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BRD: Entwicklungshilfe für BAYER

Dienstag, Oktober 15th, 2013

“Subventionierte Markt-Erschließung

Von Jan Pehrke

Der BAYER-Konzern erschließt sich zunehmend Absatzgebiete in ärmeren Ländern. Die Bundesregierung unterstützt den Multi dabei tatkräftig und verbucht das unter „Entwicklungshilfe“.

„Mit ihrem Kapital, vor allem aber ihrem Know-how und ihrer Wertschätzung für Umwelt- und Sozialstandards, trägt die Privatwirtschaft ganz wesentlich zu entwicklungspolitischen Fortschritten bei“, meint Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel. Darum sucht die Entwicklungshilfe-Politik unter seiner Ägide auch zunehmend den „Schulterschluss mit der Privatwirtschaft“. So hat das „Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (BMZ) mit BAYER, BASF, SYNGENTA und ca. 30 weiteren Konzernen die „German Food Partnership“ (GFP) gegründet, die sich dem Ziel verschrieben hat, „die Nahrungsmittel-Sicherheit zu verbessern“. Das vom Verbraucherschutz-Ministerium auf der Grünen Woche veranstaltete „Global Forum for Food and Agriculture“ durfte der Verband gleich als Plattform nutzen. Und als Dirk Niebel die Vertiefung der Public Private Partnership des BMZ mit der „Bill & Melinda Gates Foundation“ verkündete, war der BAYER-Manager Liam Condon für die GFP ebenfalls mit von der Partie und warb noch einmal für konzertierte Aktionen im Entwicklungshilfe-Bereich. „Die an der ‚German Food Partnership’ beteiligten Unternehmen stimmen darin überein, dass die aktuellen Herausforderungen nur durch langfristige Kooperationen und ganzheitliche Ansätze zu bewältigen sind“, so der Chef von BAYER CROPSCIENCE.

BMZ zahlt 1,1 Mio. Euro

Die Ganzheitlichkeit zahlt sich für die Multis nämlich aus. 79 Millionen Euro hat sich das BMZ die „Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft“ 2010/11 kosten lassen. Für BAYER fielen dabei 1,1 Millionen Euro ab. Allein mit 750.000 Euro subventionieren Niebel & Co. die Schulungen von kenianischen FarmerInnen im Umgang mit Pestiziden. 200.000 Euro erhält der Leverkusener Multi dafür, Regionalregierungen in Kenia dabei zu unterstützen, „das Wissen um moderne Kontrazeptiva und deren Gebrauch zu erweitern“. Und für „Fortbildungen“ zum selben Thema in der Ukraine und Bosnien-Herzogowina bekam der Konzern insgesamt 160.000 Euro.
Wie die „Entwicklungshilfe“ des Leverkusener Multis vor Ort abläuft, davon machte sich das TV-Magazin Panorama in Kenia ein Bild. Die JournalistInnen sprachen mit einer Pestizid-Verkäuferin, die an einem Seminar des Global Players teilgenommen hatte. „Es war eine Werbeveranstaltung für BAYER. Uns wurden die BAYER-Produkte vorgestellt und uns erklärt, dass BAYER eben ein Original ist und keine Fälschung“, berichtete sie. Informationen zu den Risiken und Nebenwirkungen der Ackergifte und zu deren richtiger Anwendung standen offensichtlich nicht auf dem Lehrplan. Der Verkaufsleiter der kenianischen BAYER-Niederlassung, Titus Kinoti, lässt dann auch keinen Zweifel am eigentlichen Sinn der Übung aufkommen: „Durch dieses Programm sind wir effektiver geworden. Wir können uns jetzt in einem umkämpften Markt behaupten. Wir bedienen die Bedürfnisse der Kunden und bringen sie dazu, unsere Produkte zu kaufen.“ Bilanz der „Entwicklungshilfe“: Eine Steigerung des Pestizid-Absatzes bei Kleinbauern und -bäuerinnen um 20 Prozent.

