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Global: You gotta move?

Mittwoch, September 25th, 2013

“Nur 3,2 Prozent aller Menschen sind aus ihrem Geburtsland ausgewandert

Nach UN-Schätzungen wandern nicht mehr Menschen aus dem globalen Süden in den reichen Norden als in ein anderes Entwicklungsland, 90 Prozent der Flüchtlinge leben in Entwicklungsländern

Von Florian Rötzer | 24.09.2013

Globalisierung, so könnte man meinen, ist nicht nur die globale Bewegung von Gütern, Vermögen und Informationen, sondern auch der Menschen, die zu Migranten werden. Interessant ist, dass sich zwar viele Menschen zeitweise als Touristen oder beruflich über Grenzen hinweg reisen, aber dass die Migration weiterhin ein ziemlich kleines Phänomen ist.



Durchschnittliche Veränderungsrate der internationalen Migration in Prozent.

Durchschnittliche Veränderungsrate der internationalen Migration in Prozent.

Gerade einmal 3,2 Prozent der Menschheit, das sind 232 Millionen Menschen, leben in Ländern, in denen sie nicht geboren wurden, so der UN-Bericht International Migration 2013[1]. Das ist überraschend wenig, wenn auch 33 Prozent mehr als 2000, zumal die reichen Länder sich in Festungen, in gated nations, verwandeln, um die fantasierten Migrationsströme abzuwehren, die in Krisen wie jetzt beispielsweise im syrischen Bürgerkrieg in die nicht sonderlich reichen Nachbarländer Jordanien, Libanon oder den Irak, aber natürlich auch in die Türkei gelangen. Flüchtlinge machen 2013 mit 15,7 Millionen oder 7 Prozent nur einen kleinen Teil der Migranten aus. Fast 90 Prozent davon leben in Entwicklungsländern!

60 Prozent der internationalen Migranten, zwei Drittel im arbeitsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren, weit mehr als die 58 Prozent im weltweiten Durchschnitt, leben in den reichen Ländern des Nordens. 2013 am meisten in den USA, gefolgt von Russland, Deutschland – das wirklich als Einwanderungsland gelten muss -, Saudi-Arabien, die Vereinten Arabischen Emirate, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Australien und Spanien. Hingegen sind in Europa Portugal, Polen, Finnland oder Norwegen nicht so interessant.

 

 

Schaut man auf den prozentualen Anteil internationaler Migranten an der Gesamtbevölkerung, dann ist deren Anteil etwa in den USA, Kanada, in der Ukraine, in Saudi-Arabien, Libyen, Australien, Deutschland. Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien oder Norwegen höher als 10 Prozent. In Steueroasen wie Andorra, San Marino oder Monaco ist der Ausländeranteil natürlich wesentlich höher, im Vatikan steigt er sogar auf 100 Prozent. Global leben allerdings zwei Drittel der internationalen Migranten ziemlich gleich verteilt in Europa und in Asien. In China, Indien und einigen afrikanischen Ländern, aber auch in Mexiko oder erstaunlicherweise Brasilien haben Migranten nur einen Anteil von weniger als einem Prozent. Allerdings ist der Eindruck nach den UN-Schätzungen falsch, dass die überwiegende Mehrzahl Migranten aus armen Entwicklungsländern in die reichen Länder auswandert, was man auch Süd-Nord-Migration nennt. Auch wenn in den Industrieländern die Migranten einen durchschnittlichen Anteil von 11 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen und in den Entwicklungsländern nur 2 Prozent, aber die Unterschiede sind hier groß, so täuscht der Eindruck.

 

 

Nach neuen Schätzungen, die Geburtsland und Zielland der Migranten einbeziehen, war die Süd-Süd-Migration 1990 am stärksten ausgeprägt. Danach wusch der Anteil der Süd-Nord-Migration stärker, ab 2000 lag die Süd-Nord-Migration in etwa gleich mit der Süd-Süd-Migration, wobei allerdings die Migration vom Süden in den Süden wieder etwas stärker wuchs als die vom Süden in den Norden. 2013 sollen nach den Schätzungen 82,3 Millionen, die in Entwicklungsländern geboren wurden, in anderen Ländern des globalen Süden leben, während mit 81,9 Millionen fast genau so viel aus dem Süden in den Norden abgewandert sind. Die meisten dieser Migranten stammen aus Asien, gefolgt von Menschen aus Lateinamerika. Aus dem Norden in den globalen Süden wandern hingegen nur 13,7 Millionen aus, von Norden nach Norden sind es 53,7 Millionen.

