsrechts

Eine nähere Betrachtung der Reformen des Umgangsrechts (1998) und des Familienverfahrensgesetzes (2009) macht deutlich, dass ein verbesserter Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt im Zuge der Reformen nicht im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stand. Die Reformen zielten darauf ab, das Recht des Kindes auf Kontakt mit beiden Elternteilen zu stärken. Das gemeinsame Sorgerecht als Standard und das sogenannte “beschleunigte Verfahren” sind die Ergebnisse dieser Reformen. Gerichte sind damit angehalten, innerhalb der ersten 4 Wochen nach der Trennung eine vorläufige Entscheidung über das Umgangsrecht vorzulegen, um den fortlaufenden Kontakt des Kindes mit beiden Elternteilen zu gewährleisten. Dies ist für Familien ohne Gewaltvorkommnisse zu begrüßen. Die Regelungen sind jedoch problematisch für Frauen, die häusliche Gewalt erfahren haben, da die Tatsache außer Acht gelassen wird, dass sie vor allem in den ersten Wochen und Monaten nach der Trennung dem Risiko einer Gewalteskalation ausgesetzt sind. Dies trifft auch zu für die Phase, in der Umgangsregelungen getroffen werden bzw. im Rahmen der Ausübung des Umgangsrechts. Eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigt, dass 41% der Frauen und 15 % der Kinder während des Besuchskontakts angegriffen wurden; bei 27-29% drohten die Väter mit der Entführung der Kinder und ca. 9% der Kinder wurden tatsächlich entführt. 11% der Frauen berichteten, dass der Angreifer versuchte, sie umzubringen und 27% berichteten über verschiedene andere Formen von Gewalt und Drohungen während der Besuchskontakte (Schröttle/Müller 2004:291f).

Die folgenden Beispiele aus der Praxis veranschaulichen die Risiken, denen Frauen infolge von Sorgerechtsentscheidungen ausgesetzt sind:

Frau C. und Frau D.: Die beiden Frauen freundeten sich im Frauenhaus an. Der Ehemann von Frau C. bekam das Umgangsrecht zugesprochen. Frau C. wurde verpflichtet, die Kinder zu ihm zu bringen und bei ihm zu Hause wieder abzuholen. Ihre Freundin begleitete sie, da Frau C. Angst hatte. Beide Frauen wurden in der Wohnung des Mannes getötet.

Frau E. floh mit ihrer Tochter in ein Frauenhaus. Der Vater der Tochter bedrohte sie weiterhin. Obwohl sie dies den zuständigen Behörden mitteilte, erteilte der Richter dem Vater das Umgangsrecht. Von einem Besuch kam das Kind nicht zurück. Der Vater hatte die Tochter ermordet.

Frau F. suchte mit ihren Kindern (Tochter 11, Söhne 4 &5) Schutz in einem Frauenhaus. Ihr Ehemann drohte (öffentlich), sie umzubringen, wenn sie nicht zurückkäme. Die Tochter hatte Angst vor ihrem Vater und weigerte sich, Kontakt mit ihm zu haben. Die beiden Söhne gingen ihn jedes zweite Wochenende besuchen. Unmittelbar nach einem Besuch beim Vater versuchte einer der Söhne, seine Mutter mit einem Messer anzugreifen. Der psychologische Gutachter hatte Umgangsrecht empfohlen, damit die Söhne ein männliches Vorbild haben.

2.2 Versuchte Tötungen

Nicht nur erfolgte Tötungen, sondern insbesondere versuchte Tötungen stellen ein Sicherheitsrisiko für Frauen dar; problematisch ist hierbei, dass diese häufig nicht als solche wahrgenommen werden. Eine Studie von WAVE (Women against Violence Europe) zeigt, dass die Risikowahrnehmung betroffener Frauen bzgl. einer neuerlichen Gewaltanwendung ihres Partners ein sehr verlässlicher Bewertungsmaßstab ist (WAVE 2011: 9)3. Auch weist dieselbe Studie darauf hin, dass sich “in einer Untersuchung von Femiziden in elf Städten (Campbell, 2003) zeigte, dass nur 47 Prozent der getöteten Frauen und 54 Prozent der Opfer von Tötungsversuchen zuvor die Situation so eingeschätzt hatten, dass sie tatsächlich in Lebensgefahr schwebten”(Roehl et al., 2005 in WAVE 2011:9f).

