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Global: Verantwortung(slosigkeit)

Montag, August 20th, 2012

“Klimawandel und die Landwirtschaft

Von Zoe Heuschkel

Die Landwirtschaft leidet nicht nur unter den Folgen der Klimaveränderungen, sondern beschleunigt diese zugleich und ist mitverantwortlich für die fortschreitende Degradation natürlicher Ökosysteme. Ein fundamentaler Wandel ist daher notwendig, um gleichzeitig drei Herausforderungen zu meistern: die ausreichende Erzeugung von gesunden Nahrungsmitteln, die Anpassung an den Klimawandel und die Verringerung von klimarelevanten Gasen in der Atmosphäre.1

Die globale Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion im Verlauf der letzten einhundert Jahre wird als Erfolgsgeschichte derer angesehen, die davon am meisten profitiert haben. Über die sozial-ökologischen Kosten dieses Erfolgs wird dabei häufig hinweggesehen. Gleichermaßen wird die unvorstellbare Zahl von knapp einer Milliarde hungernder Menschen in Kauf genommen, denen wiederum eine weitere Milliarde krankhaft übergewichtiger Menschen gegenüber steht. Welchen Veränderungen der Landwirtschaft unter dem Einfluss des Klimawandels sehen wir entgegen? Ist eine drohende Verringerung der Erntemengen wirklich unser vordringliches Problem? Kann eine weitere Produktionssteigerung in der Landwirtschaft wirklich das Welternährungsproblem lösen?

Wie sonst kein anderer Sektor ist die Landwirtschaft stets abhängig von den Unwägbarkeiten natürlicher Einflüsse wie beispielsweise Niederschlag, Wind und Sonneneinstrahlung und der Regulationsfähigkeit von (Agrar-) Ökosystemen. Seit jeher ist landwirtschaftliche Erzeugung durch Ackerbau, Viehzucht, Forstwirtschaft und Fischerei eingebettet in ihre natürliche Umwelt und hat zu ihrer (Um-) Gestaltung beigetragen. Die klimatischen Bedingungen sind Teil der natürlichen Umwelt, deren Veränderung nun die Landwirtschaft plagt – zu der sie aber auch einen gewissen Teil beiträgt.

Schätzungsweise 30-45% der Treibhausgasemissionen sind auf die landwirtschaftliche Tätigkeit des Menschen direkt oder mittelbar über Landnutzungsänderungen und Transport zurückzuführen (IPCC 2007). Hierbei schlagen vor allem die enormen Energieaufwendungen zur Erzeugung von Stickstoffdünger, die Ausgasung der Abbauprodukte aus dem Boden und die Trockenlegung von Feuchtgebieten zur Ackerlandgewinnung zu Buche. Landwirtschaft ist damit neben dem Abbau von Erzen und fossilen Brennstoffen einer der einflussreichsten Eingriffe des Menschen in natürliche Ökosysteme und deren Regulationsfähigkeit.

Doch Landwirtschaft ist nicht gleich Landwirtschaft, und Landwirtschaft ist auch nicht gleich Ernährung. Internationale Studien warnen vor den drohenden Auswirkungen des Klimawandels, jedoch verweisen sie dabei auf Faktoren wie Dürren oder Überschwemmungen, die sich hauptsächlich auf die Produktionsmengen auswirken (FAO 2009; IFPRI 2009; Hoffmann 2011). Warum die globale Produktion nicht allein ausschlaggebend für die Versorgung mit ausreichenden und hochwertigen Nahrungsmittel ist und warum die Menschheit trotzdem gut daran täte, ihre landwirtschaftliche Produktion umzustellen, soll hier im Weiteren diskutiert werden.

Auswirkungen der Klimaveränderungen

Wissenschaftler schätzen, dass sich bei einem Anstieg der durchschnittlichen Temperatur um zwei Grad Celsius bis 2050 die Getreideernten in den Ländern des Südens um 15-30% verringern werden. Zudem wird eine Verkürzung der Anbauperiode im Nordosten Südamerikas, dem Mittelmeerraum und weiten Teilen Afrikas erwartet (IPCC 2007). Eine erhöhte CO2-Konzentration in der Luft führt zwar zu einer Steigerung der Stoffwechselrate der Pflanzen in den gemäßigten Breiten und bewirkt damit einen Düngeeffekt; Temperaturanstiege können damit in diesen Regionen zu einer Verlängerung der Ernteperiode führen. Im Gegensatz dazu kommen in extremeren Lagen wie bspw. in den Tropen, den Subtropen und besonders ariden Gebieten moderne Industriesorten schon jetzt nah an ihr physiologisches Limit. Damit treffen die klimatischen Veränderungen die Weltregionen am härtesten, die schon heute mit Dürren, Überschwemmungen und Hunger zu kämpfen haben.

Sicher ist außerdem, dass in Zukunft vieles unsicherer ist: Niederschlagsmengen, -häufigkeit und –verteilung oder Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse wie Hitzewellen, Starkregen oder Stürme. Die Landwirtschaft wird direkt durch eine schlagartige Vernichtung der Ernten und längerfristig durch die Degradation ökologischer Systeme bedroht. Zusätzlich trägt der allgemeine Temperaturanstieg zur Abschmelzung der Gletscher bei, die die großen, zur Bewässerung genutzten Flüsse v.a. in der Himalaya-Region speisen.