Die “Süd-Süd-Migration” könnte man dadurch erklären, dass Auswanderer und Flüchtlinge nicht die notwendigen Mittel haben, um in die reichen Länder zu gelangen, und/oder den einfacheren, schnelleren und billigeren Weg in die Nachbarländer bevorzugen, wo sie auch leichter in Kontakt mit ihren Familien bleiben können. Möglicherweise wird diese Migration durch wirtschaftliche Fortschritte in den Entwicklungsländern begünstigt, dazu tragen aber auch regionale Konflikte vorbei.

Anhang

Links

BRD: Free flow of information?

Samstag, April 20th, 2013

“Offener Brief an das ARD/ZDF-Morgenmagazin anläßlich des Anschlags in Boston

Bericht über 1.7 Millionen Tote: Fehlanzeige

Von Ellen Diederich

Das täglich von Montag bis Freitag von ARD und ZDF ausgestrahlte Morgenmagazin (kurz moma) hat am 17. April 2013 u.a. folgende Themen: "Anschlag von Boston: Wer waren die Täter?" und ein Gespräch mit Madeleine Albright, der ehemaligen US-Außenministerin, zu ihrem Buch "Winter in Prag". Das ist Anlaß für Ellen Diederich vom Internationales Frauenfriedensarchiv in Oberhausen, einen offenen Brief zu verfassen, in dem sie die verzerrende Berichterstattung anprangert, in der von den bislang 1.7 Millionen Toten im so genannten "Krieg gegen den Terror" keine Rede ist. – Die Redaktion


aus IPPNW-Report

An das Morgenmagazin
Betrifft: Berichterstattung über das Attentat auf den Marathonlauf in Boston

Alle Nachrichtenkanäle sind voll von der Berichterstattung über das Attentat von gestern. Es ist tragisch und schrecklich, daß so etwas bei einer Sportveranstaltung geschehen kann. Darüber muß berichtet werden.

Eine Studie der IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) kommt zu dem Ergebnis, daß seit dem Beginn des „Krieges gegen den Terror“ etwa 1.7 Millionen Zivilisten getötet wurden, über 1.5 Millionen im Irak, 100.000 in Afghanistan, 63.000 in Pakistan. Es waren Menschen, die keine Schuld an den Attentaten vom 11. September 2001 hatten.

„Von einer objektiven und kontinuierlichen Berichterstattung über Kriege kann keine Rede sein. Während Kriege mit sehr hohen Opferzahlen, wie zum Beispiel der seit Jahren andauernde Krieg im Kongo, kaum Beachtung finden, wird über Menschenrechtsverletzungen in Syrien laufend berichtet. In Libyen endete die Berichterstattung praktisch mit der Ermordung Gaddafis, in Bahrein verschwanden Berichte über Menschenrechtsverletzungen und Tötungen von Demonstranten von der Tagesordnung.

Hintergrundinformationen, historische, geographische, gesellschaftliche und kulturelle Tatsachen werden insbesondere dann nicht zur Verfügung gestellt oder verfälscht, wenn aktuelle politische Ziele dem entgegenstehen.“

IPPNW-Report

Sie finden den Report "Body Count – Opferzahlen nach 10 Jahren Krieg gegen den Terror" unter http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Body_Count_
Opferzahlen2012.pdf


aus IPPNW-Report

Ähnliches gilt für das Verhältnis in der Berichterstattung über die Menschen, die im Mittelmeer ertrinken. Wochenlang waren die Nachrichten gefüllt mit der Berichterstattung über das Unglück der Costa Concordia vor Giglio. Bei diesem Unglück starben 32 Menschen. Allein 2011 starben 1.500 Menschen bei der Überfahrt auf Flüchtlingsbooten im Mittelmeer. Nahezu alle Opfer waren AfrikanerInnen.

Mir ist nicht bekannt, daß das Morgenmagazin (oder andere Medien) sich in ähnlicher Breite der Berichterstattung dieser Fakten angenommen hätten.

