Posts Tagged ‘NABU’

Äthiopien: Wildkaffeewälder werden UNESCO-Biosphärenreservat

Montag, Juni 7th, 2010

June 2010: Kafa Wild Forests recognized as UNESCO Biosphere Reserve

It is a groundbreaking success for nature conservation in Africa: As one of the first two Biosphere Reserves in Ethiopia the Wild Coffee Forests in the former kingdom of Kafa have been recognized as UNESCO Biosphere Reserve in the beginning of June 2010. NABU is campaigning since 2006 for the integration of the region into UNESCO’s World network of Biosphere Reserves. “As the concept of Biosphere Reserves had been widely unknown in Ethiopia before, this objective did require a lot of commitment over the years”, said NABU Vice President and Head of International Department Thomas Tennhardt.
Many high level meetings, workshops and delegation visits to Ethiopia and Germany led to a successful partnership of NABU and the on-site administration. Scientific data collection, sedulous work by the Ethiopian colleges and the exchange with experts from other African countries now led to the desired achievement. “The regional as well as the local government supported the nomination and the residents helped planning the Biosphere Reserve”, said Svane Bender-Kaphengst, Head of Africa Program. “The support by the local community will decide whether the Biosphere Reserve is going to be successful in the long-term.” The successful cooperation with the zonal administration in Kafa induced a trilateral agreement between NABU, UNESCO and the Ethiopian Ministry of Science and Technology in March 2009. In the context of this agreement NABU is working in close cooperation with the Ethiopian government with regards to the designation of further Biosphere Reserves.

A big part of the 760.000 hectare in the Kafa Biosphere Reserve is covered by Afromontane Cloud Forest, home to many rare animal and plant species. The forests are famous for being the origin of wild Coffea Arabica and one of the last large areas of occurrence. A mosaic of wetlands, hot springs and forests as well as the eventful history of the Kafa kingdom has the potential to attract a lot of tourists. In November 2009 NABU started a project for climate protection and forest conservation within the frame of the International Climate Initiative, funded by the German Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU). This project also supports sustainable development and environmental education in the Kafa Biosphere Reserve until the year 2013.

Contact:
Marcel Kruse, NABU officer for Africa, phone (+49)30-284984-1711

(Quelle: Kafa Coffee Biosphere Reserve.)

Siehe auch:

Ein Meilenstein für den Naturschutz

Europäischer “Tag der Meere”: Das Artensterben geht weiter

Mittwoch, Mai 19th, 2010

“Das Artensterben in den Meeren hält an

Schutzmaßnahmen kommen kaum voran, Wirtschaftsinteressen gehen vor

Berlin – Mit Blick auf den „Europäischen Tag der Meere‘ am 20. Mai hat der NABU auf das unveränderte Artensterben in den Meeren aufmerksam gemacht. Auch im offiziellen UN-Jahr der biologischen Vielfalt ist es nicht gelungen, selbst so stark bedrohte Arten wie den Roten Thunfisch, Herings- oder Dornhai effektiv zu schützen. Die verfehlte Fischereipolitik hat vielmehr dazu geführt, dass inzwischen 88 Prozent der kommerziell genutzten Fischarten in den europäischen Gewässern überfischt sind. Wo wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen, bleibt viel zu oft der Natur- und Artenschutz auf der Strecke. Auch die Mehrheit der Vertragstaaten bei der diesjährigen Konferenz zum Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen war nicht bereit, der Ausbeutung der Meere einen Riegel vorzuschieben.

Die Meere sind Orte intensiver industrieller Nutzung. Sie machen 99 Prozent der belebten Biosphäre aus und beherbergen Hunderttausende faszinierende Arten. Doch nur ein Bruchteil davon ist unter Schutz gestellt. Und selbst wenn einzelne Arten am Rande der Ausrottung stehen, schaffen es politische und wirtschaftliche Lobbyisten immer wieder, effektive Schutzmaßnahmen zu blockieren. Dabei sind gesunde Meere die Basis unserer maritimen Wirtschaft. 22 der 27 EU-Mitgliedsstaaten sind Küstenländer, mehr als 400.000 Menschen arbeiten allein in der Fischerei und fischverarbeitenden Industrie Europas.

„Es ist höchste Zeit zu handeln. Wenn wir es nicht bald schaffen, einen wirklichen Ausgleich von Schutz- und Nutzerinteressen herbeizuführen, wird der gesamte Fischereisektor zusammenbrechen‘, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Damit die Bestände sich erholen könnten, sei ein radikales Umdenken erforderlich. Fangbeschränkungen, zum Beispiel für stark bedrohte Bestände des Kabeljaus, für Thun- und Schwertfisch sowie eine Anpassung der Fangkapazitäten seien unumgänglich, um eine nachhaltige Fischereiwirtschaft auch für spätere Generationen zu sichern.

Jedes Jahr am 20. Mai begeht Europa feierlich den „Tag der Meere‘. Die Rolle der Ozeane soll dabei hervorgehoben und das Bewusstsein für die Umweltprobleme in den Meeren gestärkt werden. Im spanischen Gijon findet dazu eine Konferenz mit Beteiligung zahlreicher Interessengruppen statt. Die zentrale deutsche Veranstaltung findet im niedersächsischen Cuxhaven statt. „Bleibt zu hoffen, dass der notwendige Dialog Erfolge für den Natur- und Artenschutz im Meer bringt, ehe es für viele Arten und Lebensräume endgültig zu spät ist‘, so der NABU-Präsident.”

(Quelle: NABU.)

Fünf Haiarten gehen unter – Wirtschaft rangiert vor Artenschutz

Dienstag, April 20th, 2010

15. CITES-Konferenz in Doha

Der Heringshai scheint zu den wenigen Gewinnern der 15. CITES-Konferenz in Doha zu gehören.

Weniger glücklich ging die Konferenz für fünf andere Haiarten zu Ende. Weder die drei Hammerhai-Arten, noch der Weißspitzen-Hochseehai oder der Dornhai erhielten von den Delegierten die nötigen Stimmen, um im Washingtoner Artenschutzübereinkommen gelistet zu werden.

Wieder einmal wurde die Chance verpasst, massiv überfischte Arten unter Management zu stellen, um sie für zukünftige Generationen zu bewahren. Eine Aufnahme in Anhang-II von CITES wäre hier ein erster, wichtiger Schritt gewesen. ‘Das ist ein Ausverkauf der Haie’, so Finke. ‘Kurzfristige wirtschaftliche Interessen rangieren hier weit vor dem Erhalt einer Art. Sehr bald schon wird niemand mehr diese Haiarten befischen können, weil es sie nicht mehr geben wird.'”

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(Quelle: NABU.)