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Apartheid-Opfer vs. Daimler

Freitag, April 23rd, 2010

medico international-Unterschriftenaktion für Apartheid-Entschädigung

“Der Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika steht unter keinem guten Stern. Das Problem ist nicht das DFB-Team, sondern dessen Hauptsponsor: Mercedes-Benz. Bei SüdafrikanerInnen die ihr Leben im Kampf gegen das rassistische Apartheidregime riskierten, ruft das Daimler-Logo dunkle Erinnerungen wach. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, durch die Lieferung von Fahrzeugen und Maschinen an Polizei und Militär des südafrikanischen Apartheidregimes, Beihilfe zu schweren Menschenrechtsverletzungen geleistet zu haben. Die südafrikanische medico-Partnerorganisation Khulumani Support Group fordert die Anerkennung des begangenen Unrechts und Entschädigungszahlungen. Wir wollen die zunehmende Aufmerksamkeit durch die WM in Südafrika dazu nutzen, den Druck auf Daimler in Deutschland zu erhöhen. Mit der Kampagne “Daimler – Star of Apartheid” unterstützen wir die Apartheidopfer in der Auseinandersetzung mit dem Stuttgarter Konzern. Forderungen der Kampagne sind die Öffnung des Daimler-Archivs und eine angemessene Entschädigung.

Setzen auch Sie sich für eine Entschädigung der Apartheidopfer ein. Unterzeichnen Sie unseren Aufruf!

Die Unterschriften und Protestpostkarten an Daimler werden wir im Herbst an Dr. Dieter Zetsche, den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG übergeben (…).”

Hier können Sie Online unterzeichnen: www.star-of-apartheid.de

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(Quelle: medico international.)

Lese-Tipp:

♦ “Wider die Straffreiheit. Firmen wie Daimler müssen sich für ihre Kollaboration mit dem Apartheidregime verantworten.”

Interview von Amy Goodman (Democracy Now!) mit der Khulumani-Sprecherin Marjorie Jobson und dem Klagevertreter Michael Hausfeld über die Gründe der Klageerhebung und die Bedeutung des Prozesses;

in: “Afrika Süd” 39. Jg., Nr. 1, Februar/März 2010 – ausleihbar in unserer Bücherei.

[Update:]

● “Daimler hat den Rassisten Militärfahrzeuge geliefert”