Wir vermissen diesen Teil der Berichterstattung

Für morgen wurde angekündigt, daß Madeleine Albright über ihre Autobiografie im Morgenmagazin sprechen wird. Am 12. Mai 1996 gab Frau Albright der Journalistin Lesley Stahl ein Interview. Frau Stahl fragte: „Wir haben gehört, daß eine halbe Million Kinder unter 5 Jahren als Folge des Embargos gegen den Irak gestorben sind. Das sind mehr Kinder, als in Hiroshima gestorben sind. Ist das Embargo diesen Preis wert?“ Frau Albright antwortete: „Wir meinen, es ist diesen Preis wert.“ (Das Embargo war vor allem durch Druck der USA eingeführt worden.)

Nichts auf der Welt ist den Tod einer halben Million Kinder wert! Für mich ist es eine der schlimmsten Aussagen nach dem 2. Weltkrieg. (Frau Stahl erhielt den Emmy für dieses Interview.)

Wenn alle Menschen ihre Erfahrungen mit dem 2. Weltkrieg in einer solchen Weise verarbeitet hätten wie Frau Albright, indem sie Kriege, vor allem auch Angriffskriege rechtfertigt und mit darüber entscheidet, daß sie beginnen, stünde kein Stein mehr auf dem anderen.(PK)

Oberhausen, 16.4.2013
Ellen Diederich
Internationales Frauenfriedensarchiv

Online-Flyer Nr. 402  vom 17.04.2013″

 

(Quelle: NRhZ-Online.de)

USA/Irak: Lavabo inter innocentes manus meas

Mittwoch, Februar 6th, 2013

“Vor zehn Jahren sprach US-Außenminister Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat

Iraks Diktator Saddam Hussein sei im Besitz von Massenvernichtungswaffen, behauptete US-Außenminister Colin Powell am 5. Februar 2003 vor dem UN-Sicherheitsrat. Seine Rede war der Auftakt zum wenig später beginnenden Irakkrieg. Doch Powells vermeintliche Beweise entpuppten sich als falsch.

Von Klaus Jürgen Haller

(…) Eine formelle Beratung über den Sinn und die Risiken dieses Krieges hat es in Bushs Kabinett nie gegeben. Powell wurde bei wichtigen Entscheidungen zunehmend übergangen, von Verteidigungsminister Rumsfeld, von Vizepräsident Cheney. Als die amerikanischen Geheimdienste, darunter auch der militärische, keine zwingenden Kriegsgründe lieferten, richtete Douglas Feith, der dritte Mann im Pentagon, eine Geheimdienstzelle ein, die mit dem Büro des Vizepräsidenten eng zusammenarbeitete.

Tatsächlich war es die Propagandazentrale für den Krieg gegen den Irak. Sie lancierte ständig furchterregende Bedrohungsmeldungen; die wichtigste Quelle war eine irakische Exilorganisation in London, der Irakische Nationalkongress des Ahmed Chálabi.

Schließlich glaubten zwei von drei Amerikanern – irrigerweise -, dass Saddam Hussein etwas mit dem 11. September zu tun habe; fast 80 Prozent vermuteten, dass er Atomwaffen besitze oder kurz davor stehe. Für seinen Auftritt vor dem Sicherheitsrat hatte das Weiße Haus Powell ein 50 Seiten Manuskript geliefert. Er legte es beiseite und quartierte sich mit Mitarbeitern in der Führungsetage der CIA ein, um in vier Tagen und Nächten eine eigene Rede zu verfassen. Punkt für Punkt ließ sich Powell von George Tenet, dem CIA-Direktor, und seinen Mitarbeitern bestätigen. Er bestand darauf, dass der Geheimdienstchef im Sicherheitsrat direkt hinter ihm im Blickfeld der Fernsehkamera saß.

“Jeder Punkt ist durch Quellen, solide Quellen, gestützt. Das sind keine Behauptungen; sondern Fakten und Schlüsse aufgrund solider Erkenntnisse.”

Dies stimmte vorne und hinten nicht. (…) Der gewichtigste Vorwurf, den Powell vortrug, lautete: Insgeheim produziert der Irak biologische Kampfstoffe, und zwar in mobilen Labors, die kaum zu entdecken sind. Für diese Beschuldigung gab es einen Augenzeugen, einen irakischen Chemieingenieur, der in Deutschland um Asyl nachgesucht hatte.

