Posts Tagged ‘Südkorea’

USA: Erster!

Montag, April 14th, 2014

“2013 World Military Spending: US+Allies Outspend Russia+China Four-to-One

Trends in world military expenditure, 2013

 


http://www.scribd.com/doc/217412495/Trends-in-world-military-expenditure-2013 “

 

(Quelle: Jobs Not Wars.org)

Südkorea: Nein zur US-Militärbasis

Dienstag, Oktober 30th, 2012

“24/7 construction met with 24/7 resistance on Jeju Island

Posted on October 29, 2012

Construction of the controversial navy base on Jeju Island, South Korea, is accelerating. In the last week, after months of delays due to local protest, a 24/7 operation has begun. Two hundred low-wage Vietnamese laborers are now housed on site, producing 80 3,000-ton concrete caissons that will create the first breakwater and mooring docks. Round-the-clock resistance in Gangjeong village has followed with dozens of people sustaining a blockade at the construction gate, sometimes in pouring rain and at night under the glare of broad banks of bright lighting installed to illuminate the work yard.

The police battalions brought in from the mainland have doubled in size to 500 riot-equipped officers suppressing the nonviolent demonstrators. Every two hours for the last four days, demonstrators are pushed, roughly dragged and carried from the road, then surrounded by multiple lines of police. A few more cement mixers enter the site, police fall back, and the blockade resumes. Sometimes arrests are made and activists have been taken into custody. One man, Catholic Fr. Lee Young-Chan, remains jailed on multiple charges of obstruction of business and obstruction of government affairs following his arrest on October 24. Fr. Lee is affectionately known as Father Cement Mixer for repeatedly climbing atop the essential truckloads when the road is blocked by protests.

Three other men being held on charges related to opposing the navy base were released from Jeju Prison in the past month.

Dr. Song Kang-Ho was released on September 28 after 181 days, just two weeks before he would have served the maximum time in pre-trial detention permitted under Korean law.

Mr. Yoon Choong was released October 24, after serving 44 days in prison. Like nearly half of the Gangjeong’s farmers’ lands, Mr. Yoon’s property had been seized for base construction at a fraction of its value. In a drunken rage last September, he had broken the door glass of one of the few pro-base businesses in town.

Two days later, Mr. Kim Dong-Won was released on bail pending trial. He’d been behind bars since June 30 when he climbed and occupied a dredging crane on a barge engaged in illegal dredging next to one of the endangered soft coral forests along the Gangjeong coast.

On October 19, jailed Jeju resister Mr. Park Suk-Jin asked for a meeting with the warden regarding the treatment of prisoners. His request was denied, and on the following Tuesday, October 23, he began a hunger strike. Authorities moved him into a punishment cell, then a few days later into a single cell as he has requested. He has ended his hunger strike. In addition to Park Suk-Jin and Fr. Lee, three other men remain in Jeju Prison for resisting the navy base: Mr. Kim Bok-Chul, Rev. Jeong Yeon-Gil, and Mr. Park Seung-Ho. Prison ID numbers and the address for the five men are listed here.

For the latest news on resistance at Jeju, visit savejejunow.org.”

 

(Quelle: The Nuclear Resister.)

Asien: No Nukes!

Dienstag, August 21st, 2012

“Hintergrund: Die Anti Atom Bewegung in Asien

Von Dieter Kaufmann, August 2012

Rasantes Wirtschaftswachstum und steigende Ölpreise sind für die Länder Asiens Grund genug, für ihre Energieversorgung auf Atomkraft zu setzen. Die nukleare Begeisterung ist auch nach der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ungebrochen. Während in China und Indien bereits Atommeiler am Netz sind, ist die Atomkraft für andere Länder eine “Option für die nächsten 15 bis 20 Jahre”. Selbst der Stadtstaat Singapur, kleiner als Berlin, will Atomkraftwerke bauen. In fast allen asiatischen Ländern wird der Strompreis stark subventioniert, damit die die Industrie und Haushalte keine zu hohe Kosten haben. Stromeinsparung Fehlanzeige!

In vielen Ländern von Asien gibt es eine Anti Atom Bewegung. Sie sind genauso zählebig wie in Deutschland auch. In Südkorea, Taiwan und Japan gibt es sehr aktive Anti AKW Gruppen. Über das 1993 gegründete Anti Atom Netzwerk „No Nukes Asia“ arbeiten viele Anti Atom Gruppen in Südostasien zusammen. Das jährliche Anti Atom Treffen Forum verbindet immer Bildung und Austausch mit direkten Aktionen und Pressearbeit. Im Forum arbeiten Menschen aus der Republik Korea, Taiwan, Philippinen, Indonesien, Malaysia, Thailand, Indien und Japan mit. In einer Abschlusserklärung in Südkorea auf einem internationalen Treffen vom 18.03. bis 24.03.2012 in der Stadt Samchuk heißt es auszugsweise sinngemäß: „Wir fordern die Regierungen von Indonesien, Thailand und den Philippinen auf, ihre Atomprogramme aufzugeben. Wir fordern alle Menschen auf, die tödliche Atomenergie abzulehnen. Wir müssen alle zusammenarbeiten, um die Ära des Atomausstiegs zu starten und entschlossen den Umstieg für auf Menschen basierende, erneuerbare, nachhaltige saubere Energien durchzusetzen.“ (23. März 2012, No Nukes Forum Asia)

Südkorea

Von 1961 bis 1987 gab es in Südkorea eine Militärregierungen. Die Demokratiebewegung konnte sich erst 1987 durchsetzen. Diese Militärregierungen zogen das Atomprogramm durch. 1977 wurde in Südkorea das erste AKW kritisch. In Südkorea von heute, 2012, sind fünf AKW Standorte mit 22 AKW Reaktoren installiert. Bis zum Jahre 2024 will Südkorea 14 neue AKW bauen. So sollen 40 Prozent 2030 von der Atomenergie gedeckt werden. Im Jahre 2011 waren es 23 Prozent.

Die südkoreanische Umweltbewegung begann wie in der BRD auch aus einer Anti-AKW-Bewegung. Umweltfragen wurden in der koreanischen Diktatur zu kritischen Hochburgen in der Demokratiebewegung, die auf einen schwer erkämpften Weg 1987 zu einer zivilen demokratischen Regierungsform führte. Es ging aber auch den Kampf gegen Atommülllagerstätten, die die koreanische Regierung bauen wollte. Der Super Gau in Tschernobyl 1986 führte zu einen massenhaften Zulauf zur der Anti Atom Bewegung.

