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Asien: No Nukes!

Dienstag, August 21st, 2012

“Hintergrund: Die Anti Atom Bewegung in Asien

Von Dieter Kaufmann, August 2012

Rasantes Wirtschaftswachstum und steigende Ölpreise sind für die Länder Asiens Grund genug, für ihre Energieversorgung auf Atomkraft zu setzen. Die nukleare Begeisterung ist auch nach der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ungebrochen. Während in China und Indien bereits Atommeiler am Netz sind, ist die Atomkraft für andere Länder eine “Option für die nächsten 15 bis 20 Jahre”. Selbst der Stadtstaat Singapur, kleiner als Berlin, will Atomkraftwerke bauen. In fast allen asiatischen Ländern wird der Strompreis stark subventioniert, damit die die Industrie und Haushalte keine zu hohe Kosten haben. Stromeinsparung Fehlanzeige!

In vielen Ländern von Asien gibt es eine Anti Atom Bewegung. Sie sind genauso zählebig wie in Deutschland auch. In Südkorea, Taiwan und Japan gibt es sehr aktive Anti AKW Gruppen. Über das 1993 gegründete Anti Atom Netzwerk „No Nukes Asia“ arbeiten viele Anti Atom Gruppen in Südostasien zusammen. Das jährliche Anti Atom Treffen Forum verbindet immer Bildung und Austausch mit direkten Aktionen und Pressearbeit. Im Forum arbeiten Menschen aus der Republik Korea, Taiwan, Philippinen, Indonesien, Malaysia, Thailand, Indien und Japan mit. In einer Abschlusserklärung in Südkorea auf einem internationalen Treffen vom 18.03. bis 24.03.2012 in der Stadt Samchuk heißt es auszugsweise sinngemäß: „Wir fordern die Regierungen von Indonesien, Thailand und den Philippinen auf, ihre Atomprogramme aufzugeben. Wir fordern alle Menschen auf, die tödliche Atomenergie abzulehnen. Wir müssen alle zusammenarbeiten, um die Ära des Atomausstiegs zu starten und entschlossen den Umstieg für auf Menschen basierende, erneuerbare, nachhaltige saubere Energien durchzusetzen.“ (23. März 2012, No Nukes Forum Asia)

Südkorea

Von 1961 bis 1987 gab es in Südkorea eine Militärregierungen. Die Demokratiebewegung konnte sich erst 1987 durchsetzen. Diese Militärregierungen zogen das Atomprogramm durch. 1977 wurde in Südkorea das erste AKW kritisch. In Südkorea von heute, 2012, sind fünf AKW Standorte mit 22 AKW Reaktoren installiert. Bis zum Jahre 2024 will Südkorea 14 neue AKW bauen. So sollen 40 Prozent 2030 von der Atomenergie gedeckt werden. Im Jahre 2011 waren es 23 Prozent.

Die südkoreanische Umweltbewegung begann wie in der BRD auch aus einer Anti-AKW-Bewegung. Umweltfragen wurden in der koreanischen Diktatur zu kritischen Hochburgen in der Demokratiebewegung, die auf einen schwer erkämpften Weg 1987 zu einer zivilen demokratischen Regierungsform führte. Es ging aber auch den Kampf gegen Atommülllagerstätten, die die koreanische Regierung bauen wollte. Der Super Gau in Tschernobyl 1986 führte zu einen massenhaften Zulauf zur der Anti Atom Bewegung.

1988 wurde die koreanische Öffentlichkeit von der Anti Atom Bewegung über die Probleme mit den AKW und nukleare Entsorgung informiert. Zehntausende Menschen nahmen an Demonstrationen teil und unterzeichneten Petitionen protestierten weiter gegen den Bau neuer Atomkraftwerke und Atommülllagerstätten. 1989 wurde eine Kampagne gegen den Bau von AKW am AKW-Standort Yongkwan durchgeführt. 1990 wurde eine Demonstration mit 20.000 Menschen gegen eine Atommüll-Anlage organisiert, die auf der vor gelagerten Insel Anmyon errichtet werden sollte. Die koreanische Regierung hatte dort versucht, heimlich ein hochradioaktives Endlager zu errichten.

1993 kam es zur Gründung von Korean Federation for Environmental Movement (KFEM). Im Jahr 1995 erzwang KFEM nach langen Protesten die Absage einer geplanten Atommüll-Lagerstätte auf der Insel Gulup zu bauen. Der Vorschlag wurde im November abgebrochen. 1997 begann der Start der Kampagne gegen Atommüll Transporte von Taiwan nach Nordkorea. Das Projekt der Castor Transporte wurde im Dezember 1997 aufgegeben. Im Juli 1998 wurde ein Austauschprogramm mit Umweltgruppen in der Mongolei durchgeführt.

