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Katar / Nepal: “News”

Freitag, September 27th, 2013

“427 deaths among the Gulf’s Nepali Workers

Posted on Aug 16 2013

Nepal’s Foreign Employment Promotion Board has lately revealed important figures on its national migrants working abroad. The new statistics covering reporting last year’s numbers estimated that 2.5 million Nepalis work in Gulf and East Asian countries. Although those migrants make a 22% contribution to their country’s GDP, Nepal is not doing much to protect their rights in the hosting countries. This year’s death toll increased by 80 added to last year’s figure of 634 to become 726. Major reasons are related to illness, traffic accidents, suicide, and work accidents. Such figures might be higher since the report excludes undocumented workers. Those are denied the right to apply for a compensation from Nepal’s Migrant Workers Welfare Fund.

According to Nepal’s ambassador in Saudi Arabia, most of the deaths among Nepali workers in the Saudi Kingdom are caused by the climatic condition with the lack of a healthy routine. A cardiologist working with migrant workers said the air-conditioned rooms and the high-temperature working places lead to heart issues. Those workers also suffer from stress and food habits.

In the past year alone, 205 Nepali workers died in Saudi Arabia, 151 in Qatar, 47 in the UAE, and 14 in Bahrain. The report states that 80 of Nepali deaths in Saudi Arabia were natural but 70 in traffic accidents, 7 were heart-related, and 17 in suicide. The UAE had 6 in traffic accidents, 17 heart-related, and 3 in suicide. Notably, Qatar had a high number of heart-related deaths with 85 cases. Such deaths can be attributed to the extreme conditions of weather and forced labor that Nepali workers face as Qatar prepares to host the 2022 FIFA World Cup tournament.”

 

(Quelle: Migrant Rights.org)

 

Siehe auch:

Final Report On “The impact of Foreign Labour Migration to Enhance Economic Security and Address VAW among Nepali Women Migrant Workers and Responsiveness of Local Governance to Ensure Safe Migration”

Nepal: MaoistInnen drohen ehemaliger Kindersoldatin

Sonntag, Oktober 17th, 2010

Maoists threaten former child soldier who spoke at UNSC last month

Unified CPN (Maoist) cadres have threatened a former child soldier who spoke about her involvement and experience in the Maoist army at United Nations Security Council last month, Nagarik daily reported.

Four persons from a Maoist cantonment in Shaktikhor came to Sita Tamang’s house on Sunday and told her and her family that ‘anything might happen to them.’

Terrified from the threat, Tamang, 18, called up local journalists and human rights workers to inform about the intimidation.

According to the statement she gave at the UNSC last month, she was forcibly recruited to the Maoist army at the age of 13.

At present Tamang studies at grade nine in a local school.

 

(Quelle: nepalnews.com)

Global: Konstante Zahlen – Binnenvertriebene…

Mittwoch, Juli 21st, 2010
 


Photo: UN

Das Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC) des Norwegian Refugee Councils hat eine tabellarische Übersicht über die geschätzte Zahl der Binnenvertriebenen in den vergangenen zehn Jahren in allen Ländern, die sie überwacht, zusammengestellt.

Die Zahlen aus den Jahren 2001 bis 2009 zeigen, wie viele Menschen intern durch Konflikte, allgemeine Gewalt oder Menschenrechtsverletzungen vertrieben wurden.

Die entsprechende Übersicht finden Sie hier.

Global: Drohende Wasserkrise – aber nur 1 Milliarde Menschen betroffen

Dienstag, Juli 20th, 2010

“Im Himalaya schmelzen die Gletscher schneller als an jedem anderen Ort dieser Erde

Von den Folgen könnten eine Milliarde Menschen verheerend betroffen sein

Von Juan Gonzalez

Unser Gast:

Syed Iqbal Hasain – Vorsitzender der ‘Glacier and Climate Change Commission’, die von der Regierung des indischen Bundesstaates Sikkim eingerichtet wurde

Das Interview führten: Juan Gonzalez und Amy Goodman

 

Amy Goodman:

Wir machen weiter mit dem Thema ‘Klimawandel’ – Juan?

 

Juan Gonzalez:

Wir wenden uns nun der Himalaya-Region in Asien zu, um zu sehen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf diese Region hat. Wissenschaftler warnen, das Abschmelzen der Gletscher könnte verheerende Folgen für über eine Milliarde Menschen haben.

Die Gletscher des Himalaya werden als die ‘Wassertürme Asiens’ bezeichnet, denn de wichtigsten Flusssysteme Asiens beziehen ihr Wasser hauptsächlich aus dieser Region. Es sind Flüsse, die durch Afghanistan, Pakistan, Bangladesh, Bhutan, China, Indien, Burma und Nepal fließen.