Landwirtschaft ist nicht gleich Landwirtschaft

Die landläufig verwendeten Szenarien zur Berechnung von Erntemengen haben einen grundsätzlichen Schönheitsfehler: Sie legen die industrialisierte Landwirtschaft zugrunde. Eine energieintensive Bewirtschaftungsform, die in Monokulturen auf Hilfsmittel wie Dünger und Pestizide angewiesen ist, trägt vermutlich mehr zum Problem als zur Lösung bei. Die Abhängigkeit von billiger Energie, die bisher fast ausschließlich über die Nutzung fossiler Energieträger und nicht-regenerative Erze erzeugt wird, verursacht damit erhebliche weltweite Emissionen von klimarelevanten Gasen.

Die Integration pflanzlicher und regenerativer Energieträger in den Energiemix steckt noch in den Anfangswehen. Die erste Generation der Pflanzentreibstoffe hat bisher viel Kritik und wenig Erfreuliches zu Tage gefördert: Regenwaldvernichtung zugunsten von Ölpalm- und Zuckerrohr-Plantagen, Landvertreibungen aufgrund großflächiger internationaler Investitionen in die Energiepflanzenerzeugung, Wasserverknappung und die Gefährdung der Ernährungssicherheit (Fritz 2010). Ein Rückgang günstig verfügbarer Energie zeichnet sich deutlich ab, und der verschwenderische Einsatz natürlicher Ressourcen kann keine Zukunft haben. Nach »Peak Oil« folgt »Peak Soil« und schlussendlich »Peak Everything« (Heinberg 2007).

Sinnvoll wäre eine Integration der kleinflächigen Energieerzeugung in den landwirtschaftlichen Prozess und eine stärkere Selbstorganisation der Energieerzeuger und -verbraucher. Ein solcher Ansatz findet sogar außergewöhnliche Unterstützung: In seiner Studie zu »Peak Oil« kommt das Zentrum für Transformation der Bundeswehr zu folgender Empfehlung: „Auf gesellschaftlicher Ebene ist deshalb auch eine Stärkung von Möglichkeiten und Fähigkeiten zur Selbstorganisation von Bürgern auf lokalem Level denkbar […]“ (2010).

Es ist fraglich, ob sich die erwarteten Ernteeinbußen bei Weizen in den Ländern des Südens direkt auf die Ernährungssicherheit auswirken. Rund ein Drittel der Produktion landet nämlich in den Futtertrögen der industrialisierten Tierproduktionsstätten und als Billigfleisch auf den Tellern der Industrieländer. Notwendig ist eine Verabschiedung vom Kraftfutter und eine konsequentere Regelung der Tierhaltungsbestimmungen hin zu artgerechter Haltung und Fütterung. So kann aus dem vermeintlichen »Klimakiller« Kuh (vgl. Idel 2011) wieder ein wertvolles Nutztier werden, das für Menschen unverwertbares Gras in proteinreiche Nahrung verwandelt. Dennoch: Ein verantwortungsbewusster Konsum von Fleisch sollte auch bei einer artgerechten Tierhaltung an erster Stelle stehen.

Auch eine klimatische Verdrängung der allgemein prestigeträchtigeren Getreidearten Weizen und Reis und deren Hochleistungssorten und die Rückkehr zu stresstoleranteren und angepassteren Getreidearten wie Hirse und Sorghum wären denkbar. Die damit verbundene Wiederbelebung traditioneller und vielfach gesünderer Küchen erscheint als Antwort auf das Überernährungsproblem interessant. Das setzt natürlich voraus, dass der rasant voranschreitende Verlust an biologischer Vielfalt schnellstmöglich gestoppt wird. Nicht nur wildlebende Pflanzen und Tiere sind vom Arten- und Sortensterben betroffen, sondern auch Nutzpflanzen und -tiere. Deren Verlust macht es dem Menschen mit jeder verlorenen Sorte und jeder verlorenen Art schwerer, sich an die Klimaveränderungen anzupassen. Gerade in ihrer Angepasstheit an die lokalen Bedingungen und ihrer Anpassungsfreudigkeit an deren Veränderung liegt der große Vorteil der so genannten traditionellen Sorten.

Schließlich verdient die Verortung der Landwirtschaft in der allgemeinen Ökonomie eine genauere Betrachtung. Darf ein Wirtschaftszweig, der der Befriedigung essentieller menschlicher Bedürfnisse dient, der allgemeinen Wachstumslogik unterworfen sein, oder werden hier ganz andere Indikatoren und Maßzahlen benötigt? Auf welcher Basis erfolgt die Effizienzberechnung, und weshalb werden in solche Kalkulationen sehr wohl die Güter, nicht aber die externen Effekte wie Ökosystem, Dienstleistungen oder Umweltzerstörungen berücksichtigt? Trotz ihrer Jahrtausende alten Tradition steht die Landwirtschaft als Dienstleistungszweig und im Hinblick auf die Anerkennung der geleisteten Dienste für die Allgemeinheit erst am Anfang – in der Forschung wie in der Wertschätzung. Gleiches gilt für die Erfassung und Berechnung ihrer langfristigen Schädlichkeit unter anderem für das globale Klima. Über kurz oder lang wird aber gezeigt werden können, dass die industrialisierte Landwirtschaft ein unrentables, nicht nachhaltiges Auslaufmodell ist.