Nach dem Scheitern ein Endlager zu errichten versucht die Regierung jetzt erneut. Es soll 2003 bei der 70.000-Einwohner-Stadt Buan, 200 Kilometer südlich von Seoul, gebaut werden. Seit Juli 2003 gibt es ununterbrochen jeden Tag Lichter – Demonstrationen gegen das Endlager. Auf dem Höhepunkt der Demonstration waren 10.000 Demonstranten gegen die Atompläne der Regierung auf den Straßen. Die koreanische Regierung hatte bis zu 10.000 Polizisten eingesetzt, die zum Teil brutal gegen die Demonstranten vorgehen: 41 Demonstranten landeten im Gefängnis, über 400 wurden durch Polizeiangriffe und Übergriffe verletzt. Unter den Verletzten waren auch alte Menschen, Frauen und Kinder.

Die Demonstrationen sind bunt, vielfältig und fantasievoll: 300 Fischer machten mit ihren Booten eine Rallye gegen das geplante Atommülllager, ebenso 1500 Autofahrer mit ihren Autos und tausende von Radfahrern. 340 Dorfbürgermeister beteiligen sich, hunderte von Ärzten und Marine-Veteranen. Mönche fasteten und Priester beteten mit den Demonstranten.

In Buan wächst eine echte Graswurzel-Demokratie. Es gibt Marathon-Läufe, aber auch Musikfestivals gegen das Atommülllager. Unter dem Motto der traditionsreichen koreanischen Widerstandsbewegung “three steps one bow” (“Drei Schritte nach vorn, einmal auf den Boden”) machten 1200 Demonstranten einen 49 Kilometer langen Marsch und warfen sich dabei etwa zehntausend Mal auf den Boden, unter den Demonstranten waren auch viele SchülerInnen.

Die meisten koreanischen Medien haben bisher über die massenhaften Anti-Atom-Demonstrationen nur wenig und oberflächlich, manchmal auch diffamierend berichtet. (2005)

Nach Fukushima 2011 gab es vermehrt Anti Atom Demonstrationen. So z. B. “Nuklearfreies Korea, nuklearfreies Samcheok!” riefen die Demonstranten. Sie schwenkten Transparente und hielten Schilder in die Luft. Per Megafon forderten sie die Stilllegung aller koreanischen Atomkraftwerke und den Stopp der Planungen, die den Bau von sieben weiteren Atomreaktoren vorsehen. Unterstützung erhielten sie vom Meer aus, wo die Umweltorganisation Greenpeace mit ihrem Segelschiff Rainbow Warrior Anker geworfen hatte.

18. August 2012″

 

(Quelle: contrAtom.)

Taiwan: Rüstungswettlauf mit China

Dienstag, Mai 10th, 2011

“Taiwan deploys supersonic anti-ship missiles

by Staff Writers

Taiwan has deployed a new supersonic missile on its warships in the latest response to China’s rapid naval expansion, a lawmaker said Sunday.

Military authorities are also mulling deploying the Hsiung Feng III — the first locally developed supersonic anti-ship missile — on mobile launchers, Lin Yu-fang, of the Kuomintang party, said in a statement quoting Vice Admiral Lee Hao.

“Several types of warships have been armed with Hsiung Feng IIIs (Brave Wind),” the statement said.

It was not clear how many missiles will be produced, but according to Lin, eight Perry-class frigates and seven patrol boats will be fitted with the weapon in the Tw$11.89 billion ($413 million) project.

Analysts say Hsiung Feng III, designed to cruise at a maximum speed of mach 2.0, or twice the speed of sound, with a range of up to 130 kilometres (80 miles), are difficult to defend against.

Taiwan’s defence ministry has expressed alarm at China’s naval buildup although experts say it may still take time for the People’s Liberation Army to operate its first carrier group complete with fighter jets.

Tsai Teh-sheng, head of Taiwan’s National Security Bureau, confirmed last month that the “Varyag,” a half-completed Soviet era aircraft carrier Beijing obtained in 1998, is expected to make its maiden voyage before the end of the year.

Tsai said the warship will have “certain combat capability” and will serve as a base for China’s home-grown fighter jets which are modelled on Russian-made Su-33s.

Taiwan plans to build a new “stealth” warship armed with guided-missiles next year in response, military officers have said.

Ties between China and Taiwan have improved significantly since the China-friendly politician Ma Ying-jeou became the island’s president in 2008, vowing to adopt a non-confrontational policy towards the mainland.

But China still regards Taiwan as part of its territory awaiting to be reunified by force if necessary, although the island has governed itself since 1949 when a civil war ended.”

 

(Quelle: Space Daily.)

Atomwaffensperrvertrag: Bollwerk mit Löchern

Dienstag, Juni 29th, 2010

“Bollwerk mit Löchern

Wolfgang Schwarz (In: Das Blättchen, Nr. 11 v. 7. Juni 2010)

Die am 28. Mai in New York zu Ende gegangene turnusmäßige Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NPT) war nach Auffassung vieler Beobachter ein Fehlschlag, weil wirklich substantielle Fortschritte in Richtung einer kernwaffenfreien Welt nicht erreicht worden sind. Die Tatsache, daß alle 189 NPT-Mitgliedsstaaten auf der Konferenz einer gemeinsamen Abschlußerklärung zustimmten, nachdem dies auf der vorangegangenen Tagung im Jahre 2005 im wesentlichen an der damaligen Bush-Administration gescheitert war, könne allein nicht bereits als Erfolg gelten, da die Erklärung über Allgemeinplätze nicht hinaus gehe.