“Er war bei der Produktion biologischer Kampfstoffe dabei. Er war auch 1998 am Ort, als ein Unfall geschah, bei dem zwölf Techniker starben, die diesen Stoffen ausgesetzt waren.”

Powell erklärte, drei Personen hätten diese Angaben bestätigt. Wie sich später herausstellte, wollten zwei die Geschichte nur vom Hörensagen kennen. Den dritten Informanten hatte der amerikanische Militärgeheimdienst bereits als “nicht glaubwürdig” eingestuft. 2011 gestand der in Erlangen lebende Augenzeuge mit dem Decknamen “Curveball”, alles frei erfunden zu haben. In gebrochenem Deutsch, gegenüber einer Reporterin der britischen Tageszeitung The Guardian.

Curveball: “Ich musste etwas machen zu mein Land … ich bin zufrieden, weil jetzt Irak ist keine Diktatur mehr. … . Mein Ziel ist erreicht.”
Guardian: “Sind Sie stolz auf die Rolle, die sie gespielt haben?”
Curveball: “Ganz sicher.”

Deutsche Regierungsstellen wollen die amerikanische Seite gewarnt haben, dass der Mann nicht glaubwürdig sei. Tatsächlich schrieb August Hanning, der damalige Direktor des Bundesnachrichtendienstes, CIA-Chef Tenet, Curveballs Aussagen seien “plausibel und glaubwürdig”, sie hätten allerdings nicht verifiziert werden können. Colin Powells Plädoyer für den gewaltsamen Sturz Saddam Husseins brach langsam aber sicher in sich zusammen. (…)
Verantwortliche Politiker, im Pentagon und im Büro des Vizepräsidenten vor allem, haben unbewiesene Behauptungen, Gerüchte und Mutmaßungen aufgebauscht und als Tatsachen ausgegeben. Die amerikanischen Geheimdienste haben nie von einer unmittelbar bevorstehenden Gefahr gesprochen; aber auch sie haben versagt. Dabei mag die Einstellung eine Rolle gespielt haben, warum sollen wir dagegenhalten, wenn die Sache schon längst entschieden ist. Der Geheimdienstexperte John Bamford beschreibt eine unglaubliche Szene in der Proliferations-Abteilung der CIA.

Dann rief der Boss die Gruppe zusammen: Also, wenn der Präsident einen Krieg haben will, ist es eure Aufgabe, einen Grund dafür zu finden.” (…)

 

Weiterlesen…

Oder hier anklicken und die Sendung als MP3 nachhören

 

(Quelle: Deutschlandfunk.)

Libyen: Cash From Chaos

Montag, Dezember 24th, 2012

“Blackwater Wins the Battle of Benghazi

BY SPENCER ACKERMAN12.20.121:06 PM

A diplomatic security agent, right, ushers U.S. diplomats from a helicopter in Afghanistan, 2011

A diplomatic security agent, right, ushers U.S. diplomats from a helicopter in Afghanistan, 2011. Photo: Department of State

U.S. embassy security in the post-Benghazi era is shaping up to be a financial bonanza for security contractors. It’s not necessarily going to look like the ‘roided-out era in which the firm formerly known as Blackwater and its ilk paraded diplomats through dangerous thoroughfares with specialty rifles in tow. But any company that can provide the State Department with either armed guards, surveillance tools or hardened facilities would be smart to practice its elevator pitch.

The scope of the bonanza isn’t yet clear, especially concerning how much of a likely cash infusion at the State Department will go to private security contractors. And the rebranded company Academi doesn’t do nearly the amount of business with State that it did under its old Blackwater incarnation, and so we’re just using its old moniker as a placeholder here. But both the influential independent commission on the September attacks in Benghazi and a Senate hearing on Thursday pointed to flooding the State Department’s security corps with money. And one of the key post-Benghazi decisions the next secretary of state will make is whether to continue spending that cash on hired guards or to bolster the ranks of State Department employees that protect diplomats themselves.

The Benghazi commission, run by former Amb. Thomas Pickering and retired Adm. Mike Mullen, recommended spending an additional $2.2 billion over the next decade on “construction of new facilities in high risk, high threat areas.” It also urged using emergency war funding to finance “respond[ing] to emerging security threats and vulnerabilities and operational requirements” in dangerous postings. Ironically, even while the commission blasted the Bureau of Diplomatic Security for inadequately protecting the U.S. consulate in Benghazi, its recommendations will line the bureau’s coffers.