Ähnliches versuchen die Projekte in der Ukraine und in Bosnien-Herzogowina im Bereich der Verhütungsmittel zu errreichen. In Bosnien-Herzogowina kooperiert BAYER hierzu mit der „Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit“ (GIZ). Die staatliche Entwicklungshilfe-Agentur knüpft die Verbindungen zu staatlichen Institutionen, Gesundheitseinrichtungen und Bildungseinrichtungen und übernimmt die Schulungen, während der Pharma-Riese die Werbe-Maßnahmen finanziert, die Fachinformationen liefert und die Kontrazeptiva stellt. Für das BMZ hat diese Arbeitsteilung Modell-Charakter: „Der Erfolg der Partnerschaft basiert auf den komplementären Fähigkeiten der Partner“, hält es fest. Über die Motive BAYERs macht sich das Entwicklungshilfe-Ministerium dabei keine Illusionen. Der Konzern „versucht, in dieser Region einen Markt zu entwickeln“, heißt es in der vom BMZ herausgegebenen – und vom Pillen-Riesen SANOFI gesponserten – Expertise „Bringing Medicines to Low-income Markets“.

Um die Entwicklung von „inklusiven Geschäftsmodellen für Pharma-Unternehmen“ ist es der Veröffentlichung zu tun, an der auch BAYER-Beschäftigte mitgewirkt haben. Die „Low-income Markets“ haben es nämlich in sich. Auf ein Volumen von bis zu 160 Milliarden Dollar schätzt die Untersuchung die Gesundheitsausgaben der vier Milliarden Menschen auf der Erde mit einem Jahreseinkommen von unter 3.000 Dollar und frohlockt: „Diesen Markt haben sich die Pharma-Firmen noch kaum erschlossen.“ Allerdings bedarf es zur Erschließung dieser Märkte „innovativer Geschäftsmodelle“. Und hier kommen die staatlichen Entwicklungshilfe-Akteure und die Nicht-Regierungsorganisationen ins Spiel. Dank ihres Renommees und ihrer guten Verbindungen vor Ort können sie laut „Low income“ als „Türöffner“ fungieren und ein „Ökosystem“ für das jeweilige „business model“ kreieren.

Um sich in Äthiopien zu etablieren, hat der Leverkusener Multi gemeinsam mit der US-amerikanischen Entwicklungshilfe-Behörde USAID ein solches „innovatives Geschäftsmodell“ entwickelt. Die „Contraceptive Security Initiative“ sieht vor, Frauen „mit mittlerem Einkommen in vorerst elf subsaharischen Entwicklungsländern Zugang zu bezahlbaren oralen Kontrazeptiva“ zu verschaffen. Der Global Player stellt dafür die Pillen bereit und die USAID zahlt für die Erstellung und Verbreitung von Informationsmaterial zu den Mitteln. „Einen neuen strategischen Ansatz und einen innovativen Weg zur Erschließung der Märkte in Entwicklungsländern“ nennt der Pharma-Riese das Ganze.

Aber auch mit der auf dem Gebiet der Entwicklungshilfe zunehmend dominanter werdenden „Bill & Melinda Gates Foundation“ kam er schon ins Geschäft. 27 Millionen Einheiten des Verhütungsmittels JADELLE nahm die Stiftung dem Konzern ab, der dafür einen Mengenrabatt gewährte und 8,50 statt der üblichen 18 Dollar dafür in Rechnung stellte. Jetzt kostet es nur noch 50 Cent mehr als das Konkurrenz-Pharmazeutikum von SHANGHAI DAHUA PHARMACEUTICALS, das dem Leverkusener Multi Umsatzeinbußen beschert hatte. „Mit der oben genannten Initiative und einer Preisreduzierung von JADELLE um fünfzig Prozent hat das Unternehmen BAYER mit Hilfe öffentlicher Entwicklungshilfe-Gelder und der Gates-Stiftung nun nachgezogen und sein Produkt wettbewerbsfähig gemacht“, resümieren die JournalistInnen Daniel Bendix und Susanne Schultz.
Zudem dient das Mittel weniger dem Kampf gegen die Armut denn dem Kampf gegen die Armen. Bei JADELLE handelt es sich nämlich um ein speziell für die Bevölkerungspolitik geschaffenes, fünf Jahre lang unfruchtbar machendes Hormon-Implantat, das die Devise des früheren US-Präsidenten Lyndon B. Johnson in die Praxis umsetzt: „Fünf gegen das Wachstum der Bevölkerung investierte Dollar sind wirksamer als hundert für das Wirtschaftswachstum investierte Dollar.“