Kritik dieser Art ist nicht neu, und unberechtigt ist sie schon gar nicht, denn der Atomwaffensperrvertrag und das von ihm begründete internationale Regime inklusive der Kontrolle seiner Einhaltung durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) weisen von Geburt an gravierende Schwächen auf, an denen sich, seit der NPT 1970 in Kraft trat, nichts Grundlegendes geändert hat. Kein Staat kann letztlich gezwungen werden, sich dem NPT zu unterwerfen, wie an Israel, Indien und Pakistan unschwer zu sehen ist, die dem Vertrag nie beigetreten sind und heute über Kernwaffen verfügen. Nordkorea trat 2003 aus dem NPT aus und besitzt nach eigenem Bekunden nun ebenfalls erste Atomsprengköpfe. Ein weiteres Manko besteht darin, daß der NPT zwar die Zielstellung einer atomwaffenfreien Welt formuliert, aber bindende Vorgaben für die fünf offiziellen Atommächte (USA, Rußland, Großbritannien, Frankreich und China) zur Beseitigung ihrer Arsenale nicht enthält. Und um eine dritte Schwachstelle des NPT-Regimes zu markieren: Obligatorische unangekündigte Verdachtskontrollen in nukleartechnischen Anlagen der 184 NPT-Mitgliedsländer, die keinen Kernwaffenstatus tragen, darf die IAEO nach wie vor nicht durchführen. Das läßt Möglichkeiten zum heimlichen Überschreiten der nuklearen Schwelle offen.

Andererseits sind der von Kernwaffen ausgehende Schrecken und die ihnen innewohnende Bedrohung der menschlichen Existenz seit Hiroshima und Nagasaki sowie durch die weltweit mehr als 2.000 Kernwaffenversuche – hunderte davon oberirdisch – keine nurmehr theoretischen Annahmen. Das hat die internationale Staatengemeinschaft überhaupt dazu veranlaßt, den militärischen Umgang mit dem Atom vereinbarten Regularien zu unterwerfen und eine immer weitere Verbreitung von Kernwaffen unterbinden zu wollen. Natürlich wäre die Antwort auf die Frage, wie die Welt ohne 40 Jahre NPT-Regime heute aussähe, spekulativ. Aktenkundig ist aber, daß Staaten wie Südafrika, Brasilien, Argentinien, Ägypten, Libyen u.a. in den vergangenen Jahrzehnten heimliche Kernwaffenforschungs- und -entwicklungsprogramme betrieben und dann aufgegeben haben. Aktenkundig ist auch, daß heute etliche nukleare Schwellenländer existieren, die von ihren wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen her jederzeit Kernwaffen herstellen könnten. Dazu zählt neben Japan, Taiwan und Südkorea nicht zuletzt auch die Bundesrepublik. Und aktenkundig ist schließlich, daß über die Jahrzehnte die Idee kernwaffenfreier Zonen auf der Grundlage entsprechender regionaler Abkommen immer mehr Parteigänger gewonnen hat. Solche Zonen existieren heute in der Antarktis, Zentral- und Südamerika (33 Staaten), Südostasien (10 Staaten) und im Südpazifik (13 Staaten). Im März 2009 kam Zentralasien hinzu, wobei die fünf Mitgliedsstaaten dieser Zone besonderen Sinn für Symbolik bewiesen – sie schlossen den entsprechenden Vertrag in Semipalatinsk ab, in jener Stadt, die als Synonym für das Hauptatomtestgelände der Sowjetunion auf dem Gebiet Kasachstans steht. Dort wurden zwischen 1949 und 1989 fast 500 Atomtests durchgeführt. Und das jüngste Beispiel ist die Atomwaffenfreie Zone Afrika; der Vertrag wurde zwischen 52 Staaten im Juli 2009 abgeschlossen und ist bereits in Kraft, da die Mindestzahl von 28 hinterlegten Ratifikationsurkunden bereits erreicht wurde.