Landwirtschaft ist nicht gleich Ernährung

Der Unterschied zwischen Ernährungssicherheit und Nahrungsmittelverfügbarkeit wird von Frances Moore-Lappé, Trägerin des Right Livelihood Award, sehr treffend formuliert: „Hunger is not caused by a scarcity of food but a scarcity of democracy.“ (Hunger wird nicht durch einen Mangel an Nahrungsmitteln, sondern durch Mangel an Demokratie verursacht.) Zu welchen Folgen ein Mangel an politischen Beteiligungsmöglichkeiten führt, zeigt die Gegenüberstellung zweier Entwicklungen: der weltweiten Hungerstatistik und des Produktionsindex landwirtschaftlicher Produkte.

Der Produktionsindex der globalen Landwirtschaft folgt einem permanenten Aufwärtstrend. Durch technische Innovation, Einsatz von chemischen Wirkstoffen und neue Züchtungsverfahren verzeichnet die industrialisierte landwirtschaftliche Produktion eine stetige Steigerung. Dennoch bleibt die Zahl der Hungernden erschreckend konstant. Die unzureichende Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und die Nichtgewährleistung von Nahrungssicherheit gehören mit zu den zuverlässigsten Indikatoren mangelhafter politischer Systeme.

Allein die ungleiche Verteilung von Nahrungsmitteln schafft den Hunger. Es gibt heute genug Nahrungsmittel für alle Menschen auf der Welt, möglicherweise sogar mehr als nötig. Die Beziehung von globaler Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelverfügbarkeit sollte immer wieder neu durchdacht werden. Nicht allein die Nachfrage schafft das Angebot. Der Verweis auf die Regulationsmacht des Marktes erscheint in diesem Zusammenhang mehr als zynisch und funktioniert allenfalls dort, wo die Nachfragenden über genügend Kaufkraft für die tägliche Mahlzeit verfügen. Die dann entstehende Abhängigkeit von Importen schafft eine enorme Anfälligkeit für volatile Weltmarktpreise und verursacht neue Probleme.

Analysen der so genannten Hungeraufstände von 2007 und 2008 in einigen afrikanischen Ländern haben zwar gezeigt, dass nicht nur ein hoher Nahrungsmittelpreis und die Knappheit von Nahrungsmitteln für den Ausbruch von gewaltförmigen Ausschreitungen ausreichen, sondern dass auch politische Unfreiheit und ein Mangel an sozialem Kapital relevante Faktoren sind (Berazneva 2011; Scheffran et al. 2012). Damit erklärt sich auch zum Teil, warum es in Indien, der Region, in der es nach Schätzungen von 2003 die meisten Hungernden gibt, vergleichsweise ruhig ist. Dennoch, das milliardenfache Leid bleibt bestehen.

Während vorwiegend Männer in vielen urbanen Zentren Afrikas verzweifelt protestierten, verhungern Frauen und Mädchen auf dem Land völlig lautlos. Das ist so schrecklich wie unverständlich, schließlich werden gerade in den ländlichen Gebieten Nahrungsmittel produziert. Lange Zeit war das jedenfalls so, bis lokale und regionale Märkte im Süden mit subventionsgestützten Billigimporten aus Europa und den USA überschwemmt wurden und lokale Bauern mit den Preisen nicht mehr konkurrieren konnten.

Wer kann, wandert heute in die Stadt und sucht nach einer neuen Arbeit und Einnahmequelle. 2008 war das Jahr, in dem weltweit erstmals mehr Menschen in den Städten lebten als auf dem Land, und der Trend hält an (UN Habitat 2009). Die Frauen bleiben mehrheitlich zu Hause auf dem Land und versuchen, sich und ihre Familien mit der Landwirtschaft durchzubringen. Ihr Mangel an formaler Bildung einerseits und ihre Rolle in der geschlechtlichen Arbeitsteilung, die den Frauen die Hauptlast der Arbeit in der afrikanischen Landwirtschaft zuteilt, andererseits lassen ihnen wenige Wahlmöglichkeiten.

Was wäre verantwortlich zu tun?

Wir müssen die Verantwortung für unser Tun auf diesem Planeten annehmen und die Landwirtschaft als eine Tätigkeit anerkennen, die in natürliche Kreisläufe sowie in soziale und kulturelle Systeme eingebettet ist. Ihre Abhängigkeit von und gleichzeitig ihre Verantwortung für intakte Ökosysteme und deren Regulationsmechanismen müssen akzeptiert und die Konsequenzen daraus getragen werden. Ein komplexes System wie das der Welternährung lässt sich weder durch Klimaveränderungen zerstören noch durch eine »one fits all«-Lösung reparieren. Es braucht vielmehr lokal angepasste, vielfältige landwirtschaftliche Systeme, die sich durch die Annäherung an die natürliche Umwelt stabilisieren und ihre Regulationsmechanismen stärken.

