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Radio-Tipp: Erfolgsmodell Kolumbien?

Dienstag, Mai 11th, 2010

“Mit organisiertem Verbrechen zur Inneren Sicherheit

Am 30. Mai wählt Kolumbien einen Nachfolger für den amtierenden Präsidenten Ãlvaro Uribe. Das Land gilt als wichtigster Verbündeter Washingtons in Lateinamerika, Uribes Politik als Gegenmodell zu der linksgerichteter Regierungen in den Nachbarländern. Tatsächlich ist es Uribe gelungen, die Guerilla zu schwächen und die Sicherheitslage für die Mittel- und Oberschicht deutlich zu verbessern.
Auf der anderen Seite laufen gegen siebzig Abgeordnete der Regierungsparteien Verfahren wegen Verbindungen zu Todesschwadronen. Uribes Privatsekretär traf sich mit Drogenbossen, um belastendes Material gegen den Obersten Gerichtshof zu bekommen. Die Grenzen zwischen Staatsapparat, Sicherheitspolitik und Kriminalität sind fließend geworden.

Der kolumbianische Konflikt in Begriffen und Fakten

Violencia: Der Bürgerkrieg zwischen den “Liberalen” und “Konservativen” 1948 bis ca. 1955 gilt als Ursprung des bewaffneten Konflikts in Kolumbien. Mehr als 200.000 Menschen kamen dabei ums Leben.

Guerilla: Die linksgerichteten Guerillgruppen FARC und ELN wurden unter der Regierung Uribe stark zurückgedrängt, jedoch nicht besiegt. Beide Organisationen finanzierten sich zeitweise haben ein Interesse an Friedensverhandlungen signalisiert.

Paramilitärs: Die paramilitärischen Autodefensas Unidas de Colombia (AUC – Vereinte Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens) konnte jahrelang auf die Unterstützung von Militärs, Politikern und Unternehmern zählen. Seit der Auflösung der AUC im Jahr 2005 agieren die Paramilitärs heute nur noch auf lokaler Ebene.

Plan Colombia: Mit mehr als 500 Millionen US-Dollar jährlich ist Kolumbien der drittgrösste Empfänger von US-Militärhilfe in der Welt. Die ursprünglich zur Drogenbekämpfung bewilligten Mittel dienen heute in erster Linie der Aufstandsbekämpfung.

Politische Morde: In keinem Land der Welt werden so viele Morde an Gewerkschaftern begangen wie in Kolumbien. Insgesamt wurden Zehntausende von Oppositionellen und Menschenrechtsaktivisten ermordet
Seguridad Democrática: Die Politik der “Demokratischen Sicherheit” ist das Markenzeichen der Regierung Uribe (2002-2010) und zeichnet sich durch einen rasanten Ausbau von Polizei, Militärs und Geheimdiensten aus.

Literatur

Diehl, Oliver/Linda Helfrich (Hg.): Kolumbien im Fokus. Einblicke in Politik, Kultur, Umwelt. Frankfurt/Main 2001, Vervuert Verlag.
Hörtner, Werner: Kolumbien verstehen. Geschichte und Gegenwart eines zerrissenen Landes. Zürich 2006, Rotpunktverlag.

Zelik, Raul: Die kolumbianischen Paramilitärs. Regieren ohne Staat oder terroristische Formen der Inneren Sicherheit?. Münster 2009, Verlag Westfälisches Dampfboot.

Angaben zur Produktion

Produktion: WDR/DLF 2010

Autor: Raul Zelik

Redaktion: Thomas Nachtigall”

Sender: WDR 5

Sendedatum: Montag, 17.05.2010

Sendezeit: 20:05 – 21:00 Uhr

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(Quelle: WDR 5.)

HaitianerInnen wollen demokratische Wahlen

Dienstag, Mai 11th, 2010

“Haitians demand president resigns

Protesters in Haiti have demanded the resignation of the president, accusing him of using January’s devastating earthquake as an excuse to remain in power.

About 1,000 demonstrators took to the streets on Monday to criticise Rene Preval after he said he would remain in power until next May if a presidential election is not held in November as scheduled.

Rene Preval’s term is due to end in February, but officials have said a November ballot is in doubt because the 7.0-magnitude earthquake destroyed voting records and polling places.

The protest was called by nearly 40 political parties and other opposition groups.

As Monday’s protest wound down, a quorum of the 29-member senate voted to extend Preval’s term. The 99-seat lower chamber approved the measure last week (…).”

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(Quelle: Al Jazeera.)

Brasilien: Ende 2010 sollen alle Schulen einen Breitband-Internetzugang haben

Freitag, April 30th, 2010

“Ende 2010 sollen alle brasilianischen Schulen einen Breitband-Internetzugang haben

Parallel müssen Schüler und vor allem auch hunderttausende Lehrer ‘digital alphabetisiert’ werden

In Brasilien sollen bis zum Ende des Jahres alle staatlichen Schulen über einen Breitband-Internetanschluss verfügen. Dann hätten, wie der für Fernausbildung zuständige Staatssekretär Carlos Bielshowsky im Bildungsministerium erklärte, 150.000 Schulen und 48,4 Millionen Schüler, die meist aus den armen Schichten kommen, auch die Möglichkeit, an Angeboten zum Telelernen teilzunehmen.

Mit der Ankündigung soll das Versprechen des scheidenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva eingelöst werden, der auch ankündigte, dass bis 2015 ganz Brasilien Zugang zu einem Breitbandanschluss haben soll. Bislang haben 24 Millionen Schüler einen Breitbandzugang mit minimal 1 Megabyte, bis Ende Dezember sollen alle mindestens 2 MB haben.”

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(Quelle: Telepolis.)