 

Amy Goodman:

Wissenschaftler behaupten, die Gletscher des Himalaya würden schneller schmelzen als die an jedem anderen Ort dieser Erde. Am Ende des Jahrhunderts könnten 75% der Gletscher des Himalaya verschwunden sein.

 

Wir sind nun mit dem prominenten indischen Wissenschaftler und Gletscherforscher Syed Iqbal Hasnain verbunden. Er ist Vorsitzender der ‘Climate Change Commission’, die von der Regierung des indischen Bundesstaates Sikkum eingerichtet wurde. Er sprach mit uns gestern Abend, anlässlich einer Veranstaltung der ‘Asia Society mit dem Thema ‘The Himalayan Glaciers and Asia’s Looming Water Crisis’ (Die Gletscher des Himalaya und die drohende Wasserkrise in Asien).

 

Wir haben nur wenige Minuten Zeit, aber können Sie uns bitte erläutern, um was für eine Art Krise es sich handelt und was im Himalaya vor sich geht?

 

Syed Iqbal Hasnain:

Vielen Dank, dass ich mich in Ihrer Sendung haben.

 

Wie bereits erwähnt, hängt es damit zusammen, dass sich die Erde um mehr als 2 Grad Celsius erwärmt hat. Wenn Rechnen Sie das mal in Watt per Meter um – dann sehen Sie, dass wir es mit einer um 20% erhöhten Strahlungsenergie zu tun haben. Für die Politiker ist das ein großes Dilemma. Wie können sie diese Entwicklung stoppen? Schließlich war auch Kopenhagen ein Schlag ins Wasser – wie wir bereits gesehen haben. Denn es wurde kein klares, verifizierbares Abkommen zu diesem Thema getroffen. Ich denke, die globale – die ganze – Welt sollte etwas unternehmen.

 

Was die Gletscher des Himalaya betrifft, so schmelzen sie sehr schnell – und nicht nur die Gletscher auf der Tibetanischen Hochebene. Wir haben Gletscher, und wir haben den Permafrost. Der Permafrost schmilzt und ebenso die Gletscher. Aber da es sich um eine ungeheure Zahl von Objekten handelt (wie am Nord- und Südpol), dauert es eine Weile, bis sie alle abgeschmolzen sind. Wegen des Schmelzvorgangs ist auch der Wasserstand in sämtlichen Flusssystemen erhöht – ob es sich nun um den Indus oder den Brahmaputra handelt. In den kommenden Jahren wird der Wasserstand wieder abnehmen. Auf alle Gemeinden, die dort leben, wird sich dies äußerst katastrophal auswirken. Wir reden von über 1,5 bis 2 Milliarden Menschen, die in direkter Weise von den Wasserressourcen der Hochebene von Tibet und der großen Gebirgsketten des Himalaya abhängen.

 

Juan Gonzalez:

Wie schnell werden – Ihrer Meinung nach – die Gletscher zurückgehen?

 

Syed Iqbal Hasnain:

Wissen Sie, im Himalaya gibt es unterschiedliche klimatische Zonen – wenn man den gesamten Himalaya-Bogen sieht. Die östlichen (Gletscher) bekommen im Sommer den Monsunregen ab und schmelzen wesentlich schneller als die Gletscher auf der westlichen Seite, wo Winterzeit herrscht. Im Himalaya finden wir ein kompliziertes Klimasystem vor. Sie (die Gletscher) reagieren zu unterschiedlichen Zeiten. Insgesamt jedoch ziehen sich alle Gletscher des Himalaya zurück. Da Abschmelzen vollzieht sich nur zu unterschiedlichen Zeiten.

 

Amy Goodman:

Sprechen wir nun über die Bedeutung der Gletscher. Sie erwähnten die Flüsse, die vom Abschmelzen der Gletscher und dem Auftauen des Permafrostes betroffen sind. Was erwarten Sie für die kommenden Jahrzehnte?

 

Syed Iqbal Hasnain:

Wissen Sie, ich konstatiere, dass wir nichts gegen die Treibhausgase und unser regionales Problem unternommen haben. Letzteres ist der schwarze Kohlenstoff (Ruß). Er sorgt dafür, dass sich das Abschmelzen in dieser Region schneller vollzieht. Der schwarze Kohlenstoff wirkt sich vor allem im Himalaya aus.