Wir haben den Kampf ums Überleben unserer Spezies schon seit so vielen Generationen gewonnen. Nun sonnen wir uns in einer Allmachtsphantasie und gefährden damit unsere weitere Existenz auf dem Planeten. Ein Wandel in der Landwirtschaft ist notwendig und beinhaltet letztendlich auch einen Friedensschluss mit unserer natürlichen Umwelt.

Literatur

Berazneva, Julia; Lee, David (2011): Explaining the African Food Riots of 2007-2008: An Empirical Analysis. New York: Cornell University.

Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) (Hrsg.) (2009): Expert Meeting on How to Feed the World in 2050. Rom , 24-26.06.2009, FAO.

Fritz, Thomas (2010): Das Große Bauernlegen – Agrarinvestitionen und der Run aufs Land. Berlin: Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL).

Hoffmann, Ulrich (2011): Assuring Food Security in Developing Countries under the Challenges of Climate Change: Key Trade and Development Issues of a Fundamental Transformation of Agriculture. Genf: United Nations Commission on Trade and Development, UNCTAD Discussion Papers 201.

Idel, Anita (2011): Die Kuh ist kein Klimakiller. Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können. Marburg: Metropolis.

International Food Policy Research Institute (IFPRI) (Hrsg.) (2009): Climate Change: Impact on Agriculture and Costs of Adaptation. Washington D.C.: International Food Policy Research Institute.

International Panel on Climate Change (IPCC) (Hrsg.) (2007): Fourth Assessment Report. Genf: IPCC.

Scheffran, Jürgen; Brzoska, Michael; Kominek, Jasmin; Link, Michael; Schilling, Janpeter (2012): Past and Future Research on Climate Change and Violent Conflict. CLISEC-18. Universität Hamburg.

Zentrum für Transformation der Bundeswehr (Hrsg.) (2010): Streitkräfte, Fähigkeiten und Technologien im 21. Jahrhundert. Umweltdimensionen von Sicherheit. Teilstudie 1: Peak Oil. Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen. Strausberg: ZTransfBW.

Anmerkungen

1) Die Autorin dankt PD Dr. Stephan Albrecht herzlich für seinen wissenschaftlichen Rat und die hilfreichen Kommentare.

Zoe Heuschkel ist Ethnologin und Landschaftsökologin und ist als Referentin des Projekts zur Zukunft der Ernährung der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler tätig.

 

(Quelle: Wissenschaft und Frieden.)

Anmerkung

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “W & F”, aus der dieser Aufsatz stammt, kann in unserer Bücherei entliehen werden.

Global: Die Rechnung, bitte oder Ozeane versauern

Freitag, März 2nd, 2012

“Ocean Acidification Rate May Be Unprecedented, Study Says

Few Parallels in 300-Million Year Geologic Record

“The world’s oceans may be turning acidic faster today from human carbon emissions than they did during four major extinctions in the last 300 million years, when natural pulses of carbon sent global temperatures soaring, says a new study in Science. The study is the first of its kind to survey the geologic record for evidence of ocean acidification over this vast time period.

“What we’re doing today really stands out,” said lead author Bärbel Hönisch, a paleoceanographer at Columbia University’s Lamont-Doherty Earth Observatory. “We know that life during past ocean acidification events was not wiped out—new species evolved to replace those that died off. But if industrial carbon emissions continue at the current pace, we may lose organisms we care about—coral reefs, oysters, salmon.”

The oceans act like a sponge to draw down excess carbon dioxide from the air; the gas reacts with seawater to form carbonic acid, which over time is neutralized by fossil carbonate shells on the seafloor. But if CO2 goes into the oceans too quickly, it can deplete the carbonate ions that corals, mollusks and some plankton need for reef and shell-building.

That is what is happening now. In a review of hundreds of paleoceanographic studies, a team of researchers from five countries found evidence for only one period in the last 300 million years when the oceans changed even remotely as fast as today: the Paleocene-Eocene Thermal Maximum, or PETM, some 56 million years ago. In the early 1990s, scientists extracting sediments from the seafloor off Antarctica found a layer of mud from this period wedged between thick deposits of white plankton fossils. In a span of about 5,000 years, they estimated, a mysterious surge of carbon doubled atmospheric concentrations, pushed average global temperatures up by about6 degrees C, and dramatically changed the ecological landscape.

The result: carbonate plankton shells littering the seafloor dissolved, leaving the brown layer of mud. As many as half of all species of benthic foraminifers, a group of single-celled organisms that live at the ocean bottom, went extinct, suggesting that organisms higher in the food chain may have also disappeared, said study co-author Ellen Thomas, a paleoceanographer at Yale University who was on that pivotal Antarctic cruise. “It’s really unusual that you lose more than 5 to 10 percent of species over less than 20,000 years,” she said. “It’s usually on the order of a few percent over a million years.” During this time, scientists estimate, ocean pH—a measure of acidity–may have fallen as much as 0.45 units. (As pH falls, acidity rises.)