BAYERs Afrika-Strategie

Als Absatzgebiete für Pestizide nehmen die ärmeren Länder für den Agro-Riesen ebenfalls eine immer größere Rolle ein. So erwartet der BAYER-Manager Bernd Naaf binnen der nächsten zehn Jahre eine Verdoppelung des Volumens des afrikanischen Ackergift-Marktes auf drei Milliarden Euro und trifft schon die entsprechenden Vorbereitungen. „Wir entwickeln derzeit eine Afrika-Strategie mit dem Ziel, in diesem Wachstumsmarkt zukünftig stärker vertreten zu sein“, so Naaf. Dabei will die Aktiengesellschaft auch „gezielt das Segment der Kleinbauern ansprechen“ und setzt dabei als Ansprechpartner nicht zuletzt auf den „öffentlichen Sektor“.
Diesen braucht der Leverkusener Multi vor allem aus einem Grund: Er hat nach eigenem Bekunden nur Zugang zu einem Viertel des Marktes auf dem Kontinent. Die restlichen drei Viertel decken Nachahmer-Produkte nebst Fälschungen ab. Darum dringt das Unternehmen auf eine „Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen“ und wendet sich zu diesem Behufe an die Entwicklungshilfe-Politik. So forderte BAYERs Liam Condon auf dem „Global Forum for Food and Agriculture“ Interventionen zugunsten eines verbesserten Patentschutzes, effizienterer Pestizid-Zulassungsverfahren und Maßnahmen gegen die Produkt-Piraterie. Erst „wenn wir dann die richtigen Bedingungen vorfinden“, möchten Condon & Co. in den betreffenden Ländern investieren und „die Farmer stärken“.

„Stärkung“ bedeutet dabei für ihn, aus den afrikanischen FarmerInnen Agrar-Unternehmer nach westlichem Vorbild zu machen. „Es ist unsere Rolle, – über den öffentlichen und privaten Sektor – dabei zu helfen, die Landwirte – kleine und große – in das zu verwandeln, was ich ‚Agripreneure’ nennen möchte“, meint der Manager. Und so sieht BAYERs „Entwicklungshilfe“ dann auch aus. Sie besteht vor allem aus teuren technischen Lösungen. Steriles, also nicht zur Wiederverwendung geeignetes Hybrid-Saatgut, besonders gut an Trockenheitsregionen angepasstes Saatgut und Pflanzen mit künstlich angereichertem Nährstoff-Gehalt hat der Cropscience-Chef für die Bauern und Bäuerinnen in den Armutsregionen parat. Zu einem solchen „Glück“ wollen BAYER, MONSANTO und die anderen Agro-Riesen diese sogar zwingen. Ihre gemeinsam mit den G8-Staaten 2012 gegründete „Neue Allianz für Ernährungssicherheit“ nimmt sich in einem Strategie-Papier nämlich vor, die „Verteilung von frei verfügbarem und nicht verbessertem Saatgut systematisch zu beenden“. Künftig sollen die LandwirtInnen nämlich bei jeder neuen Aussaat für die Labor-Kreationen der Konzerne optieren und kräftig Lizenz-Gebühren zahlen. Und das Bundesentwicklungsministerium gibt der Unheiligen Allianz nicht nur seinen Segen, sondern bis 2014 auch noch über 50 Millionen Euro.

