Posts Tagged ‘Olympische Spiele’

Grossbritannien/BRD: Olympia in Feldgrau

Montag, August 6th, 2012

“115 der 391 deutschen Olympia-Teilnehmer sind Soldaten

Unter den 391 bei den Olympischen Spielen in London antretenden deutschen Athletinnen und Athleten sind 115 Soldaten. Die Stabsgefreiten, Unteroffiziere und Hauptfeldwebel würden in 17 der 23 Sportarten mit deutscher Beteiligung am Start seien. Einem dpa-Beitrag ist weiter zu entnehmen, dass die Bundeswehr mit rund 120 Millionen Euro einen olympischen Vier-Jahres-Zyklus fördere. Der finanzielle Aufwand sei enorm, aber er habe sich ausgezahlt. Sportsoldaten hätten bei den vorausgegangenen elf Sommer- und Winterspielen 205 Medaillen “erkämpft”.

Quelle:
fr-online.de mit dpa: Marschbefehl Medaille: 115 Sportsoldaten bei Olympia, Version vom 02.08.2012, abgerufen am 02.08.2012 unter http://www.fr-online.de/deutsches-team/marschbefehl-medaille–115-sportsoldaten-bei-olympia,16708954,16782674.html

In Verbindung stehende Meldungen:
Sportsoldaten für 63 Millionen Euro (27.10.2011)”

 

(Quelle: Bundeswehr Monitoring.)

Grossbritannien: Ausbeutung durch ADIDAS (KAMPAGNE)

Montag, Juni 18th, 2012

As Adidas take centre stage as the official sportswear partner of London 2012, the harsh reality of life for the workers who make their clothes is being exposed.

Workers making Adidas clothes around the world are paid poverty wages, have little or no job security and face harassment or dismissal if they try and organise trade unions to defend their rights.

This is exploitation. It’s not ok for Adidas to treat workers like this in the UK, and it shouldn’t be ok anywhere else.

Exploitation. It’s not ok here. It’s not ok anywhere.

Demand Adidas end worker exploitation now

 

(Quelle: War On Want.)

Brasilien: Die Armen müssen weichen

Dienstag, Mai 3rd, 2011

“Amnesty kritisiert Polizeigewalt in Brasilien

Menschenrechtsorganisation sieht angestrebten ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gefährdet

Von Fabíola Ortiz

Viele Brasilianer in den Armenvierteln leiden unter Menschenrechtsverletzungen durch Staatsbedienstete. Doch gewalttätige Polizisten gingen häufig straffrei aus, beklagte dieser Tage Amnesty-Chef Salil Shetty.

Brasilien muss energischer gegen Menschenrechtsverstöße vorgehen, will sich das südamerikanische Land für einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat qualifizieren. Diese Forderung stellte der Generalsekretär von Amnesty International, Salil Shetty, nach Gesprächen mit Angehörigen von Opfern der Polizeigewalt. Den Zusagen von Präsidentin Dilma Rousseff, den Menschenrechten größere Beachtung einzuräumen, müssten nun Taten folgen. »In Brasilien gibt es eine lange Geschichte der Polizeigewalt. Seit mehr als vier Jahrzehnten beschäftigen wir uns damit«, sagte der Amnesty-Chef. Der Menschenrechtsorganisation zufolge erschießt die Polizei allein in Rio de Janeiro im Durchschnitt 1000 Menschen im Jahr. Vor allem arme Bewohner der städtischen Slums (Favelas) geraten häufig in den Kugelhagel der Sicherheitskräfte. »Bei den Opfern handelt es sich um Menschen, die keine Stimme haben, die somit weitgehend unsichtbar bleiben und von der Gesellschaft übersehen werden«, sagte Shetty nach den Gesprächen in Cidade Alta, einer Favela in Rio de Janeiro.

»Niemand hat das Recht, einem anderen das Leben zu nehmen«, hatte Joelma, eine Tante von Júlio César Menezes Coelho, dem Amnesty-Generalsekretär erzählt. Der 21-Jährige war am 18. September 2010 bei einer Polizeirazzia in Cidade Alta erschossen worden. Der Schmerz über den Verlust des Jungen halte sie am Leben, berichtete die Tante. »Ich werde um Gerechtigkeit kämpfen, bis mich die Kraft verlässt. Und ich kämpfe für alle Mütter, die ihre Kinder verloren haben.« Coelho, der Gastronomie studieren wollte, ist eines von vielen Opfern brasilianischer Polizeigewalt. Zu ihnen zählt auch Andreu Carvalho. Der 17-jährige Sohn von Deize da Silva de Carvalho war am 31. Dezember 2007 verhaftet worden. »Am nächsten Tag erfuhr ich, dass man meinen Sohn zu Tode gefoltert hatte«, berichtete die Mutter. »Die Polizei weiß, dass sie nichts zu befürchten hat, wenn sie Verbrechen an armen Schwarzen begeht.«