In the last hundred years, atmospheric CO2 has risen about 30 percent, to 393 parts per million, and ocean pH has fallen by 0.1 unit, to 8.1–an acidification rate at least 10 times faster than 56 million years ago, says Hönisch. The Intergovernmental Panel on Climate Change predicts that pH may fall another 0.3 units by the end of the century,to 7.8, raising the possibility that we may soon see ocean changes similar to those observed during the PETM.

More catastrophic events have shaken earth before, but perhaps not as quickly. The study finds two other times of potential ocean acidification: the extinctions triggered by massive volcanism at the end of the Permian and Triassic eras, about 252 million and 201 million years ago respectively. But the authors caution that the timing and chemical changes of these events is less certain. Because most ocean sediments older than 180 million years have been recycled back into the deep earth, scientists have fewer records to work with.

 During the end of the Permian, about 252 million years ago, massive volcanic eruptions in present-day Russia led to a rise in atmospheric carbon, and the extinction of 96 percent of marine life. Scientists have found evidence for ocean dead zones and the survival of organisms able to withstand carbonate-poor seawater and high blood-carbon levels, but so far they have been unable to reconstruct changes in ocean pH or carbonate.

At the end of the Triassic, about 201 million years ago, a second burst of mass volcanism doubled atmospheric carbon. Coral reefs collapsed and many sea creatures vanished. Noting that tropical species fared the worst, some scientists question if global warming rather than ocean acidification was the main killer at this time.

The effects of ocean acidification today are overshadowed for now by other problems, ranging from sewage pollution and hotter summer temperatures that threaten corals with disease and bleaching. However, scientists trying to isolate the effects of acidic water in the lab have shown that lower pH levels can harm a range of marine life, from reef and shell-building organisms to the tiny snails favored by salmon. In a recent study, scientists from Stony Brook University found that the larvae of bay scallops and hard clams grow best at pre-industrial pH levels, while their shells corrode at the levels projected for 2100. Off the U.S. Pacific Northwest, the death of oyster larvae has recently been linked to the upwelling of acidic water there.

In parts of the ocean acidified by underwater volcanoes venting carbon dioxide, scientists have seen alarming signs of what the oceans could be like by 2100. In a 2011 study of coral reefs off Papua New Guinea, scientists writing in the journal Nature Climate Change found that when pH dropped to 7.8, reef diversity declined by as much as 40 percent. Other studies have found that clownfish larvae raised in the lab lose their ability to sniff out predators and find their way home when pH drops below 7.8.

“It’s not a problem that can be quickly reversed,” said Christopher Langdon, a biological oceanographer at the University of Miami who co-authored the study on Papua New Guinea reefs. “Once a species goes extinct it’s gone forever. We’re playing a very dangerous game.”

It may take decades before ocean acidification’s effect on marine life shows itself. Until then, the past is a good way to foresee the future, says Richard Feely, an oceanographer at the National Oceanic and Atmospheric Administration who was not involved in the study. “These studies give you a sense of the timing involved in past ocean acidification events—they did not happen quickly,” he said. “The decisions we make over the next few decades could have significant implications on a geologic timescale.”

 

The study was funded by the U.S. National Science Foundation.

 

Media Inquiries:
Kim Martineau
kmartine@ldeo.columbia.edu
Office:(845) 365-8708
Cell: (646)-717-0134″

 

(Quelle: Colombia University|Earth Institute.)

Arktis: Klimakatastrophe voraus!

Montag, Mai 2nd, 2011

“Artischer Rat: Forscher warnen vor dramatisch steigendem Meeresspiegel

Neue Alarmprognose von der Arktis: Das immer schneller schmelzende Festlandeis rund um den Nordpol beschleunigt den globalen Anstieg des Meeresspiegels massiv. Bis zum Jahr 2100 wird er um 0,9 bis 1,6 Meter höher sein als jetzt, meint der Arktische Rat.

Der Arktische Rat sagt einen dramatisch höheren und schnelleren Anstieg des globalen Meeresspiegels voraus als bisher angenommen. Wie die Kopenhagener Zeitung „Politiken‟ am Montag berichtete, warnt die Expertengruppe AMAP in einem noch unveröffentlichten Bericht vor einem durchschnittlichen Anstieg des Meeresspiegel von 0,9 bis 1,6 Meter bis zum Jahr 2100. Weltweit leben 150 Millionen Menschen auf einer Höhe von bis zu einem Meter über dem Meeresspiegel.

Bei der letzten großen Prognose zu dieser Frage hatte der Weltklimarat (IPCC) 2007 angenommen, dass die globale Klimaerwärmung zu einem um 0,19 bis 0,59 Meter höheren Meeresspiegel führt. In dem am Dienstag zur Veröffentlichung anstehenden AMAP-Report heißt es jetzt, dass vor allem das beschleunigte Abschmelzen der arktischen Gletscher und des grönländischen Inlandeises, zur unvermutet hohen Änderung des Meeresspiegels beitrage (…).”

Weiterlesen…

 

(Quelle: Handelsblatt.)