Gemessen an möglichen Alternativen ist die Bilanz von 40 Jahren NPT also beachtlich. Das gilt auch für die seit Ende des Kalten Krieges zu verzeichnende Reduzierung der Atomwaffenarsenale der nuklearen Supermächte USA und Rußland. Trotzdem ist die Perspektive einer kernwaffenfreien Welt alles andere als in greifbarer Nähe. Und die jetzige Konferenz in New York gibt leider Anlaß zum Zweifeln, etwa ob die Widerstände auf dem Weg dorthin in den nächsten Jahren oder ob sie überhaupt überwunden werden können. Vor allem das zwiespältige Agieren der USA vor und hinter den Kulissen wirft einmal mehr die Frage auf, wie ernst es Präsident Barack Obama tatsächlich mit seiner am 9. April 2009 in Prag verkündeten Vision ist. Einerseits hat Washington die jetzige Abschlußerklärung von New York mit unterzeichnet, in der die Wichtigkeit eines Beitritts Israels zum NPT unterstrichen und in der für 2012 eine Konferenz über eine masservernichtungswaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten auf die Tagesordnung gesetzt wird. Andererseits hat Washington auf die sofort erfolgte Ablehnung durch Israel nicht nur nicht reagiert, sondern Obama selbst stellte Tel Aviv quasi einen Freifahrtschein aus, als er erklärte: „Wir lehnen es entschieden ab, … daß Israels nationale Sicherheit in Gefahr gerät.‟ Ebenfalls in der Abschlußerklärung wird Pakistan zum NPT-Beitritt aufgefordert. Diesem Land gegenüber hatte ebenfalls Obama selbst erst im April erklärt, die USA hegten „keine finsteren Absichten gegen das Atomprogramm Pakistans‟. Glaubwürdige Politik hört sich anders an.

Was die unbefriedigenden Ergebnisse von New York anbetrifft, so griffe es allerdings zu kurz, allein auf die USA zu verweisen. Die fünf offiziellen Atommächte haben dort zwar einerseits in allgemeiner Form zugesagt, die Verkleinerung ihrer Kernwaffenarsenale zu beschleunigen und dazu 2014 einen Fortschrittsbericht vorzulegen. In seltener Eintracht haben sie aber andererseits zugleich verschiedene Anliegen praktisch sämtlicher anderen NPT-Mitgliedsstaaten blockiert – nämlich in die Abschlußerklärung einen konkreten Zeitplan für die nukleare Abrüstung der fünf, quasi als Verbindlichmachung von deren diesbezüglicher Zusage gemäß Art. VI des NPT, aufzunehmen oder auch nur die Verpflichtung zum Beginn von Verhandlungen über eine Konvention zum weltweiten Verbot von Atomwaffen. Im Übrigen werden auch die taktischen Kernwaffen, für deren Abzug aus Deutschland sich die Bundesregierung nach eigenem Bekunden in New York stark machen wollte, in der Abschlußerklärung der Konferenz nicht erwähnt.

All diese Sachverhalte geben natürlich keine Veranlassung, von der nächsten NPT-Überprüfungskonferenz im Jahre 2015 grundlegend gehaltvollere Ergebnisse zu erwarten. In Resignation und Verzweiflung sollte man deswegen allerdings nicht verfallen, sondern sich – allein schon mit Blick auf die Kinder und Enkel – besser an die Luther zugeschriebene Maxime halten: „Wenn ich wüßte, daß morgen der jüngste Tag wäre, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.‟ ‘

(Quelle: Linksnet.)

Die globale Wasserverschwendung

Freitag, Juni 25th, 2010

“To Prevent a Food Crisis, We Need to Increase Water Efficiency

Since it takes 1,000 tons of water to produce 1 ton of grain, it is not surprising that 70 percent of world water use is devoted to irrigation — a practice we can do better.

With water shortages constraining food production growth, the world needs an effort to raise water productivity similar to the one that nearly tripled land productivity over the last half-century. Since it takes 1,000 tons of water to produce 1 ton of grain, it is not surprising that 70 percent of world water use is devoted to irrigation. Thus, raising irrigation efficiency is central to raising water productivity overall.

Data on the efficiency of surface of water projects—that is, dams that deliver water to farmers through a network of canals—show that crop usage of irrigation water never reaches 100 percent simply because some irrigation water evaporates, some percolates downward, and some runs off. Water policy analysts Sandra Postel and Amy Vickers found that ‘surface water irrigation efficiency ranges between 25 and 40 percent in India, Mexico, Pakistan, the Philippines, and Thailand; between 40 and 45 percent in Malaysia and Morocco; and between 50 and 60 percent in Israel, Japan, and Taiwan.’

Irrigation water efficiency is affected not only by the type and condition of irrigation systems but also by soil type, temperature, and humidity. In hot arid regions, the evaporation of irrigation water is far higher than in cooler humid regions.

In a May 2004 meeting, China’s Minister of Water Resources Wang Shucheng outlined for me in some detail the plans to raise China’s irrigation efficiency from 43 percent in 2000 to 51 percent in 2010 and then to 55 percent in 2030. The steps he described included raising the price of water, providing incentives for adopting more irrigation-efficient technologies, and developing the local institutions to manage this process. Reaching these goals, he felt, would assure China’s future food security.

Raising irrigation efficiency typically means shifting from the less efficient flood or furrow systems to overhead sprinklers or drip irrigation, the gold standard of irrigation efficiency. Switching from flood or furrow to low-pressure sprinkler systems reduces water use by an estimated 30 percent, while switching to drip irrigation typically cuts water use in half.

As an alternative to furrow irrigation, a drip system also raises yields because it provides a steady supply of water with minimal losses to evaporation. Since drip systems are both labor-intensive and water-efficient, they are well suited to countries with a surplus of labor and a shortage of water. A few small countries—Cyprus, Israel, and Jordan—rely heavily on drip irrigation. Among the big three agricultural producers, this more-efficient technology is used on 1-3 percent of irrigated land in India and China and on roughly 4 percent in the United States.

