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Weltbank: Landnahme als Zukunftsmodell

Samstag, April 24th, 2010

“Direkt im Anschluss an die am Samstag beginnende Frühjahrstagung veranstaltet die Weltbank eine Konferenz zur Landpolitik. Dort sollen freiwillige Verhaltensregeln auf den Weg gebracht werden, welche die negativen Auswirkungen großflächiger Landnahmen eindämmen sollen, die Landnahmen selbst aber nicht. Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN kritisiert diese Initiative als völlig unzureichend, da großflächige Landnahmen so vom Sorgenkind zum neuen landwirtschaftlichen Produktionsmodell umgedeutet. Damit einher gehende Vertreibungen und weitere Menschenrechtsverletzungen werden so eher zunehmen als gestoppt (…).”

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(Quelle: FIAN.)

Anmerkung:

“(…) In Afrika sind lediglich zwei bis 10 Prozent des Landes in Privatbesitz. Der größte Teil wird kommunal bewirtschaftet. Der großflächige Verkauf, die Inwertsetzung der Landwirtschaft, sieht diese Bauern lediglich als Arbeitskräfte. So wird aus Selbständigen eine Klasse von Landarbeitern. Die „Überschüssigen‟ werden vertrieben. Die Internationalen Finanzinstitutionen wie Weltbank und Internationaler Währungsfond (IWF), aber auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), reden gerne von einer win-win-Situation. Doch mit den Verkäufen an Private werden fundamentale Fragen wie Landreform, Nahrungssicherheit und Steuerausfälle der staatlichen Diskussion entzogen und ad acta gelegt (…).”

zitiert nach: Möllers, Hein: Land, Macht, Hunger; in: “Afrika Süd”, 39. Jg., Nr. 1, Februar/März 2010, S. 3.

Die o. g. Zeitschrift kann in unserer Bücherei entliehen werden.