Siehe auch:

Meeresspiegel steigt schneller und höher

Global: Klimawandel in der Südsee – schon heute eine Frage von Leben und Tod

Montag, Juli 19th, 2010

“CLIMATE CHANGE IN THE PACIFIC – A MATTER OF SURVIVAL

By Sonia Smallacombe


Kiribati (Photo taken by Roisterer/Wikipedia).

Indigenous peoples in the Pacific region are among the first to face the direct adverse consequences of climate change, due to their dependence upon and close relationship with the environment and its resources. While they are amongst the lowest emitters of greenhouse gases, they are also amongst the most vulnerable to the impacts of climate change due to their small size, coastal populations, high dependence on natural resources and the low-lying nature of their lands. As a result, indigenous peoples in many Pacific Island countries feel particularly helpless. Further, they realize that there are climate change threats that cannot be reduced, mitigated or eliminated and they are therefore forced to accept that adaptation is the only responsive option available to them.

Impacts of climate change

On average, more than 90% of the population of the Pacific region are indigenous. This includes Vanuatu, the Solomon Islands, Fiji, Samoa, Tuvalu, Rapa Nuie (Easter Island), Papua New Guinea etc. Most of the Pacific region comprises small island states and indigenous peoples are heavily impacted by climate-induced warming: their islands are inundated by rising sea levels, increasing erosion occurs from intense storms, and saltwater intrudes into freshwater supplies. These changes are affecting livelihood activities such as hunting and fishing, and impacting on island infrastructure, access to water resources, food and housing availability, and even the very health of indigenous peoples. There is also concern that climate change will result in revenue loss across important economic sectors such as agriculture, forestry, tourism, energy and other industry-related sectors.

Rising sea levels

Many Pacific Islands have low land masses and, as a result of the rise in sea levels, are experiencing damage to buildings and infrastructure. Crops and causeways linking villages are being flooded, forcing cars, buses and trucks to drive through seawater. This has been particularly noticeable in Kiribati and a number of other small Pacific Island nations, which could completely disappear beneath the waves at some point this century. The small island of Tebua in Tarawa used to be a landmark for fishermen but today it is knee-deep under water. Kiribati suffers the effects of king tides that wash through the islands from one side to the other with great ease. It is now a common factor in Kiribati to have king tides with waves 2.8 metres in height.[1]
High tides and stormy seas have also recently caused problems in the Marshall Islands, Cook Island, Tuvalu and low-lying islands of Papua New Guinea. In Tuvalu, fresh groundwater mixes with salty seawater, forcing some farmers to grow their root crops in tin containers. These damaging effects of climate change are likely to intensify if sea levels rise as predicted.

Damage to Pacific ecosystems

In the Pacific region, environmental changes are prominent on islands where volcanoes build and erode; coral atolls submerge and reappear and the islands’ biodiversity is in flux. The region has suffered extensively from human-made disasters and hazards resulting from nuclear testing, pollution including shipping-related pollution, hazardous chemicals and hazardous wastes (Persistent Organic Pollutants or POPs), and solid waste management and disposals. These issues, as well as the threats of climate change, have severely affected the ability of island ecosystems to maintain a healthy and pristine environment for the economic, social and cultural viability of indigenous communities.[2]
   Warmer temperatures have led to the bleaching of the Pacific Islands’ main source of survival – the coral reefs. Bleaching occurs when reef-building corals, reacting to stress such as warmer waters, loosen the algae that help feed them. Because the algae give them colour, the starved corals look pale, hence the term “bleaching”. Continued bleaching ultimately kills corals. Reef-building corals provide most of the primary productivity of coral reefs and are also an important shelter for a diversity of marine organisms. Reduced abundance and diversity of reef-building corals is thus very likely to have a major influence on the surrounding biodiversity. Coral reefs are home to much of the seafood that is enjoyed by indigenous peoples in the region.[3]

Food and water security

Agriculture in the Pacific region, especially in small island states, is becoming increasingly vulnerable due to heat stress on plants and salt water incursions. Crops with low tolerance to climate hazards such as bananas, one of the main staple crops, are severely threatened. Soil erosion from destructive wave activity, frequent storm surges and landslides causes land loss to many indigenous communities. Plantations and livestock are the major sources of subsistence farming, and are now faced with serious threats from new diseases and pests linked to flooding, drought and other climatic variations. Threats to food security are thus of great concern to the region.
   A significant impact of climate change and climate variability on indigenous peoples in the Pacific region is unreliable water availability. In many places, there is often a lack of water storage systems such as water tanks. If improvements were made to water supplies and accessibility systems, indigenous peoples would not have to rely on unpredictable and untreated river sources. Hence, sustainable water sources, maintaining and improving water quality and minimizing the spread of water-borne diseases is an important issue for indigenous peoples in the Pacific.

Drought

Some 2,000 miles to the west of the Pacific is Australia, which is experiencing the worst drought in 100 years, even with the flooding that occurred in late 2007 and early 2008. Scientists are not certain that climate change is to blame but it is the most popular theory. One concern is that when there is rain in the northeast coastal regions, soil washes into the Great Barrier Reef, the world’s largest coral reef. This process is damaging the coral, and warmer waters are also killing parts of the reef.