In recent years, small-scale drip-irrigation systems—literally a bucket with flexible plastic tubing to distribute the water—have been developed to irrigate small vegetable gardens with roughly 100 plants (covering 25 square meters). Somewhat larger systems using drums irrigate 125 square meters. In both cases, the containers are elevated slightly, so that gravity distributes the water. Large-scale drip systems using plastic lines that can be moved easily are also becoming popular. These simple systems can pay for themselves in one year. By simultaneously reducing water costs and raising yields, they can dramatically raise incomes of smallholders.

Sandra Postel estimates that drip technology has the potential to profitably irrigate 10 million hectares of India’s cropland, nearly one tenth of the total. She sees a similar potential for China, which is now also expanding its drip irrigated area to save scarce water.

In the Punjab, with its extensive double cropping of wheat and rice, fast-falling water tables led the state farmers’ commission in 2007 to recommend a delay in transplanting rice from May to late June or early July. This would reduce irrigation water use by roughly one third, since transplanting would coincide with the arrival of the monsoon. The resulting reduction in groundwater use would help stabilize the water table, which has fallen from 5 meters below the surface down to 30 meters in parts of the state.

Institutional shifts—specifically, moving the responsibility for managing irrigation systems from government agencies to local water users associations—can facilitate the more efficient use of water. In many countries farmers are organizing locally so they can assume this responsibility, and since they have an economic stake in good water management, they tend to do a better job than a distant government agency.

Mexico is a leader in developing water users associations. As of 2008, farmers associations managed more than 99 percent of the irrigated area held in public irrigation districts. One advantage of this shift for the government is that the cost of maintaining the irrigation system is assumed locally, reducing the drain on the treasury. This means that associations often need to charge more for irrigation water, but for farmers the production gains from managing their water supply themselves more than outweigh this additional outlay.

In Tunisia, where water users associations manage both irrigation and residential water, the number of associations increased from 340 in 1987 to 2,575 in 1999, covering much of the country. As of 2009, China has more than 40,000 water users associations to locally manage water resources and to maximize water use efficiency. Many other countries now have similar bodies. Although the first groups were organized to deal with large publicly developed irrigation systems, some recent ones have been formed to manage local groundwater irrigation as well. Their goal is to stabilize the water table to avoid aquifer depletion and the economic disruption that it brings to the community.

Low water productivity is often the result of low water prices. In many countries, subsidies lead to irrationally low water prices, creating the impression that water is abundant when in fact it is scarce. As water becomes scarce, it needs to be priced accordingly.

A new mindset is needed, a new way of thinking about water use. For example, shifting to more water-efficient crops wherever possible boosts water productivity. Rice production is being phased out around Beijing because rice is such a thirsty crop. Similarly, Egypt restricts rice production in favor of wheat.

Any measures that raise crop yields on irrigated land also raise the productivity of irrigation water. For people consuming unhealthy amounts of livestock products, moving down the food chain reduces water use. In the United States, where the annual consumption of grain as food and feed averages some 800 kilograms (four fifths of a ton) per person, a modest reduction in the consumption of meat, milk, and eggs could easily cut grain use per person by 100 kilograms. For 300 million Americans, such a reduction would cut grain use by 30 million tons and the need for irrigation water by 30 billion tons.

Bringing water use down to the sustainable yield of aquifers and rivers worldwide involves a wide range of measures not only in agriculture but throughout the economy. The more obvious steps, in addition to more water-efficient irrigation practices and water-efficient crops, include adopting more water-efficient industrial processes and using both more water-efficient household appliances and those that use no water at all, such as the new odorless dry-compost toilets. Recycling urban water supplies is another obvious step in countries facing acute water shortages.

Adapted from Chapter 9, ‘Feeding Eight Billion People Well’ in Lester R. Brown, Plan B 4.0: Mobilizing to Save Civilization (New York: W.W. Norton & Company, 2009), available on-line at www.earthpolicy.org/index.php?/books/pb4

(Quelle: AlterNet.)

Die Barbarei des Normalzustands

Mittwoch, Juni 2nd, 2010

Von Marcus Hammerschmitt

Suizid als Klassenkampf? Weil eine bestimmte chinesische Firma das iPad herstellt, fällt es auf, wenn sich ihre Mitarbeiter reihenweise in den Tod stürzen

Wenn man den Moment nennen sollte, in dem in den USA der Arbeitsschutz einsetzte, dann könnte man leicht auf den Zigarettenstummel verweisen, der am 25.3.1911 auf einen Kleiderhaufen fiel. Der befand sich in der Triangle Shirtwaist Factory, ein Unternehmen, das man heutzutage als Sweatshop bezeichnen würde: Junge Immigrantinnen nähten im Akkord Hemden, die Türen waren während der Arbeitszeit geschlossen, der Brandschutz lächerlich ungenügend. Arbeitsbedingungen, die im Zusammenhang mit dem Zigarettenstummel für 146 Leichen sorgten. Die Feuerwehr war vor Ort, aber ihre längste Leiter reichte nur bis zum sechsten Stock. Von den Stockwerken darüber warfen sich viele der Arbeiterinnen aus Angst vor dem Verbrennen in den Tod.