Fachberaterinnen aus Frauenberatungseinrichtungen und Frauenhäusern berichten von zahlreichen Fällen, in denen Hinweise auf Tötungsabsichten vorliegen insbesondere sind dies “Angriffe gegen den Hals” die jedoch häufig nicht als solche bewertet und verfolgt werden. Gründe dafür sind, dass sie entweder durch einen glücklichen Zufall nicht zum Tod der betroffenen Frau führten oder durch das Einschreiten Dritter oder durch ein Entkommen der Frau verhindert werden konnten. Selbst wenn Gutachter_innen bzw. Rechtsmediziner_innen bestätigen, dass die Frau nur durch einen glücklichen Zufall überlebt hat, ist dies kein Garant für die juristische Wertung als versuchte Tötung.

Fall I

X erlebte fortlaufende und massive Gewalt durch ihren Ehemann und Vater ihrer Kinder (3 und 4 Jahre alt). Nach verschiedenen erfolglosen Versuchen ihn zu verlassen, zog sie in ihre eigene Wohnung. Ihr Exmann stellte ihr weiterhin nach und konnte trotz einer Anzahl von polizeilichen Interventionen nicht gestoppt werden. Nachdem sie den Scheidungsantrag gestellt hatte, wurden ihm Umgangsrechte erteilt, um seine Kinder zu sehen. Im Mai 2011, als er seine Kinder abholte, griff er sie an und versuchte, sie in Anwesenheit der beiden Kinder zu erwürgen. Das ältere Kind griff in die Situation ein, indem es seinen Vater mit einem Spielzeug schlug und so der Mutter half, sich aus dessen Griff zu befreien. Ein Gutachten bestätigte, dass X ohne das Eingreifen des Kindes gestorben wäre. X´s Exmann wurde angeklagt und wegen Mordes vor Gericht gestellt. Die Anklage wurde fallengelassen, da nicht bewiesen werden konnte, dass er aufgrund des Eingreifens seiner Tochter von der Frau abgelassen hatte.
Deshalb musste das Gericht annehmen, dass er bewusst von seinem Tötungsversuch an X zurückgetreten war. Er wurde lediglich wegen schwerer Körperverletzung zu 3 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt. Er ging in Revision.

Fall II

Y wurde von ihrem Expartner vergewaltigt und dann bewusstlos geschlagen. Der Gerichtsmediziner bestätigte bei Gericht, dass die Einblutungen in den Bindehäuten der Augen der Frau so massiv seien,dass das Stadium des Erstickens schon erreicht war. Er erklärte, dass er solche Verletzungen zuvor nur an Leichen gesehen habe. Y´s Ex-Partner wurde nicht für versuchten Totschlag verurteilt, da er mit strafbefreiender Wirkung von der Tat zurückgetreten sei. Er wurde lediglich für schwere Körperverletzung mit 5 Jahren Gefängnis bestraft.

3. Rolle der Medien

Da es keine aussagekräftigen Berichte und Datenerfassungen zu geschlechtsspezifischen Tötungen bzw. Tötungsversuchen an Frauen gibt, ist die Berichterstattung der Medien in der Regel die einzige Quelle um Informationen hierüber zu bekommen. Die Folge ist häufig eine Darstellung, die eher einer Mediendynamik als einer adäquaten Realitätsbeschreibung folgt. Sind zum Beispiel Migranten als Täter in Fälle tödlicher häuslicher Gewalt involviert, findet dies große Aufmerksamkeit in der Berichterstattung der Presse. In dieser Berichterstattung wird die Gewaltausübung häufig kulturalisiert und die Fälle werden zu sogenannten “Ehrenmordfällen” deklariert.
Im Jahr 2011 veröffentlichte das Bundeskriminalamt eine Studie zu Fällen, die als “Ehrenmorde” klassifiziert waren und kam zu dem Ergebnis, dass jährlich ungefähr 100 Frauen in Deutschland von ihren Männern getötet werden; nur 3 dieser Fälle könnten als “ehrbezogen” bezeichnet werden (Oberwittler/Kasselt 2011: 40 & 167)4. Reneé Römkens und Esmah Lahlah kommen bei der Analyse der holländischen Situation zu ähnlichen Ergebnissen, sie stellen fest, dass “von 603 Partnerinnentötungen zwischen 1992 und 2006 nicht ein Fall eines tatsächlichen Ehrenmords war”(Nieubeerta und Leistra 2007 in Römkens/Lahlah 2011: 87)5.