Shetty räumte zwar ein, dass sich die Menschenrechtslage seit dem Ende der letzten Militärdiktatur (1964-1985) erheblich gebessert habe. Dennoch gäben die verbreitete Straffreiheit für gewalttätige Polizisten und die Missstände im brasilianischen Strafvollzug noch genügend Anlass zu Kritik. So lebten 500 000 Menschen in den überfüllten Gefängnissen des Landes, sagte der Vertreter der Menschenrechtsorganisation, die in Brasilien ein Büro eröffnen wird.

Brasilien sei nach wie vor das Land mit den meisten Polizeiübergriffen in Lateinamerika, betonte auch Maurício Campos dos Santos vom Netzwerk der Gemeinden und Bewegungen gegen Gewalt, der das Zusammentreffen Shettys mit den Angehörigen der Opfer von Polizeigewalt organisiert hatte. »Die Familien kämpfen für Gerechtigkeit, und die Treffen mit dem Amnesty-Generalsekretär gaben ihnen die Möglichkeit, ihren Geschichten Gehör zu verschaffen«, sagte er. »Die Verbrechen im Ausland bekannt zu machen, bedeutet, ihnen mehr Gewicht zu verleihen.«

Amnesty International setzt sich auch für die rund 750 brasilianischen Familien ein, die den Infrastrukturprojekten für die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 weichen sollen. »Uns geht es nicht darum, die Sportereignisse zu verhindern. Was wir verteidigen wollen, ist das Recht auf ein bescheidenes Zuhause«, erklärte der Priester Luiz António Pereira Lopes, der sich für die bedrohten Menschen engagiert. »Vertreibungen sind Menschenrechtsverletzungen, ebenso wie die lächerlichen Entschädigungen zwischen 5000 und 6400 US-Dollar, die die Behörden zu zahlen gewillt sind.« Brasilien habe internationale Menschenrechtsabkommen und Konventionen unterzeichnet, die den Menschen ein Recht auf angemessenen Wohnraum garantieren, sagte Shetty. »Nun muss das Land zu seinem Versprechen stehen.«”

 

(Quelle: Neues Deutschland.)

Schweiz: Die Fifa, das System Blatter und die Korruption

Samstag, Juli 17th, 2010

“Die Fifa und die Korruption – Ein Verein aus Zürich

Von Carlos Hanimann

138 Millionen Franken Schmiergelder, eine lahme Ethikkommission und ein Treffen mit der russischen Mafia: Eine vorläufig letzte Wortmeldung zu den WM-Organisatoren.

Wenn du Geschäfte machen willst, dann musst du fast bis ans Tor des Gefängnisses gehen. Aber du darfst nie reingehen. Das ist die goldene Regel, wie man grosse Geschäfte macht.
Yoshiaki Tsutsumi, ehemaliges IOC-Ehrenmitglied

«Wory w sakone» – der Begriff, wörtlich «Diebe im Gesetz», stammt aus dem Russischen und bezeichnet eine Gruppe von mächtigen Kriminellen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden. Der Russe Leonid «Macintosh» Bilunow, der heute als Geschäftsmann in Paris lebt, ist einer dieser «Diebe im Gesetz» und beschrieb deren Motto so: «Kämpfe und nimm es dir. Es ist umsonst. Du musst nur jemanden umbringen.»

Die Diebe im Gesetz sind eine Familie mit gemeinsamer Kasse und regelmässigen Treffen. Steckt ein Familienmitglied in Schwierigkeiten, helfen ihm die anderen – mit Geld, aber auch dank ausgezeichneter Vernetzung zu den Mächtigen dieser Welt. Entstanden in den Gefängnislagern der Stalin-Diktatur, bestimmten die Diebe im Gesetz über Jahrzehnte die russische Unterwelt. Hierzulande sind sie besser bekannt als russische Mafia – und ihr Einfluss geht weit über die Unterwelt hinaus. Heute sind die Diebe im Gesetz Geschäftsmänner, Regisseure, Sportmanager und …