At the State Department, Secretary Hillary Rodham Clinton asked Congress to reroute $1.3 billion in unspent Iraq reconstruction cash for enhancing embassy security. According to congressional sources who’ve seen the request, that cash takes a variety of forms: hiring 150 more Diplomatic Security agents for the State Department; funding an additional deployment of 225 Marines comprising 35 teams; and approximately $700 million to bolster the exterior defenses of its diplomatic buildings. A letter Clinton sent to her legislative oversight committees urged legislators give her “authority to streamline mandatory processes for faster results.” The Sex Pistols called it Cash From Chaos; the diplomatic corps prefers more bureaucratic language.

Those calls for added cash were blessed by a key legislative panel, the Senate Foreign Relations Committee, at a Friday hearing. Senators of both parties repeated the mantra “resources matter” and decried recent cuts in the State Department’s operations budget, a perspective cheered by Clinton deputies Thomas Nides and William Burns. “Just to build a wall at an embassy could potentially take months to go through a contracting process,” Nides lamented.

Most U.S. diplomatic facilities are secured by personnel run by the governments that host them, an obligation under an international pact known as the Vienna Convention on Diplomatic Relations. Some senators on the panel expressed discomfort with it, particularly after learning that the Benghazi complex was secured by unarmed employees of a British security firm and by a Libyan militia that proved unreliable. “Generally, these people are confused, said Sen. James Risch (R-Id.), who said he got a “real sense of incompetence” from foreign guards. Nides and Black pledged that a revamped team at the Bureau of Diplomatic Security was taking a look at the “capacity” of local forces in “high risk” environments to adequately protect U.S. diplomats.

This is a crucial moment for the Bureau of Diplomatic Security. When it doesn’t depend on local guards to protect embassies, it depends on private security contractor in dangerous places. Numerous internal State Department studies have faulted the bureau for lax oversight of those contractors, which has led to dead local civilians and wasted money. And it’s not just the bureau: its ultimate boss, Undersecretary for Management Patrick Kennedy, blocked Congress’ Iraq watchdog from learning even basic facts about its hired army in Iraq. The bureau may have been burned by the Benghazi commission, but it’s about to have a lot more cash on its hands.

But if there was ever a time for Diplomatic Security to reform, it’s now, after its four top leaders resigned over their Benghazi performance. In addition to hiring new Diplomatic Security agents, Clinton has set up a new position in the department to oversee how it protects State’s most dangerous outposts. Congressional sources say that the biggest opportunity for post-Benghazi contract cash is in the construction windfall for bolstering embassy perimeter security and installing better spy equipment. If the bureau opts to train and deploy more of its own agents to protect diplomats instead of hiring guards, it would mark a major departure for the State Department.

That’s a departure that seemed to weigh heavily on the Senate panel chairman, Sen. John Kerry (D-Mass.). Kerry threw his support for having an “expeditionary diplomatic corps” that goes “outside the wire” to connect with locals in far-flung places. But he worried about the “unmistakable stare” from distrustful locals “as you pass through a village with masses of guns and big armored personnel carriers and Humvees.” What he didn’t say is that that’s how U.S. diplomats pass through those villages: in armored SUVs full of men in wraparound shades and carrying rifles. With Kerry likely to be nominated as secretary of state, he’ll decide how comfortable he is with State’s history of using those contractors to keep his diplomats safe — especially since he’s likely to have a lot more cash in a chaotic world to spend on security.”

 

(Quelle: Wired.com)

Global: Die wunderbare Welt des CO2 (Teil 2)

Dienstag, Dezember 4th, 2012

Share of global emissions (% world total 2010)

 

Klima_2.1

(Tabelle aus: United Nations Environment Programme: The Emissions Gap Report 2012, S. 17, 18
Download des o. g. Reports hier.)

 

(Quelle: United Nations Environment Programme: The Emissions Gap Report 2012)

USA: Kinder- was?