1988 wurde die koreanische Öffentlichkeit von der Anti Atom Bewegung über die Probleme mit den AKW und nukleare Entsorgung informiert. Zehntausende Menschen nahmen an Demonstrationen teil und unterzeichneten Petitionen protestierten weiter gegen den Bau neuer Atomkraftwerke und Atommülllagerstätten. 1989 wurde eine Kampagne gegen den Bau von AKW am AKW-Standort Yongkwan durchgeführt. 1990 wurde eine Demonstration mit 20.000 Menschen gegen eine Atommüll-Anlage organisiert, die auf der vor gelagerten Insel Anmyon errichtet werden sollte. Die koreanische Regierung hatte dort versucht, heimlich ein hochradioaktives Endlager zu errichten.

1993 kam es zur Gründung von Korean Federation for Environmental Movement (KFEM). Im Jahr 1995 erzwang KFEM nach langen Protesten die Absage einer geplanten Atommüll-Lagerstätte auf der Insel Gulup zu bauen. Der Vorschlag wurde im November abgebrochen. 1997 begann der Start der Kampagne gegen Atommüll Transporte von Taiwan nach Nordkorea. Das Projekt der Castor Transporte wurde im Dezember 1997 aufgegeben. Im Juli 1998 wurde ein Austauschprogramm mit Umweltgruppen in der Mongolei durchgeführt.

Nach dem Scheitern ein Endlager zu errichten versucht die Regierung jetzt erneut. Es soll 2003 bei der 70.000-Einwohner-Stadt Buan, 200 Kilometer südlich von Seoul, gebaut werden. Seit Juli 2003 gibt es ununterbrochen jeden Tag Lichter – Demonstrationen gegen das Endlager. Auf dem Höhepunkt der Demonstration waren 10.000 Demonstranten gegen die Atompläne der Regierung auf den Straßen. Die koreanische Regierung hatte bis zu 10.000 Polizisten eingesetzt, die zum Teil brutal gegen die Demonstranten vorgehen: 41 Demonstranten landeten im Gefängnis, über 400 wurden durch Polizeiangriffe und Übergriffe verletzt. Unter den Verletzten waren auch alte Menschen, Frauen und Kinder.

Die Demonstrationen sind bunt, vielfältig und fantasievoll: 300 Fischer machten mit ihren Booten eine Rallye gegen das geplante Atommülllager, ebenso 1500 Autofahrer mit ihren Autos und tausende von Radfahrern. 340 Dorfbürgermeister beteiligen sich, hunderte von Ärzten und Marine-Veteranen. Mönche fasteten und Priester beteten mit den Demonstranten.

In Buan wächst eine echte Graswurzel-Demokratie. Es gibt Marathon-Läufe, aber auch Musikfestivals gegen das Atommülllager. Unter dem Motto der traditionsreichen koreanischen Widerstandsbewegung “three steps one bow” (“Drei Schritte nach vorn, einmal auf den Boden”) machten 1200 Demonstranten einen 49 Kilometer langen Marsch und warfen sich dabei etwa zehntausend Mal auf den Boden, unter den Demonstranten waren auch viele SchülerInnen.

Die meisten koreanischen Medien haben bisher über die massenhaften Anti-Atom-Demonstrationen nur wenig und oberflächlich, manchmal auch diffamierend berichtet. (2005)

Nach Fukushima 2011 gab es vermehrt Anti Atom Demonstrationen. So z. B. “Nuklearfreies Korea, nuklearfreies Samcheok!” riefen die Demonstranten. Sie schwenkten Transparente und hielten Schilder in die Luft. Per Megafon forderten sie die Stilllegung aller koreanischen Atomkraftwerke und den Stopp der Planungen, die den Bau von sieben weiteren Atomreaktoren vorsehen. Unterstützung erhielten sie vom Meer aus, wo die Umweltorganisation Greenpeace mit ihrem Segelschiff Rainbow Warrior Anker geworfen hatte.

18. August 2012″

 

(Quelle: contrAtom.)

Global: Leere Kassen?

Montag, Juni 11th, 2012

“Die Unkosten des Krieges

Billionen vom Staat für Blei, Stahl, Sprengstoff und Elektronik

Von Laurent Joachim 10.06.2012

1. 735. 000. 000. 000 Dollar, also 1,735 Billion US Dollar, soviel haben die Staaten der Erde für Waffenkäufe und Verteidigungs- bzw. Kriegsausgaben im vergangenen Jahr laut einem vor kurzem publizierten Zwischenbericht des Stockholmer Internationales Friedensforschungsinstituts SIPRI[1] ausgegeben

Das erste Mal seit 13 Jahren stagnieren zwar die weltweiten Militärausgaben aber die Höhe des derzeitigen Niveaus ergibt trotzdem eine horrende, fast unvorstellbare Summe. Was bedeuten diese Zahlen unter dem Strich?
 

Die wirklich Bösen sind wieder mal die üblichen Verdächtigten

Die 15 Länder[2] mit den meisten Militärausgaben(1) machen 82 Prozent der weltweiten Ausgaben aus.

Trotz eines leichten Rückgangs in Höhe von 1,2% sind die USA mit gesamten Militärausgaben in Höhe von 711 Milliarden Dollar weiterhin unangefochten an der Spitze der SIPRI-Liste und zwar nicht nur deswegen, weil das Land seit Ende des Zweiten Weltkrieges einen grundsätzlich aufgeblähten Militärapparat unterhält, sondern vor allem, weil die USA in der letzten Dekade zwei größere Kriege (in Afghanistan und dem Irak) geführt haben bzw. noch führen.

Nicht überraschend waren die Verteidigungsausgaben der USA im vergangenen Jahr deshalb um 59% höher als 2002. Insgesamt machen die Verteidigungsausgaben der USA ca. 41 % der weltweiten Militärausgaben aus, wobei die Bevölkerung der USA bezeichnenderweise nur 4,5 % der Weltbevölkerung ausmacht.