Jetzt keine voreiligen Schlüsse: Joseph Blatter gehört nicht zur russischen Mafia. Selbst Andrew Jennings, weltweit einziger Journalist mit Fifa-Hausverbot und härtester Blatter-Kritiker, sagte neulich in der WOZ über den Weltfussballverband: «Das sind Diebe, nicht Mörder.» Aber auch das trifft es wohl nicht genau …

Blatter, der weisse Ritter

Joseph Blatter, Präsident des Weltfussballverbands Fifa, stand da wie der Papst persönlich und liess sich feiern, bevor er vergangenen Sonntag dem spanischen Torhüter Iker Casillas den Pokal überreichte. (Anders übrigens als an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, wo das Publikum Blatter bei der Eröffnungszeremonie ausgepfiffen hatte.) Zuvor war der Pokal in einem Louis-Vuitton-Köfferchen auf die Tribüne getragen worden, wo Stewardessen des Hauptsponsors Emirates mit den Medaillen auf die spanischen und holländischen Fussballspieler warteten. Es war der krönende Abschluss einer bis ins Detail durchkommerzialisierten Grossveranstaltung, die sich offiziell Fifa Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika (TM) nennt.

Was bleibt vom vierwöchigen Spektakel zurück? Die neu- und umgebauten Stadien in Südafrika – überdimensionierte Kolosse, die als Ruinen an eine hoffnungsfrohe Zeit erinnern werden, als einige SüdafrikanerInnen noch glaubten, die WM würde das Land wirtschaftlich und sozial weiterbringen; die Blechhüttensiedlungen an den Rändern der Stadt – leblose Zeugen der zahlreichen Vertreibungen der armen Bevölkerung aus den Gebieten rund um die WM-Stadien; vielleicht auch der Stolz, die WM allen Vorurteilen zum Trotz erfolgreich und ohne grössere (zumindest medial verbreitete) Probleme organisiert zu haben.

Afrika wurde von den Kolonialherren ausgebeutet, sagte Sepp Blatter einmal, darum sei es Zeit, etwas zurückzugeben. Blatter als weisser Ritter, als gütiger Patron und Weltverbesserer – das ist die Rolle, in der er sich gefällt. Schon 1998, als Blatter erstmals zum Präsidenten des Weltfussballverbands gewählt wurde, hatte er angekündigt, die WM nach Afrika zu bringen. Jetzt hat er sein Versprechen eingelöst – und reist als grösster Gewinner der WM aus Südafrika ab. Der 74-jährige Fifa-Präsident in dritter Amtszeit wird Milliardeneinnahmen an den Hauptsitz nach Zürich mitnehmen. Vor allem aber wertvolle Stimmen dankbarer afrikanischer Fussballfunktionäre, die ihm 2011 eine vierte Amtszeit bis 2015 sichern können.

Wann immer der Name Fifa fällt, darf das Wort Korruption nicht fehlen. Zur Klärung (und auch um der Fifa-Rechtsabteilung keinen Vorwand zu liefern): Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Vorteil. Von Korruption war auch vor und während dieser Weltmeisterschaft zu lesen, von der Korruption in Südafrika notabene, nicht aber in der Schweiz. Dabei fand ausgerechnet während des Turniers der grösste Korruptionsfall der Schweizer Wirtschaftsgeschichte sein Ende. Die Zuger Staatsanwaltschaft erklärte – von den hiesigen Sportreportern kaum beachtet –, dass sie das Verfahren «gegen unbekannt wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung zum Nachteil der Fifa» einstellt.

Zuger Prozess – eine Groteske

Das tönt etwas umständlich, ist aber ziemlich schnell erklärt: 2001 ging die Zuger Sportmarketingfirma ISL/ISMM konkurs. Sie hatte jahrelang die Rechtevermarktung von internationalen Sportanlässen übernommen und war auch der bevorzugte Partner der Fifa gewesen. Nach ihrem Konkurs klagte die Fifa gegen die ISL, weil diese ihr «Provisionszahlungen» vorenthalten hatte. Diese Zahlungen hatten während Jahren sichergestellt, dass die ISL den Zuschlag als Rechtevermarkterin erhielt. 2004 zog die Fifa ihre Klage zurück, aber da war es bereits zu spät: Die Zuger Behörden ermittelten auf eigene Faust.
Der Prozess, der 2008 vor dem Zuger Gericht verhandelt wurde, förderte schliesslich ein gigantisches Schmiergeldsystem zutage. Zwischen 1989 und 2001 hatte die ISL 138 Millionen Franken Schmiergelder gezahlt, unter anderem auch an Fifa-Funktionäre und ihre Tarnfirmen. Und das ist wohl nur ein Bruchteil der gezahlten Summen, rechnen ExpertInnen doch bei Korruptionsfällen mit einer Dunkelziffer von rund 95 Prozent.