Hundert Jahre später sind wir so viel weiter nicht gekommen. Derzeit fallen keine amerikanischen Näherinnen von den Dächern, sondern junge Chinesen, in den "Sonderwirtschaftszonen" der "Volksrepublik China", in denen sie einer Sonderbehandlung ausgesetzt sind, die viel Volk braucht und verbraucht, aber ganz ohne Republik auskommt. Das Feuer, das die jungen Wanderarbeiter und -arbeiterinnen zu verzehren droht, wird in der Regel nicht durch Zigarettenstummel hervorgerufen – die Triangle Shirtwaist Factories von heute heißen KTS Chittagong und Sayem Fashions.

Das Feuer, das die jungen Chinesen auf die Dächer treibt, hat eine Arbeiterin mit einem Satz so beschrieben: "Mein Leben ist dennoch leer, und ich arbeite wie eine Maschine." "Dennoch", weil zu einem Monatsverdienst von 240 Euro bei sechs 12-Stunden-Tagen in der Woche (plus Überstunden) immerhin noch Essen und Übernachtung inbegriffen sind. In anderen Quellen ist noch von viel geringeren Löhnen die Rede. Sprechverbote während der Arbeit, Demütigungen, zu schnelle Bandgeschwindigkeiten und "militärischer" Führungsstil werden beklagt. Ein kaltes Feuer scheint es zu sein, ein eher seelenfressendes als Fleisch verbrennendes, eines, das kenntlich wird in den Maßnahmen zu seiner Unkenntlichmachung. Für solche Maßnahmen steht Terry Gou, seines Zeichens Aufsichtsratschef bei Foxconn. Er bekennt, durch die Selbstmorde "traumatisiert" zu sein (siehe Weiterer Suizid beim taiwanesischen Apple-Zulieferer Foxconn). Zu einer Pressekonferenz, die diesem schweren Trauma Ausdruck verleihen sollte, wird berichtet:


▸"Generell steigt die Suizidrate, wenn in einer Gesellschaft das Bruttoinlandsprodukt ansteigt", sagte Gou, der im Helikopter zu einem Treffen mit 200 Reportern angereist war, die er durch eine Fabrik führte. Gou war von Leibwächtern umringt.

Eine Gemütslage, die solches Verhalten möglich macht, muss erst einmal beschrieben werden, um sie vielleicht irgendwann zu verstehen, und wer nach Beschreibungen sucht, wird in der chinesischen Gegenwartsliteratur fündig. Zum Beispiel in "Chengdu, vergiss mich heute Nacht" von Murong Xuecun.

Der Roman beschreibt keine Typen vom Kaliber Terry Gous, sondern eher die kleinen Haie des neuen chinesischen Kapitalismus, aber das Gemisch aus Leere, Totalkorruption, Zynismus und Verantwortungslosigkeit ist sehr schön beschrieben – zusammen mit dem spezifisch chinesischen Mummenschanz, der immer darauf hinausläuft, "das Gesicht nicht zu verlieren" – so sehr die Kloake auch stinkt, sie soll wenigstens schön gestrichen sein.

Fast noch widerlicher sind die Verlautbarungen von Apple zum Thema. Man wolle jetzt die Lage unabhängig untersuchen, heißt es. Was die PR-Abteilung so sagt, wenn der Laden unter Druck ist.

Apple und die unangenehme Wahrheit

Die Untersuchung könnte leicht abgeschlossen werden. Wenn ihr, Sportsfreunde von Apple, die Margen herausholen wollt, die ihr braucht, um größer als Microsoft zu werden, dann geht das nur, indem eure Zulieferer ihre Arbeiter alle machen. Natürlich wisst ihr das. Und natürlich seid ihr keine bösen Menschen, und die nichtbösen Menschen von Dell, HP, Sony usw. machen es genauso. Es ist nur so, dass euer Businessmodell von Cupertino aus in China die Arbeiter auf die Dächer treibt.

Aber solange ihr öffentlich weint, eure Besorgnis ausdrückt, Untersuchungen veranstaltet, und im Fall der Fälle die Verantwortung auf die Schlitzaugen abschiebt, braucht sich keiner dieser unangenehmen Wahrheit zu stellen. Was auch der Zweck eurer Betroffenheit, eurer Wirtschaftsethik, eurer Zertifikate, Untersuchungen und all der anderen Alibi-Aktivitäten ist – sie erlauben euch, gleichzeitig zur wertvollsten Technologie-Firma der Welt zu gehören, und gute Menschen zu sein. Ist das nicht fein?