Auf Platz zwei der SIPRI-Liste, mit Militärausgaben in Höhe von geschätzten(2) 143 Milliarden Dollar, (ca. 8,2% der weltweiten Ausgaben) befindet sich China, ein Land mit 1,35 Milliarden Einwohnern, also ca. 19,3% der Weltbevölkerung. Chinas Hauptherausforderer Indien, mit 1,24 Milliarden Einwohnern – ca. 17,7% der Weltbevölkerung -, rangiert mit einem Militärbudget von 46,8 Milliarden Dollar (ca. 2,7% der Weltausgaben) auf Platz acht dieser Liste.

Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass im Zeitraum 2002 bis 2011 beide Länder ihre Ausgaben fürs Militär stark angekurbelt haben: Indien steigerte seine Ausgaben um 59% und China gar um 170%. Diese Änderungen spiegeln eine langsame, aktuell stattfindende Verschiebung der geopolitischen Reibungsflächen wider, die in den nächsten Jahren von allgemeiner Bedeutung sein dürfte.

Krisenzustände und prophylaktische Waffenkäufe sind unzertrennlich

Deutliche Hinweise auf den schon vorhersehbaren Krisenherden dieser Welt in der unmittelbaren Zukunft liefern die Höhe des Verteidigungs- und Waffenbeschaffungsbudgets von Saudi-Arabien (Platz sieben auf der SIPRI-Liste), Süd-Korea (Platz zwölf) und auch Algerien.

Die militärischen Ausgaben Süd-Koreas sind im Zeitraum 2002-2011 um ganze 45% gestiegen, so dass das Land im vergangenen Jahr 30,8 Milliarden Dollar für seine Verteidigung ausgab. Dies bedeutet, gemessen an der Wirtschaftskraft des Landes, eine etwas höhere Anstrengung als Frankreich oder Großbritannien.

Mit einer Erhöhung von 90% zwischen 2002 und 2011 und Ausgaben in Höhe von 48,5 Milliarden Dollar im Jahr 2011 ist jedoch Saudi-Arabien Spitzenreiter in Sachen Aufrüstung (Wobei diese Zahl auch gewisse Ausgaben für den Zivilschutz mit einschließt). Das Land mit ca. 28,4 Millionen Einwohnern verzeichnet nämlich Militärausgaben, die eine Rekordzuweisung von ganzen 8,7% des Bruttoinlandsprodukts bedeuten und gibt spürbar mehr Geld fürs Militär aus, als etwa Indien mit einer 44-Mal größerer Bevölkerung.

Exemplarisch dafür ist der Ende Dezember 2011 durch die US-Regierung bewilligte Verkauf von 84 neuen Jagdbombern vom Typ Boeing-McDonnell Douglas F-15SA und den Upgrades von 70 weiteren F-15S samt Bewaffnung und Ersatzteilen im Rahmen eines 29,4 Milliarden-Vertrages[3]. Unübersehbar ist, dass dieser Verkauf zu einem Zeitpunkt erfolgte, als die Spannungen mit dem Iran eine Drohkulisse in der ganzen Region aufgebaut haben.

Auch Algerien ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine sich verschlechternde Sicherheitslage den unmittelbaren Kauf von Waffen nach sich zieht. Das Land hat einen zwar durchaus bescheidenen Militäretat von 2,5 Milliarden Dollar angesichts einer, vom eigenen Office National des Statistiques geschätzten Bevölkerungstärke von ca. 37,1 Millionen Einwohnern, aber Algerien erhöhte 2011 seine Militärausgaben um ganze 44%. Laut SIPRI erfolgte die Erhöhung größtenteils aufgrund des Bürgerkriegs in Libyen und der einhergehenden Stabilitätsverschlechterung in der Region.

Westeuropa versucht sich in Mäßigung, während Russland konsequent aufrüstet

Nach Ende des kalten Krieges und mit der Überwindung des Zusammenbruchs der Sowjetunion setzt Russland (Platz drei nach den USA und China auf der SIPRI-Liste) die seit einigen Jahren angefangene Modernisierung seiner Streitkräfte weiterhin konsequent fort. Das Land hat 2011 geschätzte 71,9 Milliarden für seine Armee ausgegeben (9,3% mehr als im Vorjahr) und verzeichnet zwischen 2002 und 2011 eine Steigerung der Militärausgaben um 79%.

Entsprechend der ambitionierten verteidigungs- und außenpolitischen Ziele Großbritanniens und Frankreichs bleiben die Militärausgaben dieser Länder weiterhin auf dem hohen Niveau von respektive 62,7 bzw. 62,5 Milliarden Dollar. Damit landen diese Länder auf Platz vier und fünf der SIPRI-Liste.

Doch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat einige Länder Europas, wie Italien, Irland, Spanien und Griechenland dazu gezwungen ihre Militärausgaben drastisch zu senken.

Italien zum Beispiel, verzeichnete zwischen 2002 und 2011 einen kontinuierlichen Rückgang seiner Militärausgaben um 21% und gab 2011 lediglich geschätzte 34,5 Milliarden Dollar fürs Militär aus (1,6% der Wirtschaftskraft des Landes).

Im Gegensatz zu Italien – und trotz einer weitaus ungünstigeren Wirtschaftslage – hat Griechenland seit Anfang des Jahrhunderts überdurchschnittlich hohe Militärausgaben. Im Jahr 2000 waren es 4,3% des Bruttoinlandsprodukts und immer noch zwischen 3,1% und 3,6% im Jahr 2009, also das Doppelte vom europäischen NATO-Durchschnitt 2009.

Griechenland

Zwischen 2005 und 2009, also kurz vor und gleich nach der Finanzkrise in Griechenland, waren die Griechen zum fünftgrößten Waffenimporteur der Welt aufgestiegen. Die Griechen kauften in diesem Zeitraum ihre Waffen vorwiegen aus den USA für 4,6 Milliarden Dollar, aus Deutschland für 2,1 Milliarden und aus Frankreich im kleineren Umfang(3).

Das irrwitzige Aufrüstungsbudget der Athener Regierung weckte natürlich Begehrlichkeiten, die heute noch ein finanzielles Nachspiel haben.