Ich sehe (voraus), dass das Abschmelzen immer weitergehen wird. Nach einiger Zeit wird der Wasserspiegel steigen, dann wird er wieder sinken. Aktuelle Studien von Wissenschaftlern, die sich mit unserer Erde beschäftigt haben, ergeben schon heute, dass das Wasser des Indus überwiegend aus Schmelzwasser (Schnee und Eis des Himalaya) besteht: Die Ratio zwischen dem Schmelzwasser im Fluss und dem Regenwasser im Fluss betrage 151 Prozent, denn die Niederschlagsmenge im Gebiet des Indus hat abgenommen. Das alles hängt mit den Treibhausgasen und dem Ruß zusammen…. Das Entscheidende an der Gletscherschmelze ist nicht die Wassermenge, die dadurch freigesetzt wird, sondern wann dies geschieht, in welcher Jahreszeit. Denn das Wasser fließt in die Gemeinden, die flußabwärts gelegen sind sowie in die landwirtschaftlichen Ökosysteme und hält sie während der Sommerzeit, während der trockenen Zeit, am Leben.

 

Amy Goodman:

Was sollte jetzt geschehen?

 

Syed Iqbal Hasnain:

Ich denke, das ist ein sehr wichtiges Thema. Sobald sich die globale Gemeinschaft wieder in Cancun trifft, muss sie Begrenzungen beschließen…

 

Amy Goodman:

In Cancun findet der nächste Gipfel zum Klimawandel statt.

 

Syed Iqbal Hasnain:

Ja, das nächste Treffen zum Klimawandel.

 

Amy Goodman:

… im Dezember.

 

Syed Iqbal Hasnain:

Sie müssen die Sache sehr ernst nehmen. Mit Gerede ist es einfach nicht getan. Sie müssen bestimmte Grenzen setzen, auf globaler wie auf regionaler Ebene. Die Länder Süd(ost)asiens – einschließlich China – müssen ihre Ruß-Emissionen begrenzen, der durch Dieselemissionen und die Verbrennung von Biomasse entsteht. Sie müssen das ändern. Andere Kochherde für die Menschen müssen her – solche Dinge. Das betrifft Millionen von Menschen. Es gilt, die Emissionen des schwarzen Kohlenstoffes zu reduzieren. Ebenso müssen Filter (Katalysatoren) in die Lastwagen eingebaut werden. Im Himalaya ist das ein großes Problem – aufgrund der Armeegefängnisse in China, Indien und Pakistan. Das alles muss reduziert werden. Dann werden wir eine Veränderung in der Atmosphäre über Süd(ost)asien erkennen.

 

Amy Goodman:

Vielen Dank, dass Sie bei uns waren. Syed Iqbal Hasnain – indischer Wissenschaftler, der die Folgen des Klimawandels für die Gletscher untersucht. Mr. Hasnain ist Vorsitzender der ‘Glacier and Climate Change Commission’, die von der Regierung des indischen Bundesstaates Sikkim eingerichtet wurde.

 

 

Orginalartikel: Himalyan Glaciers Melting Faster Than Anywhere Else in World; Impact Could Devastate Over 1 Billion People
Übersetzt von: Andrea Noll”

 

(Quelle: ZNet.)

Friedensbewegung: Zeit für eine neue weltweite Strategie?

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Is it time for a worldwide strategy for the building of peace?

By Scilla Elworthy, 24 May 2010

On average, one dollar spent on programmes to prevent violent conflict achieves as much as sixty dollars spent reacting to crises once violence erupts. So why is there no worldwide strategy for the building of peace? November 1918 marked the end of the ‘war to end wars’. One hundred years later, we should now be calling for a new Versailles Convention.

Consider the following three facts: more conflicts are now ended by negotiated settlement than by military victory. The ratio was 42:23 in 1990s; 17:4 between 2000 and 2005.

Local civilian initiatives to prevent killing are now widespread in conflict areas. The trend is increasing; ten years ago the Oxford Research Group was able to identify 400 effective civilian peace-building initiatives worldwide, of which it reported on 50 of the most effective. Now it would be easy to identify at least five times that many.

Comparative studies show that programmes to prevent violent conflict cost far less than waiting to intervene after a conflict turns into a crisis. Researchers find that on average, one dollar spent on preventive programmes achieves as much as sixty dollars spent to react to crises once violence erupts.

Dekha Ibrahim Abdi’s story

Dekha is a middle aged Muslim woman who, as a schoolteacher in the eastern part of Kenya in the 1990s, managed to negotiate the end of clan wars that had claimed 1300 lives. She went on to develop a network of trained peace practitioners across the region.

When violence erupted all over Kenya after disputed elections at the end of 2007, she was called to a room in the Serena Hotel In Nairobi. When she entered in her floor-length dress and veil, she found two retired Kenyan UNPKF generals, an ambassador and two other civil society leaders. They pointed to an empty chair and said “Dekha, please take the chair. We have to find a way to stop the killing.”