Carbon emissions trading

In the Pacific, like in most other regions, indigenous peoples are not only affected by climate change but also by the initiatives developed to address it. Carbon emissions trading is an area of concern for many indigenous peoples. At the same time, however, some indigenous peoples see the potential economic benefits of taking part in carbon trading projects, especially when indigenous communities have already developed, over thousands of years, sustainable, neutral and carbon negative livelihoods. A unique agreement, which claims to be the first of its kind in the world, was recently negotiated in Australia. In June 2007,
when a giant new natural gas refinery was constructed in Darwin, ConocoPhillips agreed to pay the Aboriginal people of the Western Arnhem Land region of Australia AUD 1 million (USD 850,000) per year, for 17 years, to offset 100,000 tons of the refinery’s own greenhouse emissions (The Western Arnhem Fire Management Agreement). The Aboriginal people concerned will use traditional fire management practices, which have been scientifically shown to reduce greenhouse gas emissions as compared to naturally occurring wildfires.[4]
   Carbon trading continues to be a hugely contentious issue, however, mainly due to its inherent problems. The main concern is that, while companies do not have to actually reduce their emissions, they can pay other companies and groups, mostly from nonindustrialized countries, to reduce emissions or to absorb CO2 from the atmosphere, and thus account for these as their own reductions. The big benefit to companies is that, when paying others, they pay only a fraction of what they would need to invest at home to achieve the same goal.[5]

Adapting to climate change through migration

As people begin to feel the heavy impact of climate change on the quality of life in the Pacific, migration will become a major issue, particularly as a result of flooding from the rising sea level. Forced adaptation is already underway, with some communities being displaced from their traditional lands and territories due to coastal and land erosion caused by large stormdriven waves. Dislocation is already a reality in Samoa and Vanuatu, where flooding from extreme weather and rising sea levels have become the norm and thus have serious implications for people residing in the region. People living in Papua New Guinea’s Bougainville atoll island of Cartaret have asked to be moved to higher ground on the mainland. The people of Sikaiana Atoll in the Solomon Islands have also been migrating away from their atoll, primarily to Honiara, the capital. Similarly, there has been internal migration from the outer islands of Tuvalu to the capital, Funafuti. In the case of Tuvalu, this migration has brought almost half of the national population to Funafuti atoll, with the inherent negative environmental consequences, including an intensified demand for local resources.[6] New Zealand has agreed to take 75 Tuvaluans per year, in a slow evacuation process of the island.
   Migration as a solution is, however, highly problematic. It is a violation of the right of countries to exist as peoples, a threat to cultures and tradition, causes loss of lives, loss of biodiversity, loss of spiritual connectivity and loss of settlement.[7] It is therefore crucial that the issue of “environmental refugees” is seriously discussed and that indigenous peoples become genuinely involved in designing and implementing responses to climate change.

Adapting by applying traditional knowledge

Traditional knowledge and practices are important to sustaining and managing the environment. In a coastal village on Vanua Levu, Fiji, the philosophy of vanua (which refers to the connection of people with the land through their ancestors and guardian spirits) has served as a guiding principle for the management and sustainable use of the rainforest, mangrove forest, coral reefs and village gardens.
   In other parts of the Pacific, indigenous peoples have supported mangrove conservation along the coastline to protect against natural disasters such as cyclones and tsunamis. It is seen as a cheaper undertaking than seawalls, which are funded from external sources. Mangrove conservation involves the community in the management process as well as the inclusion of women in the replanting activities. Other activities include the provision of a water drainage system as well as banning tree clearing. However, it is recognized in the Pacific that enhancing adaptive capacity involves more than local options, which will only be successful if they are integrated with other strategies such as disaster preparation, land-use planning, environmental conservation and national plans for sustainable development.[8]
   Grants from United Nations agencies, such as the International Fund for Agricultural Development (IFAD), promote the development and dissemination of appropriate crops and technologies in the Pacific region. The merging of indigenous and atoll technologies through action research and documentation is designed to support agriculture and fisheries. A similar activity, managed by the Solomon Island Development Trust, is due to take place through a small grant from IFAD’s Indigenous Peoples’ Assistance Facility (IPAF). Indigenous populations will be assisted to improve post-crisis resilience by merging traditional with scientific knowledge.
   Institutional barriers that prevent adaptation exist in the Pacific region. For example, adaptive capacity and resilience in the Pacific is hampered by limited resources and lack of access to technology. On the other hand, the application of traditional knowledge and past experiences has been strengthened in various ways, such as the implementation of traditional marine social institutions, as exemplified in the Ra’ui in Rarotonga, Cook Islands. This is an effective conservation management tool aimed at improving coral reef health. Indigenous peoples’ ecological knowledge and customary sea tenure is also integrated with marine and social science to conserve some of the wildlife, such as the bumphead parrotfish in Roviana Lagoon, Solomon Islands. Changes in sea tenure, back to more traditional roles, have also taken place in Kiribati.[9]