Laut Recherchen vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel (19/2010) soll der Verkauf unter sehr dubiosen Umständen von 170  Leopard II Panzern an Griechenland im Jahr 2005 der Firma Krauss-Maffei Wegmann (KMW) einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro beschert haben. Aber auch im Fall des Verkaufs von vier deutschen U-Booten des Typs 214 im Wert von 2,85 Milliarden Euro an Athen durch das Konsortium(4) Ferrostaal-Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW)  im Jahre 2000 ist es nicht wirklich mit rechten Dingen zugegangen, denn 2011  wurden zwei ranghohe Manager von Ferrostaal des Bestechungsvorwurfs schuldig gesprochen und seit April dieses Jahres wurde der damals zuständige griechische Außenminister aufgrund dieser Bestechungsvorwürfe verhaftet.

Um diese beiden Affären überspitzt zusammenzufassen, könnte man sagen, dass die gestrigen Exportgewinne von KMF und HDW sozusagen nahtlos in das heutige Staatsdefizit Griechenlands übergangen sind, das vom deutschen Steuerzahler anteilsweise mitgetragen wird.

Die baltischen Staaten

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen dagegen haben für eine ganz andere und ziemlich radikale Lösung optiert: sie verzichten seit dem NATO-Beitritt 2004 (zuerst bis 2018) auf eine eigene – wohl nicht finanzierbare – Luftwaffe um Geld zu sparen.

Stattdessen wird die Bewachung des baltischen Luftraums durch die Entsendung von Jagdflugzeugen und Unterstützungspersonal anderer NATO-Mitglieder sichergestellt. So beendeten Ende April 2012 sechs McDonell F4 Phantom II des Jagdgeschwaders 71 ‘Richthofen’ und ein 100-Mann Kontingent der Luftwaffe eine viermonatige Mission im Rahmen der NATO-Operation ‘Baltic Air Policing’. Seitdem sichert Polen den baltischen Luftraum für ein Vierteljahr.

Niedrige Ausgaben bei voller Einsatzfähigkeit – Ist das deutsche Modell besser?

Deutschland kommt 2011 auf Platz acht der SIPRI-Länderliste der militärischen Ausgaben und gab (trotz den erheblichen Kosten des Einsatzes in Afghanistan) im letzten Jahr 3,7% weniger für seine Verteidigung aus als noch 2002.

Aus dem Bundeshaushalt[4] für das Jahres 2011 geht hervor, dass dem Bundesministerium der Verteidigung 31,55 Milliarden Euro (ca. 40 Milliarden US Dollar) zustehen. Bemerkenswert ist dabei, dass ungefähr die Hälfte davon zur Deckung der Personalkosten aufgewendet wird und nur rund ein Drittel (10,43 Milliarden Euro) für Beschaffungen und Anlagen vorgesehen sind. Der Verteidigungsetat entspricht damit ca. 10 % des Gesamthaushaltes von 305,8 Milliarden Euro der Bundesrepublik.

Im Gegensatz zu Frankreich und Großbritannien liegen damit die Ausgaben der Bundesrepublik mit ca. 1,3% des Bruttoinlandsprodukts sehr deutlich unter der vereinbarten Direktive[5] der NATO-Staaten, welche vorschreibt, dass die Verteidigungsausgaben 2% des Bruttoinlandsprodukts nicht unterschreiben dürfen, damit die Effizienz des Bündnisses nach eigener Einschätzung gewährleistet werden kann.

Einerseits ist es äußerst erfreulich, dass Deutschland gemessen am Bruttoinlandsprodukt die niedrigsten Militärausgaben unter den 15 Spitzenländern der SIPRI-Liste hat, anderseits machen diese Zahlen auch deutlich, dass die wiederholten Klagen der Soldaten, die Streitkräfte seien seit Jahren strukturell unterfinanziert[6], nicht von der Hand zu weisen sind. Dabei dürfte das Problem dennoch vorwiegend daran liegen, dass der wirtschaftliche und politische Druck zur Senkung des Wehretats ständig zunimmt, während die Bundeswehr mit neuen Aufgaben betraut wird, was auf Dauer weder politisch sinnvoll noch einsatztechnisch zielführend sein kann.

Wer profitiert von den Verteidigungsmilliarden?

Zweifelsohne kommt der Handel mit militärischen Gütern den exportierenden Nationen zugute. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch, weil dadurch eine gewisse Abhängigkeit mit den Kaufländern geschaffen wird – zum Beispiel politisch, aber auch aufgrund der nötigen Ausbildung oder der Wartungsarbeiten an den Waffensystemen.

Im exportierenden Land sichern diese Geschäfte zudem Arbeitsplätze (geschätzte 80.000 in der Bundesrepublik) und Steuereinkommen für den Staat. Dass dabei ethische Prinzipien infrage gestellt werden, zeigt der von der Bundesregierung möglicherweise geplante Verkauf von Leopard II Panzern an Saudi Arabien[7] für etwa drei Milliarden Euro.

Die größten Waffenexporteure[8] waren 2010 laut SIPRI-Statistiken laut den SIPRI-Statistiken die USA (30%), Russland (23%), Deutschland (11%), Frankreich (7%) und Großbritannien (4%). Diese fünf Länder sind demnach für Dreiviertel aller Waffenexporte in der Welt verantwortlich.

Berechnet man aber die Stärke  der Waffenexporte an der Bevölkerungsstärke (Export per Kopf) eines Landes wird die Statistik deutlich von Schweden, dicht gefolgt von Israel, angeführt. Beide Länder exportieren pro Einwohner ungefähr fünfmal mehr Waffen als Deutschland, das auf dem 14. Platz dieser Statistik[9] landet.

Der Export von Waffen ist sowohl für die Hersteller als auch für die Herkunftsländer eine wichtige Wirtschaftssäule, denn er ermöglicht die Produktion größerer Stückzahlen eines bestimmten Produktes und senkt damit wiederum die Preise dieses Produktes auf dem heimischen Markt. Deshalb werden in Zukunft die westlichen Hersteller aufgrund der tendenziell schrumpfenden Wehretats verstärkt versuchen, Märkte im Ausland zu erobern.

Neben den Exportnationen sind die Hersteller die wirklichen Profiteure des legalen Waffenhandels, vor allem aufgrund einer stark oligarchisch organisierten Branche.