4. Instrumentalisierung des Themas zur Verhinderung von Migration

Es besteht die Sorge, dass in Fällen geschlechtsspezifischer Tötungen von Frauen in (Ex)Partnerschaften der Fokus weiterhin auf Communities gerichtet bleibt, die als muslimisch betrachtet oder konstruiert werden. Dieser Fokus kann zu einer politischen Instrumentalisierung und damit zu restriktiven Maßnahmen für Migrant_innen führen, die beispielsweise die Einwanderung bestimmter Gruppen beschränken – wie es im Rahmen der Gesetzgebung zur Bekämpfung der Zwangsheirat geschehen ist. Im August 2007 hat die deutsche Regierung Gesetze verabschiedet, wonach Heiratswillige nichtdeutscher Herkunft ein Mindestalter von 18 Jahren haben müssen. Aus einer menschenrechtlichen Perspektive ist dies problematisch, da Personen, die in Deutschland leben mit elterlicher Einwilligung ab dem Alter von 16 Jahren heiraten können; die Begrenzung der Einwanderung zur Eheschließung auf ein Mindestalter von 18 verletzt damit das Gleichbehandlungsprinzip. Auch wird nunmehr von Heiratswilligen gefordert, dass sie vor Einreise einfache Deutschkenntnisse erwerben müssen. Dies ist ein schwerer Eingriff in die freie Partner_innenwahl – ebenfalls ein Menschenrecht. All diese Maßnahmen wurden eingeführt, um Zwangsehen zu verhindern, tatsächlich verhindern sie jedoch die Einwanderung bestimmter Gruppen von Migranten und Migrantinnen.”

Fußnoten:

1 WAVE (Hrsg.) 2011: PROTECT – Identifizierung und Schutz hochgefährdeter Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt. Ein Überblick.

2 Schröttle Monika/Müller, Ursula (2004) ” Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland”, Berlin BMFSJ. http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung4/Pdf-Anlagen/langfassung-studie-frauen-teileins,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf (letzter Zugriff 15.2.2012)

3 WAVE – WOMEN AGAINST VIOLENCE EUROPE: PROTECT – Identifizierung und Schutz hochgefährdeter Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt. Ein Überblick. Zweite, überarbeitete Ausgabe, Wien 2011.

4 Dietrich Oberwittler,/Julia Kasselt: Ehrenmorde in Deutschland 1996-2005; Studie herausgegeben vom Bundeskriminalamt (BKA), Luchterhand 2011 in english: Honour related killings in Germany 1996 – 2005; study relased by the German federal Police (BKA), Luchtehand 2011

5 Reneé Römkens with Esmah Lahlah: Particularly Violent? The Construction of Muslim Culture as a Risk Factor for Domestic Violence. In: Thiara, Ravi K./Condon, Stephanie A./Schröttle, Monika (eds.): Violence against Women and Ethnictiy: Commonalites and Differences across Europe, Opladen, Berlin and Farmington Hills 2011

 

(Quelle: Der Der PARITÄTISCHE Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e. V..)

USA: Die Immigration ist weiblich

Samstag, Juni 26th, 2010

Surprise! Immigration Is A Woman’s Issue!

By Gloria Steinem and Pramila Jayapal

In the wake of the recent passing of the harsh anti-immigrant law in Arizona, Gloria Steinem, writer, feminist organizer and cofounder of the Women’s Media Center, and Pramila Jayapal, an immigrant herself, and founder and executive director of OneAmerica, a national organization that works for civil and human rights for immigrants, consider the unique impact of immigration on women.


Gloria Steinem


Pramila Jayapal

Close your eyes and conjure up the image of an “illegal immigrant.” If you see a male farm worker, petty criminal or even a drug dealer and potential terrorist, you’re not alone. Those often threatening and always-male images are the most common not only in anti-immigrant rhetoric, but in mainstream news media and movies. Fear of immigrants has all but eclipsed even the cherished symbolism of the Statue of Liberty.

In the wake of Arizona’s SB1070—the harsh anti-immigrant law that not only condones but promotes racial profiling that endangers entire groups of the innocent—all sides seem to agree that the Federal government has abdicated its responsibility to institute a fair and just immigration system that meets our values and our needs, as families, businesses and communities. Republicans have used SB1070 to coalesce around “border security first” in spite of the fact that it is the underlying system that is broken and needs to be fixed first. Democrats have been caught red-handed with inaction and unwilling to lead on introducing a meaningful reform bill less they stir up a jingoistic hornet’s nest on the right.