Mittwoch, Juli 25th, 2012

“U.S. Military Treatment of Juvenile Detainees Undergoes International Scrutiny

By Allison Frankel, ACLU Human Rights Program at 11:37am

When the U.S. ratified the international treaty on the rights of children in armed conflict in 2002, it committed to protecting children under 18 from military recruitment and deployment to war and guaranteeing basic protections to former child soldiers, including those in U.S. military custody. Formally known as the Optional Protocol to the Convention on the Rights of the Child on the involvement of children in armed conflict (OPAC), the treaty requires ratifying nations to submit periodic reports on the progress they have made to implement their treaty obligations to the U.N. Committee on the Rights of the Child, a body of independent human rights experts charged with monitoring countries’ compliance with the treaty.  The U.S. government’s latest report will be reviewed by the Committee in January 2013. The list of issues to be discussed during this review, which was adopted by the Committee on July 3, raises serious concerns regarding U.S. compliance with the Protocol and provides an opportunity for the United States to provide transparency and accountability for its treatment of juveniles in military custody. 

The Committee requested that the U.S. provide detailed information regarding the number of juveniles detained by U.S. military forces, their treatment in detention, reasons for their detention, and the physical and psychological recovery assistance available to them.  As of 2008, the most recent year for which public data is available, 2,500 juveniles had been detained in Afghanistan, Iraq and Guantanamo Bay since 2001. Responding to an ACLU request for updated figures in February 2010, the Department of Defense stated that fewer than five juveniles remained in U.S. military custody in Iraq and Afghanistan at that time. But we have insufficient information about measures the U.S. has taken to rehabilitate or reintegrate the children it has detained, or the remedies provided to children who suffered harm in U.S. custody.  Indeed, although the U.S. maintains that, “in detaining juvenile combatants, the United States seeks to restore some hope for their future and to prepare them for reintegration into society,” evidence suggests that the U.S. has failed to provide rehabilitation or reintegration assistance to former juvenile detainees as mandated by the Protocol, let alone remedies for children subjected to abuse and wrongful detention.  

Jan Sher Khan is just one of the many children whose lives have been damaged by the U.S. failure to adhere to international human rights standards for children detained in armed conflict. Khan, now 24, was detained for six years at Bagram without ever being charged with a crime. According to a recent Reuters article, he was repeatedly beaten while in U.S. custody, and as a result has suffered from frequent headaches, mood swings, and the stigma of being labeled a “terrorist,” which he fears will make it nearly impossible for him to rebuild his life, find a job, get married and start a family. “Sometimes I feel like I’m still in prison,” he told Reuters. Another former juvenile detainee, Kamil Shah, who was 16 when he was captured and was held in Bagram for five years without charge, said of his detention: “I was innocent. I lost my education. I lost everything.”  

The prolonged detention, often without charge or trial, and ill treatment of juveniles by the U.S. military extends from the mountains of Afghanistan to the shores of Guantanamo, where Omar Khadr, a Canadian citizen and former child soldier who was detained in 2002 at the age of 15 and was convicted by a military commission, continues to linger in a legal limbo. Although the Canadian and U.S. governments struck a deal in 2010 for Khadr’s repatriation to Canada provided he served one more year at Guantanamo, the Canadian government has yet to request the transfer of Khadr into Canadian custody.  Canadian Senator Romeo Dallaire recently circulated an online petition to bring Khadr to Canada, which has garnered significant public support. Khadr is the youngest prisoner still detained at the naval base. Friday marks the fateful ten year anniversary of his detention

Mohammed Jawad, another former child soldier and ACLU client was illegally held at Guantanamo for almost seven years.  He was released in August 2009, after a federal court found that the government had no credible evidence to justify his detention. Jawad’s mistreatment during detention, as well as an assessment of the U.S. government’s failure to adequately respond to allegations of detainee abuse, is chronicled in a July 2011 University of San Francisco Law Review article written by his military defense lawyer. The Committee is seeking information regarding allegations of torture and ill-treatment of Khadr and Jawad, as well as what remedies were provided to Jawad once he was released.

The U.S. reply to the Committee’s list of issues is due on November 16. For the sake of Khan, Khadr, Jawad and the other children who have been traumatized by U.S. detention, we hope the United States will fully answer the Committee’s questions, and take immediate, meaningful action to bring its policies and practices into compliance with the Protocol.

Learn more about children’s rights: Sign up for breaking news alerts, follow us on Twitter, and like us on Facebook.”

 

(Quelle: ACLU.)