Laut einer kürzlich vorgestellte Publikation vom SIPRI haben die 100 größeren Waffenschmieden der Welt[10] im Jahr 2010 militärische Ausrüstungsgegenstände im Wert von 411,1 Milliarden Dollar produziert, dabei machten die zehn größten Firmen alleine 56% dieser Summe (also 230 Milliarden) aus. Unter den 10 größten Waffenschmieden sind sieben US-amerikanischer und drei europäischer Herkunft (BAE Systems, EADS, Finmeccanica).

Die amerikanische Firma Lockheed-Martin, welche mit ca. 132.000 Angestellten Flugzeuge, Elektronik und Fluggeräte produziert und die diese Liste anführt, erzielte 2010 einen Umsatz in Höhe von 35,73 Milliarden Dollar (nur für militärische Produkte) und die größte europäische Firma, EADS, erzielte auf Platz sieben der Liste immerhin einen Umsatz von 16,36 Milliarden Dollar (nur für militärische Produkte).

Der legale Handel mit Waffen ist also trotz Krise ein höchstlukratives Geschäft.
 

Was bedeuten 1,735 Billion US Dollar und kann soviel Geld gefährlich sein?

Versucht man den Gegenwert weltweiten Militärausgaben in zivile Werte umzurechnen, wird rasch deutlich was diese jährlichen Ausgaben bedeuten. Mit 1,735 Billionen US Dollar könnte man sich zum Beispiel ca. 81,5 Millionen Volkswagen Golf in der Grundausstattung (ca. 16.975 Euro) leisten. Der Gegenwert muss aber nicht unbedingt der des Deutschen Lieblingskinds sein; nehmen wir ein weiteres Beispiel: Laut des statistischen Bundesamts kostete eine stationäre Krankenhausbehandlung[11] 2010 in Deutschland pro Patient und pro Fall 3.854 Euro.

Mit 1,735 Billionen US Dollar könnte man 360,6 Millionen Krankheitsfälle in Krankenhäusern nach deutschem Standard behandeln lassen, jedes Jahr wohlgemerkt. Eine beträchtliche Anzahl, wenn man bedenkt, dass in dem Erhebungszeitraum deutschlandweit ‘nur’ 18 Millionen Fälle behandelt worden sind.

Es dürfte zwar unbestritten sein, dass Rechtsstaaten Streitkräfte zur Sicherung sowohl ihrer legitimen Interessen als auch für den allgemeinen Schutz ihrer Bevölkerung brauchen, aber bei den schwindelerregenden Summen, die zur Zeit ausgegeben werden, dürfte die Frage angebracht sein, ob nicht mehr Schaden als Vorteile für die Geldgeber aus diesen Investitionen resultieren.

Die USA beispielsweise forcieren schon seit längerer Zeit die Durchsetzung ihrer subjektiven Interessen mit einem so massiven, weltweit angelegten Einsatz ihrer Streitkräfte, dass  4,5% der Weltbevölkerung 41% der weltweiten Militärausgaben tätigen müssen, um ihren Machtanspruch bzw. ihren Lebensstil verteidigen zu können. Dieser Machtanspruch und dieser Lebensstil beinhalten jedoch wiederum, dass eben 4,5% der Weltbevölkerung ca. 20% der Weltwirtschaftskraft benötigt(5). Da aber nicht mal das ausreicht, betrug das Staatsdefizit der USA im Jahr 2011 ca. 1,3 Billionen Dollar oder  8,7% des Bruttoinlandsprodukts: Geld, das im Ausland geliehen werden muss. Das heißt im Prinzip, dass auch ein Teil des Verteidigungsetats der USA mit geliehenem Geld aus dem Ausland finanziert wird.

Dass das Führen von Kriegen eine sehr direkte und äußerst negative Auswirkung auf die Staatsfinanzen hat, wird eindrucksvoll von Joseph E. Stiglitz, dem Nobelpreisträger für Wirtschaft 2001, in seinem 2008 erschienenen Buch[12] ‘The Three Trillion Dollar War: The True Cost of the Iraq Conflict’ erläutert, deshalb sind hohe Militärausgaben so beunruhigend für die Zukunft, denn sie können wirtschaftlich zwar kurzzeitige Abhilfe schaffen, aber nicht die dauerhafte Überlebensfähigkeit eines Landes sicherstellen, wenn dieses Land auf politisch und wirtschaftlich wackeligen – ja gar fragwürdigen – Fundamenten steht. 

Abrüstung, Stagnierung, Hochrüstung – Wie wird es weitergehen?

Ob die vom SIPRI verzeichnete Stagnierung der Militärausgaben auf dem heutigen Niveau sich in Zukunft fortsetzt, bleibt abzuwarten. Vermutlich werden einige schon hochgerüstete Staaten im Westen, aus gesamtwirtschaftlichen Überlegungen heraus, versuchen ihre Budgets zu schonen und ihre Ausgaben zu reduzieren oder niedrig zu halten. Aber aufsteigende Staaten wie Brasilien, Indien oder China, werden in der Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Streitkräfte modernisieren wollen, um ihrer neuen errungenen Wirtschaftsmacht zu entsprechen.

Die politische Bedeutungszunahme der großen Länder in Asien dürfte eine Auswirkung auf die Waffengeschäfte[13] haben. Laut SIPRI absorbieren Asien und Ozeanien 44% der weltweiten Waffenexporte,  Europa 19%, der Nahe Osten 17%, Nord- und Südamerika 11% und Afrika 9% . 

Indien ist Laut dem SIPRI zwischen 2007 und 2011 der weltgrößte Waffenimporteur mit ca. 10% der weltweiten Waffenimporte (darunter 80% kommen aus Russland), gefolgt von Südkorea mit  6%, von China und sowie Pakistan mit jeweils 5% und Singapur mit 4%. Allerdings ist China mittlerweile eine ernstzunehmende Exportnation, die unter anderem in Afrika zunehmenden politischen Einfluss mit solchen Lieferungen ausübt.

Weiterhin dürften sicherheitsrelevante politische oder wirtschaftliche Signale in manchen Regionen der Welt Regionalmächte dazu veranlassen, weiterhin hochzurüsten, um innen- sowie außenfeindliche Bedrohungsszenarien zu begegnen.

Aus diesen Gründen ist im weltweiten Maßstab vermutlich kein allumfassender und dauerhafter Rückgang der militärischen Ausgaben zu erwarten.