Die Gewaltmaschine

Wie immer gibt es für europäische Überlegenheitsgefühle nicht den geringsten Anlass. Eine ganz ähnliche Selbstmordserie bei der France Telekom ist noch relativ frisch (siehe Mörderische Arbeitsbedingungen und individuelle Verzweiflungsakte), aber da die sich nicht mehr so unvorteilhaft häufen wie noch vor kurzem, ist das alles kein Thema mehr. Die betreffenden Berichte werden gerade abgeheftet.

Wenn man die Seriensuizide als letzte, verzweifelte, unfreiwillige Form von Klassenkampf begreifen würde – wie viele Tote bräuchte es, damit sich etwas ändert? 146, wie damals bei der Triangle Shirtwaist Factory? Was sich verändert hat seit 1911 ist das statistische Rauschen – es hat ja so sehr zugenommen. Die Abgebrühtheit ebenso. Wieder ein Blick in die Literatur. In seinem Roman "2666" verarbeitete der chilenische Schriftsteller Roberto Bolano eine reale Mordserie im mexikanischen Ciudad Juarez. Als ab 1993 eine Frau nach der anderen bestialisch umgebracht wurde, geschah bis 2004 so gut wie nichts.

Bezeichnenderweise waren die Opfer meistens Arbeiterinnen aus den örtlichen Sweatshops ("maquiladoras"), die für multinationale Konzerne produzieren. Erst als die Zahl der Ermordeten so groß wurde, dass sich internationale Aufmerksamkeit nicht mehr vermeiden ließ, begann die Kosmetik: mehr Polizisten, bessere Forensik, einige Verhaftungen. Mindestens 126 Fälle sind bisher nicht aufgeklärt, und die Morde gehen weiter.

Wer sich fragt, wie so was sein kann, wie so eine Gewaltmaschine funktioniert, dem sei der Roman von Bolano an’s Herz gelegt. Aber wenn das iPad im Spiel ist, beginnt die Kosmetik schon früher.

Ob das kalte Feuer bald erlischt, das die chinesischen Wanderarbeiter und -arbeiterinnen auf die Dächer treibt? Wer das glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

(Quelle: Telepolis.)

Aktuelle Arbeitskämpfe im globalen Süden

Montag, Mai 31st, 2010

“I. Internationales / China / Arbeits und Lebensbedingungen

Der Protest gegen die Foxconn-Hölle weitet sich aus…

a) Der 8. Juni – Gedenktag an die Foxconn-Opfer

Aus Anlass der Markteinführung der neuen iPhone Generation von Apple am 8. Juni hat die Solidaritätsorganisation SACOM ( (Students & Scholars Against Cooperate Misbehavior) zum Gedenktag an die Foxconn-Opfer aufgerufen. Wir verweisen dazu nochmals auf die E-Petition von SACOM zum Protest gegen Foxconn-Praktiken (die unter anderem auch die Forderung nach demokratisch gewählter Gewerkschaftsvertretung enthält): “June 8th: Global Day of Remembrance for Victims of Foxconn” vom 27. Mai 2010, die in den ersten drei Tagen bereits rund 500 Unterschriften sammelte.

b) Protest bei der Foxconn Zentrale

In “Foxconn Workers Protest String Of Deaths At Company” vom 28. Mai 2010 bei digtriad wird von dem gemeinsamen Protest einiger NGOs und taiwanesischer Gewerkschafter vor der Konzernzentrale in Taipeh berichtet.

c) Das Ergänzungsprogramm der Verwaltung von Shenzen: Erwerbslose Migranten verjagen…

In “China: expelling the unemployed from Shenzhen” fasst Don Weinland bereits am 10. Mai 2010 bei Global Voices Online eine Reihe von Bolgberichten aus der VR China zusammen, die sich gegen die Maßnahme der Administration von Shenzen richten, MigrantInnen, die länger als drei Monate erwerbslos sind, zu deportieren. Wer also beispielsweise seinen Platz in einem der Foxconn-Schlafsääle verliert, soll auch bald abgeschoben werden – was zur Verbesserung der Lage der Beschäftigten nun auch nicht beiträgt. Von der Lage der Erwerbslosen ganz zu schweigen…

II. Internationales / China / Arbeitskämpfe

Alle Räder stehen still: Bei Honda

Analysten und Medien sehen den “grössten Automarkt der Welt” in Gefahr: Der bis dahin 9tägige Streik der 1.900 Arbeiter bei einem Zulieferer von Honda, der “just in time” alle vier Werke Hondas in China zumindest bis zum Freitag letzter Woche still legte, wird nur als Auftakt kommender Auseinandersetzungen gesehen: Forderten die Arbeiter hier eine Erhöhung der Mindestlöhne von 120 auf 240 Euros, so wird allgemein darauf verwiesen, dass der Stundenlohn in den Autofirmen Chinas rund 1,2 Euros beträgt.

Der Artikel “Streik legt Hondafabriken in China lahm” vom 30. Mai 2010 beim German-China Portal setzt die Auseinandersetzungen auch in Zusammenhang mit den Ausweitungsplänen Hondas um ein Drittel auf 480.000 Einheiten.