In solchen PPPs wie der „Neuen Allianz für Ernährungssicherheit“ oder der „German Food Partnership“ dürfen BAYER & Co. ganz selbstverständlich selber Entwicklungshilfe-Politik betreiben, die Probleme definieren und Lösungsansätze entwerfen. Der engen Konzern-Perspektive gerät dabei so manches aus dem Blick. „Die strukturellen Ursachen des Hungerproblems werden ebenso ausgeblendet wie der Zusammenhang zwischen den proklamierten ‚guten Taten’ von Konzernen und deren eigentlichem Geschäftsmodell“, kritisiert Benjamin Luig von dem katholischen Hilfswerk Misereor. Das eigentliche Geschäftsmodell der Agro-Multis hinterlässt nämlich gerade in den Ländern des Trikonts verbrannte Erde. Roman Herre von der Organisation FIAN wirft der Bundesregierung deshalb vor, in ihren PPP-Projekten den Bock zum Gärtner gemacht zu haben. „Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich etwa 355.000 Menschen durch von Pestiziden verursachte Vergiftungen, zwei Drittel davon im Globalen Süden. Knapp ein Drittel aller Agrar-Gifte weltweit stammen aus dem Hause BAYER und der ebenfalls in der ‚German Food Partnership’ vertretenen BASF“, moniert er. Obendrein belasten die Millionen von Gift-Geschädigten die Gesundheitsetats der Staaten massiv. Eine Studie des UN-Umweltprogrammes UNEP rechnet für 2015 bis 2020 mit Behandlungskosten von bis zu 90 Milliarden Dollar allein in Afrika. Aber an eine ökologische Landwirtschaft ist unter der Ägide einer von den Agro-Multis bestimmten Entwicklungspolitik natürlich nicht zu denken. Darüber hinaus treiben ihre teuren Komplett-Lösungen – die so genannten Input-Pakete – die LandwirtInnen allzu oft in eine Schuldenfalle, zumal es keinen funktionierenden globalen Agrar-Markt gibt und das Oligopol der großen Sechs (MONSANTO, BAYER, SYNGENTA, BASF, DOW CHEMICAL und DUPONT) die Preise fast nach Belieben diktieren kann.
Was die BUKO PHARMA-KAMPAGNE mit Bezug auf die BMZ-Publikation „Bringing Medicines to Low-income Markets“ „knallharte Wirtschaftsförderung“ nennt, gilt so auch für die gesamte bundesdeutsche Politik in diesem Bereich. Diese Art von Entwicklungshilfe ist Entwicklungshilfe nur für eines: für die Profite von BAYER & Co.”

 

(Quelle: Coordination gegen BAYER-Gefahren – CBG.)

Afghanistan: Die Hilfsgelder “versickern”

Montag, Mai 17th, 2010

“US Aid Hurts Afghans

By James A. Lucas

The White House tells us that we are releasing funds to rebuild Afghanistan. The reality, however, is that very little of the money actually will benefit the Afghan people. We are told that our nation is being very generous, mostly as a balm to our collective conscience to convince us to give our stamp of approval for that war which so far has cost over $260 billion in U.S. taxpayers’ money. 1 This deception also helps to put a happy face on this war so that our attention is diverted from the people who are dying and wounded there.

Ann Jones, a former humanitarian worker in Afghanistan, not long ago blew the whistle on this scam. The author of Kabul in Winter , she reported that between 2002 and 2008 the U.S. pledged $10.4 billion for development but delivered only $5 billion of that amount, 47 percent of which was paid to American experts, who often were unqualified, instead of going to unemployed Afghans who were supposed to benefit from this aid. 2

Even when aid reaches the people of Afghanistan, it often brings undesirable results, since contractors pay much higher salaries than do the Afghan school systems; teachers and administrators have abandoned their jobs to take positions with these private contractors who get money to start literacy programs. Afghan institutions are supposed to be strengthened, not eviscerated as has been done in this case.

Seventy percent of our aid is tied to the purchase of American products in preference to those that originate in Afghanistan, compelling Afghans to buy American agricultural products, thus putting Afghan farmers out of business or driving even more of them into the poppy trade. This forces many of them to join the 40 percent of the Afghan workforce that is already unemployed. 3

But these revelations should not be surprising, since reports in prior years uncovered similar major deficiencies in the delivery of U.S. aid to Afghanistan.

In a report in 2002 for the Overseas Development Institute, Ashraf Ghani, the chancellor of Kabul University, stated that about 90 percent of the $1 billion spent on 400 aid projects was wasted.

The country’s 280,000 civil servants earn an average of $50 per month, while about 50,000 Afghans work for aid organizations where they may earn up to $1000 a month. With more than 2,400 aid agencies and NGOs registered in that country, the government has had difficulty trying to retain its staff. 4

Also, this disparity of incomes means that foreign staff (3 – 4,000 foreign civilians), can afford to pay more for housing, and this raises rents to levels that ordinary people can’t afford – in some areas up to 1,000 percent. 5

The Afghan government estimated in 2006 that it could build a highway between Kabul and Kandahar for $35 million, however it was eventually built by the U.S. Agency for International Development (USAID} at a cost of more than $190 million.