Am 4. Juni publiziert das SIPRI das neue ‘Yearbook’, das weltweit anerkannte Standard-Werk zum Thema

Anhang

Fußnoten

(1) Die 15 Länder mit den meisten Militärausgaben sind: die USA (1), China (2), Russland (3), Großbritannien (4), Frankreich (5), Japan (6), Saudi-Arabien (7), Indien (8), Deutschland (9), Brasilien (10), Italien (11), Südkorea (12), Australien (13), Kanada (14), die Türkei (15)

2) Diese Zahl ist nicht ganz unumstritten und einige Analysten gehen davon aus, dass die realen Verteidigungsausgaben Chinas um Einiges höher sein dürften.

3) Vgl. Greece : High military expenditures despite the financial krisis, Jan Grebe & Jerry Sommer, BICC, Focus 9, 2010

4) Ferrostaal war zu dem Zeitpunkt eine MAN Tochter und HDW ist Teil von ThyssenKrupp

5) Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) konnten die USA ein Bruttoinlandsprodukt (Kaufkraftsparität bereinigt) von 15.064.816 Millionen US Dollar im Jahr 2011 erwirtschaften.

Dabei betrug das Bruttoinlandsprodukt der Welt im gleichen Jahr 78.897.426 Millionen US Dollar. (Vgl. World Economic Outlook Database, April 2012, International Monetary Fund)

Links

[1] http://www.sipri.org

[2] http://www.sipri.org/research/armaments/milex/resultoutput/milex_15/the-15-countries-with-the-highest-military-expenditure-in-2011-table/view

[3] http://www.nytimes.com/2011/12/30/world/middleeast/with-30-billion-arms-deal-united-states-bolsters-ties-to-saudi-arabia.html

[4] http://www.bundesfinanzministerium.de/bundeshaushalt2011/html/ep14/ep14.html

[5] http://www.reuters.com/article/2010/05/17/us-nato-doctrine-idUSTRE64G48920100517

[6] http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/37512824_kw04_wehrbericht/index.html

[7] http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1685064/

[8] http://www.economist.com/blogs/dailychart/2011/03/global_arms_exports

[9] https://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:nxBMN2RSnUkJ:www.svenskafreds.se/sites/default/files/at-percapita2011-eng.pdf+Arms+exports+per+capita+in+2011&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEESivFoGP_
JB0bhLQed8PouUa410ZIH_LUbj1FWzy7j6zPME5gOxVxxNjRlfSe2j1Jpkk-s9k1Nqh9aQyvnbSmKtc3ECggVmuG7OqzA73ZhY3fD5F9kBjlvnbTnGZI-lTfMUNpoWW&sig=AHIEtbRx7x8qEWyN0a4ZpIBdslgwXzk3TA

[10] http://www.sipri.org/research/armaments/production/Top100

[11] https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2011/11/PD11_417_231.html

[12] http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/09/03/AR2010090302200.html

[13] http://www.sipri.org/media/pressreleases/rise-in-international-arms-transfers-is-driven-by-asian-demand-says-sipri

 

(Quelle: Telepolis.)

Südkorea: Agent Orange-Skandal

Sonntag, Juli 10th, 2011

“Agent Orange in Korea

By Christine Ahn and Gwyn Kirk

Christine Ahn

In May, three former U.S. soldiers admitted to dumping hundreds of barrels of chemical substances, including Agent Orange, at Camp Carroll in South Korea in 1978. This explosive news was a harsh reminder to South Koreans of the high costs and lethal trail left behind by the ongoing U.S. military presence.

“We basically buried our garbage in their backyards,” U.S. veteran Steve House told a local news station in Phoenix, Arizona. A heavy equipment operator in the Army, House said he was ordered to dig a ditch the length of a city block to bury 55-gallon drums marked with bright yellow and orange labels: “Province of Vietnam, Compound Orange.” House said that the military buried 250 drums of defoliants stored on the base, which served then as the U.S. Army Material Support Center in Korea. Later they buried chemicals transported from other places on as many as 20 occasions, totaling up to 600 barrels.

“This stuff was just seeping through the barrels,” said Robert Travis, another veteran now living in West Virginia. “There was a smell, I couldn’t describe it, just sickly sweet.” Immediately after wheeling the barrels from a warehouse at Camp Carroll, Travis developed a severe rash; other health problems emerged later. He said there were “approximately 250 drums, all OD (olive drab) green… with a stripe around the barrel dated 1967 for the Republic of Vietnam.”

A third soldier, Richard Cramer of Illinois, said that his feet went numb as he buried barrels of Agent Orange at Camp Carroll. He spent two months in a military hospital and now has swollen ankles and toes, chronic arthritis, eye infections, and impaired hearing. “If we prove what they did was wrong,’ says Cramer, “they should ‘fess up and clean it up and take care of the people involved.”

The three veterans are now seriously ill. Steve House suffers from diabetes and neuropathy, two out of 15 diseases officially linked to Agent Orange. “This is a burden I’ve carried around for 35 years,” House, aged 54, told Associated Press reporters. “I just recently found out that I have to have some major surgery… If I’m going to check out, I want to do it with a clean slate.”

The Missing Barrels

A deadly herbicide, Agent Orange is widely known for its use during the Vietnam War when the U.S. military sprayed an estimated 10 million gallons on forests and rice fields. In Korea, the U.S. military used Agent Orange along the de-militarized zone to defoliate the forests and prevent North Koreans from crossing the border.

“The United States Army has acknowledged that pesticides, herbicides and other toxic compounds were buried at Camp Carroll,” writes New York Times reporter Mark MacDonald. Although the chemicals and about 60 tons of contaminated soil were purportedly dug up and removed, “the Army is still searching its records to discover what became of the excavated chemicals and soil.”

According to a February 25, 2011 report by the U.S. Army Corps of Engineers Far East Command, the U.S. military has discovered evidence of a burial site within Camp Carroll measuring 83 feet long, 46 feet wide, and 20 feet deep. It confirmed contamination on the base with high concentrations of highly carcinogenic perchloroethylene (PCE), pesticides, heavy metals, and components of dioxin. According to Hankyoreh, the report also cites testimony from a Korean employee, Gu Ja-yeong, who worked at Camp Carroll and participated in burying drums, cans, and bottles containing chemicals in 1974 and 1975. The report recommends monitoring once or twice a year and removing the soil from the burial site because ground-water chloroform levels were 24 times the South Korean standard for drinkable water. Chloroform is a carcinogen that can cause liver, kidney, and nervous system problems.