Zu den Empfängern gehörten unter anderen auch die Brasilianer João Havelange, Fifa-Ehrenpräsident und Vorgänger von Joseph Blatter, sowie dessen Ex-Schwiegersohn Ricardo Teixeira. So steht es in den Gerichtsakten. Teixeira, der Präsident des brasilianischen Fussballverbands, sitzt noch heute im Fifa-Exekutivkomitee. Er und die anderen Schmiergeldempfänger blieben von der Fifa-Ethikkommission, die seit März nach längerer Zeit endlich wieder einen Chef hat, bis heute unbehelligt. Es ist nicht das erste Mal, dass Teixeira in eine Korruptionsaffäre verwickelt ist, aber das scheint seiner Karriere beim Weltfussballverband nicht zu schaden: 2014 wird sein Verband die nächste Fussball-WM in Brasilien organisieren. Und 2015, so sagte Teixeira diese Woche, würde er gerne Blatters Nachfolge als Fifa-Präsident antreten.

Diese Schmiergeldzahlungen an Fifa-Funktionäre standen (juristisch) allerdings nicht im Zentrum der Gerichtsverhandlung. Denn die Bestechung von Privatpersonen war zu diesem Zeitpunkt nicht strafbar. Aber die Zuger Staatsanwaltschaft ermittelte weiter: Da die Funktionäre die Schmiergelder nicht an die Fifa weitergeleitet hatten, war der Weltfussballverband geschädigt worden. Die Fifa war also Opfer und Täterin, Beschuldigte und Geschädigte.
Als die Staatsanwaltschaft vor drei Wochen mitteilte, dass das Verfahren eingestellt wird, fand die Groteske einen vorläufig letzten Höhepunkt. Die Ermittlungen wurden beendet, weil sich die Beschuldigten bereit erklärten, der Geschädigten eine Wiedergutmachung von 5,5 Millionen Franken zu zahlen. Die Fifa entschädigt die Fifa – und die Akten werden geschlossen.

Der Weltfussballverband verschickte eiligst eine Pressemitteilung, in der er erklärte, dass Präsident Blatter «von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen» worden sei. Eine seltsame wie falsche Behauptung: Denn Blatter war nie angeklagt.

Das Olympische Komitee (IOK) in Lausanne, der Internationale Handballverband in Basel, die Fifa in Zürich – sie alle hatten ihre Korruptionsskandale. Ist Korruption also systembedingter Teil der internationalen Sportpolitik? Bereits 1998, als Joseph Blatter in Paris zum ers ten Mal zum Präsidenten gewählt wurde, überschlugen sich die Gerüchte. Es hiess, Blatter habe die Wahl gekauft, Briefumschläge mit Geld seien in der Wahlnacht verteilt worden. Heute streitet das Blatter nicht ab. In der jüngsten Ausgabe der «Weltwoche» äusserte sich Blatter zu den Vorwürfen so: «Ich habe gesagt: ‹Wenn ich gewählt werde, bezahlen wir 50 000 Dollar aus den TV-Rechten sofort an die Verbände aus.› Beschlossen war das ja schon. Dann haben sie gesagt, ich hätte bestochen.»

Der Dieb aus dem China Club

Blatter wundert sich, warum ihm der Ruch der Korruption anhängt, warum immer wieder Kritik an den diktatorischen Anmassungen der Fifa laut wird. Blatter als skrupelloser Machtmensch, als Diktator, der Korruption toleriert und seltsame Kontakte pflegt – das ist die Rolle, in der sich der Oberwalliser nicht gefällt.

Der in Taschkent geborene Russe Alimsan «der Taiwanese» Tochtachunow ist ein Dieb im Gesetz. Er wird über Interpol wegen Betrugs gesucht und kann Russland nicht verlassen. Trotzdem ist er mit einem der mächtigsten Sportfunktionäre bekannt: Am 15. Januar 2005 traf er den Fifa-Präsidenten Joseph Blatter im China Club in Moskau. Es war ein merkwürdiger Moment: Blatter, der auch IOK-Mitglied ist, und Tochtachunow, der Mafioso, der als Drahtzieher des Bestechungsskandals im Eiskunstlaufen bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City gilt.