In dem Artikel “Honda asks Chinese workers to avoid industrial action” von Tom Mitchell in der Financial Times vom 30. Mai 2010 (Registrierung erforderlich) wird einerseits eben davon berichtet, dass Honda von der Belegschaft fordert Streikverzicht zu erklären – andrerseits werden mehrere Arbeiter zitiert, die unterstreichen, dass dies bisher niemand getan hätte und niemand tun werde – stets verbunden mit abfälligen Äusserungen über den Nutzen der bestehenden Gewerkschaft…

III. Internationales / Thailand

Bangkok “befriedet” – die Lage nicht

Nach dem blutigen Militärschlag am Ende von neun Wochen wachsender Proteste wird in Bangkok aufgeräumt – viele BürgerInnen der Stadt tun dies im wahrsten Sinne des Wortes. Die Todesopfer und die massenhaften Verhaftungen von Rothemden – und die noch nicht festgenommenen Repräsentanten werden von der Polizei in Großrazzien weiter gesucht – haben die Lage in der Hauptstadt beruhigt – Friedhofsruhe herrscht dennoch nicht. So unterschiedlich die diversen Einschätzungen und Analysen von Perspektiven auch sein mögen, eines eint sie alle: Das Urteil, das nichts wirklich gelöst ist, dass die sozialen und politischen Probleme, die in zwei Jahren hintereinander zu so heftiger Konfrontation geführt haben, selbstverständlich weiter bestehen.

a) Jacques-chai Chomthongdi und Chanida Chanyapate heben in ihrem Beitrag “Aftermath of the Battle: Picking up the pieces” vom 29. Mai 2010 bei Global South vor allem den Gegensatz zwischen Stadt- und Landbevölkerung hervor und unterstreichen dabei sowohl die ihrer Ansicht unklaren sozialen Aussagen der führenden UDD Sprecher als auch deren Mitverantwortung für die Opfer; wie sie auch herausstellen, dass die Ober- und Mittelklassen Bangkoks die Militäraktion (angesichts ihres brennenden Eigentums) begrüsst haben. Sie lassen aber auch eine Reihe von Aktivisten der Rothemdbasis speziell aus dem ländlichen Norden zu Wort kommen.

b) “The ‘Voter’s Uprising’ that is changing perceptions in Thailand” [PDF-Dokument] von Junya Yimprasert (Thai Labour Campaign) ist eine Broschüre, die aus Anlaß der Auseinandersetzungen 2009 verfasst worden war und am 20. Mai 2010 in überarbeiteter und aktualisierter Form neu aufgelegt wurde: Dabei wird darauf abgehoben, dass beide in Frage stehenden Regierungen sich in der Korruption nicht unterscheiden – noch in neoliberaler Politik. Für die Argumentation wird ein geschichtlicher Abriß des Kampfes um Demokratie seit 1932 gegeben – und die reaktionäre Rolle der monarchie unterstrichen.

IV. Internationales / Indien / Gurgaon

Die Zahl der Arbeiterkämpfe nimmt inflationäre Ausmaße an…

Das ist einer der Titel der Berichte, die in der neuen Ausgabe – die Nr 26 vom 20. Mai 2010 – der Gurgaon Workers News zusammengestellt sind, mit einer wahrhaft ständig anwachsenden Zahl von Streikberichten, aber auch über Straßenblockaden in Arbeitervierteln und vielfältigen anderen aktuellen Widerstandsformen.

V. Internationales / Indien / Arbeitsbedingungen

Zeitarbeit in der IT Kaderschmiede

Das Indian Institute of Technology in Kanpur (IITK) ist eine der zentralen “Kaderschmieden” der indischen Computerbranche: Etwa 10.000 Menschen arbeiten dort. Davon sind über 3.000 KontraktarbeiterInnen – von Reinigung bis zu den technischen Grundlagen der Computerarbeit übernehmen sie alles – die neben schlechter Bezahlung auch all die anderen Probleme von ZeitarbeiterInnen haben, die der heutige Kapitalismus den Menschen weltweit zumutet. In seinem Artikel “Contract Workers at IITK: A Response to Commonly Held Misconceptions” vom 23. Mai 2010 bei Sanhati berichtet Rahul Varman aus der Sicht eines Computerwissenschaftlers, der seit 15 Jahren am Institut arbeitet über die Probleme dieser Beschäftigten – und mögliche Wege zur Problemlösung.

VI. Internationales / Philippinen

Philex Mining – not welcome…

Seit Anfang 2009 versucht die kanadische Philex Mining über eine lokale Tochterfirma in Anislagan in Surigao del Norte eine Zeche zu betreiben – gegen den geschlossenen Willen der AnwohnerInnen, die bereits vor einigen Jahren die Einrichtung eines Konkurrenzunternehmens verhinderten. Der Bericht “Villagers to barricade Philex Mining’s entry” auf der Aktionsseite “Save Anislagan Watershed” ist zwar bereits vom Februar 2010 bietet aber alle nötigen Hintergrundinformationen zu dieser Auseinandersetzung.”

(Quelle: LabourNet Germany.)