Two earlier environmental studies of Camp Carroll, commissioned by U.S. Forces in Korea (USFK), were not shared with the South Korean government until the recent whistle-blowing by the U.S. vets. In 1992, a Woodward-Clyde report confirmed the burial of toxic chemicals. “Many potential sources of soil and groundwater contamination still exist at the base and the presence of contaminated groundwater has been documented,” the report stated. “From 1979 to 1980, approximately 6,100 cubic feet (40 to 60 tons) of soil were reportedly excavated from this area and disposed offsite.”

Samsung C&T reported on a second survey in 2004. This also found soil samples from the base contained pesticides and dioxins: “Hazardous materials and waste, including solvents, petroleum oils and lubricants, pesticides, herbicides and other industrial chemicals have been used and stored onsite for over 40 years.” The Korea Herald reported, “more than 100 kinds of harmful chemicals including pesticides and herbicides were buried.” Hankyoreh reported that the Samsung survey found “quantities of highly carcinogenic trichloroethylene (TCE) and perchloroethylene (PCE) at 31 and 33 times the standard levels of potable water, respectively.” The 2004 report estimated that it would cost $98.3 million to remove all the contaminated soil from Camp Carroll. Both the 1992 and 2004 reports state that a significant amount of soil had been excavated, but they differ as to when this actually happened. According to the Korea Times, the 2004 report concluded, “The fate of the excavated drums is unknown”.

So what happened to the buried chemicals?

Camp Carroll is located in Waegwan, about 20 miles north of Daegu. “If Agent Orange was dumped in 1978, the drums may have already eroded. And the toxic substance could have contaminated the soil and underground water near the area,” said Chung In-cheol of Green Korea United. “The U.S. camp is situated just 630 meters away from the Nakdong River,” says Chung, “which is the water source for major cities like Daegu and Busan.”

Cancer rates in the Chilgok area near Camp Carroll were up to 18.3 percent higher than the national average between 2005 and 2009, according to Statistics Korea’s website, and mortality rates for nervous system diseases were above the national average.

Soil and Water Contamination

Environmental contamination on U.S. bases in South Korea has been a source of contention between Washington and Seoul. Since 2001, South Korea has spent $3.4 million to clean up 2,000 tons of oil-contaminated ground water near Yongsan Army Garrison and Camp Kim. The South Korean military is now conducting environmental tests at 85 former U.S. bases that were returned to South Korean control between 1990 and 2003.

With the latest revelations, the South Korean public is calling for a full-scale assessment of the environmental damage of all U.S. military facilities in Korea. Under the Status of Forces Agreement (SOFA) between the two nations, the United States has no responsibility to clean up the land it uses for bases. Some advocates are seeking a revision of the SOFA to hold Washington responsible for the contamination it causes.

After House spoke out, the USFK and the South Korean government assured the public that they would research his claims, though they disagreed about the method of investigation. The USFK preferred to use ground-penetrating radar (GPR) while the South Korean government insisted on sampling the soil and underground water. According to Hankyoreh, GPR can test for foreign matter such as canisters containing harmful materials, but it cannot verify soil or water contamination. “The South Korean government has repeatedly stated that this kind of investigation is incapable of resolving the questions harbored by the population,” said a Ministry of the Environment official.

The joint ROK-U.S. team is using ground-penetrating radar and electrical resistivity devices at 41 sites since the news broke in late May. According to a team official, the USFK is not just worried about dioxin, but other toxic and carcinogenic materials, which soil and water tests can detect. Indeed, investigation of an underground stream and groundwater near Camp Carroll has shown traces of PCE, a known carcinogen that attacks the nervous system and can cause reproduction problems. The Chilgok regional government sealed the well upon learning from the joint Korea-U.S. team that the amount of PCE exceeded the level for acceptable drinking water.

Lessons from Vietnam

Agent Orange contains the deadly chemical dioxin, a byproduct of industrial processes involving chlorine or bromine. Decades after its use in Vietnam, there is still great controversy about its effects on human and environmental health, despite the fact grandchildren of Vietnamese soldiers and civilians have been born with abnormalities attributable to their ancestors’ exposure.

In 1995, Arnold Schecter and Le Cao Dai of the Vietnam Red Cross published research findings showing “that high levels of dioxin contamination persist in the blood, tissue, and breast milk of Vietnamese living in sprayed areas.” Schecter tested soil and human tissue samples from people living near the former Bien Hoa U.S. military base where 7,500 gallons of Agent Orange were spilled in 1970.

In 1998, Hatfield Consultants published the results of a four-year study of soil and water samples in the A Luoi valley near the Ho Chi Minh trail and the site of three former U.S. Special Forces bases where Agent Orange was stored and sprayed. Working with Vietnamese scientists, Hatfield found “a consistent pattern of food chain contamination by Agent Orange dioxin… which included soil, fishpond sediment, cultured fish, ducks and humans.” They found dioxin levels in some breast milk samples to be dozens of times higher than maximum levels recommended by the World Health Organization.

Although Vietnamese officials and scientists believe that many thousands of people are victims of Agent Orange, “remarkably little has been proved with scientific certainty,” Robert Dreyfuss wrote in 2000. The Institute of Medicine reports “strong evidence that exposures to herbicides is associated with five serious diseases, including Hodgkin’s disease and a form of leukemia… and ‘suggestive’ evidence that herbicides might cause birth defects and cancer.” A major factor limiting serious research into dioxin contamination is the high costs. According to Dreyfuss, it cost $600 to $1000 to test one single soil or tissue sample for tiny traces of Agent Orange dioxin.

Since 1981, U.S. veterans of the Vietnam War who were exposed to dioxin have been entitled to register with the Veteran Administration’s Agent Orange Registry. Of the nearly 3 million U.S. soldiers who served in Vietnam, approximately 300,000 veterans are on the list and entitled to free annual health exams. In a 2003 article in the San Francisco Chronicle, David Perlman wrote that more than 22,000 vets have successfully claimed disability and are entitled to “free long-term treatment for a variety of disorders that are ‘presumptively’ caused by exposure to dioxin.” Compensation has ranged from $104 to $2,193 a month.