Manche Diebe im Gesetz haben die rabiaten Mittel der Vergangenheit abgelegt. Jetzt handeln sie zwar nach dem Wortlaut des Gesetzes, nicht aber in seinem Sinn. Sie verfremden ihn oder suchen nach Lücken. Die Fifa ist von der Rechtsform her ein gemeinnütziger Verein und damit von Steuern befreit. Obwohl dieser Verein aus Zürich letztes Jahr über 200 Millionen Franken Gewinn erwirtschaftete, über ein Eigenkapital von über einer Milliarde verfügt und allein für die Fernsehrechte für die WM rund eineinhalb Milliarden Franken einstrich.

Diebe im Gesetz – ein schöner Begriff. Welcher passte besser zur Fifa?”

 

(Quelle: WOZ.)

Pakistan: Die europäischen Extremisten und ihr Burka-Bann

Freitag, Juni 18th, 2010

“The European Extremists and their Burqa Ban

By Sajida Farheen Farhee


Sajida Farheen Farhee, a media research analyst at Geo TV, writes that "placing restrictions on women wearing the veil in the public sphere is as much a violation of their rights as is forcing them to wear it."

The European tradition of secularism appears to be haunted by the Islamic veil. After Belgium became the first European country to ban the burqa in public places, many others such as France, Austria, and the Netherlands are trying to follow suit. And while the question is still up for debate in most places, France has taken the plunge and joined Belgium’s boat in placing a total ban on the burqa.

On May 18, French President Nicolas Sarkozy received full backing from the Council of State – France’s highest legal advisory body – to pass the legislation that imposes this ban. The banning of the veil is in accordance with the state view that such clothing is “an affront to the nation’s values.” Now if a woman is caught wearing one beyond the enforcement date, she will be charged a fine of €150, or can choose to take a citizenship course as punishment. Furthermore, fathers and other relatives who force their women to wear the burqa can face imprisonment for up to a year, or pay an exorbitant fine of €15,000.

Placing restrictions on women wearing the veil in the public sphere is as much a violation of their rights as is forcing them to wear it. Both violate basic human rights, but I am surprised as to why, for the West, the latter is an act of extremism but not the former. When Islamic countries force women to cover their heads within state premises it is considered as extremist, illiterate and conservative behaviour. But when western countries deprive Muslim women of their right to cover their face and body, it becomes justifiable and is accepted.

Many human rights organisations have raised their voice against the ban on the burqa. Amnesty International said a ban would set a “dangerous precedent.” In an official statement, they said it would “violate the rights of freedom of expression and religion of those women who wear the burqa or niqab as an expression of their identity and beliefs.”

“I’m not oppressed; it was my choice, I chose to wear the naqab” is a recurring refrain among the many women who have been living in the West for several years now and wearing the burqa of their own free will. With the law banning the burqa, they feel they are being discriminated against. “People should have the right to wear what they want to wear, the government should not dictate what people should wear.” Others treat it as an attack on their faith and are ready to pay a fine rather than stop wearing the veil.

The ban exposes the dual standards of the supposedly ‘liberal and secular’ West. The French president, who calls himself the most moderate leader, recently said: “The burqa has no place in France.” Moderate indeed!

There is speculation that the ban on the the veil will have serious consequences for European countries on the economic front. France is the second most popular holiday destination for Middle Eastern travellers after Britain, and veiled women are a common sight in the luxury stores on Paris’ shopping boulevards. The full-face veil is particularly common in the Gulf, and France now risks losing hundreds of thousands of Middle Eastern tourists who fear their privacy will be violated if the country enforces the ban.

According to the manager of a UAE-based travel agency, “People from this region are particularly sensitive about their privacy. They want to enjoy themselves without the fear of harassment.” A general manager at a Saudi-based travel agency says since most Middle Eastern tourists travel in family groups, if even one member in the group wears the veil, France will automatically be struck off their holiday destinations.

Some time back, the International Federation of Association Football (FIFA), the sport’s Zurich-based governing body, replaced the Iranian girls’ football team with Thailand’s for the upcoming Youth Olympic Games in Singapore as some of the Iranian girls covered their heads. FIFA had to lift that ban after a letter it received from the Iranian authorities that stated: “The entire world should respect Muslims’ rights and consider Islamic rules and values as a crucial factor when dealing with Muslim countries’ women football teams. If the hijab covers the hair without violating the rules of the game, the female footballers must be allowed to use it and the Iranian players should be allowed to participate in this summer’s Olympic games in Singapore.”

This, and President Obama’s statement, “In the United States our basic attitude is that we’re not going to tell people what to wear,” makes Muslims and all human rights organisations hope that Europe, particularly France, will review the ban on the burqa.

This article originally appeared in the June 2010 print version of Newsline under the shortened headline “The European Extremists.”

 

(Quelle: Newsline.)