In 2005 the U.S. Government Accounting Office (GAO) reported that U.S. clinics might be only a mile away, but it was hard for sick people to get to them. While a handful of health clinics were built the year before, they were placed where no trained doctors were located, because contractors did not consult with local officials or the Ministry of Health. 6 These errors could be life-threatening in a nation where the average life expectancy is 43 years, which has the 4th worst child mortality rate in the world. 7 and where the maternal mortality rate is the second worst in the world. 8

USAID projected that it would build 286 schools by the end of 2004, but only eight were completed. Although the Afghan government could build a school for about $40,000, an international aid agency undertook the task of building 500 schools, at a cost of $250,000 each. 9 It should be kept in mind that Afghanistan’s average educational level is 1.7 years. 10

Not only is little of this U.S. humanitarian aid very helpful to ordinary Afghans, but it is often subverted by the U.S. policy of using aid as an integral part of its military counterinsurgency program under which Afghan civilians are given aid if they help the Americans’ war efforts, although this purpose is couched in benign terminology which masks its true purpose. Many of the reconstruction teams see their role as providing services in exchange for intelligence-gathering and political activity directed against the insurgents.

UN officials in Afghanistan earlier this year criticized NATO forces and said that UN agencies would not participate in the military’s reconstruction strategy as part of the offensive that was planned against Marja.

Wael Haj-Ibrahim, head of the United Nations’ Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, observed that ‘if that aid is being delivered as part of a military strategy, the counterstrategy is to destroy that aid.’ 11

Eight leading humanitarian organizations working in Afghanistan, including Oxfam and ActionAid, issued a joint report that was highly critical of the International Security Assistance Force, as the American-led NATO force is known, because of ‘the international militaries’ use of aid as a ‘nonlethal’ weapon of war,’ a term coined by the U.S. military. .12

Territory changes occur during a war. If projects are associated with a particular group, often they will be destroyed as territory changes hands. That has happened frequently with projects like schools and clinics around the country.

Half the country is now inaccessible to UN aid workers. Attacks on aid workers have risen 400% since 2005, possibly as reprisals by the Taliban, who suspected that those workers were furnishing the U.S. military and others with information about the Taliban. Many humanitarian agencies have scaled back their programs. 13

This makes it difficult for UN aid workers to do their work. According to the Carnegie Endowment for International Peace, ‘The mere presence of foreign soldiers fighting a war in Afghanistan is probably the single most important factor in the resurgence of the Taliban.’ 14

But the most effective humanitarian action the U.S. could take is to end the war. Killing and maiming Afghans is anti-humanitarian.

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1. National Priorities Project, http://www.nationalpriorities.org/costofwar_home

2. Ann Jones, ‘The Afghan Scam,’ Tom Dispatch.com

http://www.tomdispatch.com/post/175019/ann_jones_the_afghan_reconstruction_boondoggle

3. Fund for Peace, June 22, 2009.

4. Toby Poston, ‘Millions of Dollars Worth of Aid Money is being wasted,’ BBC News, February 26, 2006. http://www.rawa.org/rebuild2.htm

5. Edward Harris, ‘Many Afghans Resent Foreigners’ Presence,’ Yahoo! News, May 30, 2006.

6. Margaret Coker and Anne Usher, ‘Much of U.S. Aid in Afghanistan has Little Impact’, Cox News Service, Dayton Daily News, p. A-20, October 9, 2005.

7. 3.

8. Office of UN Humanitarian Co-Ordinator for Afghanistan, ‘Afghanistan Appeal 2001’

9. 6.

10. 3.

11. Rod Nordland, ‘U.N. Rejects ‘Militarization’ of Afghan Aid,’ February 18, 2010

http://www.commondreams.org/headline/2010/02/17

12. 11.

13.‘Afghanistan: Country Overview,’ Madre, 2008

http://www.madre.org/index/meet-madre-1/where-we-work-53/afghanistan-165.html

14. 13.”

(Quelle: Countercurrents.)