One of the methods they used was to ask 60,800 members of a women’s organisation who had cell phones, to look out of their windows and report what they saw. The information started pouring in. So they put up flip chart sheets all over the hotel room walls. They began to plot not only the ‘hot spots’ of the violence but also the ‘cold spots’, because it was important to know where people were running to, so that they could be protected. They then began to develop strategies for each spot, with the help of the local leaders they knew and trusted. In less than 3 weeks, with the help of community leaders, youth leaders, church leaders, sports personalities, police and particularly the media, these strategies brought the violence under control. So that when Kofi Annan arrived to mediate between Kibaki and Odinga, it was possible to secure a peace agreement based on a mix of ‘official’ plus ‘local’ methodologies (otherwise known as “bottom up plus top down”).

This story is important for two reasons:  first, it’s one example among thousands of how effective local peace building now is, and how sophisticated. The methodology used in the Serena Hotel was developed into the Ushahidi Engine – a platform allowing anyone to gather distributed data via SMS, email or web and visualise it on a map or timeline. It has since been used in Haiti, Gaza and other crises. Second, the whole operation cost less than $200,000; and many experts believe it prevented Kenya falling into a civil war that could have been as disastrous as that of its neighbour Somalia.ž

Before jumping to any simplistic conclusions, however, we should note that a conflicted society may have dozens of localised initiatives addressing issues of conflict that rarely connect with each other, and therefore cannot ‘add up’ to what is ultimately needed to prevent, manage or end violence. Peace building has to be understood as the process of making peace sustainable, a long term commitment, as opposed to peacekeeping, or negotiated settlements, which tend to focus on stopping the shooting.

In addition, do not forget that 40% of peace agreements fail, leading to a resumption of conflict within 10 years.  Some of the reasons for this lie in the failure to include key stakeholders in an agreement, such as rogue militias or those with powerful vested interests in natural resources. But a clearer analysis of the reasons for collapse of peace agreements is needed. Research is also urgently needed – in universities North and South – to establish the comparative cost effectiveness of non-military and military methods of preventing, resolving and transforming conflict.

But now back to the big picture.  OECD Governments still spend 1,885 times as much on the military as they do on the prevention of conflict, and spend almost nothing on supporting civilians to stop violence.  Current global military expenditure stands at over $1.46 trillion per annum. That’s too many noughts for me: it corresponds to $217 for each person in the world. And it’s a 45% increase over ten years.  Each year between $45-60 billion worth of arms sales are agreed, of which about two thirds go to developing countries, coming mainly from the permanent five members of the UN Security Council.

These figures stop me in my tracks, even after thirty years in the field. This situation is a kind of madness. It calls for an urgent, concerted response – one with which I hope openDemocracy readers will wish to be involved.

A Versailles Convention, in 2018

November 1918 marked the end of the ‘war to end wars’. No better time than the 100th anniversary to sign a new Convention to help prevent wars, and bring humanity’s bloodiest 100 years to an end. The key work on the Convention could be done in time for the UN General Assembly in September that year, for signing on November 11th. A grand signing in Versailles might just guarantee French engagement, always valuable, and never to be assumed.

The Versailles Convention could build on work such as the Oxford Research Group’s sustainable security initiative, taking in new threats such as climate change and resource wars. It could focus on the series of agreed steps that must be taken before military force is used, for example, engaging in constructive talks with non-state threats, and proving that all other avenues have actually been explored. These could be worked into seven principles. The key to the end document would be simplicity. It was simplicity that worked in tabling the Genocide Convention of 1948.

The UN could in parallel be encouraged to establish a Complex Crises Fund to ensure regional rapid response to violent conflict and funding for civilian agencies conducting peace building. Funding for such a Convention would have to come from governments. How about a demand for governments to impose a special tax on all arms exports to fund this process?

The strategy for how this could be done would need to involve senior figures from the military, government policy makers, civil society, the UN and the corporate world. Building a constituency for it might be easier in the UK than elsewhere, where key ministries have shown how to co-operate and innovate.

But we in turn have much to learn from those countries that have already established a Ministry of Peace or an entire Infrastructure for Peace. In March 2007, the government of Nepal decided to create a Ministry of Peace and Reconstruction, becoming the second nation in the world to have such a ministry after the Solomon Islands, and followed by Costa Rica in 2009 with a Ministry of Justice and Peace. There are today at least 44 internal units and departments within governments around the world dealing with issues germane to the field such as equality, diversity and interdependence, and some units that specifically address issues of conflict and peace building. One of the first countries to start establishing a entire Infrastructure for Peace was South Africa: Local Peace Committees were a product of the National Peace Accord, signed in 1991 between the main protagonists in South Africa’s conflict. Two decades later, the governments of Ghana and Kenya are pioneering the implementation of their own Infrastructures for Peace.

There are significant obstacles to success, but it must be worth a try.

This article stems from a keynote address delivered at the Oxford Network for Peace Studies (OxPeace) Conference May 14/15  2010.”

(Quelle: openDemocracy.)