What needs to be done

While there is scientific consensus, notably through the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), with regard to the threats that climate change poses, governments have been slow to respond. The vulnerability of the whole Pacific region to disasters poses a real threat to achieving economic stability, social development, environment conservation and cultural diversity. In September 2007, Mr. Elisara-La’ulu, Director of Ole Siosimaga Society (OLSSI) in Samoa, said that bystanders who knew that the world was in crisis but did nothing were just as bad as the architects of the crisis. He urged government leaders to ask indigenous peoples about the effects of climate change before taking any decisions, and that indigenous peoples should not act when under pressure from global processes driven by big governments.[10] During a meeting in April 2008, Mr. Elisara noted that:

For us Pacific peoples, the discussion on climate change is not just a theoretical issue that we talk about when we come to these global meetings! It is there and we see the effects in our daily lives. For us it is a matter of life and death! In many cases we have to decide whether to stay on our islands or leave our homes. As sovereign countries, our rights as countries are protected under the Charter of the United Nations. We plead accountability against those causing these violations of our rights to exist as peoples, as countries, and as sovereign nations. Someone must bear responsibility for our demise when we lose our cultures, when our traditional ways of lives are trashed, and we are denied our freedom to exist as peoples. This is an issue of climate justice that we are calling for here and will continue to do so in every opportunity that comes our way![11]

There are two important issues that some of the small island states, such as Samoa, are highlighting. The first issue is the importance of allowing communities themselves to prioritize and pursue their adaptation needs. Community representatives need to work with policymakers to identify solutions that take account of cultural values in order to protect the livelihood and well-being of indigenous peoples. The second issue is the urgent need to put early warning systems in place to ensure that indigenous communities have the information they need to respond to each hazard and potential threat. This in turn will go some considerable way towards implementing sustainable community activities to adapt to, and minimize, the adverse impacts of climate change.
   At the Pacific Regional Civil Society Organization Forum held in Tonga in October 2007, the following recommendations were made:

• That regional contingency plans be developed to accommodate environmental refugees in a manner that maintains their national identity and indigenous cultural integrity;
• Engage indigenous peoples’ organizations in the development of programmes that involve measures to deal with the effects of climate change;
• Promote forest conservation, energy efficiency and renewable energy; and
• Involve indigenous peoples in programs that support community-level mitigation and aptation measures and, at the same time, recognize the value of the traditional knowledge of indigenous peoples, which has enabled them to maintain and interact with their environment in a sustainable way.[12]

 

Notes

[1] Fiu Mataese Elisara. Effects of Climate Change on Indigenous Peoples. A Pacific presentation during the International Expert Group Meeting on Indigenous Peoples and Climate Change, Darwin, Australia April 2-4, 2008.
[2] Ema G. Tagicakibau. Pollution in Paradise: The Impact of Nuclear Testing and Radio-Active Pollution on Indigenous Peoples in the Pacific and Strategies for Resolution. Pacific Concerns Resource Centre, August 2007.
[3] Robert W. Buddemeier, Joan A. Kleypas, Richard B. Aronson. Coral Reefs and Global Climate Change: Potential Contributions of Climate Change to Stresses on Coral Reef Ecosystems. Pew Centre, January 2004, page 25.
[4] Victo Mugarura. Aborigines burn the way to climate control. BBC, September 18, 2007 http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/6726059.stm
[5] D. Wysham. A Carbon Rush at the World Bank. Foreign Policy in Focus, February 2005. See www.fpif.org
[6] Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Report of Intergovernmental Panel on Climate Change, Working Group 2: Climate Change Impacts, Adaptation and Vulnerability, 2007, page 708.
[7] Fiu Mataese Elisara. Effects of Climate Change on Indigenous Peoples. A Pacific presentation during the International Expert Group Meeting on Indigenous Peoples and Climate Change, Darwin, Australia April 2-4, 2008.
[8] Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Report of Intergovernmental Panel on Climate Change, Working Group 2: Climate Change Impacts, Adaptation and Vulnerability, 2007, page 709.
[9] Ibid, page 708.
[10] Meetings Coverage, DPI/NGO Annual Conference, NGO/626, PI/1794, Department of Public Information, UN, New York, 6 September 2007.
[11] Fiu Mataese Elisara. Effects of Climate Change on Indigenous Peoples. A Pacific presentation during the International Expert Group Meeting on Indigenous Peoples and Climate Change, Darwin, Australia April 2-4, 2008.
[12] Communiqué of the Pacific Regional Civil Society Organization Forum held in Tonga in October 2007, pages 4-5.

 

Sonia Smallacombe is a member of the Maramanindji people in the Daly River region of the Northern Territory in Australia. She is currently working in the United Nations Secretariat of the Permanent Forum on Indigenous Issues (UNPFII) and is the focal person on climate change.
   The views expressed in this paper do not necessarily represent those of the United Nations or the Secretariat of the Permanent Forum on Indigenous Issues.”

 

(Quelle: Indigenious Affairs.)

 

Hinweis:

Eine deutsche Übersetzung dieses Artikels finden Sie in der Zeitschrift “Bumerang” – und diese wiederum in unserer Bücherei.