In fact, both parties have closed their eyes to the millions of immigrant voters across the country who are watching closely to see who takes leadership, and which party (perhaps for generations to come)these voters will embrace or spurn.

Meanwhile, workplaces are raided, families are divided, and the situation of real life immigrants grows ever more Kafka-esque. Today, the Obama Administration deports approximately 1,000 immigrants each day, even more than during the Bush Administration. Businesses—afraid of the I9 audits, called “paper raids”—fear losing hundreds of workers with no real reform in sight. And in a lesser reported but crucial consequence, even tourists, diplomats and visiting experts now reconsider trips here, leading to losses for the United State of experts, tourist income, and global goodwill everyday. The fearful and irrational procedures at our borders and in the interior have even become subjects of global hit movies such as “My Name is Khan” or “The Visitor.”

Of course, even a stopped clock is right twice a day. All the factions in this immigration debate have a point or two. But the truth is that the debate on immigration would be easier and far more accurate if the American public understood who immigrants really are — and why they come to America. The reality is that immigration is, in large part, about women and children. It’s time to wake up to this fact.
Consider the following:

- The super majority of both documented and undocumented immigrants – whether newly arrived or resident in this country — are women and children.

- Many female immigrants are fleeing domestic violence, female genital mutilation, and other human rights abuses against females in their own countries. Female immigrants are much more likely to have been the victims of violence than to be its perpetrators — just as are females in general.

- Of the immigrants who endure this broken system long enough to become permanent legal U.S. residents, 54.6% are women. Due to bureaucratic delays and restrictions on family visas, they still must wait between six and twenty-two years to bring even one family member into this country.

- Female immigrants suffer even more workplace wage discrimination than do their male counterparts. The threat of deportation makes them fearful of reporting sexual assault, sexual harassment, domestic violence and other punishments that are overwhelmingly female.

- Women and children make up more than 90% of the thousands of unwilling immigrants brought here every year by sex traffickers, yet such victims are far more likely to end up in prison than are the traffickers.

- The average immigrant woman is better educated than her male counterpart, even when both are in low-paying jobs. Women are also more likely to be students in English language classes – many classrooms are as much as 70% female – because they want to instruct or to keep up with their children.

- Though immigrants who are permanent legal residents pay the same taxes as do citizens, they are not allowed to receive Medicaid for five years. This punishes women disproportionately because they are child bearers and caregivers It also endangers the public in general by reducing the level of health in schools and workplaces. Nonetheless, this prohibition was enshrined in the recent healthcare reform bill.

For all these reasons and many more, immigration is a women’s issue. That’s why mainstream women’s organizations like the National Organization for Women have passed well-informed and valuable resolutions on immigration policy, yet Congress has yet to ask for their testimony. Most immigrant advocacy organizations are also led by women, yet the mainstream media rarely feature spokeswomen in immigration debates. Indeed, the popular image of immigrants is so far from their reality that even immigrant groups and the women’s movement have yet to harness their collective power together. Imagine how much both movements would gain if they worked in a coordinated fashion to move comprehensive immigration reform?

The truth is that millions more Americans would be the natural allies of immigrants if they were presented with an accurate picture of who immigrants really are. That number of supporters would be increased still more by knowing how important a part of the economy female immigrants are. While there are no statistics breaking out the economic contributions of women immigrants, economists estimate that giving them stability by passing immigration reform would increase the gross domestic product of the U.S. by $1.5 trillion over the next ten years — and women are a key part of that contribution.

As for the border debate, no country on earth has succeeded in sealing off a border effectively, from the Berlin Wall to the Bamboo Curtain, and those that have done the best job — say, North Korea — have only isolated and punished themselves.

In the U.S., punitive measures that threaten the circular flow of immigrant seasonal workers have actually meant that more remain here. They fear returning home because they may die or fail to cross the border again. Indeed, if the biased and the fearful were to succeed in deporting the estimated 12 million undocumented immigrants now living here, it would not only decrease our GNP, but the process itself would cost more than the Iraqi and Afghan wars combined.

It’s hard to imagine how this broken system could get worse. However, it’s clear where the mending must start: See immigrants as they really are. Then make policy that fits reality.

The views expressed in this commentary are those of the author alone and do not represent WMC. WMC is a 501(c)(3) organization and does not endorse candidates.

(Quelle: Women’s Media Center.)