U.S. veterans have attempted to sue the manufacturers of Agent Orange for compensation. In 1984, seven U.S. chemical companies agreed to settle a suit brought by U.S. veterans in 1979. In making this settlement, the companies refused to accept liability, claiming that the scientific evidence did not prove Agent Orange was responsible for the medical conditions alleged. By 1997, 291,000 U.S. veterans had received a total of $180 million dollars over a period of 12 years. “My brother was given $362, and me, I was given $60,” recalls U.S. veteran George Johnson. “My brother has never been able to have kids.”

South Korean veterans who served in the Vietnam War also attempted to sue Agent Orange manufacturers. In 2006, the Korea Times reported that the “Seoul High Court ruled that Dow Chemical and Monsanto should pay $63 billion won ($62 million) to a group of 6,700 Korean veterans… who first filed lawsuits against the company in 1999.” However, this ruling is largely symbolic since the Korean authorities cannot force the companies to comply.

Why Act Now?

When asked why he came forward now, Steve House said, “I’ve wanted the government to take care of this nightmare I’ve had to live with for the last 30 years. I don’t want to poison kids or anything, and I don’t want to hurt GIs.”

For House and other vets, also at issue is the question of medical compensation. According to the U.S. Veterans Affairs website, “Veterans who served … in or near the Korean Demilitarized Zone (DMZ) anytime between April 1, 1968 and August 31, 1971 and who have a disease VA recognizes as associated with Agent Orange exposure are presumed to have been exposed to herbicides. These Veterans do not have to show they were exposed to Agent Orange to get disability compensation for these diseases.” Veterans like House, however, who were exposed to Agent Orange after this time period, or in other parts of Korea outside of the DMZ, are not considered eligible for disability compensation.

Although more information is likely to emerge from the joint U.S.-R.O.K. investigation in the coming weeks, both the U.S. and Korean public must ask and demand answers to many urgent questions. What happened to the barrels of Agent Orange and contaminated soil at Camp Carroll? How much dioxin and other contaminants have leached into the soils surrounding Camp Carroll and other U.S. military bases? Will the U.S. government provide medical assistance and financial compensation to the veterans who handled a substance that was known to be toxic in 1978? Who will compensate the Korean people who may have been exposed to these contaminants – that the U.S. military knew of as far back as 1992, but never told the So.uth Korean government

Based on the experience of thousands of U.S. vets and civilians who live around U.S. bases — in this country and overseas — even routine military operations can have serious long-term costs to human health and the environment. Without adequately addressing its toxic legacy in South Korea, the U.S. military continues to take fertile land to expand and create new bases, as it did in seizing rice paddies from farmers in Pyongtaek. The ROK-U.S. naval base now under construction on Jeju Island will have a devastating impact on the island’s marine ecology, affecting fishermen and women sea divers who depend on the clean sea for their livelihood, and the Korean people who rely on the ocean for seafood. The blind rhetoric of national security must no longer trump human security, certainly not when the U.S. military isn’t even willing to provide adequate medical care to its own veterans and protection to the Korean people they are purportedly in Korea to defend. “

Christine Ahn is the executive director of the Korea Policy Institute and a columnist for Foreign Policy In Focus, and Gwyn Kirk is a member of Women for Genuine Security and a contributor to FPIF.

 

(Quelle: Foreign Policy in Focus.)

Afrika: Klimawandel begünstigt Cholera

Montag, Juni 27th, 2011

“Scientists discover link between cholera outbreaks, climate change

By CHRISTABEL LIGAMI

Scientists are warning that cholera cases could double in the next four months if rainfall and temperatures continue to rise.

The researchers from the International Vaccine Institute in Seoul, Korea have been analysing data from cholera-endemic areas of Zanzibar and Tanzania, in the hope that the findings will prompt early government interventions that will avert an outbreak.

“Our work validates the notion that rainfall and temperature rises are often precursors to cholera outbreaks in vulnerable areas,” said Rita Reyburn, the study’s lead researcher. “We are getting very close to developing a reliable forecasting system that will help to put in place pre-emptive measures — like mobilising public health teams or emergency vaccination efforts.”

The researchers matched cholera outbreaks which occurred in Zanzibar and Tanzania between 1999 and 2008 against temperature and rainfall patterns over the same period and found that the environmental changes were closely followed by disease.

When temperature rises by 1 degree Celsius, there is a chance cholera cases will double in four months and if rainfall goes up by 200 millimetres, then in two months’ time, cholera cases will go up 1.6 fold,” Mohammad Ali, a senior scientist at the IVI said in a telephone interview.

Poor sanitation

In East Africa, cholera outbreaks occur every year and are not only costly to treat but also lead to a loss of lives. In most cases, the cause is often the same — poor sanitation due to floods or rains.

“Governments can use these environmental cues to introduce early interventions like vaccinations,” said Willi Sang a microbiologist at Kenya Medical Research Institute.

He said this research is an example of an innovative approach that can be used in conjunction with other preventive measures to significantly reduce the incidence of cholera.

According to Dr Sang, cholera is a public health threat because of the dominance of the Vibrio cholerae strain of bacteria that causes the disease.

When well adapted to human habitats, it causes longer outbreaks that could last months, even years.

“The cholera bacteria reside in water and temperature rises cause them to multiply. Cholera is then transmitted through consuming contaminated food and water. It causes severe diarrhoea, dehydration and even death if the patient is left untreated,” he said.

A World Health Organisation report shows that Nyanza Province, which borders Lake Victoria, accounts for a larger proportion of cholera cases — 38.7 per cent than the 15.3 per cent expected for its population size for the national population.

Dr Sang warns that in coming decades, cholera outbreaks are likely to rise because experts predict hotter and wetter weather in many endemic areas.

“This research shows that global warming and climate change may have a key role in triggering an outbreak and that we also need new tools to combat cholera epidemics,” he said.

He noted that cholera outbreaks are occurring with increasing frequency and severity and this research is just an example of an innovative approach that if used in conjunction with other preventive measures could significantly reduce these incidences.”

 

(Quelle: The EastAfrikan.)